Sie könnten in der StVB bei uns Arbeiten. Die denken auch das ist so ok für einen Radweg, zweiseitig.
Der Lenker meines Radl ist ziemlich genau 70cm breit mit Spieglein am Lenker. Und ist ein klassischer und eher schmaler MTB-Lenker. Die meisten Hollandradl-Lenker dürften breiter sein.
Das heißt zwar man könnte sich passieren, aber nur wenn man den Luftraum der Fußgänger benutzt.
Differenzieren ist nicht Ihr Ding?
Es geht hier nicht um eine Neuplanung, sondern darum einen Bestand so umzugestalten, dass es den Ansprüchen der verschiedenen Fahrradnutzer-Gruppen besser gerecht wird als zuvor.
Und ich habe kein Problem mit einem Zweiwege-Angebot. Sie vielleicht?
Es ist nicht optimal, aber es ist auch nicht grausam schlimm, dass Fahrradfahrer*innen hier verschieden Routen ermöglicht werden.
Oder warum wollen Sie partout mit aller Gewalt alle Fahrradfahr*innen an einer solchen stark befahrenen Tempo-50-Straße auf die Fahrbahn zwingen?
Eine Fahrbahn, die nicht breit genug ist, um in beide Richtungen Radfahrstreifen anzulegen. Würde man aber auf beiden Seiten auf Radfahrspuren verzichten, dann werden dadurch die Richtungsfahrspuren breiter, das führt zu höheren Geschwindigkeiten beim Autoverkehr und möglicherweise auch zu riskanteren Überholmanövern.
Oder was schwebt Ihnen als "Bilderbuch-Lösung" vor?
Jedenfalls würde ich es dem ADFC übel nehmen, wenn er sich an einer solchen Stelle dafür einsetzen würde, dass der Angebotsradweg weggepflastert wird und der eine Radfahrstreifen auf der Fahrbahn in Gegenrichtung aufgehoben wird. Oder wenn er sich auf politischer Ebene dafür einsetzen würde, dass dieser Gestaltungsspielraum der Verkehrsbehörden abgeschafft wird.