Endlich mal Action hier, und das schon so früh am morgen!
Dieser eine Satz enthält neben drei weiteren eine der wichtigsten Lügen, die stets als Grund fürs Ghetto vorgebracht werden, sehr gut.
- (...)
- Entscheidet sich der Autofahrer ja für das überflüssig große und träge Gefährt. Dann braucht er sich aber eben auch nicht zu beschweren, wenn er doch mal nicht sofort durchpaßt. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.
Ich halte nichts von so einer Betrachtung, der zufolge Fahrradfahrer*innen selbst Schuld sind an ihrem Ghetto-Dasein. Das stimmt nach meiner Beobachtung nicht. Beispiel: Auf einer autofreien Insel, auf der Fahrradverkehr erlaubt ist, merkt man nichts davon, dass Fahrradfahrer*innen ein "Ghetto-Dasein" fristen.
Es ist m. E. vielmehr so, dass große Fahrzeuge die Fahrer*innen dazu verführen, sich für Angehörige einer besonderen "Kaste" zu halten, denen ein Revier-Verhalten erlaubt ist, dass andere in Bedrängnis oder gar Gefahr bringen kann. Siehe zum Beispiel dieses Video, indem ein sogenanntes "Elefantenrennen" dargestellt wird. Ein weiteres Thema im Video: Tempo-Überschreitungen und zu dichtes Auffahren von einem schnell fahrenden PKW-Fahrer.
Wenn es aber so ist, dass sich LKW-Fahrer*innen gegenüber PKW-Fahrer*innen nicht korrekt verhalten und schnelle PKW-Fahrerinnen gegenüber langsamer fahrenden, dann ist es doch nicht weiter verwunderlich, dass sich PKW-Fahrer*innen gegenüber Fahrradfahrer*innen auch nicht korrekt verhalten.
Link zum Video:
Es gibt viele PKW-Fahrer*innen, die deshalb die Autobahn meiden. Würdest du jetzt sagen, die schaffen sich ihr eigenes Ghetto?