... und es ist ja auch nicht so, dass man die Mehreinnahmen hinsichtlich der Umsatzsteuer verschmähen würde.
Aus Spekulation resultierende Unternehmensgewinne sind ja auch nicht unwillkommen: der Steuersatz dafür ist 30%, und auch die Lebensversicherung für den Kleinsparer muss irgendwovon ihre Zinsen generieren.
Edit sagt: es gibt gerade anlassbdingt mal wieder allerorten Darstellungen mit der Zusammensetzung des Spritpreises. Da werden zwar immer die Steuern und Abgaben akribisch aufgeschlüsselt und angeprangert, nicht aber die Kalkulation der Mineralölindustrie offengelegt. Deren Preisanteil für den Liter ohne Steuern und Abgaben liegt aktuell so um die 60-70ct, beinhaltet aber neben dem Rohölpreis natürlich auch noch Raffineriekosten, Transport, Vertrieb und Verwaltung, Marge der Konzerne sowie Marge und Kosten der Tankstellen. Da je nach Prozessführung in der Raffinerie die Anteile an Super, Diesel, Bitumen, gasförmigen Kohlenwasserstoffen etc. stark schwanken können, gibt es auch keine fixe Proportionalität im Sinne von "1 Barrel sind 100 Liter Diesel", so dass sich von außen nicht exakt ausrechnen lässt, welche Wirkung eine konkrete Preissteigerung auf die Endprodukte haben wird. Eine Faustregel, die ich gefunden habe, besagt jedoch "ein Dollar Änderung je Barell gibt 0,5 Dollarcent Änderung im Liter Sprit". Demnach reden wir beim jüngsten Preissprung in der aktuellen Irankrise (70 auf 80 Dollar/Barrel) über 5 Eurocent im Bruttopreis.