Beiträge von Ullie

    Mit 52,9 %, also einem knappen Vorspung vor seinem Kontrahenten Scholz, gewinnt Onay am 10.11.2019 die Wahl zum Oberbürgermeister von Hannover.

    Die letzten Prognosen sahen einen deutlicheren Vorsprung für Onay von 56 % gegenüber 44 % für Scholz.

    Hier ein Link zu einem NDR-Beitrag: https://www.ndr.de/nachrichten/ni…ichwahl438.html

    In den Wählerinterviews in dem NDR-Beitrag wird noch einmal deutlich, dass für die Wähler Onays Forderung nach einer autofreien Innenstadt mit wahlentscheidend war.

    Leider verbindet eine Mitarbeiterin eines ambulanten Pflegedienstes damit die Befürchtung, nicht mehr mit dem Auto zu ihren Patienten fahren zu können.

    Und genau an der Stelle muss die Umsetzung der autofreien Innenstadt anknüpfen. Es geht nicht darum, notwendigen Wirtschafts- und Versorgungsverkehr zu unterbinden, sondern darum, den privaten motorisierten Individualverkehr für den Arbeitsstätten-, Einkaufsstätten- und Freizeitstättenzubringerverkehr auf den ÖPNV und das Rad zu verlagern, sowie den Fußverkehr zu stärken.

    Wenn es gelingt, das deutlich zu machen und entsprechend umzusetzen, dann wird es am dafür notwendigen Zuspruch nicht mangeln.

    Und es werden für die Idee der autofreien Innenstadt auch diejenigen Bürgerinnen und Bürger mit ins Boot geholt, die möglicherweise deshalb Scholz wählten, weil sie die autofreie Innenstadt bislang vor allem als ein Schreckgespenst sehen.

    Um kurz nach Sieben, als schon fast alle Wahlbezirke ausgezählt waren und der Sieg von Belit Onay praktisch feststand, tritt Onay am Fuß der großen Rathaustreppe vor die Mikrophone. Belit Onay ist für die nächsten sieben Jahre zum Oberbürgermeister von Hannover gewählt worden.

    Rewe wirbt massiv dafür, dass Rewe regionale Produkte verkauft:

    https://regional.rewe.de/regionalitaet/…ogle_vs_brands_[em]-regional-[nt|br]_{e}-rewe-regional_text-ad_825870216_37877771010&gclid=EAIaIQobChMIy_zMmNnh5QIVQud3Ch3pnwNHEAAYASAAEgIke_D_BwE

    Und vermutlich werben sie erfolgreich damit, zumindest habe ich bereits im Bekanntenkreis Leute postiv darüber sprechen gehört.

    Für mich ein Beispiel dafür, dass die Diskussion um autonomes Fahren Gefahr läuft, wirklich wichtige Diskussionen in den Hintergrund zu verdrängen. Es kann ja sein, dass elektronisch gekoppelte LKW-Verbände lange Strecken spritsparend über die Autobahn zurücklegen können, weil sie aufgrund der elektronischen Kopplung und damit verbundenen automatischen Steuerung sehr dicht hintereinander fahren können.

    Aber viel entscheideneder ist doch, dass regionale Produkte in den Einkaufsläden stehen, so dass erst gar keine lange Fahrtwege anfallen.

    Die Fahrradstraße ist tot - Es lebe die Fahrradstraße!

    So muss wohl die gerichtliche Auseinandersetzung um die Fahrradstraße Kleefelder Straße am Rande des Zoo-Viertels in Hannover betitelt werden.

    Hintergrund:

    Ein Anwohner klagte gegen die Verwaltung, die die Kleefelder Straße zur Fahrradstraße erklärt hatte.

    Aus Sicht des Klägers, sei die Verkehrssicherheit in der Fahrradstraße nicht gewährleistet, weil zu wenig Platz für Begenungsverkehr vorhanden sei.

    Verwaltungsgericht Hannover vom 17.7.2019 https://www.verwaltungsgericht-hannover.niedersachsen.de/aktuelles/pres…ich-178893.html

    Das Verwaltungsgericht gab einerseits dem Kläger Recht, ermöglichte jedoch andererseits der Stadt Hannover bei der Fahrradstraße nachzubessern.

    Das ist inzwischen geschehen.

    Der selbe Anwohner hat jedoch - trotz der inzwischen verbesserten Rahmenbedingungen - erneut gegen die Anordnung der Fahrradstraße geklagt:

    "Stadt richtet Fahrradstraße im Zooviertel neu ein – Anwohner klagt wieder

    Der Streit um die Fahrradstraße in der Kleefelder Straße im Zooviertel geht weiter. Nach der Niederlage vor dem Verwaltungsgericht in Hannover hat die Stadt dort Einbahnstraßen und Parkverbote eingerichtet. Ein Anwohner will nun erneut klagen." Neue Presse vom 4.11.2019 https://www.neuepresse.de/Hannover/Meine…-in-Hannover-um

    Diese erneute Klage ist jetzt vom Verwaltungsgericht abgewiesen worden:

    "Kleefelder Straße darf Fahrradstraße bleiben. Das VG Hannover hat entschieden, dass die Landeshauptstadt Hannover (LHH) die Kleefelder Straße grundsätzlich zur Fahrradstraße erklären darf." juris, Das Rechtsportal vom 8.11.2019 https://www.juris.de/jportal/portal…genachricht.jsp

    Zu den von der Verwaltung durchgeführten Verbesserungen gehört, dass in der Kleefelder Straße ein Parkverbot erlassen wurde, das das Parken nur noch in gekennzeichneten Flächen zulässt. Mein Eindruck ist: Es gibt mehrere Anwohner mit Parkplätzen auf dem eigenen Grundstück. Die waren oft zu bequem, ihr Fahrzeug auf ihr Grundstück zu fahren, sondern haben stattdessen mit ihrem Fahrzeug ihre eigene Grundstückszufahrt blockiert. Oder sie wollten so verhindern, dass andere PKW-Besitzer die Zufahrt zu dem Parkplatz oder der Garage auf ihrem eigenen Grundstück blockierten.

    Die jetzt angelegten Parkmarkierungen sind selbstverständlich nicht vor den Grundstückszufahrten angelegt worden. Es scheint jedoch Bewohner zu geben, die das als "Parkplatz-Verlust" empfinden.

    Ein aktuelles Foto aus der Kleefelder Straße vom 10.11.2019

    Vor der Grundstückszufahrt sind keine Parkplätze markiert. Die neuen Markierungen kann man rund um die schwarze Limousine erkennen, die am Fahrbahnrand steht. Der schwarze Kleinwagen parkt auf dem Grundstück. Möglicherweise parkte er früher einmal am Fahrbahnrand vor der Grundstückseinfahrt. Jetzt besteht natürlich die Gefahr, dass ein Falschparker ordnungswidrig die Grundstücksausfahrt blockiert und der Fahrer des schwarzen Kleinwagens nicht mehr wegkommt.

    Diese neue Beschilderung informiert über das Parkverbot. Parken ist nur noch in dafür markierten Flächen erlaubt:

    Hat es eigentlich bei solchem gefährlichen Schwachsinn, wie in den Bildern dargestellt, es schon Jemand mal mit einer Anzeige wegen gefährlichen Eingriffs in den Strassenverkehr ( § 315b) versucht ?

    Das nicht, aber ich hatte beide Fotos über das Beschwerde-Formular der hannover.de-Seite an die Stadt gesendet. Immerhin gab es in einem Fall Veränderungen:

    Vorher:

    Nachher:

    Das "sehr aufwändig";) temporär ungültig gemachte Verkehrszeichen 237, Radweg, [Zeichen 237], hier noch mal in Großaufnahme:

    Man hat den Eindruck, "die Guten" sitzen nicht in der Abteilung der Stadtverwaltung, die für die Anlage und Ausschilderung von Baustellen-Umleitungen für den Radverkehr zuständig sind.

    Unklar ist mir, warum über das Verkehrszeichen 240, gemeinsamer Geh- und Radweg, [Zeichen 240], das Schild angebracht wurde mit den Fußgängern, die sich nach rechts bewegen sollen. Soll das heißen, dass die im Grünstreifen laufen sollen?

    Der eigentliche Skandal ist: Es gibt dort drei Fahrspuren für den Autoverkehr. Von der könnte sehr gut eine umgewidmet werden für den Radverkehr, am besten über die Baustellenzeit hinaus, also dauerhaft.

    Im Zweifel wird für den ungebremsten Autoverkehr entschieden.

    Die Fahrradstraße im Stadtteil Ricklingen in der Straße Am Grünen Hagen ist einmal mehr ein schreckliches Beispiel dafür, wie verbohrte Autofanatiker in der Politik (vielleicht nicht einmal so sehr in der Verwaltung) sich über die Interessen der Radfahrenden hinwegsetzen und im Zweifel pro Autoverkehr entscheiden.

    Hintergrund sind baustellenbedingte Straßensperrungen in Ricklingen für die Umleitungsstrecken für den Autoverkehr ausgewiesen sind.

    Diese Umleitungsstrecken sind jedoch nicht nach dem Geschmack mancher Autofahrer, für die Umleitung heißt, wenn die Hauptstrecke gesperrt ist, dann ist das ein Grund sich dafür Stark zu machen, den kürzesten Weg als Umleitungsstrecke auszuweisen. Auch dann, wenn dadurch Anwohner belästigt und gefährdet werden und ganz besonders dann, wenn man damit so "absurden Ideen wie Fahrradstraßen und Bevorrechtigung des Radverkehrs ad absurdum führen kann.

    Und im zuständigen Bezirksrat Ricklingen finden sich leider genug "Freie Fahrt für freie Autobürger"-Büttel, die den "Weg frei machen für ungehemmte Raserei durch eine Fahrradstraße.

    Wie an vielen anderen Stellen in Hannover zeigt sich, dass die heißen Schwüre pro Radverkehr die in den Sonntagsreden abgelegt werden, im Alltag über Bord geworfen werden. Besonders deutlich zeigt sich das dann, wenn mal wieder bei einer Baustelle der Radweg mit dem Fußweg vereint wird und Radfahrer und Fußgänger auf engstem Raum zusammengequetscht werden.

    Beispiel Zeppelinstraße:

    Oder hier in der Gustav-Bradtke-Allee:

    In beiden Fällen ist jetzt schon seit Monaten ein Zwangs-Kuscheln von Fußverkehr und Radverkehr angeordnet, dass unweigerlich zu Konflikten führt. Und leider auch an vielen anderen Stellen in Hannover.

    Wenn es Baustellen-bedingt zu Engstellen kommt, dann muss der Radverkehr weichen, bzw. sich mit dem Fußverkehr auf engstem Raum arrangieren. Und es wird oft keine Möglichkeit geschaffen, dass der Radverkehr legal auf der Fahrbahn stattfinden kann.

    Und jetzt halt die Fahrradstraße Am Grünen Hagen in Ricklingen.

    Dort wurden Beton-Barrieren aufgebaut, weil bei weiter zurückliegenden Umleitungs-Regelungen Autofahrer nicht der ausgewiesenen Umleitungsstrecke folgten, sondern durch die Fahrradstraße abkürzten.

    Aktuelle ist erneut wegen Bauarbeiten eine Umleitungsstrecke ausgewiesen, der viele Autofahrer jedoch nicht folgen wollen. Und deshalb haben sie Stimmung gemacht gegen die Fahrradstraße und gegen die Beton-Barrieren, die die Fahrradstraße davor bewahren soll, eine Durchgangsstraße für den Autoverkehr zu werden.

    Und dieser kurzsichtigen Autofahrer-Protestmasche ist eine Mehrheit der Bezirksratspolitiker aufgesessen. Was bleibt da noch zu sagen?

    "Eines Tages, wenn der letzte Trampelpfad zur Durchgangsstraße ausgebaut wurde, werdet ihr feststellen, dass man in so einer Stadt nicht leben kann."

    Wer mal per streetview (im Jahr 2008) durch die Straße fahren will. Hier ist der Start bei der Einmündung in die Göttinger Chaussee https://www.google.de/maps/@52.33549…12!8i6656?hl=de

    Aktueller ist diese Fahrt bei mapillary: https://www.mapillary.com/app/?lat=52.33…4BHvkAZICAKsqxQ Die mappillary Fahrt startet ebenfalls an der Göttinger Chaussee.

    Weitere Infos in der HAZ: https://www.haz.de/Hannover/Aus-d…n-Hagen-stoppen

    und auf dem Blog von Dirk Hillbrecht: https://blog.hillbrecht.de/2019/11/04/am-…1/#comment-8877

    So isses. Aldi verkauft in Karlsruhe anderes Mineralwasser als in Heilbronn - unter demselben Markennamen. Warum muss ich also bei Aldi in Hamburg vor bayerischem und sächsischem Joghurt stehen?

    Vermutlich weil Aldi-Hamburg beim bayerischen oder sächsischen Joghurt-Produzenten bessere Konditionen rausgehandelt hat, so dass die höheren Transportkosten mehr als abgedeckt sind.

    Und das zeigt: Das autonome Fahren an sich schafft keine Verbesserungen hinsichtlich Nachhaltigkeit, Umweltschutz usw. Viel entscheidener ist es die Transportkosten (zum Beispiel die LKW-Maut) so zu steigern, dass die für Aldi günstigen Konditionen der Joghurthersteller aus Sachsen und Bayern sich nicht mehr lohnen.

    Autonom fahrende LKW würden die sinnlose Hermkarrerei von Produkten sogar noch weiter anheizen, weil die autonomen LKW vermutlich preiswerter sind, da ja kein Fahrer mehr benötigt wird.

    Einerseits soll die Regelung, LKW dürfen nur noch mit Schrittgeschwindigkeit abbiegen, die Verkehrssicherheit verbessern.

    Andererseits wird diese Verkehrssicherheit für die Fußgänger unter Umständen verschlechtert, wenn der LKW bei einer Ampel mit einem Rechtsabbiegeampelpfeil mit Schrittgeschwindigleit abbiegt. Denn es könnnte ja der Fall auftreten, dass der LKW gerade noch beim Grünpfeil die Ampel passiert hat, aber so langsam unterwegs ist, dass inzwischen bereits der parallel gehende Fußgänger Grün hat.

    Dann muss man halt die Ampel mit dem Pfeil so schalten, dass das Grün verkürzt wird.

    Die groben Fehler in der Änderungsverordnung sind mittlerweile auch im Bundestag angekommen: MdB Wagner kritisiert gefährlichen Fehler in StVO-Novelle

    In dem von dir verlinkten Text heißt es: "Aus der Antwort auf eine kleine Anfrage des Bundestagsabgeordneten Andreas Wagner geht hervor, dass für rechtsabbiegende Lkw an Kreuzungen Schrittgeschwindigkeit vorgeschrieben werden soll, auch wenn ein grün leuchtender Pfeil das konfliktfreie Abbiegen anzeigt (gesicherte Rechtsabbiegephase)." Der Begriff "gesicherte" Rechtasabbiegephase soll wohl andeuten, dass in dieser Phase mit dem leuchtenden Grünpfeil die Rechtabbieger sicher sein können, dass kein Fußgänger mit Vorrangberechtigung ihre Fahrt ausbremst.

    Viele Ampeln, die ich kenne schalten dann so weiter, dass im Anschluss der grüne Rechtsabbiegepfeil erlischt und für alle Fahrbahnen, also auch für die Geradeausfahrbahnen das ganz normale grüne Ampellicht gilt. Wenn es noch eine Linksabbiegespur gibt, dann gibt es eine ei8gene Ampel für die Linksabbieger.

    Das Adjektiv "gesichert" gilt jedenfalls nicht für den Fußgänger, denn der muss ja ohnehin warten, so lange für den Rechtsabbiegerverkehr der rechtsabbiegergrünpfeil leuchtet.

    Und wenn der dann aus ist und alle Fahrspuren Grün haben, dann beginnt der ganz normale Rechtsabbiegerverkehr und damit die Gefahr für den Fußgänger, der sich jetzt darauf verlassen muss, dass sein Vorrang respektiert wird.

    Vielen Dank für deine Antwort Fahrbahnradler, ich muss gestehen, mir war gar nicht bewusst, dass es eine standardisierte Kennzeichneung betreff des Herkunfts(-bundes)landes für Milchpprodukte gibt. Du meinst doch sicher die hier: https://www.bmel.de/SharedDocs/Bil…blob=poster&v=6

    Gefunden auf der Seite des Bundeslandwirtschaftsministeriums:

    https://www.bmel.de/DE/Ernaehrung/…ennzeichen.html

    Ich habe immer umständlich nach einer Adresse des Herstellers gesucht, wenn ich in Erfahrung bringen wollte, woher das Produkt stammt.

    Einerseits ist es ja erfreulich und im Sinne der Völkerverständigung wünschenswert, wenn Produkte nicht nur regional vermarktet werden, sondern dank günstiger Transportkosten auch über viele Landesgrenzen hinweg vermarktet werden können. Mit dem Argument, es diene der Völkerverständigung, werden ja auch Flugreisen subventioniert, indem das Flugbenzin steuerfrei gestellt ist.

    Andererseits tut es nicht not, dass ich das ganze Jahr hindurch frische Erdbeeren etc. kaufen können muss. Und was die Flugreisen angeht: Wenn mir Herr Meier von nebenan darüber Vorträge hält, wie es um die Qualität der Jägerschnitzel auf Mallorca bestellt ist, dann kommen mir da Zweifel, ob Flugreisen tatsächlich immer der Völkerverständigung dienen.

    Ich hab schon gelegentlich festgestellt, dass die Diskussion über billige Transportkosten aufgrund der hohen Subventionierung (Trotz LKW-Maut) des LKW-Verkehrs, auch eingefleischte Autofahrer zu GretaThunberg Fans machen kann. (zumindest kurzfristig)

    Ergänzung: Habe gerade noch mal auf der o. a. Ministeriumsseite nachgelesen und diesen Hinweis zu dem ovalen Kennzeichen gefunden: "Der Verbraucher kann an Hand des Zeichens nur erkennen, in welchem Staat und Bundesland das Erzeugnis zuletzt bearbeitet oder verpackt wurde. Dadurch sind Rückschlüsse auf die Transportwege möglich. Die Herkunft der Rohstoffe ist daraus jedoch nicht abzuleiten."

    Puh. Da haben Bahn und Flugzeug aber noch viel zu lernen.

    Nbgradler, du darfst nicht vergessen, dass die aus marktwirtschaftlichem Interesse heraus gewollte Loslösung von Preis und Entfernung dazu beiträgt, die Realitäten falsch zu beurteilen, bzw. das neue Realitäten geschaffen werden, die sich jedoch zum Beispiel in Hinsicht Nachhaltigkeit negativ auswirken.

    Das klassische Beispiel ist das Joghurt aus Bayern, das in Hamburg im Supermarkt-Kühlfach steht und ebenso preiswert angeboten wird wie ein Joghurt aus Niedersachsen oder Schleswig-Holstein. Obwohl es doch einen deutlich längeren Weg zurückgelegt hat.

    Ohne Stehplätze gibt es im ÖPNV keine Effizienz. Für den Fernverkehr gilt das nicht. Aber auch da taucht das Problem auf mit den Preisen. Natürlich könnte sich ein Fahrgast aus der Region Hannover darüber aufregen, dass er für die relativ kurze Fahrt im GVH relativ viel Geld bezahlt und sich dabei auch noch mit einem Stehplatz zufriedengeben muss. Obwohl er doch im letzten Urlaub mit einem Billigflugticket nach London flog und dabei einen Sitzplatz belegen konnte, möglicherweise für nur unwesentlich mehr Geld, als er in Hannover für ein Tagesticket im Nahverkehr bezahlen muss.

    Der ÖPNV funktioniert so, dass in den Verkehrsspitzen eine sehr große Anzahl Menschen transportiert wird, während in den verkehrsschwachen Zeiten deutlich weniger Menschen mit dem ÖPNV unterwegs sind. Gäbe es in den Verkehrsspitzen Sitzplätze für alle Fahrgäste, dann würden relativ große, bzw. viele ÖPNV-Fahrzeuge außerhalb der Verkehrsspitzen nur ganz wenigen Fahrgästen ftransportieren, jedenfalls ganz und gar nicht optimal genutzt werden. Und einfach nur rumstehen lassen geht auch nicht, weil es wichtig ist, den ganzen Tag über eine gute Taktung anzubieten.

    Deshalb meine Aussage: Ohne Stehplätze keine Effizienz. Und wenn du noch mal in den Video reinschaust, dann wirst du das vorgestellte Fahrzeug, den "people mover" auch mit Stehplätzen ausgestattet auf der Bildwand im Hintergrund sehen, die bei Minute 1:40 zu sehen ist. https://youtu.be/8tSFzybbtiE?t=108 Dort sind vier sitzende Fahrgäste und drei stehende Fahgrgäste im Bild zu sehen.

    Mein Verdacht: Diese Überlegungen mit den Stehplätzen werden gemacht, um das Projekt gesund kalkulieren zu können.

    Es wird darüber aber nichts ausdrücklich ausgesagt in dem Filmbeitrag. Denn dann würden manche Kritiker einwenden, es handele sich ja auch "nur" um so was wie einen kleinen Omnibus. Der Film will ja den Eindruck vermitteln, die Zukunftsvision Autos für alle ist weiter aktuell und daran müsse in jedem Falle festgehalten werden, ganz egal wieviel das den Steuerzahler kostet, die Umwelt verschmutzt, die Straßen verstopft, zu Unfällen führt, die Ressourcen verbrennt und so weiter.

    Und egal wie du da auch zu stehen magst, oder wie deine Zukunftsvsionen auch aussehen mögen. Du wirst dem kaum widersprechen können, dass ein ÖPNV mit Fahrzeugen in dem es neben den Sitzplätzen auch viele Stehplätze gibt, deutlich effizienter angeboten werden kann.

    Mit dem bin ich übrigens mal mitgefahren, ein Easymile-Kleinbus. Nach Auskunft des Begleitfahrers ohne Stehplätze, weil es dafür noch keine Zulassung gebe. Und wie man sehen kann: 6 Sitzplätze, je 3 gegenüberliegend. Der Einbeinhocker in der Mitte ist dem Begleitfahrer vorbehalten.

    Hier ein Bericht über den Einsatz eines "Easymile": https://www.golem.de/news/oepnv-aut…907-142500.html Dort geht es allerdings tatsächlich darum, ein ÖPNV-Angebot im ländlichen Raum zu schaffen, für die wenigen Menschen, die nicht auf ein eigenes Auto zugreifen können. "Die Idee in Bad Birnbach wie in Wusterhausen ist es, ländliche Regionen attraktiv zu machen. Dort fehlt es oft an Nahverkehrsmöglichkeiten, was für diese Regionen einen Standortnachteil bedeutet. Viele Bewohner greifen zwangsläufig auf das eigene Auto zurück. Benachteiligt sind diejenigen, die das nicht können: Kinder und Jugendliche sowie ältere Menschen." Aber das wird halt leider nur mit hohen Zuschüssen funktionieren. Kostendeckend, auch im ländlichen Raum, wäre dagegen ein richtiger ÖPNV der ganz deutliche Vorrangprivilegien gegenüber dem MIV genießt.

    "Das Stadtauto von morgen neu gedacht"

    https://www.dlr.de/content/de/art…eu-gedacht.html

    Warum ist der Schwerpunkt beim "people-mover" der urbane und suburbane Raum? Filmminute 2:50 https://youtu.be/8tSFzybbtiE?t=167

    In den Städten und Vorstädten sind doch ÖPNV-Verkehrsmittel sehr viel effizienter, kostengünstiger und beanspruchen deutlich weniger Verkehrsfläche!

    Immerhin wird bei 1:40 darauf hingewiesen, dass es möglich ist, das Fahrzeug in die Höhe zu bauen, so dass innen Stehplätze möglich werden. Das ist zumindest auf einem Bild im Hintergrund zu erkennen. https://youtu.be/8tSFzybbtiE?t=106

    Ohne Stehplätze keine Effizienz! Aber solche Details verschweigt der Film. Insgesamt habe ich den Eindruck, da wird mal wieder eine neue Variante von der "schönen neuen Autowelt" beschworen. Dabei ergibt nur eines Sinn: Das Auto muss weg! https://www.westendverlag.de/kommentare/das-auto-muss-weg/

    Ich finde es interessant, dass man gleich davon ausgeht, dass diese Tat durch die Tatsache motiviert ist, dass der Täter Radfahrer ist. Vielleicht hat er aus ganz anderen Motiven gehandelt und ein Fahrrad war für die Tat einfach nur praktisch.

    Hat man schonmal gelesen, dass ein Autofahrer eine Bank überfallen hat, weil ein Bankräuber mit einem Auto geflüchtet ist? Oder dass ein Autofahrer einen Einbruch begangen hat, weil das Diebesgut mit einem Auto weggefahren wurde?

    Passend dazu "Der Fahrradtrottel"

    https://www.facebook.com/criticalmassst…85897944907785/

    Hab' ich dir eigentlich schon mal gesagt dass du so richtig gute Beiträge schreiben kannst?!

    Das ist auf jeden Fall einer der ganz besonders guten!

    In der Tat habe auch ich den Eindruck, dass es manche Zeitungsmacher darauf anlegen, in Fällen von Vandalismus sytematisches Bekämpfen des Autowahns zu analysieren. Auch dann wenn es dafür keine Anhaltspunkte gibt.

    Hier nur die Überschrift und ein Abschnitt aus dem ersten Absatz. Der Rest des Artikels ist bislang noch zahlungspflichtig.

    "Zwei Autos sind in der Nacht zu Freitag in Hannover in Flammen aufgegangen. Das Fahrzeug, das zuerst in Brand geriet, war offenbar ein Falschparker. Die Polizei geht von Brandstiftung aus. Die Tat weckt Erinnerungen an den September 2018: Damals steckten Unbekannte ebenfalls in der Gegend falsch geparkte Fahrzeuge in Brand." https://www.haz.de/Hannover/Aus-d…-in-Linden-Nord

    Sowohl im aktuellen Fall als auch im zurückliegenden hat die Polizei keine Hinweise auf einen "Zorro der Gehwege" ermittelt. Im aktuellen Fall soll angeblich der eine der beiden betroffenen Autofahrer einen handgeschriebenen Zettel am Tat-Tag am Auto bemerkt haben, auf dem eine Warnung stand.

    Ziemlich dünnes Eis.

    Vor mir landete einmal ein recht großes Radio auf dem Pflaster, es waren allerdings noch rund 10 m bis dahin. Leider konnte ich nicht ermitteln aus welchem Fenster es geflögen kam (mehrgeschossige Bebauung). Wenn ich das so lese, dann nehme ich mir für nächstes Mal feste vor ggf. die Polizei einzuschalten, falls mal wieder vor mir was auf's Pflaster knallt. Auchwenn ich's nicht genau sehen kann, aus welchem Fenster es geflogen kam.

    Es geht nicht um Vorschriften, sondern um die Frage, wie man den ländlichen Raum wieder attraktiver machen kann. Für die Menschen als Lebensmittelpunkt, aber natürlich auch für die Ansiedelung von Arbeitsplätzen.

    Aktuelles Beispiel aus dem hiesigen Raum:

    https://www.sn-online.de/Nachrichten/Wi…ist-beschlossen

    Da werden also zwei Betriebsstellen im weiteren Umfeld einer Großstadt zu einer zusammengelegt - in die Großstadt. Das führt natürlich zu einer Verschärfung des Wohnraumungleichgewichts zwischen Stadt und Land und zu mehr Pendelverkehr.

    Im Grunde genommen gibt es zwei Strategien solchen Entwicklungen, wie in dem Artikel beschrieben, zuvorzukommen.

    Eine Kommune könnte argumentieren: Wir brauchen eine gute Verkehrsanbindung mit möglichst schnellen Landstraßen, noch besser Bundesstraßen oder Autobahnanschluss für möglichst viele PKW, so dass die Menschen in unserer Kommune wohnen bleiben können, während sie andernorts ihrer Berufstätigkeit nachgehen.

    ODER: Wir brauchen einen großen oder einige wenige große und starke Betriebe in unserer Kommune und die Menschen in unserer Kommune orientieren sich beruflich dorthin, weil es in diesem Betrieb gute Arbeitsmöglichkeiten in gut erreichbarer Nähe gibt.

    Um das sicher zu stellen, dass der Betrieb in der Nähe ist, braucht eine Kommune das genaue Gegenteil von einer gute Verkehrsanbindung für massenhaften MIV mit möglichst schnellen Landstraße noch besser Bundesstraßen oder Autobahnanschluss. Ja eine Kommune braucht einen guten Straßenanschluss oder Bahnanschluss, so dass für den Betrieb relevante Waren und Rohstoffe zu transportiert werden können. Aber ein schwerer LKW beispielsweise darf auf Landstraßen ohnehin nur 60 km/h fahren.

    Der in den Schaumburger Nachrichten geschilderte Fall eines Firmenwegzugs würde vielleicht nicht so leichtfertig vollzogen werden, wenn gut ausgebildete und erfahrene Arbeitskräfte, die es vor Ort gibt, und die in dem Betrieb schon lange arbeiten, nicht so ohne weiteres die Möglichkeit hätten in das 50 km entfernte Hannover zu pendeln, wohin der Betrieb abgewandert ist.

    Jetzt ist "nur" noch Benutzungspflicht auf der linken Seite ([Zeichen 237][Zusatzzeichen 1000-31]) und rechts Gehweg und Radweg je als [Zeichen 239][Zusatzzeichen 1022-10] ausgewiesen:

    https://www.mapillary.com/app/?lat=53.60…bde6_pGDGndg3Pg

    Genau genommen dürfte der Fußweg, der für den Radverkehr freigegeben ist, vom Radverkehr nicht benutzt werden, weil der ja verpflichtet ist, den Zweirichtungsradweg auf der linken Straßenseite zu benutzen. Rege doch mal bei der Verwaltung an, den linksseitigen Zweirichtungsradweg statt mit blauem Lolly und Doppelpfeil, [Zeichen 237][Zusatzzeichen 1000-31] , einfach nur mit [Zusatzzeichen 1022-10] in Gegenrichtung und mit [Zusatzzeichen 1000-33] in der eigentlich vorgeschriebenen Fahrtrichtung zu kennzeichnen.

    Habe das entsprechend in Hannover an die Verwaltung weiter gegeben. Mal schauen, was dabei raus kommt.

    Das Problem ist, dass wir in einer Demokratie leben. Und der Souverän wird massiv beeinflusst, so dass er Entscheidungen trifft, die für ihn selbst schlecht sind und nur einigen wenigen nützen. Das spiegelt sich dann in der Politik wieder, die dann einen CO2-Preis von 10€/t beschließt, um ja den Souverän nicht gegen sich aufzubringen.

    Einziger Lichtblick: Auf absehbare Zeit ist das nun die letzte Union+SPD-Regierung.

    Und was kommt dann? Eine schwarz-grüne Regierung, die auf Elektro-Autos setzt, ist keinen Deut besser, wenn es darum geht eine nachhaltige Wirtschaftspolitik zu betreiben und vernünftig mit den vorhandenen Ressourcen zu haushalten. Dazu müssten Leitplanken errichtet werden, die den Bürgern gar nicht weh tun werden. Es müssen dazu aber andere Kriterien für Mobilität aufgestellt werden als Propaganda für die Massenmotorisierung, Das geht in die Hose auch mit Elektroautos. Und auch das Thema Wohnen darf nicht ausgespart werden. Es ist doch seltsam, die Bevölkerungszahl stagniert oder schrumpft, aber es wird lautstark nach immer mehr Wohnraum gerufen. Maßnahmen zu einer besseren Ausnutzung des vorhandenen Wohnraums und Verteilungsmechanismen werden dagegen kaum diskutiert.

    "Die 14. koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung der statistischen Ämter hat ergeben, dass die Bevölkerungszahl in den nächsten Jahrzehnten wahrscheinlich zurückgehen wird. Nur bei einer deutlich über dem langfristigen Durchschnitt liegenden Zuwanderung würde die Einwohnerzahl stabil bleiben oder gar weiter steigen." aus: Demografie-Portal des Bundes und der Länder, 2019 https://www.demografie-portal.de/SharedDocs/Inf…erungszahl.html

    Ullie

    Also ich finde ja in dem Fall sollte man nicht überlegen, wie man die Schilder so aufstellt, dass man die linksseitige Benutzung erlauben kann, sondern einfach die linksseitige benutzen nicht mehr erlauben. Die macht doch an der Stelle null Sinn. Die Straße ist schließlich keine vierspurige Schnellstraße, sondern kann relativ easy gequert werden, sodass man dann (deutlich sicherer) auf der richtigen Straßenseite fahren kann.

    Im Prinzip stimme ich dir zu Adsche. Aber:

    Ich hatte bereits weiter oben schon geschrieben, dass es seit jeher üblich ist auf der linken Seite stadteinwärts in beide Richtungen zu fahren. Es ist die Seite der Schützenallee, die der Leineaue zugewandt ist. Das heißt viel Wochenedausflugverkehr mit viel Gelegenheitsradfahrer mit wenig Übung im souveränen Straßenqueren und mit extrem wenig Lust, so was durchzuziehen, von wegen Erholung.

    Zweiter Grund:

    Zu Zeiten mit starker Verkehrsbelastung ist hier viel los auf der Schützenallee, häufig Autoschlangen. denn obwohl eigentlich nur Nebenstraße wird sie dann zur Hauptstraße und die Verwaltung hat Muffensausen, das zu unterbinden.

    Schilder-Verwirrung an der Schützenallee in Döhren:

    Zunächst mal, wie es früher hier aussah:

    https://www.google.de/maps/@52.33864…!7i13312!8i6656

    Hinweis: die googlestreetview-Aufnahme ist in Höhe der Kreuzung des Fuß und Radweges der an der Grundschule Suthwiesenstraße entlang und über die Schützenallee hinweg nach rechts in die Leineaue führt.

    Auf dem linksseitig stadteinwärts führenden getrennten Fuß und Radweg wird seit jeher sowohl stadteinwärts als auch stadtauswärts gefahren. Auf dem rechtsseitigen getrennten Fuß- und Radweg nur stadteinwärts.

    Nun soll es ja seit einigen Monaten nicht mehr so sein, dass an einer Straße sowohl auf der linken, als auch auf der rechten Seite ein Zweirichtungsradweg ausgeschildert ist. Oder auf der einen Seite ein Zweirichtungsradweg, auf der anderen ein Einrichtungsradweg. Begründung: Man kann ja nur einen der beiden benutzen, deshalb können nicht zwei benutzungspflichtige Radwege angeboten werden.

    Ob das der Grund ist, dass die Beschilderung des Radweges auf der linken Seite stadteinwärts so geändert wurde, dass dort kein "blauer Lolly" [Zeichen 241-30] mehr steht? Stattdessen steht da jetzt ein Radverkehr frei Schild: [Zusatzzeichen 1022-10]

    Das nutzt dem pflichtbewussten und regelkonformen Radfahrern aber nichts, denn das Radwegschild auf der rechten Straßenseite ist eine eindeutige Verpflichtung diesen Radweg zu benutzen. Eine Verpflichtung die vermutlich höher wiegt, als das mit dem Radfahrer frei Schild erteilte Angebot linksseitig zu fahren. Die wenigsten Radfahrer, auch die pflichtbewussten und regelkonformen, können das jedoch auch nur erahnen. Und eigentlich müsste hier die Ausschilderung so verändert werden, dass auch rechtsseitig Radverkehr frei [Zusatzzeichen 1022-10] anstatt des blauen Lolly aufgehängt wird. Oder noch einfacher einfach nur ein weißes rechteckiges Schild mit einem Fahrrad drauf, um deutlich zu machen, dass hier ein Angebotsradweg entlanggeht.

    Schließlich ist die Schützenallee auch keine Hauptverkehrsstraße und wenn es dort zu gefährlich ist für Radfahrer, die sich auf die Fahrbahn wagen, dann kann man dort ja Tempo 30 max. anordnen. Ansonsten spricht nichts dagegen, dass Radfahrer, die das bevorzugen, die Fahrbahn benutzen. Was sie ja zur Zeit auch schon dürfen, allerdings nur Richtung stadtauswärts, aber nicht Richtung stadteinwärts.

    Ausschilderung Richtung stadtauswärts: Zweirichtungsradweg als Angebotsradweg. Radfahrer dürfen auch die Fahrbahn benutzen.

    Auch hier zum Vergleich der Link zu google-street-view von 2008:

    https://www.google.de/maps/@52.34254…!7i13312!8i6656

    Ausschilderung stadteinwärts: rechte Seite getrennter Fuß- und Radweg. Verpflichtend da blaues Schild.

    Das Angebot auf der gegenüberliegenden Seite den linksseitigen Radweg zu benutzen, um stadteinwärts zu fahren, darf ein regelkonformer Radfahrer nicht nutzen, da er ja verpflichtet ist, auf der rechten Seite zu fahren.

    Mein Vorschlag um hier Abhilfe zu schaffen:

    Auf der linken Seite bleibt der aktuelle Zustand. Auf der rechten Seite wird das blaue Schild ersetzt durch ein weißes rechteckiges Schild mit Fahrradsymbol:

    Auf diesem Foto habe ich die entsprechende Beschilderung eingefügt.

    Der nächste Akt:

    Erneut wird das furchtlose Verhalten der Radfahrerin thematisiert, die in der Fahrradstraße einem entgegenkommenden Fahrzeug, das ihr den Vorrang streitig machte, tapfer Widerstand leistete!

    Wirklich ärgerlich ist, wie die Hannoversche Allgemeine versucht, die eindeutige Situation so darzustellen, als seien da einfach nur zwei Hitzköpfe aufeinenandergestoßen.

    "Wie verhärtet die Fronten zwischen Radlern und Autofahrern sind, zeigt ein Ereignis auf der Kleefelder Straße, das bundesweit Schlagzeilen machte. Vor einem Jahr standen sich eine Radfahrerin und ein Lastwagen 40 Minuten gegenüber und blockierten sich gegenseitig. Keiner wollte dem anderen Platz machen. Am Ende rückte die Polizei an und forderte die Radlerin auf, auf den Gehweg auszuweichen." So stellt die HAZ den Vorfall heute in ihrer Printausgabe unter dem Titel "Erneut gibt es Klage gegen Fahrradstraße" falsch dar. Falsch deshalb, weil diese Art der Darstellung den Eindruck erweckt, die Radfahrerin hätte eigentlich Platz machen müssen und macht es erst, als die Polizei sie dazu auffordert. Fakt ist aber dass, der Autofahrer auf seiner Straßenseite hinter mehreren parkenden Autos hätte warten müssen, bis die Radfahrerin die Engstelle passiert gehabt hätte. Hat er aber nicht, sondern er ist auf die Fahrradfahrerin zugefahren in der Erwartung, dass diese über einen hohen Bordstein in den Grünstreifen ausweicht oder sich zwischen abgestellten PKW am Straßenrand quetscht oder ganz einfach in Luft auflöst.

    Der HAZ-Artikel aus der HAZ von heute ist auchg als online-Artikel erschienen ( derzeit nur gegen Bezahlung, trotzdem hier der Link):

    https://www.haz.de/Hannover/Aus-d…er-klagt-erneut

    Völlig unabhängig von diesem konkreten Vorfall und schon lange bevor dieser stattfand, hatte ein Anlieger gegen die Ausweisung der Kleefelder Straße als Faurradstraße geklagt.

    Das Gericht hatte daraufhin gefordert, dass die Fahrradstraße verbessert werden müsse, um weiter als Fahrradstraße ausgewiesen sein zu können. Gefordert wurde unter anderem eine Reduktion der Stellflächen für KFZ. Und ein Teil der Fahrradstraße sollte Einbahnstraße für den KFZ-Verkehr werden.

    Diesen Forderunghen des Gerichtes ist die Verwaltung machgekommen. "Das Gericht wies der Stadtverwaltung zugleich einen Weg, wie die Kleefelder Straße doch noch zur Radroute werden kann: Einen Abschnitt als Einbahnstraße ausweisen und Parkverbote verhängen. Das setzt die Stadt jetzt um. Parken ist nur noch auf ausgewiesenen Flächen erlaubt – und nicht mehr am Straßenrand."

    Derselbe Anwohner, dessen Klage bereits das hier beschriebene Urteil auslöste, und damit letztlich auch die Verbesserungen für den Radverkehr in der Fahrradstraße bewirkte, klagt jetzt erneut gegen die Ausweisung der Kleefelder Straße als Fahrradstraße. Das Drama geht also weiter und eilt neuen Höhepunkten entgegen. Bislang bin ich mit dem Verlauf einigermaßen zufrieden.

    Die mieseste Szene war die, in der ein Polizist (angefordert von dem Autofahrer) der Radfahrerin gegenüber pampig wurde und von ihr verlangte, sie solle den Weg frei machen. "Ein Beamter belehrte mich, dass ich absteigen und mein Fahrrad auf dem Gehweg schieben solle, damit der LKW-Fahrer vorbeifahren könne. Meine Einwände zu Hindernis, Recht und Fahrradstraße akzeptierte er nicht bzw. wischte sie beiseite." Quelle: "Beim 1.001 Mal ist halt Schluss…" Dez 18 in: http://itstartedwithafight.de/2018/12/11/bei…t-halt-schluss/

    Im Prinzip haben die Klage des Anwohners und die von der Fahrradfahrerin geleistete Demonstration von Zivilcourage nichts miteinander zu tun. Dass gegen die Ausweisung der Kleefelder Straße als Fahrradstraße eine Klage eingereicht wurde, das wusste die Radfahrerin nicht. Und auch das Urteil des Gericts, dass die Nachbesserungen einforderte steht nicht in direktem Zusammenhang mit der Aktion der Radfahrerin. Diese Aktion wurde ja auch nie zum Gegenstand einer Anzeige oder einer Klage oder eines Gerichtsverfahrens.

    Trotzdem wurde die Aktion sogar bundesweit sehr bekannt und deshalb liegt es nahe, dass egal was in den nächsten Monaten und Jahren noch geschehen wird auf der Fahrradstraße Kleefelder Straße, es wird vermutlich noch häufig auf das Ereignis hingewiesen werden.

    Und leider ist es nur allzu offensichtlich, dass sich die HAZ dabei einmal mehr auf die Seite der Autofahrer schlägt und versucht die Radfahrerin als "dickköpfig" zu diffamieren, obwohl doch eigentlich das Verhalten des Autofahrers den größten Tadel verdient hätte.

    Eine Fahrradtour des ADFC Hannover im vergangenen Sommer führte unter anderem durch die Kleefeldestraße mit der umkämpften Fahrradstraße.

    Habe gerade mal die Fotos von damals raus gesucht und werde versuchen in den nächsten Wochen dort mal aktuelle Aufnahmen zu machen.

    Fahrradstraße Kleefelder Straße Richtung stadtauswärts kurz vor der Kreuzung Plathnerstraße:

    Links parken immer wieder Autos, aber es gibt auch Lücken, die mit Zickzack gekennzeichnet sind.

    Kreuzung Plathnerstraße:


    Der entgegenkommende rote PKW zeigt, in der Plathnerstraße ist genug Platz, dort wo keine Autos parken können Radfahrer paarweise an einem entgegenkommenden PKW vorbeifahren.


    Weiter stadtauswärts hinter der Kreuzung Plathnerstraße.


    Hier ereignete sich der Vorfall bei dem ein KFZ-Fahrer einer Radfahrerin den Vorrang streitig machte und nicht zurückweichen wollte. Die Radfahrerin fuhr wie die Radlergruppe auf dem Bild stadtauswärts. Rechts von ihr ist ein hoher Bordstein, ein Grünstreifen und ein Fußweg, der am Bahndamm entlangführt.

    Der entgegenkommende Autofahrer ist trotz der parkenden PKW auf seiner Straßenseite in die Engstelle eingefahren und hatte so die Radfahrerin an der Weiterfahrt gehindert.