Der Gaspreis wird künftig nicht nur wegen des CO2-Preises steigen, sondern auch deshalb, weil es weniger Abnehmer gibt. Das bedeutet, dass die Netzkosten auf immer weniger Kunden umgelegt werden.
Wir haben das Thema bei uns zuhause auch ausführlich überlegt, weil unsere Gasheizung gerade den Geist aufgibt. Die Stadt plant für die historische Altstadt den Bau eines Nahwärmenetzes, das aus einer Großwärmepumpe, die Wärme aus dem Abwasser der Kläranlage zieht, gespeist wird. Bislang mussten wir davon ausgehen, dass wir erst 2040 an das Netz angeschlossen werden können, aber nach aktuellen Planungen wird unsere Straße bereits 2030 erschlossen.
Da unsere bisherige Gasheizung aber keine fünf Jahre mehr durchhält, brauchen wir jetzt eine Alternative. Eine Wärmepumpe wäre technisch möglich und wirtschaftlich sinnvoll, auch in unserem 200 Jahre alten Stadthaus. Allerdings stehen einer Wärmepumpe andere Dinge entgegen: Wir haben quasi keine Grundstücksfläche, sondern nur eine 25m² große Terrasse hinter dem Haus. Es gibt dann nur einen Punkt auf dem Grundstück, wo man die WP aufstellen könnte, um den vorgeschriebenen Abstand zur Grundstücksgrenze einzuhalten. Unser Schlafzimmerfenster befindet sich direkt darüber.
Daher haben wir uns entschieden, für die nächsten fünf Jahre bis zum Anschluss an das Nahwärmenetz doch noch einmal eine gebrauchte Gasheizung einzubauen. Nach der Investition in eine Wärmepumpe hätten wir uns in fünf Jahren nicht an das Wärmenetz anschließen lassen.