Ich hätte jetzt irgendwie noch ein Rechtsabbiege-Plakat erwartet (womöglich mit Toter-Winkel-Hinweis).
Ironischerweise kann man diesen Gemeinplatz, den der Polizeisprecher im Artikel absondert:
Zitat"Mit der vor drei Jahren gestarteten Kampagne wollen wir auf diese Weise einmal mehr klarmachen, dass unsere Radinfrastruktur im Land nur dann wirklich sicher und attraktiv ist, wenn sich auch alle regelkonform verhalten", sagte Thomas Weißenberg vom Landespolizeiamt.
...auch für das Fahrbahnradeln anwenden. Oder anders herum: die vermeintliche Gefährdung von Radfahrern auf der Fahrbahn ist überhaupt nur denkbar, wenn sich irgendjemand nicht regelkonform verhält. Wer Radwege mit dem Argument "muss sein, wegen Sicherheit" plant, baut und benutzungspflichtig macht, setzt also voraus, dass nicht-regelkonformes Verhalten praktiziert wird. Wie kann man dann so blauäugig sein anzunehmen, regelkonformes Verhalten würde mit Radwegen wahrscheinlicher sein als ohne??