Beiträge von Ullie

    Nichts spricht dagegen, dass das OA seine Mitarbeiter so effektiv und gewinnbringend wie möglich einsetzt. So wie heutzutage bewusst weggesehen wird bei 50€+ Vergehen, so wäre es problemlos möglich an den 10€ Einnahmen vorbeizugehen und sich auf die 55€-Einnahme daneben zu konzentrieren

    Effektiv und gewinnbringend wäre der Einsatz von Scan-Cars. Aber der gesetzliche Rahmen dafür ist bislang noch nicht geschaffen worden. Obwohl es das in anderen EU-Ländern bereits gibt.

    "Seit über zehn Jahren sind Scan-Fahrzeuge für Parkraumkontrollen im europäischen Ausland im Einsatz – mit deutlich positiven Effekten auf die Verfügbarkeit von Parkplätzen, die Regeltreue und die Sicherheit im Verkehr. Mit den Vorteilen digital unterstützten Parkraummanagements hat sich Agora Verkehrswende bereits 2021 in einem Politikpapier beschäftigt. Dort wurde auch mit einem Rechtsgutachten der Kanzlei Becker Büttner Held dargelegt, dass sich der Einsatz von ScanFahrzeugen mit dem deutschen Recht vereinbaren lässt.
    Seitdem wurde in Deutschland von verschiedenen Seiten der politische Wille bekundet, die notwendige Rechtsgrundlage für Scan-Fahrzeuge zu schaffen. Doch bislang ist kein Gesetzgebungsverfahren eingeleitet worden. In der Praxis lässt sich der Datenschutz beim digital unterstützten Parkraummanagement mit verschiedenen Mitteln gewährleisten. Dennoch halten
    sich grundsätzliche juristische Bedenken über die Vereinbarkeit mit der deutschen Rechtsprechung. Direkt einschlägige gerichtliche Entscheidungen dazu gibt es bislang nicht."

    aus: Agora Verkehrswende vom 10.6.24

    https://www.agora-verkehrswende.de/fileadmin/Projekte/2024/Scan-Cars/Rechtliche_Voraussetzungen_Einsatz_Scan-Fahrzeugen_Deutschland_Argumentationspapier.pdf

    Wie sieht es mit Drittanzeigen aus? Da erledigen ja sogar Leute freiwillig gratis den aufwändigsten Teil der Artbeit und die Stadt müsste nur kassieren.

    Drittanzeigen, das würde bedeuten, dass Privatleute aktiv werden. Wollte man das effektiv machen, dann müsste man dazu einen Verein gründen, zum Beispiel einen Fußweg-Pflegeverein.

    Der könnte dann auf Fußweg-Schlaglöcher hinweisen, Müllsammelaktionen durchführen usw. und eben auch die Stadt auf Falschparker hinweisen. Mit gerichtsfesten Fotos, Zeitangaben, Zeugenangaben.

    Trotzdem wäre es Sache der Stadt, diese Hinweise für Ordnungswidrigkeitenanzeigen zu nutzen oder eben nicht. Auskunftspflichtig ist die Stadt nicht, ob sie den Hinweisen nachgeht.

    Durch eine koordinierte Vereinstätigkeit könnte man allerdings möglicherweise einen Überblick gewinnen, ob die Stadt den Hinweisen nachgeht oder nicht.

    Anzeigen von Parkverstößen | Stadt Hannover

    Das ist der Link zur Parkverstoß-Online-Anzeige der Stadt Hannover. Ein irreführender Begriff. Denn wer den Erläuterungstext liest, der weiß, dass das Formular nur dazu dient, einen Hinweis zu geben.

    Zitat: "Eine Anzeige, die Sie über dieses Formular einreichen, stellt eine Anregung dar. Anregung heißt, dass die Behörde den Sachverhalt nach dem allgemeinen Untersuchungsgrundsatz ermittelt und darüber entscheidet, ob und wie sie den gemeldeten Verstoß verfolgt."

    https://www.unser-bogenhausen.de/2025/04/gehweg…uer-autofahrer/


    Auch im CSU-Stadtteilblatt das große Geflenne...

    Das streetview-Bild aus der Pixisstraße zeigt anders als das Fahrbahnfoto in dem Zeitungsbericht, wie eng es auf dem Gehweg ist. Es zeigt aber auch: Es gibt ein Flächen-Potenzial zwischen Grundstückgrenze und Hauswand.

    Street View · Google Maps
    Ort in Google Maps noch intensiver erleben.
    www.google.com

    Wie wär's damit: Jeder Hauseigentümer, der behördliche Maßnahmen kritisiert, die zu freien Gehwegen führen, wird entschädigungslos enteignet, seine Grundstücksfläche wird zum neuen Gehweg gemacht und dann kann er den alten zuparken gegen eine drastische Parkgebühr, mit der die Umbauarbeiten finanziert werden und die Ersatzbepflanzungen durch die wegfallenden Vorgärten.

    Ach nein, wir leben ja in einer Demokratie. Bloß dass manche das dahingehend missverstehen, es sei erlaubt seinen stinkenden und lärmenden Blechhaufen anderen Leuten in den Weg zu stellen.

    Gibt es bald dieses Verkehrsschild?

    Mehr dazu bei den Bibern:

    Ullie
    8. April 2025 um 10:29

    ok, ein Denkmal deutet ja stark darauf hin, das der Biber in eurer Region bald wieder ausgestorben sein soll.

    Allerdings gibt es besorgte Bürger, die dem vorbeugen und dafür Sorge tragen, dass die Biber keine Verkehrsunfallopfer werden:

    Street View · Google Maps
    Ort in Google Maps noch intensiver erleben.
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    Alte Dorfstraße bei Wilkenburg, hier die Gegenrichtung:

    Street View · Google Maps
    Ort in Google Maps noch intensiver erleben.
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    Oder sollen die Schilder Autofahrer*innen darauf aufmerksam machen, dass mit umstürzenden Bäumen zu rechnen ist?:/

    Auf den verlinkten streetview-Aufnahmen gibt es die Schilder noch nicht.

    Wir haben dort also einen Weg, der nur von Fußgängern und Radfahrern benutzt werden darf und auf dem man gleichzeitig nur reiten darf. Das geht nicht.

    In Dänemark dürfte es so etwas geben (siehe oben).

    In Belgien so etwas Ähnliches: Nennt sich laut Wikipedia: "Spezieller Weg für: Fußgänger, Radfahrer und Reiter"

    Bildtafel der Verkehrszeichen in Belgien – Wikipedia

    Gibt es auch noch mal in der Version "Ende des Weges für: Fußgänger, Radfahrer, Reiter und Landwirtschaftliche Fahrzeuge"

    Bildtafel der Verkehrszeichen in Belgien – Wikipedia

    In dem Hessenschau-Bericht wird nichts darüber gesagt, dass die Steigung der Flughafenstraße im Bereich mit der Bauminsel 3,2% beträgt. (Mit googlemaps den Höhenunterschied erfasst und entsprechend in Prozent Gefälle umgerechnet.) Auf dem Foto kann man es nur ahnen, dass es bergan geht.

    Auf keinen Fall ist es so, dass man mit dem Fahrrad auf diese Bauminsel mit hoher Geschwindigkeit zurast und dann überraschend ausweichen muss. Leider wird genau der Eindruck geweckt. Auf einer Steigungsstrecke mit 3,2% Steigung rast man nicht mit dem Fahrrad, sondern muss sich ganz schön anstrengen.

    In einem besser recherchierten Artikel kommt der ADFC zu Wort:

    "Auch die Kasseler Radexperten vom Deutschen Fahrradclub (ADFC) äußern ihre Unzufriedenheit. In einem Statement betonen sie die Unverhältnismäßigkeit der geplanten Maßnahmen: "Eine neue Straße so zu planen, dass Radfahrende bergauf anhalten müssen, wenn Gegenverkehr ist, weil Bäume gepflanzt wurden – das ist ein Unding!""

    Chip vom 7.4.25 https://www.chip.de/news/Neuer-Fah…_185902067.html

    Aber auch diese Aussage trifft es nur teilweise, befürchte ich. Denn wenn dort tatsächlich Gegenverkehr kommt, dann ist da immer noch genug Platz für den Begegnungsverkehr zwischen Auto und Fahrrad. Und ein Fahrradfahrer, der darauf vertraut, dass der Autofahrer im vorrangberechtigten Gegenverkehr langsam an der Engstelle vorbeifährt, der könnte vermutlich gefahrlos genau im Bereich der Engstelle gefahrlos dem entgegenkommenden Auto begegnen, wenn das langsam fahren würde und eng am rechten Fahrbahnrand fahren würde.

    Es würde mich allerdings nicht wundern, wenn selbst in den Fällen, in denen sich dort Autos begegnen, der bergab fahrende Autofahrer einfach auf den Bürgersteig ausweichen würde, sodass beide ungebremst ihre Fahrt fortsetzen könnten. Dass sich bislang anscheinend noch keine Fußgänger darüber beschwert haben, liegt vermutlich daran, dass deren Lobby-Verband noch schlechter aufgestellt ist, als der ADFC.

    Und natürlich hat der ADFC recht: Das geht so gar nicht. Aber die Bäume stehen nun schon, ob man sie problemlos noch umsetzen kann ist ungewiss. Und wenn ja, wohin? Warum nicht einfach einen schmalen Weg rechts der Bäume anlegen, auf dem der Fahrradverkehr ohne Verschwenk weiter geradeaus bergan fahren kann? Wenn da ein paar Radfahr-Begeisterte bei Nacht und Nebel eine provisorische Rampe einbauten, würde die vermutlich genutzt werden. Derweil kann sich die Verwaltung was überlegen, ob so was rechtssicher und fachmännisch zu bewerkstelligen ist und friedlich dabei zusehen, wie diese Vorbeifahrspur genutzt wird.

    Es so zu lassen würde jedenfalls bedeuten, dass man Autofahrern signalisiert, es sei ja gar nicht so schlimm, auf dem Schutzstreifen zu halten oder zu parken. Genau das ist aber erst vor wenigen Jahren noch einmal deutlich strenger sanktioniert worden.

    Etwas anderes ist es, wenn ein Schutzstreifen von einer Bushaltestelle unterbrochen wird. Der Bus hält ohnehin nur sehr kurze Zeit und der Radverkehr, der sich nicht traut außen an dem Bus vorbeizufahren, kann so lange warten, bis der Bus weiter fährt. Prinzip: ÖPNV hat Vorrang vor dem Nahverkehr!

    Hat jemand schon einmal ein solches Schild gesehen? Meines Erachtens handelt es sich nicht um ein amtliches Schild, sondern um eine Eigenkreation:

    Gesehen in der Leineaue zwischen Hemmingen und Laatzen. An dem Schild klebt noch ein Stück Klebeband, das wie Reflektor-Klebeband aussieht und vielleicht zur Herstellung der Eigenkreation diente.

    Hier lief es so:

    1. Schritt: Bachrenaturierung, so richtig schön mit Geschlängel und Totwasserzonen

    2. Schritt: Biber kommt und macht, was Biber so machen

    3. Schritt: Hilfe, wie werden wir die Natur wieder los? Damit konnte doch niemand rechnen!

    In der Region Hannover, in Laatzen hat man jetzt dem Biber ein Denkmal gesetzt. Ob das dann irgendwann vom Sockel gestoßen wird? Ich hoffe stattdessen, dass es gelingt, alle Beteiligten und Betroffenen für den Biber zu begeistern.

    Die Hinweistafel vom NABU informiert über die Biber in der Leineaue.

    Wer selbst mal einen Ausflug dahin machen will, kann im nahen Wiesendachhaus einkehren. Im oberen Foto sieht man es im Hintergrund.

    Gaststätte, Aussengastronomie, Eventlocation, Grill Verleih

    Unfälle sind auch seitens der Opfer kein Vorsatz.

    Autofahrende verursachen nicht immer mit Vorsatz einen Unfall. Aber es kommt vor:

    Gerade wurde vom BGH ein Urteil des Landgerichts Hannover bestätigt, aus dem hervorgeht, dass ein Unfall von zwei Autofahreden bedingt vorsätzlich herbeigeführt wurde: "Das Urteil fiel nach Angaben des Landgerichts wegen Mordes in zwei Fällen, versuchten Mordes, gefährlicher Körperverletzung, zudem wegen eines illegalen Autorennens mit Todesfolge und vorsätzlicher Gefährdung des Straßenverkehrs. Beide Angeklagten hatten Revision eingelegt." NDR vom 4.4.25

    Tödliches Autorennen war Mord - Bundesgerichtshof bestätigt Urteil gegen Raser
    Der Bundesgerichtshof (BGH) hat ein Urteil des Landgerichts Hannover wegen eines illegalen Autorennens bei Barsinghausen (Region Hannover) für rechtskräftig…
    www.ndr.de

    hmpf

    https://archive.ph/EBYuC

    SPD. Wer wählt diese Leute eigentlich? Wer?!?

    Den Artikel lese ich so: Eine Regierungspartei, die es wagt, das Parken im öffentlichen Straßenraum zu regulieren oder gar einzuschränken, wird nicht mehr gewählt. Und eine Oppositionspartei, die es wagt, so ein Vorhaben anzukündigen, ebenfalls nicht. Es sieht leider so aus: Viele Bürger*innen haben kein Problem damit, erhebliche Verkehrsprobleme dadurch zu verursachen, dass sie immer größere und immer mehr Autos kaufen und die im öffentlichen Straßenraum abstellen. Und dieselben Leute strafen bei Wahlen sofort jede Partei ab, die es wagt, darauf hinzuweisen, dass das problematisch ist oder gar versucht regulierend einzugreifen.

    Das ist der eigentliche Grund für den Wahlerfolg der AfD. Und das ist auch der Grund, warum sich Leute, die eigentlich gar nichts mit den Rechtspopulisten zu tun haben und ihnen eigentlich nichts Gutes wünschen, manchmal sagen, dass die AfD doch ruhig mal regieren sollte, dann würden die schon merken, dass das so einfach nicht ist und die Leute würden schon merken, dass die nichts auf der Pfanne haben.

    Im Grunde genommen ist es das Experiment, das zurzeit in den USA im "Livestream" verfolgt werden kann.

    Gemessen an der beim KBA registrierten Quote der SUV im Bestand liegt der Anteil der SUV in der von Destatis herausgegebenen Unfallbeteiligung der Fahrzeugklassen unter dem Durchschnitt, die mittlere Unfallschwere ist zwar geringfügig höher, aber wegen der niedrigeren Beteiligung ergibt sich insgesamt immer noch ein niedrigeres Risiko.

    Die US-Studie zum Risiko durch SUV vergleicht das Fußgänger-Risiko für 6 Grundformen an PKW. Erhöhtes Risiko geht erst bei Abmessungen los, die auf keine der in Deutschland gebräuchlichen SUV zutreffen. Die sind alle maximal "medium/sloped". Abgesehen davon resultiert das erhöhte Risiko in der US-Studie nicht aus einem erhöhten Kollisionsrisiko wegen mangelnder Sicht, sondern aus ungünstigeren mechanischen Verhältnissen im Falle einer Kollision.

    Das hört sich jetzt aber fast so an: Wenn ich ein großen "Stadtpanzer" fahre, dann ist ggf. die Unfallgefahr gar nicht größer als bei einem normalen PKW. Aber weil die Leute dann eher damit rechnen totgefahren zu werden, wie von einem "richtig großen Stadtpanzer", werden sie es nicht so leicht wagen, mir den Straßenraum streitig zu machen.

    Genau das ist das Problem. Hier laufen Fußgänger zwischen Wartebereich und Fußweg hin- und her. Und bleiben auch mal auf dem Radweg stehen. Radverkehr muss vom Fußverkehr getrennt werden.

    Der Radverkehr ist an der Berckhusenstraße bereits vom Fußverkehr getrennt. Es gibt einen separaten Fahrradweg und einen separaten Fußweg. Dass Fußgänger die Möglichkeit haben, den Fahrradweg queren zu können, wirst du ihnen wohl nicht verwehren wollen? Das Problem ist auch nicht, dass Fußgänger auf dem Fahrradweg stehen bleiben. Vielmehr erschwert die rund 2,50 m hohe Reklamewand an der einen Seite des Wartehäuschens die gegenseitige Wahrnehmung von Fuß- und Fahrradverkehr.

    Und ich bestreite hier einfach mal, dass die Reklame-Einnahmen für die Üstra so hoch sind, dass sie es rechtfertigen, an Stellen Reklame-Tafeln anzubringen, an denen es die Verkehrssicherheit einschränkt. Und selbst wenn es sehr hohe Einnahmen wären, wäre es nicht gerechtfertigt, die Verkehrssicherheit einzuschränken. Entweder ihr bekommt ein Wartehäuschen mit Werbung oder ihr bekommt gar kein Wartehäuschen und dürft im Regen stehen. Was wäre das denn für eine Ansage?

    Es ist doch auch ein Hauptanliegen der Initiative "Hamburg werbefrei", dass Kommerz-Interessen nicht die Verkehrssicherheit beeinträchtigen dürfen.

    Unterstütze ich.

    Wollen die auch explizit nicht:

    kommtWeg-KannBleiben.knpQ3V11.jpg


    Es gibt Werbung, die nicht die Sicht behindert und die sich einem nicht aufzwängt. Und das ist ja nicht nur Konsum, sondern auch Kultur, Hinweise auf Bürgerbeteiligungen, etc.

    Gerade an Bushaltestellen mit Radweg hinter dem Wartehäuschen ist es sehr ungünstig, wenn große Reklameflächen auf den Seitenwänden die Sicht versperren: