Beiträge von Ullie

    Eigentlich ist es nicht lustig. Und wer weiß, vielleicht gab es auch einen ganz und gar nicht lustigen Anlass, dass diese Schilderkombination an diesem Kleingarten-Weg angebracht wurde. Trotzdem packe ich das Foto hier hin. Es lässt einen zumindest ins Grübeln kommen, warum eigentlich nicht in anderen Straßen in denen Kinder unterwegs sind, Tempo 5 gilt!

    Die Diskussion ist doch - mit Verlaub - deppert. Ein Fahrrad muss so beleuchtet sein, dass es im Dunklen von einem durchschnittlich gebildeten, durchschnittlich ausgerüsteten anderen Verkehrsteilnehmer wahrgenommen werden kann. Ob dafür eine 2,4W Frontleuchte in weiß und ein 0,6W Rückstrahler in rot ausreichen, oder ob sich ein Radler einen blinkenden farbenfrohen Kranz auf den Kopf setzen will ist egal.

    Warum wollen Sie auf jeden Fall die Technik zum Ziel vorschreiben, statt nur das Ziel vorzugeben?

    Wer sagt denn, dass ich eine bestimmte Technik vorschreiben will? Ich halte es für sinnvoll den Weg weiter zu gehen, der bereits sehr lange beschritten wird in punkto Lichtintensität. Meines Erachtens muss das Licht nicht heller sein am Fahrrad als es bisher auch war mit einer konventionellen Amlage mit 3 Watt-Dynamo und 2,4 Watt vorne, 0,6 Watt hinten Birnchen.

    Die Bezeichnung Watt ist freilich irreführend, weil es ja eigentlich Leistung bedeutet ohne genau zu unterscheiden zwischen Licht und Wärmeleistung. Und es ging bei den Birnchen um die Leistungsaufnahme, die man gleichsetzte mit einer bestimmten Leistungsabgabe. Entscheidend ist jedoch die Helligkeit. Die zu berechnen birgt wieder ganz eigenen Probleme aber grundsätzlich gilt ganz sicher die Aussage, dass es heute kein Problem ist, mindestens so leuchtstarke Fahrradlichter zu bauen wie die Birnchen von früher, und die mit weniger Energie auskommen als die Birnchen von früher. Überlassen wir die Berechnung doch den Spezialisten. Aber die Lichter müssen am Fahrrad so verbaut sein, dass sie immer funktionsbereit sind und ohne Wartung auskommen. Ist das zu viel verlangt? Welche Technik ist dabei unerheblich. Es ist ganz wie du es sagst, auf das Ziel kommt es an. Aber eine entscheidende Bedingung ist, dass alles am Fahrrad dran ist und man nicht extra was einpacken muss, das man zu hause nicht vergessen darf.

    Ich bin lustigerweise meist der einzige Radler der sich dabei an die Schrittgeschwindigkeit hält, wenn ich so etwas mal befahre. Mal im Ernst, warum denkst du, dass sich die Leute auf Escootern eher an Regeln halten als auf dem Rad? Die nehmen sich nichts, wenn es um Fußwege oder die legale Wegfindung geht. Ob mir ein Rad oder ein (e)Scooter in die Hacken fährt ist mir Wumpe, nimmt sich doch überhaupt nichts.

    Wie kommst du auf den Gedanken, dass ich davon ausgehe, Elektro-Tretrollerfahrer seien die besseren und zuverlässigeren Verkehrsteilnehmer im Vergleich zu andern Verkehrsteilnehmern?

    Ich habe mehrere Elektro-Tretrollerfahrer in der Fußgängerzone, die für den Radverkehr frei gegeben ist, darauf angesprochen, ob sie wüssten, dass die Fußgängerzone zwar für Fahrräder, aber nicht für Elektro-Tretroller frei gegeben sei. Die wussten es echt nicht. Ob Elektro-Tretrollerfahrer auch dann in für Radler freigegebenen Fußgängerzonen fahren würden, wenn sie es wüssten, dass sie dort mit dem Elektro-Tretroller nicht fahren dürfen, ist nochmal eine andere Frage.

    Es ist ja nun auch bei weitem nicht so, dass Fahrradfahrer*innen grundsätzlich auch dann in Fußgängerzonen fahren, wenn sie dort nicht fahren dürfen.

    Und dass Radfahrer*innen auf Fußwegen, die für Radler fei gegeben sind, zu schnell fahren kommt sicher vor, aber zum Teil auch nur deshalb, weil vielen zu wenig bekannt ist, dass sie auf Fußgänger*innen ganz besonders viel Rücksicht nehmen müssen. Und weil manche Radler sich nicht auf die Fahrbahn trauen. Und: Es ist zwar bereits seit mehr als 20 Jahren für Radfahrer*innen nicht mehr Pflicht, einen Fußweg zu benutzen, wenn der für Radfahrer*innen frei gegeben ist. Aber in vielen Köpfen ist das immer noch nicht angekommen. Und manche unterscheiden gar nicht zwischen [Zeichen 237] und [Zeichen 241-30] und [Zeichen 240] und [Zeichen 239]+[Zusatzzeichen 1022-10].

    Elektro-Tretrollerfahrer*innen sind nicht besser oder schlechter als andere Verkehrsteilnehmer. Trotzdem ist es doch wichtig, umfassend und intensiv über die geltenden Regeln zu informieren.

    Heute Abend, man überquert ganz friedlich den Rathausmarkt, auf dem Platz ein Polizist mit gelber Reflektorweste. Da kommt einer auf 'nem Scooter. Polizist bewegt sich leicht seitlich: »Bitte absteigen!«

    »Ja, aber ich muss den hier abstellen!«

    Warum muss er den Roller in der Fußgängerzone abstellen?:/

    Warum? Baulich am Rad angebrachtes oder anderweitig aktives Licht (Akku-Beleuchtung) ist doch (im Gegensatz zum Lametta...) bei Tageslicht gar nicht mehr vorgeschrieben. Und das völlig zurecht. Wo ist der statistische oder wissenschaftliche Nachweis dafür, dass das (auch teilweise) Fehlen dieses ganze Gerümpels überhaupt eine nennenswerte Unfallursache darstellt? Die Unfallursachenstatistik sagt da was ganz anderes.

    Ich erinnere in dem Zusammenhang auch an das widerliche victim-blaming, welches eine überlebende Mutter in Österreich über sich ergehen lassen musste, weil ein offensichtlich blinder Autofahrer ihre im Anhänger transportierten Kinder und Hunde ins jenseits beförderte.

    Wer so denkt, sollte sich auch für Wahnwestenpflicht einsetzen. Wäre nur konsequent.

    Genau. Noch mehr teutsche Regelungswut. Es reicht schon, dass das Licht vorne und hinten nicht einfach nur weiß und rot leuchten müssen. Nein, es braucht ja noch eine "K-Nummer"... :rolleyes:

    Von Warnwesten hat hier keiner gesprochen. Vielmehr spreche ich mich dafür aus, dass beim Verkauf eines neuen Fahrrades eine fest verbaute und solide, quasi unkaputtbare Beleuchtung am Fahrrad angebracht sein muss. Und bei den erheblichen technischen Fortschritten dürfte das doch auch kein Problem sein. Th(oma)s Hinweis auf die Ursprünge der 2,4 Watt (Scheinwerfer), 0,6 Watt (Rücklicht) Vorschrift zeigt doch, dass es an der Zeit ist, neue Regelungen zu treffen, die den aktuellen technischen Möglichkeiten entsprechen.

    Ganz prinzipiell kann man die Sache so anpacken, dass ein Dynamo (oder andere Stromquelle) immer noch dieselbe Leistung erzeugen muss.

    Das würde bedeuten, dass man damit heute ein deutlich hellereres Licht erzeugen könnte.

    Oder dass das Licht muss immer noch mindestens so hell brennen, wie einst der 2,4 Watt-Scheinwerfer, das 0,6 Watt-Rücklicht. Dann ist es ganz sicher möglich, beim Dynamo "abzurüsten". Vielleicht ist auch ein Mittelweg auszuhandeln.

    Und es geht mir hier nicht darum, den Radfahrer*innen nacheinem Unfall Vorwürfe machen zu können, weil sie das Licht nicht eingeschaltet haben oder nicht in Ordnung gehalten haben. Es geht ja darum, eine Fahrradbelichtung zur Pflicht beim Neuverkauf zu machen, die nicht kaputt geht.

    Und die muss sich selbstverständlich automatisch einschalten, wenn es dunkel wird. Hatte das mal bei einem Leihfahrrad erlebt. Seitdem lässt der Gedanke mich nicht wieder los, sowas zur Standard-Ausstattungspflicht zu machen.

    Es ist ja auch Pflicht, dass ein Fahrrad mit zwei unabhängig voneinander funktionierenden Bremsen ausgestattet sein muss. Das finde ich auch okay. Vermutlich würden sich die allermeisten Fahrradkäufer auch gar keinen großen Kopf darum machen, wenn ihr Fahrrad mit einer soliden Beleuchtung ausgestattet ist. Und wem diese Beleuchtung nicht ausreicht, der kann sich ja zusätzlich was anbauen oder sich etwas montieren lassen.

    Für so was muss es natürlich Bestandsschutz bei Oldtimer-Fahrrädern geben. Das ist so weit ich weiß derzeit ja auch möglich. Oder gibt es eine Nachrüstpflicht, oder eine faktische Nachrüstpflicht, weil es im Einzelfall schwer ist, das Alter eines Fahrrades genau nachzuweisen? Das Rücklicht auf dem Foto leuchtet nicht zur Seite und erfüllt unter anderem deshalb nicht die aktuellen Anforderungen.

    Sind diese regelm. NICHT-StVZO-ausgestatteten Räder denn statistisch überhaupt auffällig, was Unfälle im Dunkeln betrifft...!?

    Der ganze Krempel taugt nur zum victim-blaming. Gäbe es diese urzeitlichen Vorschriften nicht und man würde sie heute einführen wollen, würden sich alle über die Schuldverlagerung von den Gefährdern zu den Gefährdeten aufregen. Aber wenn man sich mal dran gewöhnt hat...

    Ganz grundsätzlich halte ich es für richtig, dass es Vorschriften darüber gibt, dass Produkte, die man kauft, bestimmte Mindestvoraussetzungen erfüllen müssen. Zum Beispiel müssen Elektrogeräte mit einem leitenden Gehäuse so gebaut sein, dass das Gehäuse mit der Erdungs-Ader verbunden ist. Und es muss ein Schutzkontakt-Stecker an der Leitung sein, so dass die Verbindung mit der Erdung der Hausinstallation gewährleistet ist.

    Wer Fahrräder verkauft für den sollte gelten, dass er nur solche Fahrräder verkaufen darf, die eine solide und haltbare lichttechnische Ausstattung besitzen. Häufige Fehler sind zu dünne Kabel und zu wackelige Kontakte.

    Die großflächigen Rückstrahler, die inzwischen schon mehrere Jahrzehnte vorgeschrieben sind, sind ja eigentlich nur eine "Ersatzlösung" dafür, dass Rücklichter so wenig haltbar waren damals. Ich kann mich noch dran erinnern, dass ich früher immer ein Ersatz-Rücklichtbirnchen dabei hatte. Aber viele hatten das nicht. Oder das Rücklicht funktionierte ohnehin nicht, weil die dünnen Drähtchen gerissen waren oder die Stromleitung über den Rahmen nicht gewährleistet war, weil die Schutzblechhalterungen korrodiert waren. Die modernen LED-Rücklichter sind deutlich haltbarer. Aber an den dünnen Drähtchen und der mangelhaften Leitung über Schutzzblech und Rahmen hat sich so weit, ich das sehe, vorschriftsmäßig nichts verändert.

    Die Anzahl der Fahrräder mit voll funktionsfähiger Beleuchtungsanlage könnte m. E. deutlich gesteigert werden, wenn verbesserte Vorschriften dafür gelten würden, dass Fahrräder beim Verkauf grundsätzlich mit einer besseren Beleuchtungsanlage als heute vielfach üblich, ausgestattet sein müssen.

    Die nicht gehaltene Rede jetzt in ganzer Länge im Radverkehrsforum!

    Normalerweise zitiere ich nicht so lange Texte und das entspricht für gewöhnlich auch nicht dem Format eines Diskussionsforums.

    In diesem besonderen Fall bitte ich die anderen Forumsteilnehmer und die Moderation, mir dieses lange Zitat nicht krumm zu nehmen.

    Es ist der Text, den der Frankfurter Oberbürgermeister nicht zur Eröffnung der IAA in Frankfurt vortragen durfte, weil er von den Veranstaltern ausgeladen wurde. Es ist sehr erhellend zu lesen, was die Produzenten der Tötungsmaschinen lieber totschweigen wollen:

    "Geehrte Frau Bundeskanzlerin, geehrter Herr Ministerpräsident,
    geehrter Herr Mattes, verehrte Gäste,
    die 68. Internationale Automobilausstellung öffnet heute ihre Tore. Wir in Frankfurt sind als Messestadt stolz darauf, dass wir Standort der IAA sind.
    Frankfurt ist auch darum der richtige Ort, weil wir ein Bevölkerungswachstum in Städten und anwachsende Pendlerströme in Verbindung mit dem Anstieg an Arbeitsplätzen erleben. Darum habe ich bereits bei der vergangenen Eröffnung der IAA vor zwei Jahren einen Wandel gefordert. Konkret geht es darum, dass Menschen, die sich im guten Glauben ein Auto gekauft haben, nicht auf kaltem Wege durch Fahrverbote enteignet werden.
    Wir dürfen die Verantwortung für die Produkte nicht bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern abladen, sondern wir brauchen eine Automobilindustrie, die sich gesetzeskonform verhält.
    Beweisen wir, dass deutsche Innovationskraft nicht darin besteht, gesetzliche Vorgaben zu umgehen, sondern die umweltschonendsten und zukunftsfähigsten Produkte zu entwickeln. Ich möchte ehrlich sein: Frankfurt braucht mehr Busse und Bahnen, aber nicht mehr SUVs.
    Es kann nicht sein, dass gefordert wird, Parkhäuser neu zu bauen, weil immer mehr Autos für die bestehenden Stellplätze zu groß geworden sind. Wir brauchen eine Mobilitätswende, um den Klimawandel aufzuhalten.
    Der Klimaforscher Mojib Latif betont immer wieder, dass Klimaschutz unumgänglich sei, wenn wir die günstigen Bedingungen auf der Erde erhalten wollen. Damit verbindet er auch eine optimistische Haltung, an die ich ausdrücklich anknüpfen möchte: Für Professor Latif ist Klimaschutz der Innovationsmotor schlechthin. Er sagt: 'Die Zukunft gehört den erneuerbaren Energien. Sie dezentral zu nutzen und ihre Anwendung mit der Digitalisierung zu optimieren, ist das Gebot der Stunde. Hier muss Deutschland vorne auf der Lokomotive sitzen, wenn wir unseren Wohlstand langfristig sichern möchten. Und nur so werden wir andere Länder beim Klimaschutz mitreißen.'
    Meine Damen und Herren, wir brauchen einen ökologischen Umbau der Industrie, bei dem niemand auf der Strecke bleibt, nicht die Verbraucher, nicht die Beschäftigten der Branche, aber auch nicht die Umwelt. Ich wünsche mir, dass der Wandel gelingt und wir einen technologischen Fortschritt bekommen, aus dem endlich ein Fortschritt für alle wird. Wirtschaft und Ökologie dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden.
    Begreifen wir den Einsatz, vor allem auch vieler junger Menschen, gegen den Klimawandel nicht als Bedrohung, sondern tatsächlich als große Chance. Als Oberbürgermeister bin ich allen, die sich an Demonstrationen beteiligen, dankbar, weil es ihnen nicht vorrangig um das eigene Wohl, sondern um eine gute Zukunft für uns alle und den Kampf gegen den Klimawandel geht.
    Dieser Einsatz ist nicht, wie manche meinen naiv, sondern er ist dringend notwendig! Frankfurt war im vergangenen Jahr die Stadt mit den meisten Demonstrationen. Es gehört zu unserer politischen Kultur, laut zu sagen, was man denkt. Zugleich ist klar: Friedliche Proteste haben immer ihren Platz in unserem Frankfurt, Gewalt lehnen wir in allen Erscheinungsformen entschieden ab. Darum appelliere ich auch an dieser Stelle an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer: Sie und ihr habt zu Recht viel Sympathie und Unterstützung, sorgt mit dafür, dass es lebhaft, aber immer friedlich bleibt!
    Unserer IAA wünsche ich Erfolg, ich wünsche allen Teilnehmern Offenheit und Empathie den Forderungen der vielen jungen Menschen gegenüber. Begreifen wir die sozial-ökologische Verkehrswende als unsere gemeinsame Herausforderung. Ich danke Ihnen."

    Quelle: Diese Rede darf Frankfurts OB nicht halten, Internetseite t-online.de vom 12.9.19 https://www.t-online.de/auto/neuvorste…germeister.html

    Wenn ich mir anschaue wie sehr verkehrswidrig oft Autos parken... Warum zum Teufel werden die PKW-Besitzer nicht dazu verpflichtet, ihre Fahrzeuge zu fotografieren, bevor sie sie verlassen und umgehend das Bild an die Verkehrsbehörden zu senden, die mit Hilfe geeigneter Software eine automatische Kontrolle durchführen? Und bei wiederholten Verstößen ist der Führerschein weg. Sozusagen Beweisumkehr. Nicht der Verkehrsaußendienst (so heißen die Politessen in Hannover) muss nachweisen, dass wer falsch parkt, sondern der Autofahrer muss nachweisen, dass er richtig parkt. Andernfalls kommt sein Fahrzeug an den Haken.

    So im Nachinein ist es ja immer einfach zu mosern, aber ich sehe einen Teil des Problems in der unglaublichen Regulierungswut. Ich kann nicht einschätzen ob sich die Roller privat stark verkauft haben. Die, die mich stören, sind die Roller der Verleihfirmen. Mit eigenem Gerät würde wahrscheinlich etwas sorgfältiger geparkt (Quelle: siehe Fahrräder).

    Regulierungswut ??? Ich sehe da gar nichts reguliert. Die Polizei hofft darauf, dass die E-Roller-Verleihfirmen ihre E-Roller technisch so ausstatten, dass in den Fußgängerzonen nur noch Schrittgeschwindigkeit gefahren werden kann. Weil die Polizei kein Personal für Kontrollen hat. Aber auf diese technische Ausstattung kann sie lange warten. Erst recht, wenn es um die von dir gepriesenen Privat-E-Tretroller geht. Und außerdem gilt in Fußgängerzonen ein generelles E-Tretroller-Verbot, anstatt eine Erlaubnis mit erzwungenem niedrigem Tempo zu fahren. Was ja dann auf die privat genutzten E-Tretrollern wieder nicht zuträfe.

    Und obwohl aus gutem Grund Fußgängerwege, die für Radfahrer frei gegeben sind, von E-Tretrollern nicht benutzt werden dürfen, hält sich keiner dran. Und die, die es wissen müssten, die Polizei weiß vielfach angeblich gar nichts davon und drückt beide Augen feste zu.

    Nicht die "Regulierungswut" nimmt zu. Das einzige was zunimmt ist die Wut auf die E-Tretroller.

    Man gewinnt einmal mehr den Eindruck, sobald es sich um ein KFZ handelt, darf man sich als Besitzer ziemlich viel erlauben damit (mit Autos wie mit Elektro-Tretrollern, die ja auch KFZ sind), ohne dass wer genau hinschaut. Anarchie pur im schlechtesten Sinne!

    Die IAA-Macher werden nervös. Laut Presseberichten wurde der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) von den Machern der IAA ausgeladen, weil er in seiner Rede die Veranstalter und Teilnehmer an den Protestaktionen gegen die IAA lobend erwähnen wollte. Siehe zum Beispiel hier: Hit-Radio FFH https://www.ffh.de/nachrichten/he…icht-reden.html

    Oder hier: Frankfurter Rundschau: "Sprechverbot: OB Peter Feldmann darf bei der IAA-Eröffnung nicht die Rede halten"

    https://www.fr.de/wirtschaft/iaa…r-12993926.html

    Stattdessen blubberten Merkel und Bouffier ihre Ergebenheits-Bekenntnisse herunter.

    "Deutsche Fahrzeughersteller bieten heute Fahrzeuge an, die sparsamer und effizienter sind als je zuvor." :D Siehe Minute 3:00 von 5:55 von Merkels Eröffnungsrede! https://youtu.be/vGWs5rSckp0?t=177

    Die Vorgänge zeigen deutlich, dass Kritiker das Auto-Unwesen sehr richtig erkannt haben, wenn sie auf die Nähe zum Faschismus hinweisen: "Vor allem das von Faschisten gepushte Auto hat uns bewegungssüchtig gemacht." Klaus Gietinger in "Vollbremsung" https://www.heise.de/tp/features/Vollbremsung-4442357.html

    Wer es wagt am Lack zu kratzen, um die hässliche Fratze des Motorisierten Individualverkehrs bloß zu legen, dem wird von den Protagonisten der Automania, den Automobiliproduzenten, vereinigt im VDA, dem Verband der Deutschen Automobilindustrie, ein Maulkorb umgehängt.

    Wer dagegen solchen "Dünnfug" absondert, wie die zur IAA hochwillkommene Bundeskanzlerin Frau Merkel, gräbt das Grab für Verkehrstote und Opfer von Umweltverschmutzung in Deutschland und weltweit. <X Und es ist kein Zufall, dass Merkel in ihrer Rede ausgerechnet an der Stelle ins Stottern gerät, an der sie auf die aktuelle Grenzwerte hinweist. https://youtu.be/vGWs5rSckp0?t=199 Minute 3:25. Ist der Physikerin Merkel in diesem Moment ein Licht aufgegangen, dass das immer noch ein viel zu hoher CO2-Ausstoß ist, so dass die Politikerin Merkel im Rede-Manuskript sich in den Zeilen verheddert?

    Hört selbst: Hier der nochmal der Link zur Rede vom Start an: https://www.youtube.com/watch?v=vGWs5rSckp0

    Gab es irgendwo in dieser Rede von Merkel auch nur eine leise Kritik am Autowahn? Habe ich die nicht wahrgenommen?:/

    Stelle gerade fest: Die Links führen zu Merkels Rede zur Eröffnung der IAA im Jahr 2013.:huh:

    Die ist aber auch sehr bezeichnend, man kann sie zusammenfassen mit: Wir (die Politik) machen für die Autoindustrie den Weg frei. Immerhin lässt Merkel zwischen den Zeilen durchblicken, dass die geplante Umstellung auf E-Mobilität keinesfalls alle Probleme löst. Aber sie ist eben auch nicht bereit, die Reißleine zu ziehen, sondern erfindet Szenarien, die (höflich formuliert) einem unkritischen Fortschrittsglauben entspringen. Und dabei macht sie unseriöse Versprechungen, wenn sie etwa andeutet Widerstände gegen einen völlig überdimensionierten Windkraftausbau und gegen den Bau neuer Stromtrassen einfach mal eben so wegwischen zu können.

    Ich würde nie einem Autofahrer einen Helm vorschreiben, obwohl der gesunde Menschenverstand das gebietet und alle Rennfahrer immer einen tragen.

    „Auf jeden getöteten Radfahrer kommen 1,5 getötete Fußgänger und 4,5 getötete Autofahrer, bei denen Kopfverletzungen zu den häufigsten Verletzungen zählen.“ Quelle: Helmpflicht für Autofahrer und Fußgänger gefordert, in Berliner Zeitung vom 15.10.2014.

    Die Berliner Zeitung nennt die Helmtragepflicht für Autofahrer und Fußgänger einen "schrägen Vorschlag".

    Andererseits werden die genannten Zahlen nicht in Zweifel gezogen.

    Das Kuriose ist ja die Tatsache, dass die meisten Menschen, die im Autoverkehr sterben, nicht Radfahrer und Fußgfänger sind, die von einem Auto angefahren werden. Vielmehr sind es die Autofahrer selbst, die wegsterben wie die Fliegen oder schwer verletzt werden als Insassen eines Autos, das verunfallt und zwar ohne Radfahrer oder Fußgängerbeteiligung.

    Das Autofahren ist eine sehr gefährliche Sache, auch mit Helm, Airbag, ABS usw.

    Und leider muss man trotzdem sagen:

    Wenn das Eisenbahnfahren so viele Todesopfer forderte wie das Autofahren, dann würde das Reisen mit der Eisenbahn wohl sofort verboten werden! "Das Todesrisiko im Zug ist 53 mal geringer als im Auto!" Link zum Schaubild:

    https://www.welt.de/wirtschaft/art…-01c4eedaca.png

    Link zum Artikel:

    https://www.welt.de/wirtschaft/art…rt-im-Auto.html

    Und das schreibt nicht die taz oder der VCD, sondern die konservative Tageszeitung "Die Welt"!


    Fordert da irgendwer die Helmpflicht für Autofahrer???

    Und jetzt folgender Vergleich: Laut ADAC ist das Getötetenrisiko beim Fahrradfahren pro 100 Millionen Perdsonenkilometer knapp 1 Person. Beim Autofahren sind es knapp 0,2 Personen. https://www.adac.de/_mmm/pdf/stati…isiko_42782.pdf

    Das Autofahren ist also rund 50 mal tödlicher als das Eisenbahnfahren. Und es wird keine Helmpflicht für Autofahrer gefordert. (Es werden auch jede Menge andere Sachen nicht gefordert wie zum Beispiel niedrigere Tempolimits.)

    Dagegen ist das Radfahren nur 5 mal tödlicher als das Autofahren. Und es wird vehement nach einer Helmpflicht für Radfahrer gerufen. Und die Polizei startet Kampagnen wie diese in Köln, mit denen Radfahrer*innen stark verunsichert werden.

    Dagegen wird nicht, oder zumindest längst nicht mit dieser Intensität eine sicherere Ausstattung der Autos gefordert. Wie zum Beispiel Fußgängerbrems-Assistent, automatisches System zum Einhalten von Tempolimits, Fußgängerairbag usw.

    Das Auto in Berlin zum Beispiel hätte mit einer Zwangsdrosselung der Geschwindigkeit innerorts bei Tempo 50 vermutlich weniger Schaden angerichtet.

    Ach, dann müssen da halt noch ein paar Schilder "Radwegschäden" hin. Gibt es Richtung Stadthagen sowieso schon. Da ich dort zwar öfters mal langkomme, den Radweg aber noch nie benutzt habe ist mir das allerdings noch nie aufgefallen. Daher danke für den Hinweis.

    Diese 2-Kreisel Konstruktion war mir schon immer suspekt, jetzt umso mehr.

    Damit du dich innerlich noch ein bisschen besser auf den Kreisel-Besuch bei EDEKA in Niedernwöhren vorbereiten kannst, diese beiden Fotos:

    Mann könnte meinen, Stiftung Warentest habe hier eine Speichen- und Felgen-Qualitätsteststrecke aufgebaut.

    Und er ist wirklich sehr Schilder-reich der Kreisel!

    In Hamburg gab es vor ein paar Jahren einen ganz ähnlichen Unfall (finde ich auf die Schnelle nicht): Epileptischer Anfall, Kontrolle verloren, vier Tote Fußgänger. Mediales Echo war vorhanden, auch, weil es vier relativ bekannte Menschen getroffen hat. Das Auto wurde nicht thematisiert.

    Ein SUV ist kein Auto sondern ein Charakterzug. So etwas ist einfach unvernünftig und hyperfluid. Aber die gegenwärtige Hetzjagd findet nicht meinen Beifall, so gar nicht. Nicht SUVs sind gefährlich sondern Autos, vor allem bei 50 km/h. Bei dem medialen Echo wird jetzt auf SUVs eingeschlagen, damit das Auto nicht in Frag gestellt wird. Genauso wie Abbiegeassistenten die Radwegproblematik nicht lösen, den Mob aber ruhig halten.

    Das verhält sich so ähnlich wie mit der Hetzjagd gegen Elektrotretroller.

    Allerdings sehe ich eine Tendenz, dass immer größere und schwere PKW's mit dem Argument angepriesen und verkauft werden, sie böten eine höhere Verkehrs-Sicherheit. Dieses Argument ist schon älter als der SUV-Boom.

    Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass mit dem selben Argument bereits in den 80er-Jahren Volvo-Kombis verkauft und gekauft wurden.

    Diese sehr bullig wirkenden Volvo-Kombis wurden jedoch nie so sehr zu einem Trend hoch "gejazzt", wie die SUVs heute.

    Diese angeblich höhere Verkehrssicherheit der SUVs ist nur durch die hohe Masse im Vergleich zu kleineren Fahrzeugen gewährleistet. In dem Moment wo Stadtpanzer auf Stadtpanzer trifft, sind auch die Massen gleich, so dass der Trend zu noch größeren und schwereren SUVs weiter angeheizt wird. Und irgendwann fahren dann alle mit solchen Fahrzeugen: https://www.motorsport-total.com/bilder/2016/16…9335077_mst.jpg ?

    Was mich ein wenig wundert ist der fehlende Hinweis in der aktuellen Diskussion um Außen-Airbags, die bei Fußgänger-Unfallkontakt sich blitzschnell entfalten um Fußgänger zu schützen.

    Und wieder ist es Volvo, der bei einer Sicherheitsfrage die Nase vorn hat, wie dieser youtube-Video zeigt: https://www.youtube.com/watch?v=N3Bz5ULPM2U Da muss man allerdings wirklich sagen, dass solche Ideen Alibi-Funktionen erfüllen. Vor allem deshalb, weil sie nicht rechtsverbindlich für alle PKW vorgeschrieben werden. Entweder taugen diese Außen-Airbags nichts. Dann wäre der verlinkte Werbevideo ein übler Fake-Film. Oder sie taugen was, aber die Autoindustrie wehrt sich erfolgreich gegen eine verpflichtende Einführung bei allen Fahrzeugen. Dann wäre das ein weiterer Beweis dafür, wie übel mit der Sicherheit und Gesundheit der Fußgänger umgegangen wird.

    Ich sehe es übrigens nicht so, dass nur auf die SUVs eingeschlagen wird, während die anderen Autos nicht in Frage gestellt würden. Ich sehe es vielmehr so, dass die SUVs als ein besonders hässlicher Auswuchs der Automania viele Menschen noch mehr "ankotzt" als der allgemeine Autoirrsinn es ohnehin schon tut.

    Kennt eigentlich jemand eine gute Studie zu den Unfallrisiken für Fußgänger? Ist das Verletzungsrisiko bei einem Zusammenstoß mit einem SUV oder mit einem normalen Auto höher?

    Hauptunterschied dürfe die Form der Frontpartie sein. Die Masse ist vermutlich vernachlässigbar.

    "Der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft sagt nun, in dem Berliner Fall hätte eine an der Kreuzung befindliche Ampel einen Polo möglicherweise gestoppt." Das ist ein Auszug aus einem Interview der taz vom 9.9.2019 mit einem Unfallforscher der Medizinischen Hochschule Hannover.

    https://taz.de/Unfallforscher…erlin/!5621063/

    Der Unfallforscher weist darauf hin, dass je nach Unfallverlauf die besondere Form eines SUV's nicht unbedingt den Unfall verschlimmert. Das mit der Ampel ist aus seiner Sicht noch nicht eindeutig geklärt.

    Er sieht ferner bei besonders großen und "hochbeinigen" SUVs die Gefahr, dass Unfallopfer unter die Räder kommen, genau wie bei Lastwagenunfällen.

    Und er weist wie du darauf hin, dass sich die größere Masse eines SUV bei einem Unfall mit einem Fußgänger nicht nennenswert anders verhält als die Masse eines Kleinwagens, weil beide Fahrzeuge ein im Vergleich zum Fußgänger deutlich überproportional sehr viel höhere Masse haben. Mit deiner diesbezüglichen Vermutung liegst du in diesem Fall richtig.

    Allerdings gibt es da auch noch die Unfälle von SUVs mit Kleinwagen. Im September 2017 beispielsweise rammte ein SUV in München drei Insassen eines Kleinwagens in den Tod. https://www.feuerwehrmagazin.de/nachrichten/ei…-muenchen-74103 In dem Bericht heißt es: "Der 60-jährige Fahrer des BMW-Geländewagen, der nach dem Aufprall erst an einer Hauswand zum Stehen kam, hatte leichte Verletzungen erlitten. Er wurde vom Rettungsdienst versorgt."

    SUV in der City: Hannover streitet über große Geländewagen

    "Der tödliche Unfall, den ein SUV-Fahrer in Berlin verursachte, hat eine Debatte über wuchtige Autos in Innenstädten ausgelöst – auch in Hannover. Die SPD fordert, dass sich die Stadt beim Ausbau von Straßen und Parkplätzen keineswegs an immer breiteren Autos orientieren sollte. Die CDU sieht das genau umgekehrt."

    Aber so oder so sieht keine der beiden Parteien eine Möglichkeit die SUV's auszubremsen. (Auch die Grünen in Hannover nicht.)

    Quelle HAZ vom 10.9.2019 https://www.haz.de/Hannover/Aus-d…Unsinn-von-SUVs

    Der Artikel selbst ist kostenpflichtig, allerdings lohnt es sich nicht wirklich dafür Geld auszugeben. Die Überschrift gibt das Wesentliche wieder. Mir ging es vor allem darum, mit diesem Medienhinweis herauszufinden, ob auch in anderen Städten aufgrund des schrecklichen Unfalls am vergangenen Freitag in Berlin über die Situation vor Ort in dieser Woche diskutiert wird.

    In Berlin so berichtete die taz vom 9.9.19 ermittelt die Polizei gegen den Täter wegen Verdachts auf fahrlässige Tötung. https://taz.de/Schwerer-SUV-Unfall-in-Berlin/!5624135/

    Und es werden Forderungen erhoben, SUVs in Innenstädten zu verbieten. "Der Unfall löste eine Diskussion über SUVs in Innenstädten aus. Während der Umweltverband BUND die Autokonzerne aufforderte, aufzuhören, besonders große Autos zu bauen, verlangen die Grünen, die Zahl von SUVs in besonders sensiblen Gebieten zu begrenzen..." (ebenda)

    Auf jeden Fall wird das noch einmal zusätzlich die Proteste in Frankfurt gegen die IAA am kommenden Wochenende befeuern:

    Vielleicht ist der Aufkleber zu aktualisieren?

    Ich halte ja nicht viel von der Aufrüstung der Radfahrer. Wo soll das noch enden? Inzwischen gibt es ja auch ABS-Systeme für Fahrradbremsen. Sicher hilfreich, um ggf. schnell und sicher zum Stehen zu kommen. Maßnahmen, die einer "Entschleunigung" insgesamt sehr zuträglich sind, werden dagegen kaum beworben.

    "Fahrradschutzstreifen dürfen außerorts nicht angeordnet werden. Als Alternative dafür stehen gemeinsame Geh- und Radwege zur Verfügung. Über die Auswirkungen von Schutzstreifen außerorts auf die Verkehrssicherheit und Attraktivität des Radverkehrs gab es bislang keine gesicherten Erkenntnisse. Dieses Erkenntnisdefizit zu schließen war Zweck eines vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur geförderten Forschungsprojektes im Rahmen des Nationalen Radverkehrsplans „Schutzstreifen außerorts“. Ergebnis: Schutzstreifen bedeuten keine zusätzlichen Gefahren, wenn die Höchstgeschwindigkeit auf 70 km/h reduziert ist und die Kfz-Belastung pro Tag bei unter 2.000 liegt. Keinesfalls ersetzen Schutzstreifen aus Sicherheitsgründen erforderliche getrennte Radwege." https://www.dstgb.de/dstgb/Homepage…au%C3%9Ferorts/

    Dieses Ergebnis eines Modellversuches kann man in zwei Richtungen lesen:

    So wie es das Bundesverkehrsministerium tut:

    Außerorts gehen wir mit dem Tempo auf Landstraßen keinesfalls unter 70 km/h.

    Für den Radverkehr bauen wir einen baulich getrennten Weg, den sich die Radfahrer*innen mit den Fußgänger*innen teilen. (Wenn wir dazu irgendwann mal die planerischen Kapazitäten und das Geld haben.)

    Oder so:

    Die Reduktion der KFZ-Belastung unter 2000 KFZ pro Tag und ein Tempolimit von unter 70 km/h wurde in dem Modellversuch nicht untersucht. Genau das würde jedoch absehbar zu dem Ergebnis führen, dass die Schutzstreifen nicht nur "keine zusätzlichen Gefahren" heraufbeschwören, sondern auch einen Beitrag zu deutlich mehr Sicherheit für den Radverkehr leisten können.

    Die meisten Radfahrer*innen sehen das ohnehin so: "Bei den befragten Rad Fahrenden fiel die Bewertung noch positiver aus. So bewertete über 80 % die Maßnahme insgesamt als positiv ..., über 90 % befürworteten eine dauerhafte Einführung der Regelung." https://www.dstgb.de/dstgb/Homepage…0Endfassung.pdf Seite 36

    Für innerorts markierte Schutzstreifen sehe ich das so: Sie machen Sinn, wenn die Straße insgesamt breit genug ist, um Schutzstreifen markieren zu können. Zu Stellplätzen am Fahrbahnrand muss eine ausreichend breite Abstandslinie markiert werden können.

    Wenn die Straße dazu nicht breit genug ist, stellt sich die Frage, ob einseitig markierte Schutzstreifen einen Gewinn bringen können. So wie in dem Beispiel in Bargteheide in der Getriebebau-Nord-Straße, über das wir ja hier diskutieren.

    Auf jeden Fall halte ich es für wichtig aus der "Ausschließeritis-Falle" herauszukommen: Schutzstreifen machen auch dann Sinn, wenn auf einer Straße Tempo 30 gilt. Oder besser: Wenn Tempo 30 angeordnet wird, dann trägt das dazu bei, dass die Autofahrer auch im Begegnungsfall nicht oder zumindest deutlich seltener in den Schutzstreifenbereich ausweichen.

    Aha, "Wer bekennt sich zur einer echten Verkehrswende", das mit der Rechtschreibung üben wir bitte nochmal etwas 8o :whistling:

    Das mit dem von dir festgestellten Grammatikfehler stimmt meines Erachtens:

    Du kannst schreiben: "Wer bekennt sich zur echten Verkehrswende?"

    oder "Wer bekennt sich zu einer echten Verkehrswende?"

    Mit einem männlichen Artikel wird es eindeutiger:

    "Wer bekennt sich zum echten Aufbruch in der Verkehrspolitik?"

    oder "Wer bekennt sich zu einem echten Aufbruch in der Verkehrspolitik?"

    Das geht jedenfalls nicht: "Wer bekennt sich zum einem echten Aufbruch in der Verkehrspolitik?"

    Genau so wenig geht: "Wer bekennt sich zur einer echten Verkehrswende?"


    Obwohl es sich bei der Verkehrswende nicht so gruselig anhört. Bin leider kein Linguist oder Germanist, aber so nach Gehör und gefühlt und die Problematik übertragen auf einen anderen Artikel ...

    Und was ist nun? Rechtschreibfehler hin oder her. Bist du dabei? Bei der Diskussionsveranstaltung und bei der Verkehrswende! Das ist doch die eigentlich entscheidende Frage!

    (Im Text auf der Internetseite ist es übrigens richtig geschrieben:

    "Wir wollen wissen: Wer bekennt sich zu einer fahrradfreundlichen Verkehrspolitik, einer menschengerechten Stadt — kurz: zu einer echten Verkehrswende.")
    Ich hab' das Plakat jetzt extra für dich noch mal korrigiert: