Und da kommt man eben an den Punkt, dass manche Ziele als "nicht mit dem Fahrrad erreichbar" empfunden werden.
Der akzeptierte Fahrrad-Radius hängt allein davon ab, ob man bereits ein Auto zur Verfügung hat. Mit Auto ist er immer Null, ohne Auto kann er variabel sein. Will sagen: es ist eine Illusion, dass Radverkehrsförderung auch nur ansatzweise irgendwas am Autoverkehrsaufkommen ändern könnte. Autos werden nicht angeschafft, um damit die 500m zum Bäcker zu fahren. Sie werden folglich auch weder abgeschafft, wenn man bei schönem Wetter ab und zu auch mal die 500m zum Bäcker radelt, noch hätte der Ersatz einer Handvoll Bäcker-Fahrten mit dem Auto durch Radfahrten spürbare (und daher staatlicherseits förderungswürdige) ökologische Effekte.