In dem Artikel wird die Abteilungsleiterin der Freiburger Bußgeldbehörde und des kommunalen Ordnungsdienstes zitiert:
""Die Bewachung des ruhenden Verkehrs ist eine hoheitliche Aufgabe und sollte auch hoheitlichen Stellen vorbehalten sein", meint Sandra Saur. Sie unterscheidet aber zwischen Privatanzeigen von betroffenen Personen und Massenanzeigen, die politische Motive hätten. Etwa 80 Prozent der Privatanzeigen in Freiburg würden laut Sandra Saur von einer einzigen Person stammen."
Tut sie damit so, als sei da eine irgendwie geistig verwirrte Einzelperson am Werk, deren Anzeigen unter dem Verdacht stehen, dass sie aus irgendwelchen niederen Beweggründen, am Ende gar "politische Motive" erstattet worden seien?
Und was wäre, wenn Frank M. zahlreiche Nachahmer findet?
Dann könnte die Freiburger Bußgeldbehörde wohl nicht mehr argumentieren, dass da eine "Einzelperson" die Mehrzahl der Anzeigen erstatte. Denn dann wären es ja mehrere Einzelpersonen, die ganz viele Anzeigen erstatten. Und wie viele solcher Einzelpersonen braucht es wohl, um das System "vorsätzliches Falschparken unter zugedrückten Augen des Ordnungsamtes" zum Kippen zu bringen?
Gibt es denn keinen Verein oder eine Initiative mit einer App, der/die seriös und zuverlässig arbeitet und es es erleichtert, sich zusammenzuschließen, um nicht als ein Einzelkämpfer wie Frank M. aus dem swr-Artikel sich den zahlreichen Anfeindungen stellen zu müssen?
Eine solche Organisation könnte z. b. Buch führen, oder sich auch einfach nur vorsichtig mündlich austauschen, über die Anzahl der erstatteten Anzeigen und die Vielfalt der Anzeigenden, ohne das namentlich zu registrieren. Denn eines wird in dem Artikel deutlich: Es ist ein gefährliches Unterfangen sowohl für Amtspersonen, als auch besonders für Privatpersonen, auf den Verstoß gegen geltende Parkregeln zu reagieren. Und gemeinsam kann man sich gegen Unrecht besser zur Wehr setzen als einsam.
"Wenn Privatleute andere Menschen anzeigen, dann wird da sofort Wut und Widerstand erzeugt und unsere Sachbearbeiter müssen sich da einiges anhören.", sagt die Abteilungsleiterin der Freiburger Bußgeldbehörde und des kommunalen Ordnungsdienstes.