Dafür wirst Du (gerade auch hier im Forum) wohl keine ungeteilte Zustimmung bekommen.
Wie sieht das denn aus in Hamburg mit den Forderungen zur Verbesserung des Radverkehrs?
Ich nenne mal ein konkretes Beispiel aus Hannover, das weitgehend unstrittig von allen Radverkehrsinteressierten gut geheißen wurde:
Vor mehreren Jahren wurde in Hannover beim Neubau einer Brücke über die Ihme eine Engstelle für den Radverkehr geschaffen, die immer wieder kritisiert wurde. Die ganze Geschichte kann man in diesem Hannoverschen Allgemeine Zeitung Artikel nachlesen:
Die Kurzform geht so: Ein stark in beide Richtungen frequentierter kombinierter Rad/Fußweg von gerade mal 2,60m Breite wurde verbreitert, so dass ein Zwei-Richtungen Radweg Hochbord und daneben ein Fußweg entstand. Dafür wurde eine von zwei Autofahrspuren zurückgebaut. Das Ganze natürlich begleitet von Protesten der Autolobby.
Du schreibst, der Bau breiter, sichtbarer Radverkehrsanlagen sei in diesem Forum umstritten. Wo liegen denn die Konfliktlinien? In Hannover entzünden sich Diskussionen häufig an der Frage ob Hochbordradwege oder Radwege in Form von Radstreifen oder Fahrrad-Angebotsstreifen realisiert werden sollen. So oder so geht es dabei jedoch in der Regel um die Um-Verteilung der vorhandenen Verkehrsflächen. Weniger Autoverkehrsfläche mehr Verkehrsfläche für Fuß- und Radverkehr und ÖPNV. Ist man in dieser Frage in Hamburg ähnlich unterschiedlicher Meinungen, die von manchen sehr grundsätzlich gesehen werden? Denn du schreibst für breite sichtbare Radverkehrsanlagen gibt es keine ungeteilte Zustimmung. Warum eigentlich nicht?
Ein anderes Thema in Hannover ist die Frage, wo Fahrradstraßen eingerichtet werden sollen, und dass dabei oft der Autoverkehr nicht genügend stark eingeschränkt wird.