Eine Beobachtung, die ich oft mache, ist dass bei Pedelecs die Schaltung kaum benutzt wird, sondern dass man zum Anfahren einfach die Tretunterstützung hochdreht. Aber auch mit Motor beschleunigt man natürlich besser, wenn man zum Anfahren in einen niedrigen Gang schaltet.
Ich denke, der Faktor Fahrrad-Geschwindigkeit ist für den Fahrfehler „Radfahrer aus Feld-/Waldweg/Ortsverbindungsstraße übersieht schnelles KFZ auf Landstraße“ unerheblich. Die Radfahrer haben den Querverkehr nicht wahrgenommen und wissen darum gar nicht, dass sie jetzt durch schnelleres Antreten evtl. noch aus der Gefahrenzone entkommen könnten. Aus dem gleichen Grund dürfte es auch keine Rolle spielen, ob sie sich, was ihre Anfahr-Beschleunigung anbetrifft, verkalkuliert haben - ihnen ist ja nicht bewusst, dass es da gerade ein Problem gibt. Leider kann man die Opfer jetzt alle nicht mehr fragen. Aber das im Artikel erwähnte Szenario „Mann fährt mit ausreichend Reserve rüber, Frau zieht blindlings hinterher“ kenne ich aus eigenem Erleben. Ging bei uns zum Glück gut aus.