Beiträge von Ullie

    Aber allen elf war auch gemein, dass ihnen gar nicht so richtig klar war, dass sie sich jedes Jahr ein neues Versicherungskennzeichen besorgen müssen.

    Was ist zentraler Bestandteil deiner Gefährder-Ansprache, die ja offensichtlich sehr erfolgreich ist?

    Mir scheint der Hinweis wichtig, dass es nicht ausreicht eine normale Haftpflichtversicherung zu haben, für die Fälle in denen man aus Schusseligkeit einen Unfall mit dem E-Scooter verursacht. Bei einem Fahrrad reicht das, bei einem E-Scooter würde die normale Haftpflicht vermutlich nicht zahlen. Und dann kann es richtig teuer werden. Vermutlich vertrauen die Verkehrsbehörden darauf, dass das hinreichend kommuniziert wird. Findet aber anscheinend nicht statt (außer durch deine Beiträge, hier im Forum :thumbup: ), oder es kommt offensichtlich bei vielen nicht an, oder es wird nicht allzu ernst genommen.

    Großes Ärgernis für verletzte Unfallopfer, die von einem E-Scooter umgefahren werden: Wenn bei dem Unfallverursacher nichts zu holen ist und sein Fahrzeug nicht versichert war, wirds kompliziert mit den Aufwendungen fürs gesund werden.

    Wie ist das eigentlich, wenn so ein E-Scooter verkehrsgefährdend im Weg rumliegt oder steht und man darüber stolpert? Besteht ggf. die Chance auf Versicherungsleistungen?

    Angesichts der Nachrichten aus Kassel von mutwillig zerstörten Fahrradbügeln, stellt sich die Frage, ob die Proteste der Klimaaktivisten mit Festklebe-Aktionen nicht viel zu harmlos sind.

    Zumal: das Demolieren von Fahrradbügeln durch Autofahrende ist ja nur die Spitze des Eisberges.

    Die Autofahrerschaft versucht derzeit, die Proteste gegen den Autowahn als so eine Art Angriffshandlung darzustellen. Tatsächlich sind es die Autofahrenden, die angreifen und Tag für Tag Trümmer, Verletzte und Tote verursachen.

    Und nicht nur das: Tempo-Kontrollanlagen, die einen Beitrag leisten können, die schlimmen zerstörerischen Aktivitäten von Autofahrenden zumindest ein wenig einzudämmen, werden ebenfalls von Autofahrenden zerstört. Immer wieder, schon seit Jahren! Bezeichnenderweise wird darüber kein Buch geführt: "Wie viele Attacken auf Blitzer es pro Jahr in Deutschland gibt, wird nach Angaben des Bundeskriminalamtes nicht erhoben. Die Fälle fließen unter Sachbeschädigung in die Statistik ein." Der Stern vom 3.4.21

    Mit Spraydose, Spitzhacke oder Schusswaffe: So massiv werden Blitzer in Deutschland traktiert
    "Hat der mich gerade erwischt?“ Das haben sich wohl die meisten schon gefragt, wenn sie einen Blitzer passiert haben. Aber mancher übertreibt es mit der Wut…
    www.stern.de

    An diesem Blitzer im Landkreis Schaumburg kam ich zufällig genau zu dem Zeitpunkt vorbei, als ein Reparaturteam den Schaden begutachtete. Die waren sich sicher, dass die sehr massive Säule mit einem Seil und einem Zugfahrzeug in Schieflage gebracht wurde.

    So sah es vorletzte Woche Dienstag (21.2.23) am Streiktag auf Hannovers Radwegen aus:

    Ca. 50 % höherer Andrang als an anderen Tagen.

    Und kommende Woche wird erneut im ÖPNV gestreikt:

    "Von Betriebsbeginn ab etwa 3 Uhr am Dienstagmorgen bis Betriebsschluss um etwa 1 Uhr in der darauffolgenden Nacht werden Busse und Bahnen nach Angaben der Verkehrsbetriebe Üstra still gelegt. Fahrgäste sollen auf andere Verkehrsmittel ausweichen und auf nicht unbedingt notwendige Fahrten verzichten."

    aus: NDR vom 9.3.21: Warnstreik bei Üstra in Hannover: Dienstag keine Busse und Bahnen

    Warnstreik bei Üstra in Hannover: Dienstag keine Busse und Bahnen
    Im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes setzt die Gewerkschaft ver.di ihre Warnstreiks nächste Woche fort. Am Dienstag werden Busse und Bahnen in Hannover…
    www.ndr.de

    Es wird doch auch in anderen Städten gestreikt. Bewirkt das dort auch eine Zunahme des Fahrradverkehrs?

    Da bist du wohl auf der Seite der Gewinner. Landauf, landab sehen alle das Heil in "mehr Radwegen". Von Autos-raus-aus-Städten-und-Dörfern ist so gut wie nichts mehr zu hören. Die Verkehrswende-Aufbruchstimmung ist dahin, ...

    Viel lieber wäre ich auf der Seite der Verlierer! Will heißen: Wir brauchen keine Radverkehrsinfrastruktur mehr, weil das Mobilitätssystem Privat-KFZ-Verkehr komplett ausgedient hat und verschwunden ist.

    In Spanien habe ich einmal vor vielen Jahren einen Stierkampf besucht. Keinen in einer riesengroßen Arena, mehr so ein kleiner beim jährlichen Dorffest. Dabei ist es üblich, dass die jungen Leute vor dem eigentlichen Stierkampf ein kleines Spektakel machen und sich mit einer Kuh in der Arena aufhalten, die durchaus auch mal Anlauf nimmt und richtige Hörner hat. So eine Art Mutprobe.

    Hier ein paar Beispiele:

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    Eigentlich lehne ich Stierkämpfe ab, aber trotzdem hatte ich die Gelegenheit nutzen wollen, herauszufinden, was viele Menschen so toll daran finden. Und an der Stelle, an der die jungen Leute mit der Kuh kämpften, dachte ich mir, wenn die ihre überbordenden Hormone damit stillten, mit einer Kuh zu kämpfen und dafür keiner mehr Auto fahren würde, dann könnte ich glatt vergessen, dass es so was wie Tierschutzgesetze gibt. Aber leider ist es nicht so, vielleicht findet sogar das Gegenteil statt: Der in der Arena ausgelebte Jagdtrieb kompensiert nicht die Lust am Autofahren. Vielleicht wird diese Lust sogar noch angeheizt.

    Auf der Hans-Böckler-Allee in Hannover würde eine solche Kombispur wie in Kopenhagen nicht funktionieren:

    Nicht nur in den Hauptverkehrszeiten sieht es auf der Hans-Böckler-Allee oft so aus: (Bzw. die Hauptverkehrszeiten sind auf der Hans-Böckler-Allee sehr, sehr lang.)

    Eine Lösung, die mir in Kopenhagen gut gefallen hat und die dort von allen akzeptiert wurde, sind die Kombispuren. Der Radweg geht dabei in die Rechtsabbiegespur über. Das hat zumindest dort (Verhältnis Fahrrad : PKW mindestens 1:1) sehr gut funktioniert.

    Mag sein, dass das in Kopenhagen gut funktioniert mit der Kombispur auf deinem Foto.

    Wo das Verhältnis PKW-Fahrrad 1:1 ist.

    Aber schau dir mal das Bild von der Hans-Böckler-Allee in Hannover an.

    Da müsste schon einiges passieren, dass das Verhältnis 1:1 ist.

    Aber selbst wenn es so wäre, die Fahrradfahrer würden dann ja zwischen den Schlange stehenden Autos stehen. Ich bin nur froh, dass es an der Hans-Böckler-Allee breite Fahrradwege gibt, auf denen ich an der dreispurigen Autoschlange vorbeifahren kann!

    Aber natürlich würde ich mich noch mehr freuen, wenn es dort nicht diese täglichen Autoschlangen auf zwei, drei und an manchen Stellen sogar fünf Spuren gäbe. Die gibt es aber - leider! Und die gäbe es auch dann, wenn man den Radweg unterpflügt.

    Trotzdem finde ich die Kopenhagener Kombispur für rechtsabbiegende Autos in Kombination mit Fahrrädern interessant. Was mir allerdings noch nicht so ganz klar geworden ist: Die Kombispur ist doch so gedacht, dass Fahrradfahrende rechts abbiegen oder geradeaus fahren können, Autos aber nur rechts abbiegen können. Aber wie sieht es auf der anderen Seite der Kreuzung aus? Gibt es dann dort einen Fahrradweg oder ein Radfahrstreifen, sodass geradeaus fahrende Fahrradfahrer*innen nicht gezwungen sind, sich zwischen die geradeaus fahrenden Autos einzureihen, die auf der Geradeausspur für Autos gestartet sind?

    Eine Möglichkeit ist die Abschaffung der Radwegebenutzungspflicht. Allerdings vermute ich, dass das alleine nicht viel bewirken wird. Dazu gibt es einfach zu wenige Fahrradfahrer, die bereit wären, dann dem Autoverkehr auf der Fahrbahn Paroli zu bieten. In Hannover gibt es ja Hochbord-Radwege, bei denen die Radwegebenutzungspflicht aufgehoben wurde, indem diese Schilder [Zusatzzeichen 1022-10] benutzt wurden, um die alte Ausschilderung [Zeichen 241-30] zu ersetzen. Und es gibt zahlreiche Angebots-Hochbordradwege, die entweder nie beschildert waren oder bei denen diese Schilder [Zeichen 241-30] abgehängt wurden. Trotzdem wird von der weit überwiegenden Mehrzahl der Fahrradfahrer*innen der Hochbordradweg weiter benutzt.

    Und zwar nicht zuletzt deshalb:

    Es ...

    ... werden die Autos nicht weniger, sondern mehr. Und breiter. Und größer...

    Und ich befürchte, dieser Trend ist nicht dadurch aufzuhalten, dass Fahrradfahrer*innen vermehrt auf der Fahrbahn fahren. (Trotzdem finde ich das Fahrbahn-Radfahren Okay!)

    Finde den Fehler (Hinweise in auffälligem rot hervorgehoben).

    Aber vielleicht sollte man lieber auf die roten Radwegfurten noch gelbe Punkte malen, damit sie mehr auffallen.

    Entschuldige Yeti,

    aber wenn ich die Antwort so verstehen soll, dass die Fahrradfahrerin besser daran getan hätte, auf der zweispurigen Ausfallstraße, im Kreuzungsbereich dreispurig, gemeinsam mit dem Autoverkehr auf der Fahrbahn zu fahren, anstatt auf dem Radweg, dann ist dein Beitrag ein besonders krasser Fall von "Blamiere das Opfer". Die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf dieser Fahrbahn stadtauswärts ist 50 km/h. Nach meiner Beobachtung wird jedoch zum Teil deutlich schneller gefahren.

    Aber so hast du es ja sicher nicht gemeint. Ich denke doch, dass wir uns darin einig sind, dass das Fahrradfahren auf der Fahrbahn zwar in vielen Fällen von Vorteil ist, aber nicht unbedingt die ratsame Wegewahl auf einer mehrspurigen Ausfallstraße darstellt.

    Selbstverständlich halte ich es für besser, wenn solche Autowahn-Ungetüme zurückgebaut werden und eine Straße zur Verfügung steht, auf der bei einem niedrigen Tempo (Tempo 30 oder 25) bei wenig Autoverkehr das Fahrradfahren im Mischverkehr angenehm ist. Aber solange es solche Autoverkehrs-Monster gibt, ist ein separater Hochbord-Radweg eine gute Sache. Eine andere Möglichkeit wäre es, jeweils eine der beiden Fahrspuren umzuwandeln in einen breiten Radfahrstreifen. Beispiele dafür gibt es in der Region Hannover. Aber dafür, dass es das noch nicht überall gibt, kann ja das Opfer nichts.

    An dieser Stelle ereignete sich der tödliche Unfall:

    Mapillary cookie policy use

    Ein*e Fahrradfahrer*in auf der rechten Fahrspur, also die für den Geradeaus- und Rechtsabbiegeverkehr ist auch gefährdet, wenn ein Fahrzeug von der mittleren auf die rechte Fahrspur wechselt. Und auf der mittleren Fahrspur würde ich mich als Fahrradfahrer*in nicht einordnen.

    Mal wieder ist ein Fußball-Spiel angesagt: Die Verkehrsverwaltung bittet eindringlich um Anreise mit den Öffis. Trotzdem reisen viele mit dem Auto an. Obwohl ausdrücklich davor gewarnt wurde, mit dem Auto anzureisen. Es kommt zu einem Verkehrsstau. Werden jetzt die Fahrer*innen dieser Autos angeklagt, "Anhänger einer terroristischen Vereinigung" zu sein, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Verkehrsstaus herbeizuführen?

    Gilt eine von einem Gasmotor angetriebene Wärmepumpe im Sinne des Gesetzes als Gasheizung ?

    Nur mal so aus Interesse:

    Ein Kühlschrank ist im Prinzip auch eine Wärmepumpenheizung. In einem Raum (im Kühlschrankinnenraum) wird es kalt, in dem Raum, in dem der Kühlschrank steht, wird es warm.

    Und es gibt doch schon sehr lange Kühlschränke für den Campingurlaub, die mit Propangas betrieben werden.

    Ist eine solche Wärmepumpenheizung, wie sie in deinem Link beschrieben wird, vergleichbar mit einem Kühlschrank, der mit Propangas betrieben wird?

    In dem Link steht, ein Gasmotor treibt den Verdichter der Wärmepumpe an. Ist das bei einem Camping-Kühlschrank auch so?

    Gab es nicht schon ein Zwangsumstellung von normaler Gas- auf Brennwertheizung?

    In meiner Mietbude gibt's Fernwärme, daher kenne ich mich da nicht so gut aus, aber ich meine, die anstehende wäre nicht die erste Zwangsumstellung ...

    Ganz ohne "Zwangsumstellung" habe ich jetzt meinen alten Kondenstrockner gegen einen neuen Wärmepumpentrockner getauscht. Der Installateur sagte mir, das betagte Gerät könne zwar noch mal repariert werden, aber erstens teuer und zweitens Folgereparaturen jetzt schon absehbar.

    Ein neuer Wärmepumpentrockner ist zwar erst mal teurer als die früheren Kondenstrockner, aber je nach Nutzungshäufigkeit ist das Geld bald wieder eingespielt:

    "Der Unterschied in den Energieeffizienzklassen zeigt sich natürlich auch beim Stromverbrauch: Wärmepumpentrockner in der besten Klasse A+++ verbrauchen bis zu 70 Prozent weniger als Kondenstrockner der Klasse B. Dadurch sparen Sie mit einem Wärmepumpentrockner auch jede Menge Stromkosten."

    https://www.enbw.com/blog/wohnen/en…e%20Stromkosten.

    Bei einer so hohen Stromersparnis frage ich mich, ob die alten Kondenstrockner überhaupt noch hergestellt werden dürfen.

    Meine Güte!

    An der Kreuzung fehlt überhaupt nichts. Als letztes fehlen da Rotmarkierungen.

    Da ist eindeutig einiges zu viel:

    Da freue ich mich aber drauf, dass Schwachzocker kommt und hier abräumt! Wurde aber auch Zeit.

    Hier ein Satellitenbild von dem Augias-Stall, den du ausmisten willst, Herkules ;) :

    Google Maps
    Find local businesses, view maps and get driving directions in Google Maps.
    www.google.com

    Der Unfall ereignete sich an der Ecke mit dem Bürogebäude mit dem großen grauen rechteckigen Dach.

    Die Fahrradfahrerin fuhr auf dem Fahrradweg an der Hans-Böckler-Allee entlang.

    Der LKW fuhr parallel und bog dann an dieser Ecke nach rechts in die Seligmannallee ein.

    MeineStadt.de berichtet, dass die Unfallkommission folgende Maßnahmen für die Hans-Böckler-Allee beschlossen hat:

    "Der tödliche Unfall vom Januar dieses Jahres ist jedoch Anlass, die Sicherheit der Verkehrsteilnehmenden weiter zu verbessern. So sollen nun zur Erhöhung der Aufmerksamkeit für den Radverkehr die Radfahrfurt rot eingefärbt und mit weißen Pfeilen versehen werden. Außerdem soll ein sogenannter "Trixi-Spiegel" installiert werden, um die Sicht zwischen abbiegenden Kraftfahrenden und den Radfahrenden zu verbessern."

    https://aktuell.meinestadt.de/hannover/polizeimeldungen/1282721

    Entsprechend der Auskunft, die ich vom Fachbereich Tiefbau erhalten hatte, war es allerdings ohnehin geplant, die Furt mit einer Rotmarkierung zu versehen. (siehe oben)

    Besonders interessant ist jedoch, worüber nicht berichtet wird:

    Anscheinend ist der schwere Unfall kein Anlass für die Unfallkommission, getrennte Ampelschaltungen zu fordern, wie es auf dem Hinweis-Zettel an dem Ghostbike, das an der Unfallstelle steht, gefordert wird.

    Interessant ist außerdem der Inhalt eines Gesprächs mit ein paar autofahrenden Mitmenschen, die ich bei einer Party getroffen hatte: Die hatten auch von dem Unfall gehört und gelesen. Und die waren sich darin einig, dass Rotmarkierungen an dieser Stelle nicht zur Verkehrssicherheit beitragen würden. Der Unfall sei nur geschehen, weil die Radfahrerin ja nicht geguckt habe und nicht gewartet habe, um den LKW abbiegen zu lassen. Der Gipfel war der Spruch, dass die meisten schlimmen Fahrradunfälle ohnehin nicht von Autos verursacht werden würden, sondern die Radfahrer sich angeblich gegenseitig "über den Haufen fahren". ;(

    "Es gibt Umfragen, denen zufolge eine knappe Mehrheit der Deutschen das Ende des Verbrenners mit Argwohn sieht. Meine Vermutung ist deshalb: Die aktuell in Umfragen bei sechs Prozent liegende FDP versucht, mit ein bisschen Realitätsverweigerung in Sachen Verbrennungsmotoren populistisch Punkte bei den Verbrennungsnostalgikern zu machen.

    Vor lauter Angst, bei der nächsten Bundestagswahl aus dem Parlament zu fliegen, so wie zuletzt in Berlin und Niedersachsen.", so steht es in dem von Malte verlinkten Spiegel-Artikel.

    Man muss noch ergänzen:

    Der Umstieg auf E-Autos ist nicht gutzuheißen, weil wir eigentlich einen Komplett-Ausstieg aus der Auto-Mobilität brauchen, um tatsächlich eine nachhaltige Verkehrswende zu bewerkstelligen. Ich habe es mehrfach erlebt, dass meine Kritik an E-Autos dahingehend missverstanden wurde, ich würde Autos mit Verbrennermotoren bevorzugen. Für die Vorstellung, ohne Auto mobil sein zu können, fehlt vielen die Fantasie.

    Die FDP-Taktik, das Aus für Autos mit Verbrennermotoren zu dramatisieren, führt zu Kritik.

    Und diese Kritik wird so verstanden, dass Elektroautos besser seien als Verbrennerautos.

    Richtig ist: Auch Autos mit Elektromotoren führen im Massenbetrieb zu gravierenden Umweltschäden und taugen nichts für eine nachhaltige Verkehrswende.

    An der Hans-Böckler-Allee/Ecke Seligmannallee wurde eine Radfahrerin getötet (s. o.). Dieses "Ghost-Bike" erinnert daran.

    Ich hatte bei der Stadtverwaltung wegen der Rotmarkierung der Fahrradfurt nachgefragt. Diese soll noch kommen: Zitat aus der Antwort-E-Mail vom Fachbereich Tiefbau der Stadt Hannover:

    "Die Radwegefurt an der Kreuzung Hans-Böckler-Allee / Seligmannallee steht auf der Liste mit noch fehlenden Rotmarkierungen. Diese Rotmarkierung wird so bald wie möglich ausgeführt, wenn es die Witterung zulässt. Wir benötigen dafür trockene Witterung und eine Mindesttemperatur von ca. 8-10°C.

    Die Markierung wurde aufgrund der Bauarbeiten in diesem Bereich bisher noch nicht vorgenommen."

    Hier die Furt ohne Rotmarkierung:

    Und hier mit eingezeichneter Rotmarkierung:

    Leider kann auch eine Rotmarkierung einen solchen Unfall nicht hundertprozentig sicher ausschließen. Trotzdem finde ich es gut, dass es in Hannover bereits sehr viele Fahrradfurten mit Rotmarkierungen gibt.

    Es ist meines Erachtens ein bewusstes Wegschauen der Verkehrsbehörden, dass immer wieder zu solchen Missständen führt:

    Königsworther Straße in Hannover.

    Diese Form der Verkehrwege-Blockade ist das Ende eines Dominoeffektes, der darin seine Ursache hat, dass zu wenige Lieferfahrzeug-Parkplätze ausgewiesen werden. Lieferfahrzeug-Parkplätze sind oft mit eingeschränktem Halteverbot ausgeschildert. Und diese Lieferfahrzeug-Parkplätze werden, sofern überhaupt welche ausgeschildert sind, zu wenig überwacht. Vielleicht auch deshalb, weil es einfacher ist, Falschparker zu kontrollieren, die im absoluten Halteverbot stehen.

    Ein eingeschränktes Halteverbot wird von vielen Autofahrern auf der Suche nach einem Parkplatz als regulärer Parkplatz "erkannt". Und die Lieferfahrfahrzeuge stellen sich dann wie im Bild gezeigt gerne mal auf den Bürgersteig.

    Verdi und FFF demonstrieren am 3.3.2023 gemeinsam für eine Verkehrswende. Das Einladungsplakat:

    Es liegt auf der Hand und ist in vielen Städten bereits heute offensichtlich: Mehr ÖPNV braucht mehr Personal. Meine Schätzung: Die Arbeitsplatze, die in der Autoindustrie verloren gehen, wenn keine PKW mehr für die Privat-Nutzung gebaut werden, werden aufgefangen durch den dann notwendigen ÖPNV-Ausbau.

    Forderung auf dem Haupt-Banner, hier abgelegt vor der Redner-Tribüne:

    Verkehrswende jetzt und fair bezahlt!

    Weitere Fotos von der gemeinsamen Demo von FFF und Verdi für die Verkehrswende:

    Tendenziell haben also die Grünen momentan eine Handvoll Stimmen mehr als die SPD.

    Das heißt, bei einer Weiterführung von R2G wäre die SPD plötzlich nur Juniorpartnerin unter den Grünen. Will sie das? Als ehemals größte Partei links der Mitte darf sie eigentlich nicht kleine Partnerin neben den Grünen auftreten, ohne ihr Profil gänzlich zu verreiben. Für die SPD wäre eine Große Koalition vermutlich die beste Option, um gesichtswahrend aus diesem Debakel rauszukommen.

    Da hast du ja einen hervorragenden Riecher gehabt! :thumbup:

    Trotzdem letztendlich die SPD eine Handvoll Stimmen mehr hatte als die Grünen, kommt es anscheinend zu Schwarz-Grün.

    "Eine Profilbildung sei eher in einer Koalition mit der CDU möglich.", wird in dem von dir verlinkten Artikel als einer der Gründe genannt, den die Parteispitze für eine schwarz-rote Koalition plädieren lässt.

    Eine Koalition also, in der es darum geht, auf Kosten des Koalitionspartners sich zu profilieren. Was die FDP im Bund macht, das bringt auch die SPD in Berlin fertig, denken sich die Genossen anscheinend. Ob das gutgeht?