Beiträge von Ullie

    Ich sehe darin eher Feigheit; diesen Mittätern in den Behörden, die viel zu selten im Zuge der Amtshaftung belangt werden, nicht glasklar zu schreiben oder sagen, was sie sind und welche Folgen ihre Ignoranz haben kann.

    Du willst ja erreichen, dass die zuständigen Behördenmitarbeiter*innen in deinem Sinne tätig werden. Dann ist es nicht unbedingt hilfreich, sie ständig zu beschimpfen und mit Ausdrücken wie "Mittäter" zu belegen. Kann man mal stammtischmäßig machen, um z. B. Frust abzulassen, und so ein Forum ist ja auch eine Art Stammtisch. Aber es hilft nicht wirklich weiter. Auch in einer öffentlichen Diskussion ist es durchaus mal hilfreich, wenn man als einfacher Bürger spricht, dass man mal "Dampf ablässt". Aber auch das funktioniert nur, wenn es nicht der Regelfall ist, "ausfällig" zu werden.

    Die Dominanz des Autoverkehrs hat viele Wurzeln und viele Helfer*innen und es setzen mächtige Interessensverbände alles daran, mit ganz unterschiedlichen Strategien zu verhindern, dass sich etwas an der Vormachtstellung des MIV ändert.

    Das bedeutet nicht, dass man alle guten Ideen für eine zukunftsfähige Mobilitäts-Infrastruktur besser vergessen sollte, weil die Gegenkräfte zu stark erscheinen. Um an der großen Aufgabe nicht ganz zu verzweifeln, ist es vermutlich sinnvoll, kleine Ziele zu setzen und kleine Erfolge zu feiern und darauf zu hoffen, dass die Einsicht allmählich wächst. Und natürlich ist es wichtig, Bündnispartner*innen zu suchen, denn ganz alleine kann man viel machen, aber noch mehr schafft man mit anderen zusammen.

    Diese Statistik ist frustrierend. Nicht weil so wenig neue Radwege gebaut worden wären. Das ist schlimm, weil diejenigen, die in ihren Sonntagsreden sich damit brüsten, Radwege bauen zu wollen, es dann trotzdem nicht tun.

    Schlimm ist, dass die Statistik nicht so aussieht, wie sie eigentlich aussehen müsste, wenn das mit der Verkehrswende ernst gemeint wäre: Nämlich so, dass mehr und mehr Straßen für den privaten KFZ-Verkehr geschlossen werden und begrünt wurden oder nur noch für Einsatz-Fahrzeuge und dem Rad- und Fußverkehr zur Verfügung stehen.

    Aktuelles Beispiel aus Hannover:

    Die Culemannstraße sollte eigentlich begrünt werden, keine Autos mehr nur noch Fuß- und Fahrradverkehr auf einem vergleichsweise schmalen Weg, denn für Fuß- und Radverkehr braucht es keine 10 bis 14 m breite asphaltierte Fläche. Die vorhandenen getrennten Fuß- und Radweg jeweils 3,50 m hätten ausgereicht.

    Der Stadtrat hatte den Planungen ursprünglich zugestimmt hatte und es wurden dafür erfolgreich Bundesfördergelder eingeworben:

    "Landeshauptstadt Hannover. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat heute die Freigabe von über 100 Millionen Euro für 50 Projekte im Rahmen des Förderprogramms „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“ beschlossen. Zu den geförderten Projekten gehört auch das Projekt zur weitgehenden Entsiegelung der Culemannstraße und Herstellung einer einladenden Grünverbindung zwischen Leine und Maschpark, für das die Landeshauptstadt Hannover im September 2023 eine Projektskizze eingereicht hatte. Das Projektvolumen hierfür wird auf 5,1 Millionen Euro geschätzt, die in der Projektskizze beantragte Fördersumme liegt bei circa 4,3 Millionen Euro, was über 80% Zuschüssen entspräche. Die Landeshauptstadt Hannover wird jetzt aufgerufen, den notwendigen Zuwendungsantrag zu stellen."

    Pressemeldung der Klimaschutzregion Hannover:

    Entsiegelung der Culemannstraße
    Landeshauptstadt Hannover hat gute Chancen auf großen Fördertopf zur Klimaanpassung
    www.klimaschutz-hannover.de

    Jetzt stellen sich CDU, FDP und SPD plötzlich quer und wollen nichts mehr von dem Projekt wissen.

    Wir hatten aber auch 8 Jahre Obama, und der war dunkler als Harris.

    Aber Obama ist ein Mann. Die Einschätzung der Chancen für einen Wahlsieg von Kamala Harris gibt der Politikwissenschaftler Josef Brams im ARTE Journal vom 22.7.24: "Da haben noch sehr viele große Schwierigkeiten mit einer Frau, zumal einer schwarzen Frau. Wir dürfen nicht vergessen, dass es in Amerika Rassismus gibt." Und heute wurde berichtet, dass die Demokraten nach einem weißen Mann suchen, der als Vizepräsident-Kandidat Harris Wahlchancen besonders in den Bundesstaaten verbessern soll, wo die Demokraten kalkulieren, dass die Tochter eines in die USA eingewanderten Jamaikaners und einer eingewanderten Inderin als Präsidentschaftskandidatin sehr gut die Unterstützung durch einen weiße Vizepräsidenten-Kandidaten gebrauchen kann.

    Einerseits sollte es doch eigentlich selbstverständlich sein, Menschen nicht nach Hautfarbe oder Geschlecht hin zu beurteilen, wenn es um die Eignung für das Amt des US-Präsidenten geht. Sind Rassismus und Frauenfeindlichkeit in den USA stärker als in Deutschland? Andererseits erinnere ich mich gerade an das unselige Plakat der Hessen-CDU unter Koch, in der er die sozialdemokratische Gegenkandidatin Ypsilanti und den grünen Gegenkandidat Al-Wazir mit ausländerfeindlichen Wahlplakaten bekämpfte.

    Und der damalige niedersächsische Ministerpräsident und die Sozialministerin in seinem Kabinett wurden angefeindet, weil Wulff Aygül Özkan als Sozialministerin in sein Kabinett berufen hatte. "Rassistische Drohbriefe an Aygül Özkan" aus taz: "Neue Waffen" gegen CDU-Politikerin

    Rassistische Drohbriefe an Aygül Özkan: "Neue Waffen" gegen CDU-Politikerin
    In einer rassistischen E-Mail haben Unbekannte die niedersächsische Ministerin Aygül Özkan bedroht. Nun ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft.
    taz.de

    In Hannover war Belit Onay nach eigenen Angaben während des Wahlkampfes noch nicht von rassistischer Hetze betroffen. Möglicherweise hatten ihm viele Rechte ohnehin keine Chancen eingeräumt, die Wahl zum OB zu gewinnen. Nach seinem Wahlsieg jedoch begannen die Anfeindungen: "Ein frisch gewählter Oberbürgermeister und seine Familie würden bedroht und eingeschüchtert, kritisierte der Vorsitzende der Konferenz, Bürgermeister Jürgen Daul aus der Stadt Holzminden. Falsche und unwahre Behauptungen, gezielte Fake News, rassistische und fremdenfeindliche Posts seien nicht hinzunehmen. Die Religion oder Abstammung eines Bewerbers um das Amt des Oberbürgermeisters dürften keine Bedeutung haben." Mit diesen Worten kritisierte der Vorsitzende der Städtetagkonferenz die Angriffe gegen Belit Onay.

    Hass und Hetze: Neuer Oberbürgermeister von Hannover berichtet von massiven Anfeindungen
    Belit Onay ist der erste Oberbürgermeister mit Migrationshintergrund in einer Landeshauptstadt. Seit seiner Wahl am Sonntag hat der 38-Jährige aus Hannover…
    rp-online.de

    Sind Rassismus und Frauenfeindlichkeit in den USA stärker als bei uns in Deutschland ausgeprägt? Und wie sehr wird das die bevorstehende Präsidentschaftswahl in den USA belasten?

    Da wären die Wohnmobile doch ein Startpunkt, um "kein Stellplatznachweis=keine Zulassung" einzuführen.

    Gute Idee! Könnte man auch gleich noch auf Oldtimer ausdehnen, zumal sowohl als Wohnmobil angemeldete Fahrzeuge als auch als Oldtimer angemeldete Fahrzeuge ohnehin steuerlich bevorteilt werden. Da darf man dann wohl auch erwarten, dass es dafür auch einen sicheren privaten Stellplatz gibt für das Fahrzeug.

    Eine sehr ernüchternde Einschätzung der Chancen für einen Wahlsieg von Kamala Harris gibt der Politikwissenschaftler Josef Brams im ARTE Journal vom 22.7.24: "Da haben noch sehr viele große Schwierigkeiten mit einer Frau, zumal einer schwarzen Frau. Wir dürfen nicht vergessen, dass es in Amerika Rassismus gibt."

    Minute 8:45 Uhr

    ARTE Journal (22/07/2024 ) - Bidens Rückzug / Welt-Aids-Konferenz / Funk-Austellung in Rio - Komplette Sendung | ARTE
    Die Entscheidung des amerikanischen Präsidenten, seine Kandidatur aufzugeben und die seiner Vizepräsidentin Kamala Harris zu unterstützen, belebt den Wahlkampf…
    www.arte.tv

    "Zur Kita und zur Schule, zum Arzt und in den Urlaub: Eine siebenköpfige Familie aus Misburg verzichtet bewusst auf ein Auto – und zieht nach vier Jahren ein weitgehend positives Fazit für ein Experiment, das zunächst für ein Jahr geplant war. Entspannung statt Stress – das ist die Bilanz von Mutter Patricia."

    Zitat aus einem leider kostenpflichtigen Artikel von HAZ Plus, bei dem nur der erste Satz kostenfrei zu lesen ist. Der hört sich jedenfalls ganz gut an! Andererseits gibt es zahlreiche Familien, die immer schon ohne Auto mobil waren. Um die wird kein Bohei gemacht.

    Link zu HAZ Plus mit Foto:

    Eine Familie mit fünf Kindern gibt ihr Auto ab – wie funktioniert der Alltag?
    Zur Kita und zur Schule, zum Arzt und in den Urlaub: Eine siebenköpfige Familie aus Misburg verzichtet bewusst auf ein Auto – und zieht nach vier Jahren ein…
    www.haz.de

    US-Präsidentin, bitte.

    Es gab bisher rund 15 amerikanische Präsidentinnen (und deren Länder litten alle unter dem Imperialismus der USA).

    Derzeit stehen in Barbados, Trinidad und Tobago, Honduras und Peru Frauen an der Staatsspitze, im Oktober kommt Mexiko hinzu. Brasilien, Argentinien, Chile, Nicaragua, Costa Rica und Panama hatten auch jahrelang eine gewählte Frau an der Staatsspitze

    Das sind überwiegend Politikerinnen von linken oder linksliberalen Parteien, habe gerade mal ein paar davon gegoogelt. Zufall oder symptomatisch? Hätte eine rechte Politikerin mit Trump-Charakter wie Georgia Meloni in den USA ebenfalls Erfolg bei rechten Wählerinnen und Wählern, so wie in Italien? Oder funktioniert das nicht, weil in den USA und anderen amerikanischen Ländern eine weibliche Anführerin einer rechten Partei weniger akzeptiert würde von rechten Wähler*innen als in Europa? Und profitiert umgekehrt die demokratische Partei davon, wenn jetzt eine Präsidentschaftskandidatin antritt, wie es Biden vorgeschlagen hat?

    "US-Präsident Joe Biden hat sich hinter Kamala Harris als Präsidentschaftskandidatin der Demokratischen Partei gestellt. Nachdem Biden auf der Plattform X angekündigt hatte, nicht erneut kandidieren zu wollen, sprach er sich in den sozialen Medien X, Facebook und Instagram für seine Vizepräsidentin als seine Nachfolgerin aus."

    US-Demokraten: Joe Biden schlägt Kamala Harris als Ersatzkandidatin vor
    US-Präsident Joe Biden wird nicht erneut für das Amt des Präsidenten kandidieren. Stattdessen spricht er seiner Vizepräsidentin Kamala Harris seine…
    www.zeit.de

    Damit könnten die Demokraten entscheidend dazu beitragen, dass die erste US-amerikanische Präsidentin gewählt wird.

    Falsch. Bei Z.239 muss man *immer* Schritt-Tempo fahren. Bei Z.240 nur bei Bedarf.

    Ich hab den Eindruck, dass das unterschiedlich von den Verkehrsbehörden interpretiert wird und/oder zumindest unterschiedlich stark unterstützt wird durch eine entsprechende Beschilderung.

    Auf dem Gebiet der Stadt Hannover, im Stadtteil Wülfel, ist der Fußweg an der Wilkenburger Straße so ausgeschildert, wie auf dem linken Bild zu sehen. Hier die Stelle bei streetview:

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    Auf dem Gebiet der Stadt Hemmingen kurz vor der Ortschaft Wilkenburg dagegen ist derselbe Fußweg an derselben Straße so ausgeschildert wie auf dem rechten Bild zu sehen. Allerdings heißt die Straßenverbindung zwischen Wülfel und Wilkenburg an der Stelle Wülfeler Straße, weil sie ja von Wilkenburg aus gesehen nach Wülfel führt. Dazu ebenfalls die Stelle bei streetview:

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    Was in der Straßenverkehrsordnung drin steht, ist das eine: Fußgänger genießen gegenüber dem Fahrradverkehr eine Vorrangstellung auf einem Fußweg, der für den Fahrradverkehr freigegeben ist. Wie das jedoch die Betroffenen vor Ort beurteilen, hängt sehr stark mit davon ab, wie eine Verkehrsanlage konkret ausgeschildert ist, oder auch gepflastert ist, oder welche Bodenpiktogramme oder Einfärbungen bestehen.

    Am Beispiel Hannover kontra Hemmingen dürfte ziemlich klar sein, dass sich die Fahrradfahrenden entsprechend der Hemminger Ausschilderung, das ist nur [Zusatzzeichen 1022-10], in eine stärkere Position gesetzt sehen, als bei der Hannoveraner Ausschilderung. [Zeichen 239]+[Zusatzzeichen 1022-10].

    Das erinnert mich an diese alten Schilder, von denen immer noch welche hie und da in der Gegend herumstehen. Das Beispiel auf dem folgenden Foto ist übrigens aus Hemmingen. Aber auch in Hannover, und an vielen anderen Orten in Deutschland stehen sie noch hie und da:

    Da denken wohl manche in den Verkehrsbehörden: "Das gab es ja früher auch schon, das gemeinsame Rad- und Fußweg-Schild, das eher für den Radverkehr gedacht war als für den Fußverkehr. Und wenn das früher damit deutlich gemacht wurde, dass das Fahrradsymbol oben und das Fußgängersymbol unten ist, und das heute nicht mehr geht, dann hängen wir eben einfach das [Zusatzzeichen 1022-10] solo auf und jeder weiß Bescheid, dass hier der Fußverkehr nicht viel zu melden hat."

    Und die Fußgänger*innen werden dadurch extrem verunsichert. Denn wer sich als Fußgänger*in auf einen solch ausgeschilderten Weg [Zusatzzeichen 1022-10] begibt, der muss doch denken, dass er hier nur "zweite Geige" spielt.

    Die [Zusatzzeichen 1022-10] sollten nur dann solo zur Ausschilderung eines Radwegs zum Einsatz kommen, wenn wirklich deutlich erkennbar ist, dass es da einen Angebotsfahrradweg gibt, der durch die Pflasterung oder durch Markierungen abgetrennt ist vom Fußweg:

    War vielleicht als Scherz gemeint, ist so aber eine Fehlinformation.

    Eine Haltlinie ist nicht erforderlich.

    Vielen Dank für den Hinweis, habe das korrigiert. Tatsächlich hatte ich in meiner Erinnerung das Stoppschild nur gemeinsam mit der Haltlinie im Hinterkopf.

    Dein Foto zeigt eine echt ungünstig für den Radverkehr angelegte Stelle. Zumal direkt, nachdem der Fahrradverkehr auf die Fahrbahn gelenkt wird, Querparken angeordnet ist, sodass ausparkende Fahrzeuge mit ihrem Heck den Fahrradverkehr gefährden.

    Hier eine Stelle aus Hannover, die meines Erachtens besser gelöst ist:

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    Aber nur wenige Meter weiter, hinter der Kreuzung endet dann der Radfahrstreifen, damit Platz ist für die halbseitig auf dem Gehweg parkenden Autos:

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    Leider gibt es gerade auch in Hannover viel zu viele Benachteiligungen für den Fahrradverkehr ggü. dem MIV.

    Gerade aufgrund der Gehweg-Freigabe ist es ja überhaupt erst zu diesem Konflikt gekommen!

    Nein. So pauschal lässt sich das nicht beurteilen. Es macht an vielen Stellen Sinn, den Gehweg für den Fahrradverkehr freizugeben. Wenn die dafür geltenden Vorgaben eingehalten werden und die Fahrradfahrer*innen mit der angeordneten und gebotenen Vorsicht den Gehweg benutzen, ist das kein Problem. Weder für den Fußverkehr noch für den Fahrradverkehr. Wenn ausschließlich um den Busverkehr zu beschleunigen ein Fußweg für den Fahrradverkehr freigegeben wird und dort eine erhöhte Gefährdung erzeugt wird, weil zum Beispiel der Fußweg sehr eng ist, dann ist das nicht in Ordnung.

    Dass es Omnibusfahrer*innen gibt, die sich leicht aus der Ruhe bringen lassen und meinen, mit Drohgebärden Luft ablassen zu müssen, ist ein anderes Problem und hat nichts damit zu tun, dass gelegentlich Fußwege für den Fahrradverkehr freigegeben werden.

    Von so was: (Kind in Elektro-Spielzeugauto in Fußgängerzone)

    Kommt dann so was:

    Seit September gehört eine frühere Einbahnstraße am Weißekreuzplatz zur Fußgängerzone der Lister Meile in Hannover. Doch einige Autofahrerinnen und Autofahrer ignorierten das Durchfahrtverbot. Das verhindern nun vier Poller.

    Lister Meile: Autofahrer ignorieren verlängerte Fußgängerzone – jetzt stehen Poller
    Seit September gehört eine frühere Einbahnstraße am Weißekreuzplatz zur Fußgängerzone der Lister Meile in Hannover. Doch einige Autofahrerinnen und Autofahrer…
    www.haz.de

    Es gelten hier die bekannten Regeln der StVO, darunter das Sichtfahrgebot, das Gebot, nur zu überholen, wo einsehbar usw. usf.

    Das ist keine besondere Gefahrenstelle, die nicht erkennbar wäre.

    Dann sind wir bei derselben Diskussion wie oben und kommen irgendwann an den Punkt, alle Verkehrszeichen abzubauen, weil sich ja jeder Verkehrsteilnehmer/ jede Verkehrsteilnehmerin so zu verhalten hat, dass andere nicht geschädigt oder gefährdet werden. Bloß dass in dem konkreten Fall der Autofahrer dann annimmt, dass Fußgänger bei jedem Shit-Wetter in Dreck und Pfützen latschen und Autofahrer mit 180 durch die Ortschaften brettern dürfen: "Mann rast mit Tempo 180 durch geschlossene Ortschaft"

    Mann rast mit Tempo 180 durch geschlossene Ortschaft
    Der 30-Jährige wollte sich so einer Polizeikontrolle im Landkreis Vechta entziehen. Er besitzt keinen Führerschein.
    www.ndr.de

    Aber dein Einwand mit den Auflagen für den verkehrsberuhigten Bereich ist natürlich richtig. Dann schlage ich als Alternative Tempolimit 5 km/h vor. Das wird auch andernorts gelegentlich angeordnet, wenn Gefahr für Fußgänger*innen insbesondere Kinder bestehen:

    Ich glaube, mir ist bisher noch kein Radwegende mit eigenem, großen Stoppschild begegnet.

    Wo ein Stopp-Schild ist, da darf die Haltlinie (Stopp-Schild-Linie) aber nicht fehlen, ich sehe da keine Haltlinie. Demnach ist das Stopp-Schild bedeutungslos. Korrektur: (Stimmt nicht, vielen Dank für den Korrektur-Hinweis von Silence) weil in Anlage 2 (zu § 41 Absatz 1) Vorschriftzeichen, laufende Nummer 3, Satz 3 festgelegt ist: "Ist keine Haltlinie (Zeichen 294) vorhanden, ist dort anzuhalten, wo die andere Straße zu übersehen ist."

    Sollte sich jedoch mal jemand sich die Mühe machen hier eine Haltlinie anzulegen, dann soll er doch bitte auch das Stoppschild versetzen und die Haltlinie so anlegen, dass eine der beiden Fahrbahnen zum Radfahrstreifen wird. Schließlich gibt es an der Stelle zwei Fahrbahnen für Autos in dieselbe Fahrtrichtung. Davon ist mindestens eine Autofahrspur entbehrlich.

    Ich war so frei und habe dein Einverständnis vorausgesetzt und dein Foto mit ein paar einfachen Paint-Funktionen verändert, diesmal mit Haltlinie.

    Und warum sollte man deswegen keine Zweiräder überholen, auch wenn dafür ausreichend Platz ist?

    Weil die Fahrbahn als Fußweg benutzt wird. Im Grunde genommen müsste die Straße als Verkehrsberuhigte Zone ausgewiesen werden. Oder eben solide Fußwege angelegt werden, sodass in der Regel kein Fußverkehr auf der Fahrbahn stattfindet. Ich fürchte allerdings, dass selbst die angeordneten Tempo 50 oft nicht eingehalten werden und Überholvorgänge sich deshalb über einen längeren Streckenabschnitt hinziehen, als von dem Überholenden kalkuliert. Gibt es Fußwege, die benutzt werden, passiert dann meistens trotzdem nichts.

    Das Überholverbot wird aber schon 300m vor der Unterführung angeordnet und auch danach nicht aufgehoben. Es gilt also auch nach der Unterführung weiterhin.

    Ich habe es nicht nachgemessen, aber es kam mir auch so vor, als sei die Engstelle in der Unterführung noch ein ganzes Stück weg. Der Grund, warum das Überholverbot so früh angeordnet ist, könnten die fehlenden Fußwege sein. Bei trockenem Wetter gehen Fußgänger*innen nicht auf der Fahrbahn, sondern auf dem Gras- und Lehmstreifen neben der Fahrbahn. Bei feuchtem Wetter oder während und nach Regen (Pfützen, Matsch, nasses Gras) gehen sie auf der Fahrbahn, wo überholwillige Autofahrer nicht mit ihnen rechnen und sie auch leicht zu übersehen sind, besonders Kinder, wegen der oft geringen Größe.

    Dieser Zustand mit fehlendem, bzw. nicht gepflasterten Fußweg setzt sich auch hinter der Engstelle auf der Hänchener Hauptstraße fort und dauert an bis zur Einmündung Cottbuser Straße. Dort gibt es dann wieder einen befestigten Fußweg:

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    Im Grunde genommen ist die Hänchener Hauptstraße ein Beispiel dafür, dass Fußgänger*innen dort immer die Fahrbahn benutzen sollten, weil ein sicheres Gehen in Staub, Matsch, Lehm und Gras nicht möglich ist, ein Fußweg also quasi nicht vorhanden ist. Gehen Fußgänger*innen bei gutem Wetter im Gras, dann steigert das die Gefahr, dass sie bei schlechtem Wetter übersehen werden, weil dann der Fußverkehr die Fahrbahn benutzt.

    Vermutlich werden dort jedoch Fußgänger*innen, die die Fahrbahn benutzen, genauso übel angehupt und angepöbelt, wenn sie von ihrem Recht Gebrauch machen, die Fahrbahn zu benutzen, wie das vielen Fahrradfahrer*innen ergeht, wenn sie von ihrem Recht Gebrauch machen, einen nichtbenutzungspflichtigen Fahrradweg auszuschlagen, weil der z. B. zu schmal und holprig ist, und stattdessen die Fahrbahn benutzen.

    Kurios: Ab Abzweig Cottbuser Straße ist bis zu der Engstelle in der Unterführung Tempo 30 ausgeschildert. Aber nicht etwa um Fußverkehr zu schützen, sondern wegen Lärmschutz:

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    Unmittelbar vor der engen Unterführung steht ein Tempo-50-Schild:

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    Nach der Unterführung gilt dann weiter Tempo 50.

    "Vandalismus oder der Zahn der Zeit? Die markante, wappengeschmückte Sandstein-Stele liegt am Wegesrand der Wülfeler Straße" HAZ Plus vom 17.6.2024. So sah es dort aus, als ich vor einigen Tagen da lang fuhr:

    Der zerstörte Stein liegt leider so im Gras, dass man die beiden Seiten mit den Wappen nicht sehen kann. Hier der Link zum HAZ-Bericht vom 17.6.24 mit dem Foto, das anscheinend früher aufgenommen wurde, als der Grenzstein in Form einer Dreiecksäule noch nicht ganz so weit ins Gras gerollt worden war:

    Historischer Grenzstein im Süden Hannovers zerstört
    Vandalismus oder der Zahl der Zeit? Die markante, wappengeschmückte Sandstein-Stele liegt am Wegesrand der Wülfeler Straße
    www.haz.de

    Weitere Quelle, wo der Artikel nachgelesen werden kann:

    https://archive.ph/groH5

    Foto: https://www.haz.de/resizer/v2/QA4…=783&smart=true

    Weiteres HAZ-Foto: https://www.haz.de/resizer/v2/4TD…=241&smart=true

    Hier noch eine Aufnahme von mir von Mitte Juli 2024 mit dem Grenzstein-Wappen im Gras:

    Die HAZ spekuliert dem Zitat zufolge darüber, ob es sich um Vandalismus oder den Zahn der Zeit handelt, was dem Grenzstein zum Verhängnis wurde. Bleibt die Hoffnung, dass man nicht einfach Gras über die Sache wachsen lässt, sondern den Grenzsteinschänder ausfindig macht und an den Wiederherstellungskosten beteiligt.

    Der im Bild sichtbare Weg ist ein Fußweg. Weil nur 2,00 m breit ist der Fußweg nicht ausgeschildert mit [Zeichen 240], sondern mit [Zeichen 239]+[Zusatzzeichen 1022-10]. Wer ganz ordnungsgerecht die Fahrbahn benutzt, sollte allerdings gute Nerven haben. Nach meiner Beobachtung werden Fahrradfahrer*innen auf der Fahrbahn angehupt und/oder zu eng überholt.

    Link zu streetview: https://www.google.com/maps/@52.32032…05409&entry=ttu

    Auf dem Fußweg ist es allerdings offensichtlich auch nicht wirklich sicher, weder für Fußgänger*innen noch für den Fahrradverkehr. Mir scheint es nämlich naheliegender, dass der Grenzstein von einem Auto niedergefahren wurde, als dass er von selbst umgefallen ist oder bewusst als ein Akt des Vandalismus zerstört wurde. Obwohl: :/Ist Autofahren nicht an sich bereits eine Form von Vandalismus?:/

    Da hört zudem auch der Gehweg auf, du hast also auch Fußgänger und Kinder unter 8 auf der Fahrbahn. Und wenn man ein 30 bei Nacht wegen Lärm macht, wird da auch nicht wenig Verkehr sein. Insgesamt eine Notlösung für extrem schlechte Infrastruktur.

    Auf dem Zusatz-Schild zu dem Tempo-30-Gebot steht:

    "Mo - Fr 6:00 bis 20:00 Uhr" Und auf einem weiteren Zusatzschild steht: "Lärmschutz"

    Das heißt: nachts und am Wochenende darf Lärm gemacht und mit Tempo 50 gefahren werden.

    :/

    IMHO auch eng mit dem Grund verbunden, warum tödliche Abbiege-Unfälle mit Radwegen außerorts viel seltener sind: Wenn da ein fahrbahnbegleitender Weg ist, ist der IMMER ein Radweg; die Idee von "hier kommen eh nur Fußgänger" kommt einem da nicht in den Sinn.

    Der Geradeaus-Fußverkehr hat genau wie der Geradeaus-Fahrradverkehr Vorrang gegenüber Abbiegeverkehr. Eigentlich müssten zusätzlich zu den rot markierten Fahrradfurten auch zum Beispiel orange markierte Fußverkehrfurten markiert werden.