Beiträge von Ullie

    Ich bin also ganz klar FÜR das Impfen und mich nerven die Querdenker-Demos, aber ich stelle infrage, ob eine Impfpflicht uns jetzt weiterhilft.

    1. Gegen die Omikron-Welle käme sie zu spät, selbst wenn sie morgen in Kraft treten würde

    2. Wir wissen nicht, wann die nächste Welle kommt und welche Virusmutation dann dominieren wird

    3. Daher wissen wir auch nicht, inwieweit die bisher verfügbaren Impfstoffe in der nächsten Welle noch helfen werden

    Die drei aufgezählten Punkte kann man sehr unterschiedlichbeurteilen.

    1. Wir wissen, dass die Impfung gegen die Omikronwelle hilft, wenn auch nicht in dem erwünschten Ausmaß eines hundertprozentigen Impfschutzes. Aber es gibt einen Impfschutz vor Infektion, und es gibt den Impfschutz im Sinne eines gemäßigten Krankheitsverlaufes.

    2. Weil wir nicht genau wissen, wann die nächste Welle kommt und welche Virusmutation dominieren wird, kann man eben keinesfalls ausschließen, dass der aktuelle benutzte Impfschutz einen Impfschutz bieten wird. Im Gegenteil, es spricht viel dafür, dass auch bei einer neuen Viruswelle, die auch schon im Sommer auftreten könnte, der aktuelle Impfschutz einen deutlich besseren Schutz bietet, als keine Impfung.

    3. Wir wissen bereits jetzt, dass in der Omokronwelle die Geboosterten deutlich besser geschützt sind als die Grundimmunisierten. Und die sind wiederum deutlich besser geschützt als die Nicht-Geimpften. Alleine das ist bereits ein wichtiger Hinweis, darauf, dass auch bei einer erneuten Welle die jetzt aktuellen Impfstoffe helfen. Sollte es aber bessere Impfstoffe geben, dann steht eine Impfpflicht nicht dem Impfen mit einem verbesserten Impfstoff entgegen!

    Habe da gerade noch mal in einem SZ-Artikel vom 10.1.2022 nachgeschaut:
    "Nach der Grundimmunisierung lasse der Schutz vor Ansteckung bei Omikron recht schnell nach, sagt Sebastian Ulbert, Impfstoffexperte vom Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie. Die Booster-Impfung verbessert diesen Schutz zumindest für die erste Zeit nach der Impfung jedoch wieder deutlich, weil wieder mehr Antikörper gebildet werden."

    In dem Text steht ausdrücklich, dass durch die Impfung mit den bisherigen Impfstoff auch eine Schutzwirkung vor der Ansteckung mit der Omikron-Variante gegeben ist. Besonders dann, wenn die Impfung frisch ist oder geboostert wurde.

    SZ vom 10.1.22 https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/cor…chutz-1.5504324

    Entschuldige Yeti, dass ich da so drauf rumreite, aber meine Nerven sind ein bisschen angekratzt, wenn ich mir von Impfgegnern anhören muss, ich könne ja nur froh sein, dass ich diese Corona-Impfung, die Null hilfreich sei, so gut vertragen habe ohne üble Nebenwirkungen. Ich solle mich aber nicht zu früh freuen, denn das böse Ende kommt sehr wahrscheinlich noch. Am besten dann noch garniert mit so Sprüchen wie die Natur oder gar der "liebe Gott" lasse sich nicht ins Handwerk pfuschen. <X

    Ja ich weiß, das ist nicht deine Position, Yeti. Aber ich werde halt auch schon dann empfindlich, wenn jetzt so getan wird, als seien weitere Impfungen sinnlos, so lange kein neuerer Impfstoff gegen Corona entwickelt sei. Und so habe ich deinen Beitrag verstanden. Und das ist nicht so. Siehe u. a. das SZ-Zitat.

    Das Problem ist wirklich, dass zu viele Falschinformationen und Skeptiker unterwegs sind und die wissenschaftlichen Fakten nicht an alle Leute herandringen. Eigentlich unerhebliche auf den ersten Blick vielleicht nicht ganz nachvollziehbare Tatsachen (z.B. Dauer Genesenenstatus) werden als Aufhänger genommen um scheinbar Alles in Frage zu stellen.

    Da stimme ich zu, es sind viele Falschinformationen und Skeptiker unterwegs, so dass die wissenschaftlichen Fakten nicht an alle herandringen. Allerdings sind diese Falschinformationen und Skeptiker auch in anderen Themenfeldern aktiv. Icvh bin auch nicht sicher, ob es zu viele sind. Schließlich ist auch bei kritischen Stellungnahmen zu berücksichtigen, dass da wichtige Hinweise drin stecken können.

    Aber Yetis Aussage,

    Es gibt aktuell auch keinen Impfstoff, der die Ausbreitung der Omikron-Variante verhindert.

    die geht mir zu weit und ich sehe auch keinen Anlass für diese Aussage. Die Tatsache, dass auch in Ländern, in denen viel geimpft wurde, die Omikron-Variante sich verbreitet hat, bedeutet ja nicht, dass die bisherigen Corona-Schutzimpfungen inklusive Boostern, keinerlei Schutz vor einer Ansteckung mit der Omikron-Variante bringen.

    Vor allem sagt es nichts darüber aus, ob eine Impfung nicht trotzdem sinnvoll ist. Viele Impfgegner stellen sich ja auf den Standpunkt, dass niemals eine Corona-Schutzimpfung zur Pflicht gemacht werden dürfe, weil ja anders als zum Beispiel bei Kinderlähmung die Impfung nicht einen langjährigen zuverlässigen Schutz bieten würde.

    Das sehe ich anders. Auch wenn der langjährige zuverlässige Schutz bei einer Corona-Schutzimpfung nicht im vergleichbaren Maße garantiert werden kann, so kann Corona trotzdem zu dramatischen Infektionsverläufen mit hohen Opferzahlen führen, wenn auf eine hohe Zahl von Impfungen verzichtet wird, die meines Erachtens nicht nur in Deutschland, sondern auch in vielen anderen Ländern nur durch die Einführung einer Impflicht herbeigeführt werden kann.

    Warum ohne dass das wirklich klar erkennbar ist, die Aussage treffen, die bis jetzt erfolgten Corona-Impfungen tragen nicht dazu bei, die Verbreitung der Omikron-Variante zu verhindern. Dann doch besser. Richtig ist, dass die Corona-Schutzimpfungen nicht in dem Maße dazu beigetragen haben, die Ausbreitung der Omikron-Variante zu verhindern, wie man sich das wünschen könnte. Aber eine Schutzwirkung ist trotzdem gegeben, auch vor Ansteckung mit Corona-Viren der Omikron-Welle. Und die anderen Corona-Viren sind ja trotzdem auch noch aktiv, wenn auch nicht mehr die vorherrschende Variante.

    Hinweis Ostern ist am 17. April, das sind noch rund zweieinhalb Monate. Auch wer meint, dass dringend ein neuer Impfstoff entwickelt werden müsse, sollte sich besser nicht einreden, für die Erstimpfung oder für's Boostern sei es jetzt ohnehin schon zu spät. :saint:

    "Als "Planungshorizont" für eine Entspannung der Pandemie-Lage in Deutschland nennt der Virologe Ostern: "Wir haben eindeutig den Befund, dass die Übertragungen im Moment aus dem Schulbetrieb gespeist werden. Da werden spätestens die Osterferien den Riegel vorschieben", sagt er."

    NDR Corona-Podcast: Drosten hofft auf Entspannung ab Ostern

    Stand: 01.02.2022

    Corona-Podcast: Drosten hofft auf Entspannung ab Ostern
    Der Virologe Christian Drosten erklärt im Coronavirus-Update von NDR Info, unter welchen Umständen der Subtyp BA.2 die Omikron-Welle verlängern könnte, weshalb…
    www.ndr.de

    Ich finde es sehr bedauerlich, dass es in zwei Jahren Pandemie nicht gelungen ist, die Schulen so auszustatten, dass ein besserer Fernunterricht möglich ist, so dass zumindest ein Wechselunterricht in deutlich kleineren Gruppen stattfinden kann.

    Ich bin definitiv nicht gegen das Impfen und selbstverständlich wären wir besser dran, wenn jetzt gerade deutlich mehr Menschen geimpft wären. Den aktuellen Zustand ändern wir aber nicht mehr mit einer Impfpflicht. Diese Chance haben wir im letzten Herbst vertan.

    Es gibt aktuell auch keinen Impfstoff, der die Ausbreitung der Omikron-Variante verhindert. Eine Impfpflicht würde das Risiko einer Überlastung des Gesundheitssystems in der aktuellen Welle nicht mehr reduzieren, denn dafür ist es jetzt zu spät.

    Für die nächste Welle werden wir vermutlich einen angepassten Impfstoff brauchen. Jedenfalls würde ich mich nicht darauf verlassen wollen, dass die derzeit verfügbaren Impfstoffe einen wirksamen Schutz vor weiteren Mutationen bieten. Wir haben aktuell das Glück, dass die Omikron-Variante insgesamt zu weniger schweren Verläufen führt. Würde Omikron zu ähnlich vielen schweren Verläufen führen wie Alpha oder Delta, hätten wir gerade ein richtiges Problem.

    Leider muss ich hier noch mal meinen Vorwurf wiederholen. Ihre Darstellung läuft Gefahr von Impfgegnern gekapert zu werden. Sie stellen die Debatte um die Impfpflicht so dar, als sei die bisher vorgenommenen Impfungen weitgehend nutzlos gegen die Omikron-Variante und alle weiteren Varianten, mit denen noch zu rechnen ist.

    Gleichzeitig schreiben Sie aber, wir wären jetzt besser dran, wenn deutlich mehr Menschen geimpft wären. Dem stimme ich zu, dass wir jetzt besser dran wären, wenn deutlich mehr Menschen geimpft wären.

    Dann schreiben Sie, dass wir für die nächste Welle vermutlich einen angepassten Impfstoff brauchen. Ich stelle dem mal entgegen: Wenn möglichst viele weitere Menschen mit dem jetzt benutzten Impfstoff geimpft und/oder geboostert sind, dann ist das immer noch deutlich besser als gar keine weiteren Impfungen.

    Ihre Einschätzung könnte so verstanden werden: Die Grundimmunisierung reicht gegenwärtig erst mal aus, das Boostern kann ich auch noch aufschieben, bis es einen neu angepassten Impfstoff gibt. Meinen Sie das wirklich so?

    Dazu diese Darstellung des NDR vom 17.1.22:

    "Irrtum 3: Die Impfstoffe wirken nicht mehr gegen Omikron, deshalb lohnt sich ein Booster gar nicht.

    Das ist ein fataler Irrtum! Denn mittlerweile weiß man ziemlich genau, dass die Impfung auch bei Omikron noch einen guten Schutz gegen die Krankheit Covid-19 bietet. Allerdings nur, wenn man auch geboostert ist."

    Allerdings wird leider auch diese Aussage des NDR vielfach missverstanden in dem Sinne, dass sich noch nicht gar nicht Geimpfte einreden, wenn sie bis jetzt noch nicht geimpft seien, dann nutzt es jetzt auch nichts mehr, sich Impfen zu lassen. Leider habe ich das im Gespräch mit Impf-Skeptikern mehrfach mir anhören müssen. In der zitierten NDR-Darstellung geht es aber darum, dass eine länger zurückliegende Corona-Schutzimpfung nicht ausreichend ist.

    Mit der Aussage, wir hätten im letzten Herbst die Chance vertan, die Corona-Impfpflicht einzuführen, bin ich überhaupt nicht einverstanden. Richtig ist, dass da eine Chance vertan wurde, die zum Beispiel in Österreich ergriffen wurde. Und in Deutschland zumindest in der Form einer einrichtungsbezogenen Impfpflicht. Aber die Chance eine allgemeine Impfpflicht einzuführen, ist nicht endgültig vertan. Im Gegenteil, die Chance eine Impfpflicht einzuführen besteht weiterhin und muss endlich auch umgesetzt werden. Sonst wird es nämlich in einem Jahr heißen: Die zweite Chance eine Impfpflicht einzuführen, wurde ebenfalls vertan.

    Diese zweite Chance ist jetzt zu ergreifen und darf nicht auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Wenn die Zahlen der Coronainfektionen wieder absinken wird, dann wird wieder mehr gereist und mehr gemeinsam gefeiert usw. und es wird weiter Infektionen geben, zunächst vielleicht erst mal nur wenige, aber sehr bald wieder deutlich mehr. Und das kann auch schon im Sommer auftreten. Ich fürchte wir wiegen uns in einer falschen Sicherheit, wenn wir glauben, der Sommer wird cool und dann ist es mit Corona ohnehin vorbei. Und wer trotzdem dran erkrankt, der muss keinen schlimmen Krankheitsverlauf mehr befürchten.

    Link zur NDR-Berichterstattung:

    Die drei häufigsten Irrtümer über Omikron - und was Fakt ist
    Omikron ist die vorherrschende Coronavirus-Variante in Deutschland. Manche Eigenschaften sind anders als bei der Delta-Variante, die zuvor die Pandemie…
    www.ndr.de

    Aber die nächste Virusmutation wird sich ja nicht wieder in Richtung der ursprünglichen Variante entwickeln, gegen die die bisherigen Impfstoffe entwickelt wurden. Im schlimmsten Fall bekommen wir es mit einer gefährlicheren Variante zu tun, gegen die die bisherigen Impfungen so gut wie gar nicht helfen. Die Frage, ob man auf dieser Basis eine Impfpflicht beschließen könnte, muss man sich stellen.

    Um es noch einmal ganz klar zu sagen und damit mir nicht das Wort im Mund verdreht wird: Ich bin ganz klar dafür, dass möglichst viele Menschen geimpft sind und ich halte auch die allgemeinen Maßnahmen für erforderlich, auch wenn es uns allen mittlerweile auf die Nerven geht. Ich habe nur Zweifel, ob eine Impfpflicht uns wirklich aus dem Schlamassel herausbringt.

    Lauterbach sagte dazu: "Es sei gut möglich, „dass wir es im Herbst mit einem mutierten Delta-Typ zu tun bekommen. Die Delta-Variante verändert sich gerade“, meint Lauterbach gegenüber der Bild. Menschen ohne Impfung seien davon stark gefährdet."

    Merkur.de vom 20.1.2022

    Aber auch für den Fall, dass es einen verbesserten oder aktualisierten Impfstoff geben wird, ist es doch wichtig die Impfpflicht jetzt zu beschließen, so dass sie noch deutlich vor dem Herbst greift. Ggf. muss die Option eingebaut werden, eine aktualisierten Impfstoff zu verimpfen. Gibt es eine Impfpflicht, die die Möglichkeit zulässt, einen aktualisierten Impfstoff zu impfen, werden dass wohl nur wenige ablehnen. Leider habe ich bei den FDP-Impfpflicht-Gegnern nicht den Eindruck, dass es Ihnen mit dem Impfen wirklich Ernst ist. Schön, dass sich das bei dir anders anhört.

    Und was Sie tun, ist mir die Worte im Mund zu verdrehen. Ich bin klar dafür, sich impfen zu lassen und ich habe nie behauptet, dass Impfungen nichts nutzen würden.

    Die Frage ist, was es uns aktuell und in nächster Zukunft hilft, diejenigen, die es absolut nicht wollen, dazu zu zwingen, sich mit den aktuell verfügbaren Impfstoffen impfen zu lassen. Wenn wir einen Impfstoff gegen die nächste dominierende Virusvariante hätten, würde ich ganz klar sagen: Ja bitte alle impfen. Aber eine Impfpflicht mit Impfstoffen, die gegen die Ausbreitung der aktuellen Variante nur wenig Schutz bieten? Dass die Impfung den persönlichen Schutz vor einem schweren Verlauf erhöht, ist für mich ebenfalls unbestritten. Aber darf man die Leute dazu zwingen?

    Die Taktik der FDP-Impfpflicht-Gegner ist doch folgende:

    Die Wirksamkeit der aktuell zur Verfügung stehenden Impfstoffe wird möglichst klein geredet, dafür aber das Recht auf körperliche Selbstbestimmung maximal gesetzt gegen eine Verpflichtung sich zum Schutz der Gesellschaft impfen zu lassen. Was ja zum Beispiel auch bedeutet zum Schutz der Kinder davor, noch weitere Monate mit Masken im Unterricht zu sitzen.

    Ich will Ihnen nicht die Worte im Mund umdrehen.

    Aber Sie schreiben gleich zum Anfang Ihres Beitrags:

    1. Gegen die aktuelle Omikron-Welle kommt eine Impfpflicht zu spät

    2. Gegen die aktuelle Omikron-Welle wäre auch eine frühere Impfpflicht ungeeignet gewesen

    Merkur.de vom 17.1.22:

    "„Omikron ändert die Spielregeln“, sagte Stephan Thomae, parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Fraktion, der Süddeutschen Zeitung. Schon vor der Omikron-Welle hatte sich der Allgäuer im Interview mit Merkur.de* skeptisch gegenüber einer allgemeinen Impfpflicht gezeigt. Nun sagte Thomae mit Blick auf Omikron, es gehe darum, „zum richtigen Zeitpunkt das Richtige zu tun.“"

    Es ist im Grund genommen eine Plattitüde, die der FDP-Politiker aber geschickt platziert.

    Diese Plattitüde bringt genau die beiden von Ihnen genannten Aussagen aus FDP-Sicht auf den Punkt:

    1. Falscher Zeitpunkt.

    2. Falscher Impfstoff.

    Tatsächlich verhält es sich so, dass aufgrund der relativ hohen Impfquote Omikron nicht in dem Maße zuschlagen konnte, wie es ohne Impfungen der Fall gewesen wäre.

    Und es spricht alles dafür, dass das auch im Falle einer weiteren Corona-Welle im Herbst 2022 der Fall sein wird. Dann wird die Wirksamkeit der bereits erfolgten Impfungen und Boosterimpfungen möglicherweise in einem noch höheren Maße unter Beweis gestellt als jetzt.

    Und dann wird aufgrund der Impfpflicht das Virus auf eine durch die Impfung besser vorbereitete Gesellschaft treffen als das jetzt der Fall ist.

    Wenn man die Impfpflicht aber nach der Manier einiger FDP-Angeordnete ablehnt mit der Begründung, man müsse erst mal abwarten, ob sich vielleicht noch ein besserer Impfstoff findet oder vielleicht der Virus ganz verschwindet, dann wird kostbare Zeit verspielt, die es braucht, um die Impfpflicht auf den Weg zu bringen und umzusetzen.

    Es ist wichtig die Impfpflicht jetzt auf den Weg zu bringen, denn wenn erst wieder am Start der nächsten Welle dazu Beschlüsse gefasst werden sollen, dann wird es wieder heißen: Warten wir mal ab.

    Und die Kinder werden wieder mit Masken im Unterricht sitzen und es werden wieder zahlreiche Veranstaltungen ausfallen müssen und es wird weiter zusätzlich zur Fahrkarte der Kauf eine FFP2-Maske nötig sein, um den ÖPNV benutzen zu dürfen ...

    Vieles davon sind Dinge, die ein FDP-Politiker oder einer seiner Wähler nicht weiter betreffen wird.

    Wir werden leider mit der Welle wenn die aktuellen Zahlen stimmen, kaum über 20% Infektionsrate kommen, der nächste Herbst und Winter ist also ohne viel Impfen schon absehbar wieder ein Problem.

    Es ist möglicherweise auch kein besonders guter Corona-Schutz, sich mit der Omikron-Variante einmal infiziert zu haben. Zumindest dann, wenn die Befürchtungen eintreffen, dass eine weitere Corona-Welle im Herbst sich so auswirkt, dass Geimpfte und Geboosterte deutlich besser geschützt sind als einmal oder keinmal Geimpfte die einmal von Omikron infiziert wurden.

    Der große Fehler in der Debatte um die Impfpflicht war, dass man sie anfangs kategorisch ausgeschlossen hat. Natürlich ist es besser, wenn sich freiwillig genügend Menschen impfen lassen, aber ich verstehe nicht, wie man eine Impfpflicht generell ausschließen konnte. Das hat viel Vertrauen zerstört und gibt den Anti-Impf-Schwurblern nur zusätzlichen Rückenwind.

    Da stimme ich dir zu. Allerdings lag auch damals schon der verdacht nahe, dass damit, dass das Wort "Impfpflicht" ausgesprochen war, das Thema auch auf der Agenda stand. Auch wenn das Wort "Impfpflicht" zunächst mit "ausgeschlossen" verknüpft wurde. Man hatte wohl gehofft, das Impfen damit beschleunigen zu können, indem man eine Impfpflicht als "ausgeschlossen" bezeichnet.

    Denn hätte man gleich davon gesprochen, dass geplant sei, eine Impfpflicht einzuführen, dann hätten sehr viele Menschen sich gesagt: Na warten wird doch erst mal ab, was da genau beschlossen wird. Vorher werde ich mich nicht impfen lassen.

    Ich war ja anfangs auch eher für eine Impfpflicht, aber meine Meinung ändert sich gerade.

    1. Gegen die aktuelle Omikron-Welle kommt eine Impfpflicht zu spät

    2. Gegen die aktuelle Omikron-Welle wäre auch eine frühere Impfpflicht ungeeignet gewesen

    Der große Fehler in der Debatte um die Impfpflicht war, dass man sie anfangs kategorisch ausgeschlossen hat. Natürlich ist es besser, wenn sich freiwillig genügend Menschen impfen lassen, aber ich verstehe nicht, wie man eine Impfpflicht generell ausschließen konnte. Das hat viel Vertrauen zerstört und gibt den Anti-Impf-Schwurblern nur zusätzlichen Rückenwind.

    Den "Anti-Impf-Schwurblern", wie du sie nennst, zusätzlichen Rückenwind geben, das tust du aber selbst genau so, wenn du die Thesen in den Raum stellst, dass 1. gegen die aktuelle Omikron-Welle eine Impfpflicht zu spät komme.

    Und 2. gegen die aktuelle Omikron-Welle wäre auch eine frühere Impfpflicht ungeeignet gewesen wäre.

    Vielmehr spricht meines Erachtens einiges dafür, dass die hohe Anzahl von Geimpften (leider ist die Zahl immer noch nicht hoch genug) überhaupt erst dazu beigetragen hat, dass die Omikron-Variante mit einem milden Krankheitsverlauf einhergeht. Dass jetzt deutlich mehr Infizierte gezählt werden, bedeutet doch nicht, dass die Impfungen nichts genutzt hätten. Das sind Versatzstücke aus der Rhetorik der Impfgegner.

    Fakt ist dagegen, dass eine weitere Corona-Welle im Herbst '22 deutlich weniger heftig ausfallen wird, wenn jetzt endlich die Impfpflicht beschlossen wird und zwar so, dass dadurch die Anzahl der Impfungen noch mal deutlich gesteigert werden kann.

    Andernfalls ist absehbar, dass es erneut Einschränkungen geben wird, die nicht sein müssten, wenn jetzt endlich die Impfkampagne Fahrt aufnimmt, so wie es nur mit einer Impfpflicht möglich ist.

    Das Gerede von "Impfungen kämen zu spät" und "Impfungen sind eventuell gegen neuere Corona-Varianten nicht wirksam", ist nach meiner Beobachtung eine Hinhaltetaktik der FDP und auch manchen CDU-Vertreter*innen mit dem durchsichtigen parteitaktischen Versuch, sich in bestimmten Kreisen der Bevölkerung als Alternative zur AfD zu etablieren.

    Die Argumentation von manchen FDP-Vertretern, "Man wisse ja gar nicht, ob die Impfungen helfen würden.", erinnert mich sehr an deren Rhetorik gegen ein generelles Tempolimit auf Autobahnen: "Es sei ja gar nicht erwiesen, dass ein generelles Tempolimit dazu beitragen würde, die Zahl tödlicher Unfälle zu reduzieren."

    Trotz Omikron -In Dänemark und England fallen die Masken

    ZDF vom 27.01.2022:

    "Täglich Zehntausende neue Fälle. Omikron die vorherrschende Variante. Nichtsdestotrotz sagen Großbritannien und Dänemark so gut wie allen Corona-Maßnahmen: Goodbye und Farvel."

    Trotz Omikron : In Dänemark und England fallen die Masken
    Täglich Zehntausende neue Fälle. Omikron die vorherrschende Variante. Und dennoch sagen Großbritannien und Dänemark fast allen Maßnahmen Goodbye.
    www.zdf.de

    Ein wenig genauer berichten die Stuttgarter Nachrichten vom 27.1.2022:

    "Freedom Day 2.0 Dänemark und Großbritannien beenden fast alle Corona-Maßnahmen"

    Freedom Day 2.0: Dänemark und Großbritannien beenden fast alle Corona-Maßnahmen
    Großbritannien und Dänemark gehörten zu den ersten Ländern in Europa, in denen Omikron zur vorherrschenden Variante in der Pandemie wurde. Beide Länder…
    www.stuttgarter-nachrichten.de

    In dem Artikel wird auch die Maskenpflicht in Bus und Bahn angesprochen:

    "Maskenpflicht in Bus und Bahn bleibt

    In der britischen Hauptstadt London gilt weiterhin in Bahnen und Bussen eine Maskenpflicht. Auch einige Supermärkte rufen ihre Kunden weiterhin dazu auf, eine Maske zu tragen."

    Viele Millionen Menschen benutzen weltweit Bus und Bahn. Das sind echte Alltagshelden! Denn der ÖPNV ist ein wichtiger Baustein, der für nachhaltige Mobilität steht. Eine Nachrichtenberichterstattung, die so tut, als würden überall die Schutzmaßnahmen gegen eine Corona-Infektion fallen und wo dann quasi im Nebensatz steht, nur im ÖPNV gilt weiterhin die Maskenpflicht, ist für die Tonne. Wie soll ich das als Mensch, der den ÖPNV benutzt denn verstehen? Werde ich bei einer solchen Berichterstattung überhaupt noch als Mensch wahrgenommen?

    Fast gleichzeitig berichtet der rnd am 24.1.2022:

    "FFP2-Maskenpflicht im Auto gekippt"

    FFP2-Maskenpflicht im Auto gekippt: Hannover kommt Gericht zuvor
    Die FFP2-Maskenpflicht in Privatautos ist in der Region Hannover nicht mehr gültig. Geklagt hatte ein Anwalt aus Linden, der anführte, die entsprechende…
    www.rnd.de

    In dem Artikel wurden unter anderem diese Gründe für den m. E. zweifelhaften "Erfolg" des Anwaltes genannt:

    "Ansteckungen bei Privatfahrten seien nicht nachgewiesen. Auch sei die Angemessenheit fraglich gewesen, weil der Impfstatus bei der Maßnahme keine Rolle spielte."

    Ich will jetzt keine wissenschaftlichen Belege darüber anführen, ob die eine oder andere Maßnahme angemessen oder übertrieben ist. Meines Erachtens wird einmal mehr offensichtlich die Autonutzer privilegiert. Sollte es sich so verhalten, dass bei gemeinsamen Autofahrten mit Nicht-Haushaltsangehörigen ohne Masken eine Covid-2-Infektion stattfindet, dann ist mein Mitleid mit den Betroffenen begrenzt. (Um das mal höflich zu formulieren.)

    Fazit: Mit ÖPNV-Nutzern kann man umspringen wie man will. Ihnen mutet man alleine Einschränkungen zu, um die Corona-Ausbreitung zu bremsen. (Maskenpflicht bei Benutzung des Verkehrsmittels.) Dabei wird bisweilen so getan, als gäbe es diese Einschränkungen gar nicht mehr, auch dann wenn sie weiter fort bestehen. Auto-Nutzer*innen jedoch sind sakrosankt. Häufig wird der Autoverkehr sogar gefeiert als die das Fortbewegungsmittel, dass zur Eindämmung von Corona beiträgt. <X

    Was übrigens erwiesenermaßen nicht stimmt, weil Autofahrende sich so sicher wägen, benutzen sie ihr Fortbewegungsmittel häufig dazu, sich an andere Orte zu begeben, wo sie mit Menschen eng zusammen sind, was das Ausbreiten von Corona begünstigt.

    Noch eine Einschränkung im ÖPNV: Bei einigen Verkehrsgesellschaften werden die vorderen Omnibustüren nicht geöffnet. Dabei könnte ein Fahrgästestrom von vorne (Einstieg) nach hinten (Ausstieg) dazu beitragen, Kontakte zu vermeiden.

    Bei Betrachtung des fertigen Beitrages fällt mir auf, dass bei beiden Berichten eine Maske gezeigt wird, die auf dem Boden liegt.

    Gibt es für so was keine Abfalleimer?
    Vor allem aber: Wenn man bedenkt, dass gerade Menschen mit niedrigem Einkommen besonders hart getroffen sind von den Kosten für die Masken, die sie im ÖPNV benutzen müssen, und sogar dann immer noch benutzen müssen, wenn in den falschen Überschriften einer fahrlässigen Berichterstattung davon geschwärmt wird, die Corona-Beschränkungen seien gefallen, dann ist das äußerst zynisch.

    Habe gerade meine Fotosammlung durchblättert und diese Aufnahme gefunden, die die Fahrradstraße Kleestraße zeigt:

    Die Kleestraße führt an der Eilenriede entlang und ist früher einmal eine Straße gewesen, heute eine Fahrradstraße. In ihrem vorderen Teil (im Stadtteil Kleefeld) hat sie auf der Häuserseite einen Bürgersteig. In diesem Teil auf der einen Seite Wald, auf der anderen Seite einen Sportplatz und Schrebergärten, hatte die Straße noch nie einen richtigen Bürgersteig (allerdings einen parallel geführten Spaziergängerweg im Wald auf der anderen Seite des Grabens rechts im Bild. Link zu google-Satellitenbild:

    Google Maps
    Find local businesses, view maps and get driving directions in Google Maps.
    www.google.com

    Neulich ist mir dieses Fußweg-Schild aufgefallen, dass quasi einen Fußweg im Rasenstreifen neben der Fahrbahn anzeigt. Vermutlich stand es aber schon da, bevor die Kleestraße vor wenigen Jahren Fahrradstraße wurde. Bedeutet das jetzt, dass in dem Fall, dass ich von einem Auto oder Fahrrad angefahren werde (Autoverkehr ist zulässig in der Straße aber es findet tatsächlich nur wenig Autoverkehr statt), dass ich dann als Fußgänger eine Mitschuld bekomme wenn ich nicht auf dem "Dreckstreifen" neben der Fahrbahn gegangen bin?

    Dann ist mir die Fahrradstraße-Lösung in Jena ja noch lieber. Da habe ich als Fußgänger gar nicht erst die Wahl, in einem "Dreckstreifen" neben der Fahrbahn zu gehen.

    In Berlin wurde die Verfolgung privater Ordnungswidrigkeitenanzeigen beinahe komplett eingestellt:

    https://plus.tagesspiegel.de/berlin/anzeige…mer-377017.html

    Es wird der Tag kommen - mein Gerechtigkeitssinn lässt keine andere Zukunftsvision zu - da wird es keine Privat-KFZ mehr geben, in der Stadt nicht und auf dem Land auch nicht.

    Und dann werden die alten Scheusale aus ihren Löchern gekrochen kommen und behaupten, es sei doch eigentlich nie ein Problem gewesen mit den Autos. Das seien doch alles nur "Ammenmärchen" oder gar böswillige Verleugnungen, dass in den Städten einmal die Autofahrer Gehwegabsenkungen und Kreuzungsbereiche zugeparkt hätten oder durch Ortsdurchfahrten viel zu schnell gefahren seien und so Fußgänger*innen in Gefahr gebracht hatten. Dann hole ich meine Foto- und Video-Sammlung hervor, die die Wahrheit ungeschminkt zeigt, wie Menschen in "Mords-Mobile" steigen und zu Raser :evil: werden oder diese tonnenschwere Blechkisten dem Fußverkehr in den Weg stellten. :saint:

    Und die Frage bzgl. Fußgängern geht mir auch nicht aus dem Kopf: Sie müssen sich jetzt nach den allgemeinen Regeln des Latschens auf Fahrbahnen richten. Es gibt ja keine Sonderwege für sie und die Fahrbahn ist jetzt schon zu schmal für eine Fahrradstraße.

    Gibt es denn in Jena einen aktiven Fuß e.V., der sich zu der Neubeschilderung geäußert hat?

    Oder haben Fußgänger in anderer Form dazu Stellung bezogen?

    Aus Fahrradfahrersicht ist es keine glückliche Lösung, einen gemeinsamen Fuß- und Radweg zu einer Fahrradstraße umzuschildern, wenn in der Straße keine exklusiven Fußgängerflächen vorhanden sind.

    Die Fußgänger sind ja trotzdem vorhanden. Und Sinn der Fahrradstraße soll es ja sein, den Autoverkehr zu minimieren und/oder zu einem rücksichtsvolleren Verhalten gegenüber Fahrradfahrenden zu verpflichten. Die Fahrradstraße soll nicht dazu dienen, die Bedingungen für den Fußverkehr zu verschlechtern.

    Denn Fuß- UND Fahrradverkehr (und ÖPNV) sind Verkehrsarten, die eine nachhaltige Mobilität für Alle ermöglichen.

    Das verbietet es, den Fußverkehr gegen den Radverkehr und umgekehrt gegeneinander in Stellung zu bringen. Das könnte allenfalls einem "schurkischen" Verkehrsplaner in den Sinn kommen, der versucht die beiden Verkehrsarten Fuß- und Radverkehr gegeneinander auszuspielen.

    "30. Januar 2022: “Wir zittern um unsere Zukunft” steht auf dem Banner der BUNDjugend, mit anderen Worten: Das bisschen kaltes Wasser ist nichts gegen die Angst vor einer Zukunft, die vor uns liegt, wenn alle einfach weitermachen wie bisher. Zum Beispiel damit, Straßen auszubauen und Biodiversität zu vernichten. Gut 20 Menschen sind für diese Aussage in den kalten Dreiecksteich gesprungen.

    Insgesamt haben uns heute gut 100 Menschen auf der Infotour begleitet. Rekord! Nächsten Sonntag wollen wir noch mehr sein: Für die FFF-Menschenkette entlang der Strecke brauchen wir euch alle."

    Leinemasch BLEIBT – Kein Ausbau des Südschnellwegs

    Hier der Link zu einem der Fotos auf Leinemasch bleibt:

    https://leinemaschbleibt.de/wp-content/uploads/2022/01/DSC03521-1-1024x630.jpg

    Auf was sollte man eigentlich bei einer guten Fahrrad Gangschaltung achten?

    Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht?

    Im Falle einer Nabenschaltung lohnt es sich in Erfahrung zu bringen, ob die Gangschaltung zugelassen ist für Tandems und Transportfahrräder. Das ist nicht bei allen Nabenschaltungen der Fall. Mein Fahrradhändler sagte, dass die für Transportfahrräder und Tandems zugelassenen Nabenschaltungen länger halten und robuster sind, nicht nur in Bezug auf das Schalten, sondern auch in Bezug auf das Bremsen.

    Aber eigentlich ist das doch ein Fahrrad-technisches Thema, zum Beispiel hier:

    Malte
    22. Januar 2017 um 15:53

    Ich habe die Polizei informiert, weil wegen des Sturms noch weitere Absperrungen und Verkehrszeichen umgeweht wurden. Vielleicht wollte beim VZ 267 nur jemand "helfen".

    Hast du gut gemacht! :)

    Ich hatte 112 angerufen, weil ich dachte, umgestürzte Baustellenzäune, die Fuß- und Radwege blockieren, sind eine Sache für die Feuerwehr.

    Bei der 112-Zentrale sagte man mir, dass man den Hinweis an die Polizei weiter geben würde, weil die bei so was zuerst ausrücken würden, um sich ein Bild vor Ort zu machen. Mir wurde zwar nicht direkt gesagt, ich hätte die falsche Nummer gewählt, aber es kam mir so vor.

    Andererseits kann ich mich an eine Schilderung eines Bekannten erinnern, der einen Rauchmelder aus einem Haus piepen hörte. Er hatte dann dort geklingelt, aber niemand hat geöffnet. Er hatte dann 112 angerufen, und lag damit richtig. Die Feuerwehr rückte dann nur einige Minuten später an und sind mit Atemschutz und Messgeräten ins Haus.

    Hier darf nur einer Bäume fällen: Der Biber!

    Bild: Südschnellweg-Leinebrücke, diese soll wie die gesamte Strecke von 15 auf 25 m verbreitert werden.

    Leinemasch BLEIBT – Menschenkette am 06.02.

    Mitten durch das Naherholungsgebiet Leinemasch soll der Südschnellweg autobahngleich ausgebaut werden. Das torpediert die Verkehrswende und killt Klimaziele! Kommt deshalb am 06.02. um 14:30 zur Menschenkette am Kiosk beim Dreiecksteich !

    Fridays for Future ruft zur Beteiligung an der Menschenkette gegen den Südschnellweg-Ausbau auf!

    FridaysforFuture Hannover
    Wir sind FridaysforFuture Hannover.
    fridaysforfuture-hannover.de

    Der Biber fällt übrigens nicht einfach wahllos irgendwelche Bäume, sondern gezielt die schnell wachsenden Weiden, deren Rinde, Blätter und Knospen ihm zur Nahrung dienen!

    Um den umtriebigen Biber davon abzuhalten, zu viele Bäume sich anzueignen, werden diese mit Drahtzäunen geschützt. So werden Biber-Ansiedlungen verhindert, die zu groß zu werden drohen.

    Im Gegensatz dazu sollen für den Südschnellwegausbau 13 Hektar Wald gerodet werden. Darunter zahlreiche Bäume, die anders als Weiden viele Jahrzehnte brauchten, um groß zu werden. Lasst und am Sonntag, 6.2.2022 einen Menschen-Zaun bilden!

    Leinemasch BLEIBT – Kein Ausbau des Südschnellwegs

    Fahrradverkehr im Bereich von Bushaltestellen - leider kein Einzelfall. Auch reine Hochbordfahrradwege werden oft direkt an den Omnibustüren entlanggeführt.

    Selbst dann, wenn wie in dem gezeigten Beispiel aus München genug Platz wäre um den Fahrradweg in einem weiten Schwenk um den unmittelbaren Ausstiegsbereich herum zu führen.

    Zu der von Yeti ausgewählten Szene aus dem Film mit Beispielen aus Hamburg: Die Aussage, "der Radweg endet hier", ist doch richtig. Denn er endet tatsächlich. Allerdings wird er als Gemeinsamer Fuß- und Radweg fortgesetzt. Dieser Hinweis wird nicht gegeben. Das ist aber meines Erachtens nur von geringer Bedeutung. Auch in dem Fall, dass dort kein Gemeinsamer Fuß- und Radweg als Fortsetzung ausgeschildert wäre, würden dort vermutlich rund 90% der Fahrradfahrer*innen ihre Fahrt auf dem Hochbord fortsetzen, einfach deshalb, weil es für sehr viele Fahrradfahrer*innen gefühlt dort weitergehen müsste für Fahrradverkehr.

    Dass der Gemeinsame Fuß- und Radweg mitten durch den Wartebereich einer Haltestelle führt ist problematisch, aber bei weitem kein Einzelfall. Auch reine Hochbordradwege [Zeichen 237] führen leider häufig direkt durch den Omnibus-Ausstiegsbereich. Und dass sowas Murks ist, ist ebenfalls richtig, aber in dem Film geht es ja auch nicht um die optimal gestaltete Radverkehrsinfrastruktur im Bereich von Omnibushaltestellen.