Beiträge von Th(oma)s

    Dabei richten sich Radschutzstreifen einzig an den Kraftverkehr. Ich wüsste nicht, was daran gefährlich sein soll, wenn solche "plötzlich" enden.

    Schutzstreifen richten sich durchaus auch an Radfahrer, da die unterbrochene Linie sinngemäß bedeutet "Seitenwechsel in beiden Richtungen nur erlaubt, wenn du den Vorrang von Verkehr beachtest, der schon jenseits der Linie ist oder gleich kommen wird". Da diese Vorschrift existiert, ist übrigens in Straßen mit Streifen auch die 1,5m-Regel sachlich obsolet (Disclaimer: ja, ich weiß, dass die Fahrradszene abstruse Gravitationskräfte beim Nebeneinanderfahren am Werk wähnt, die einerseits so stark sind, dass sie den ansonsten anerkannten günstigen Effekt von Leit- und Trennlinien auf die Verkehrssicherheit zwar verhindern, jedoch andererseits wiederum so schwach sind, dass sie von einer Reihe flacher Steine oder Plastikplömpel vollständig entschärft werden können :evil:).

    Wenn man sich die Bilanzgewinne der deutschen Autobauer der letzten Jahre anschaut, wird einem schwindelig. Allein beim VW-Konzern eine Steigerung um 13% von 2022 auf 2023, und 2022 war schon ein Rekordjahr. Ich warte ja vergebens drauf, dass irgendein Journalist mal die Frage stellt, wo eigentlich die Substanz für das Krisengejammer ist. Was die Rotstift-Orgie tatsächlich mit den Bilanzzahlen zu tun hat, und was davon lediglich vom aktuell miesen Aktienkurs getrieben ist, offenbar dazu gedacht, die Anleger bei Laune zu halten?

    Die Gewinne von VW stammen aus den ausländischen Fabriken (Seat, Skoda, VW Türkei, und ja, auch VW China...). Angenommen Skoda würde solche Verluste einfahren wie VW Deutschland derzeit, während VW Deutschland in Wolfsburg, Kassel etc hochprofitabel produziert - würde man dann auch erwarten, dass Skoda zu Lasten der Konzernbilanz niemanden entlassen darf?

    :thumbup: Vereinfacht ausgedrückt: Es ist meistens ein Überforderungsphänomen.

    Es ist vor allem ein statistisches, und kein persönliches Problem. Die Unfallverursacher verhalten sich nicht anders als Nichtverursacher, was man zB daran erkennt, dass Unfallverursacher im Mittel über 40 Jahre als sind und daher schon Jahrzehnte Fahrpraxis besitzen, ohne vorher einen Abbiegeunfall verursacht zu haben. Ob es zum Unfall kommt, hängt letztlich allein vom zufälligen Zusammentreffen mehrerer ungünstiger Umstände ab (der Abbieger muss pennen, das Opfer muss im „richtigen“ Augenblick vor Ort sein, das Opfer muss seinerseits nicht/zu spät auf die Situation reagieren). Umgekehrt ist Unfallfreiheit auch kein persönlicher Verdienst, sondern einfach nur der statistisch zu erwartende Normalfall, weil eben idR nicht alle ungünstigen Umstände gleichzeitig eintreffen.

    Exakt das ist es! Die Lkw-Fahrer haben nämlich alle keine Gehirn. Daran liegt es!

    Jetzt wissen wir endlich, wo man ansetzten muss.

    Wahrnehmungspsychologische Defizite haben nichts mit Dummheit zu tun. Der Tote Winkel im Kopf beruht auf einer biologisch sinnvollen Filterung und Aufmerksamkeitssteuerung. Das System Auge-Sehbahn-Cortex ist keine simple Videokamera mit Monitor. Weil angeboren, kann man an dem Defizit durch Erziehung auch nichts ändern. Der Ausweg liegt im Verzicht auf Führung von Fahrverkehr in der ausgeblendeten Zone.

    Du kennst das Video mit den Basketballern und dem Affen?

    Spoiler: Der Faktor "Veränderung der Verfahrensabläufe" steht da ganz oben auf der Prioritätenliste. Die Todesfalle "Radweg läuft verdeckt hinter Vegetation, und an der Ecke/Einmündung/Einfahrt knallt's" würde da vordringlich zu beseitigen sein.

    Rechtsabbiegerunfälle haben nichts mit Sichthindernessen zu tun. Der Tote Winkel befindet sich zwischen den Ohren des Abbiegers.

    Ich bin gerade relativ sprachlos. Vermutlich könnte man auch einfach 2 Radfahrer auf einer Straße absichtlich überfahren und schon kommt eine Radwegebenutzungspflicht hin, weil es schließlich zwei "Unfälle" im Mischverkehr gab. Wo ist da eigentlich die Grenze? Aus dem fahrenden Auto erschossen werden? Auch noch Unfall? bah.

    Die wichtigste Frage lautet immer: "Was haben die Unfälle, wegen denen jetzt hier Fahrbahnverbote erlassen werden, eigentlich mit dem Umstand zu tun, dass einer der Beteiligten ein Fahrzeug mit Pedalkurbelantrieb benutzte?". Und die Antwort lautet bisher noch jedes mal: "Nichts, das alles hätte genau so gut auch jederzeit mit einem Mofa an gleicher Stelle passieren können.".

    Warum der LKW dann rechts an den Baken vorbeifährt und auf die Bushaltestelle zieht, und nicht links auf den linken Fahrstreifen wechselt, wird sicher auch Ziel der Ermittlungen sein.

    Auf Twitter schrieb jemand, viele KFZ-Führer würden sich an der Verengung nicht einordnen, sondern an den Baken der Baustellenabsperrrung rechts über den eigentlich gesperrten Radfahrstreifen vorbeifahren. Vielleicht wollten gleich beide den selben „schlauen“ Weg nehmen?

    In den Bildern sind gelbe Baustellenmarkierungen auf der Fahrbahn zu erkennen , die nicht im besten Zustand zu sein scheinen. Das könnte zum Unfall beigetragen haben.

    So wie der LKW nur wenige Meter hinter dem Kollisionspunkt steht (halb in der Bushaltestelle und damit rechts vom Radstreifen) dürfte der zum Anliefern des Baucontainers von der Fahrbahn über den Streifen hinweg in die Baustelle geschert sein. Also quasi ein "Toter Winkel"-Unfall ohne Rechtsabbiegen, allerdings mitbedingt durch das unvorhersehbare Einfahren der Dame vom Gehweg.

    Vlt. die Autos mal der Realität anpassen 🤪

    Eigentlich war das der Sinn der CO2-Strafen. Und wenn die Strafen für die Änderung des Konsumentenverhaltens noch nicht reichen, dann gehört der Tarif weiter erhöht und nicht gesenkt. Die Hersteller können das jederzeit ausgleichen, indem sie die Preise für die Verbrenner entsprechend erhöhen.

    Ergänzung: das eigentliche Problem dürfte der Käuferstreik sein; solange der Sprit weiter so billig ist, werden die Leute abwarten, ihre funktionierenden Autos weiterhin nutzen und weder Elektro- noch Verbrennerautos neu kaufen.

    Von der Beschaffenheit her habe ich die Radwege in DK als durchweg benutzbarer empfunden als hier und es gab auch fast keine uneindeutigen Situationen. Es war klar, wo Radwege beginnen oder enden und was ein Radweg ist und was nicht. Trotzdem habe ich natürlich auch in DK typische Radweg-Probleme gesehen und erlebt, wenn auch weniger als hier vor Ort (subjektiver Eindruck).

    DK ist keine Benchmark, nach der man sich ausrichten müsste, weder für "mehr Radverkehr" noch für "weniger Radunfälle". Die Radfahrleistung pro Kopf fällt stetig und liegt mittlerweile stabil und deutlich unter der von D. Die Todesfälle/Mrd km sind mit D im Rahmen der Schwankungen von Jahr zu Jahr auf Augenhöhe, wobei allerdings in DK der Anteil der Alleinstürze an den Todesfällen mit ca. 15% signifikant niedriger ist als in D oder NL (wo er derzeit für beide bei ca. 1/3 liegt). Zu Unfällen mit Verletzten kann man nichts sagen, weil DK offensichtlich eine etwas andere Art und Weise hat, Verletzte zu zählen (es gibt sowohl auf nationaler Ebene wie auch in CPH stets mit ~0,7:1 weniger leichtverletzte als schwerverletzte Radfahrer - in D ist das Verhältnis dagegen 5:1...).

    1. Benutzungspflichtige Radwege machen Fahrbahnen zu exklusiven Verkehrsflächen des Kfz-Verkehrs

    2. Separierte Fahrradinfrastruktur führt auch dort, wo es einen hohen Radverkehrsanteil gibt, nicht unbedingt zu einer Verringerung der Flächen für den MIV.

    3. Ich habe es in Kopenhagen erlebt, dass es Stau auf den Radwegen gab, während daneben auf der Fahrbahn nichts los war. Das Foto ist dafür schlecht gewählt, weil man darauf auch nur zwei Radfahrer sieht.

    zu 1. Das "benutzungspflichtige" kannst du weglassen, die Exklusivität resultiert allein aus dem baulichen/markierten Eindruck.

    zu 2. Fahrradinfrastruktur führt vor allem selbst bei einer Erhöhung des Radverkehrs nicht zu einer kompensatorischen Abnahme des KFZ-Verkehrs. Stattdessen rekrutieren sich die Radfahrer überwiegend aus Personen, die zuvor woanders geradelt sind und aus ehemaligen Fußgängern und ÖV-Nutzern.

    Ich weiß schon, was dabei herauskommt :)

    "Nur Note [hier Zahl zwischen 3,5 und 4 ,5 eintragen]! - Radfahrer stellen [hier Name von Stadt eintragen] vernichtendes Zeugnis aus." Hauptkritikpunkte: zu wenig Radwege, es mangelt an Radwegen und es gibt keine Radwege.

    Gewinner bei den Städten >500k Einwohner ist Bremen, Sieger bei >200k wird Münster. Den Sonderpreis "ländlicher Raum" erhält Diefeld, weil hier für 10 Millionen ein linker Radweg vom Fußballplatz zum Friedhof angelegt wurde.

    Folgt mir für weitere Prophezeiungen, Euer Nostradamus