Wie man sieht, vertragen sich Schmutzstreifen und Radstreifen vom Konzept und Raum simpel nicht mit einer Bushaltestelle. Und, wie immer, an der Pinselei ist eindeutig zu sehen, wer hier Vorrang haben soll und
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der Radverkehr
...................................... ist es nicht
Oh Wunder.
Mir ist nicht so ganz klar, was deine Ideal-Lösung für eine Bushaltestelle ist.
Hier noch mal ein Beispiel aus Hannover, wo ein Fahrradschutzstreifen für die Länge des Haltestellenkaps unterbrochen wird, so dass dort der Bus halten kann:
Es gibt auch noch andere Anordnungen in Hannover:
Zum Beispiel Radverkehrsführung hinter dem Bushaltestellen-Wartehäuschen (Beachte das schwarz-gelb karierte Wartehäuschen im Hintergrund!):
An dieser Stelle im Straßenzug Goseriede-Münzstraße fährst du nach rechts auf den Angebots-Hochbord-Radweg. Dann kannst du ein paar Meter weiter 90° nach rechts abbiegen, um hinter dem Wartehäuschen weiter zu fahren in die Kurt-Schumacher-Straße hinein:
Hier ist die Fahrradwegmarkierung zu sehen, die hinter dem Wartehäuschen entlangführt:
An der Stelle wird dann der Angebots-Hochbordradweg in den Radfahrstreifen der Kurt-Schumacher-Straße hinein geführt.
Es gibt nur sehr selten Fahrradfahrer, die diese Option mit den Angebots-Hochbordradweg ausschlagen und stattdessen die Fahrbahn benutzen, wo sich oft Autoschlangen bilden. In Gegenrichtung gibt es leibder keine Auswahl.
Dort wird der Fahrradverkehr dazu verpflichtet, den Hochbordfahrradweg hinter dem Wartehäuschen zu benutzen:
Nachteilig an der vorgestellten Gestaltung sind die sehr dezenten dunkel gepflasterten Abgrenzungslinien für den Fahrradweg. Manche Fußgänger bekommen gar nicht mit, wenn sie den Fahrradweg begehen. Für den im letzten Bild gezeigten Fahrradweg wäre es meines Erachtens nicht notwendig gewesen, Fahrradfahrer*innen dazu zu verpflichten, den Hochbord-Radweg zu benutzen.