Beiträge von Yeti

    Ich hätte so ein Bild genommen, wenn ich behaupten wollte, dass Stade fahrradfreundlich ist. Vielleicht noch abwarten, bis auch jemand mit dem Fahrrad zu sehen ist.

    Wenn der Redakteur einfach vor die Tür der Redaktion geht, sieht es aber auch nicht so fahrradfreundlich aus.

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    Wobei da nicht weit entfernt die hochgelobte "Dunkelampel mit Sofort-grün" steht. Allerdings die Einzige in der gazen Stadt.

    ... aggressivere Rotfärbung der Furt? Mehr Schilder? Oder was meinst du, welchen Joker die StVB zieht? :S

    Nach dem Unfall am Berliner Platz in Stade: Keinen!

    An dieser Kreuzung gab es in der Vergangenheit mehrere Unfälle, darunter auch mindestens einen mit Schwerverletzten. Dass dort (und an 54 weiteren Kreuzungen) eine Radwegfurt fehlt, habe ich der Stadt Stade bereits im Jahr 2018 schriftlich gegeben.

    Am Berliner Platz ist ja sogar so etwas wie eine Radwegfurt vorhanden. Dass das Verschwenken der "Radwege" an Kreuzungen in Richtung der einmündenden Nebenstraße eine doofe Idee ist, war schon Thema bei meinem allerersten förmlichen Aufeinandertreffen mit der Stadtverwaltung im November 2017. Das war, nachdem ich die Planungen für diese Straße gesehen habe und ein Jahr, bevor das genau so gebaut wurde. Da gab es mittlerweile auch schon den erwartbaren Unfall. Auch wenn ich verhindern konnte, dass dort [Zeichen 240] aufgehängt werden, hat das rote Pflaster natürlich eine magische Anziehungskraft auf besorgte Radfahrerinnen (Männer sind mitgemeint).

    Dann am besten in beide Richtungen. Ich finde es ja auch immer verwunderlich, warum die StVO immer nur auf Supermarkt-Parkplätzen gelten soll. Jedenfalls habe ich diese Schilder immer nur bei der Auffahrt auf einen Parkplatz gesehen und nie beim Wegfahren.

    Natürlich setze ich voraus, dass bei diesen Testfahrten auf jeden Fall die notwendige Kompetenz mitgebracht wird, um Missstände zu erkennen. Ehrlich gesagt, bezweifle ich es stark, dass dort eine derartige Sensibilität tatsächlich vorliegt.

    Die Route der Befahrung hat die Stadt Stade festgelegt. Obwohl man natürlich versucht hat, dabei möglichst viele gute Seiten zu zeigen, gab es aber auch auf der Tour genug zu bemängeln. Selbstverständlich war ich dazu nicht eingeladen, aber die 2. Vorsitzende von Stade fährt Rad war dabei und der Vorsitzende des ADFC KV Stade. Beide haben bei der Befahrung kritische Anmerkungen gemacht, aber beide haben auch berichtet, dass das die Jury nicht wirklich interessiert hat.

    Die Jury bestand aus einem Vertreter der AGFK, einem Vertreter des Verkehrsministeriums (das sind die beiden Adressaten meiner Mail), dazu dem Landesvorsitzenden des ADFC, sowie zwei oder drei Landtagsabgeordneten (deren Namen sind mir nicht bekannt). Da es am Tag der Befahrung geregnet hat, waren die wohl alle froh, möglichst schnell wieder im Trockenen zu sein.

    Ich habe außerdem den Eindruck, dass diese Befahrung überhaupt keine Rolle mehr spielte, sondern die Entscheidung vorher auf Basis der Selbstauskunft fest stand. Hier findet man den Fragebogen: Zertifizierung :: Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen Niedersachsen

    Als ich erstmals davon erfahren habe, dass die AGFK zu einer Befahrung nach Stade kommt, wurde mir noch gesagt, dass das nur dazu sei, das Feedback zu bekommen, wo noch großer Handlungsbedarf ist. Daran wäre nichts auszusetzen, wenn es von der Jury tatsächlich ein kritisches Feedback gegeben hätte, denn auf konstruktive Kritik aus Stade hört man ja aus Prinzip nicht. Das Ergebnis hätte eine Mängelliste gewesen sein können mit der Ansage, dass man sich wieder treffen kann, wenn die nachweislich zu mindestens XX% abgearbeitet ist.

    Diese Kollage wäre für den Artikel auch passend gewesen

    Ich habe auch noch eine Mail an die AGFK und das Ministerium geschrieben, das die Auszeichnung verliehen hat.

    Nein, da ist nichts in dieser Richtung freigegeben oder benutzungspflichtig. Die Geisterradel-Quote liegt in Stade bei 50%. Das Bild wurde hier aufgenommen:

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    In Gegenrichtung ist es mit [Zeichen 241-30] beschildert. Wo wenig später die Trennung zwischen den Bereichen für den Fuß- und Radverkehr verläuft, bleibt das Geheimnis der fahrradfreundlichen Hansestadt Stade.

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    Langsam, langsam!!! Ist denn nun endlich mehrheitlich der Beschluss im Rat gefasst, dass die StVO auch im Stadtgebiet von Stade gilt? :D

    Nein, das wäre eine illegale Guerilla-Aktion. :evil:

    Irgendwer war ja auch der Meinung, extra kennzeichnen zu müssen, dass in einer T30 Zone rechts vor links gilt.

    Zitat von VwV-StVO

    Zu den §§ 39 bis 43 Allgemeines über Verkehrszeichen und Verkehrseinrichtungen

    Verkehrszeichen, die lediglich die gesetzliche Regelung wiedergeben, sind nicht anzuordnen

    Ich bin damals meistens mit dem Schulbus zur Grundschule im 4km entfernten Nachbarort gefahren. Auf dem 1km langen Weg zur Bushaltestelle gab es nicht einmal einen Gehweg. Die Busse sind damals rückwärts in die Bushaltestelle gefahren, weil sie dort gewendet haben. Da gab es unter den Kindern immer Drängelei direkt neben dem rückwärts fahrenden Bus. Passiert ist nie etwas.

    Manchmal bin ich auch mit dem Fahrrad zur Grundschule gefahren, auch schon vor der Fahrradprüfung in der 4. Klasse. Einen Radweg gab es auf der gesamten Strecke nirgends, darunter auch 1km an einer Bundesstraße nicht. Irgendwie fand ich das als Kind schon normal, dort auch mit dem Fahrrad zu fahren, weil ich sonst ja auch auf der Fahrbahn gegangen bin oder weil wir dort gespielt haben. Meine Eltern hat das auch nie gestört und die sind auch beim ersten Mal nicht mitgefahren. Die haben mir einfach vertraut, dass ich auch im Nachbarort und auf der Landstraße klarkomme, wenn ich da genauso fahre wie zuhause.

    Es mag sein, dass damals weniger Autos auf den Straßen waren, aber ich möchte nicht behaupten, dass die Leute damals vorsichtiger gefahren sind. Bei heutigen Eltern ist das vermutlich alles völlig undenkbar.

    Tendenz: mehr radwege! 🙃

    Aus Sicht der Eltern, die es selbst nicht besser wissen und vermutlich selbst nicht richtig Fahrrad fahren können. Das Fazit des Artikels kann man aber auch anders lesen: Traut euren Kindern doch einfach mehr zu.

    Zitat

    Am Ende bleibt ein doppelter Befund: Kinder brauchen sichere Straßen und Erwachsene, die ihnen zutrauen, sich diese Straßen selbst zu erschließen.

    Dass es im Straßenverkehr Gefahrenstellen gibt, die man entschärfen kann, sehe ich genauso. Meistens aber nicht durch den Bau eines "Radweges".

    Die Radfahrer*innen müssten die Fußgänger*innen sowieso queren lassen, du kannst ja keine Fußgänger*innen einfach umfahren, wenn sie den Radweg queren. Auch dann nicht, wenn der Fußverkehr eigentlich wartepflichtig ist.

    Mit dem Argument könnte man auf Zebrastreifen natürlich auch gänzlich verzichten. Wenn Fußgänger einfach auf die Fahrbahn laufen, muss man ja ohnehin warten, weil man die nicht umfahren* darf.

    * Fun-Fact: "umfahren" ist das Gegenteil von "umfahren". Hier ist "umfahren" gemeint, im Sinne von "über den Haufen fahren" und nicht im Sinne von "daran vorbei fahren".

    Wenn man genau hinschaut, sieht man, dass auf dem aufgemalten 267 gekennzeichnet ist, welche Seite oben ist und demnach klar ist, in welcher Richtung das gilt.

    *edit: Außerdem heißt es "Verbot der Einfahrt" und nicht "Verbot der Ausfahrt" :)