Die Linke weigert sich, für die DDR den Begriff "Unrechtsstaat" zu akzeptieren. Das ist für mich aufgrund des schon der Verfassung der "Deutschen Demokratischen Republik" inhärenten undemokratischen Charakters und in der Praxis ausgeübten Überwachung, von der die Gestapo geträumt hätte, inakzeptabel.
Nicht zuletzt stellt es einen Schlag ins Gesicht für die Opfer des staatlichen Terrors dar. Ich kenne nicht nur diverse Stasi-Akten, Brigadetagebücher und andere Quellen zu dieser Thematik, sondern habe mich mit vielen Zeitzeugen unterhalten, die in Bautzen oder Berlin Hohenschönhausen einsaßen. Die wählen nicht Die Linke - aus Gründen ...
Enteignungen sind da das geringere Problem.
Und auch wenn ich damit ein weites Feld betrete: Dass die alte Bundesrepublik seine historischen Altlasten spätestens mit 1968 wirkungsvoller aufgearbeitet hat als die DDR mit ihrem oktroyierten per se "antifaschistischen" Staatswesen, zeigt sich m. E. nicht zuletzt in der überproportional hohen Neigung zu Rechtsextremismus und Rassismus in der ehemaligen DDR.
Dennoch: Hätte ich nur die Wahl zwischen Pest und Cholera, ich wählte Die Linke und nicht die AfD, die im Gewand des Biedermanns erfolgreich zündelt und das, "was gesagt werden muss", immer weiter nach rechts verschiebt - und wie jetzt jüngst nach Hanau rechtsextremistische Terrorakte relativiert.