Zur Vollständigkeit erwähne ich hier noch, dass ich auf einem Bauernhof aufgewachsen bin und dort mit Holz geheizt wird, dass maximal 750 m transportiert wurde. Das nächste Nachbar ist 250m entfernt, im Umkreis von einem Kilometer stehen 10 Wohnhäuser. Da finde ich es schon eher vertretbar, auf die nicht Klima- und CO2 neutrale Art der Holzheizung zurückzugreifen. Auch die Schadstoffe der Holzverbrennung verteilen sich da auf eine grosse Fläche.
Mag sein, dass sich die Schadstoffe auf eine große Fläche verteilen. In einer so wenig dicht besiedelten Fläche ist es ohnehin schwer ökologisch und ökonomisch nachhaltig zu leben. Alleine schon wegen der Verkehrsproblematik. Da kommt es dann wahrscheinlich auch nicht mehr drauf an, ob wer mit Holz heizt. Ich sag das nicht, weil ich den Moralapostel spielen will, aber ich mag nicht diese "ökologische Verklärung" des "Landlebens". Die spielen nämlich gerne ihrerseits den Moralapostel und predigen vom angeblichen glücklichen und ökologisch nachhaltigen Landleben.
Wer's glaubt!
Und das sind ganz und gar keine Aversionen gegen die Bevölkerung im ländlichen Raum. Die Entsprechung im städtischen Raum ist das Leben in so genannten "Tiny-Houses". Oder Bauwagen-Siedlungen auf städtischen Brachflächen. Da wird schon drauf geachtet trockenes Holz zu verbrennen, aber man riecht halt trotzdem was. Und gesund wird das nicht sein. Und die Wärmedämmung ist naturgemäß begrenzt bei solchen "Tiny-Houses", wird aber nicht so gerne von den Bewohnern zugegeben.
Eine kritische Einschätzung gibt es z. B. hier:
Ein Auszug daraus: "Einer der systemimmanenten Aspekte eines Minihauses sind verhältnismäßig dünne Wände. Während moderne Energieeffizienzhäuser oder gar Passivhäuser heute mit Dämmstärken von 40 und mehr Zentimetern ausgestattet werden, können solche in Minihäusern nicht zum Einsatz kommen."