Ich sehe darin eher Feigheit; diesen Mittätern in den Behörden, die viel zu selten im Zuge der Amtshaftung belangt werden, nicht glasklar zu schreiben oder sagen, was sie sind und welche Folgen ihre Ignoranz haben kann.
Du willst ja erreichen, dass die zuständigen Behördenmitarbeiter*innen in deinem Sinne tätig werden. Dann ist es nicht unbedingt hilfreich, sie ständig zu beschimpfen und mit Ausdrücken wie "Mittäter" zu belegen. Kann man mal stammtischmäßig machen, um z. B. Frust abzulassen, und so ein Forum ist ja auch eine Art Stammtisch. Aber es hilft nicht wirklich weiter. Auch in einer öffentlichen Diskussion ist es durchaus mal hilfreich, wenn man als einfacher Bürger spricht, dass man mal "Dampf ablässt". Aber auch das funktioniert nur, wenn es nicht der Regelfall ist, "ausfällig" zu werden.
Die Dominanz des Autoverkehrs hat viele Wurzeln und viele Helfer*innen und es setzen mächtige Interessensverbände alles daran, mit ganz unterschiedlichen Strategien zu verhindern, dass sich etwas an der Vormachtstellung des MIV ändert.
Das bedeutet nicht, dass man alle guten Ideen für eine zukunftsfähige Mobilitäts-Infrastruktur besser vergessen sollte, weil die Gegenkräfte zu stark erscheinen. Um an der großen Aufgabe nicht ganz zu verzweifeln, ist es vermutlich sinnvoll, kleine Ziele zu setzen und kleine Erfolge zu feiern und darauf zu hoffen, dass die Einsicht allmählich wächst. Und natürlich ist es wichtig, Bündnispartner*innen zu suchen, denn ganz alleine kann man viel machen, aber noch mehr schafft man mit anderen zusammen.