das ist das Zugeständnis an die elenden "Farbe ist keine Infrastruktur!"-Schreier
Nun ja, für diese "Farbe ist keine Infrastruktur-Schreier", wie du sie nennst, ist dieser niedrige Bord, der wenig mehr ist als dick aufgetragene Farbe, auch nicht die richtige Lösung. Hier in Nahaufnahme:

Man kann ihnen zwar formal entgegenhalten, es sei baulich etwas geschehen und das hätte einen Haufen Geld gekostet, aber faktisch ist da nicht viel geschehen, außer dass die Farbe diesmal ein bisschen dicker aufgetragen wurde.
Ich vermute, dass eine solche Lösung deutlich preiswerter und schneller umzusetzen ist, wie ich sie in Laatzen an der Hildesheimer Straße aufgenommen habe:

Und sie bietet vermutlich einen höheren Schutz als die Betonschwelle und stellt vermutlich die Fahrradfahrenden, die sich eine deutliche Abgrenzung zur Fahrbahn wünschen, mehr zufrieden als die Betonschwelle.
(Wobei "Schutz" nicht bedeutet, dass ein solcher Leitbord mit Baken wirklich verhindern würde, dass ein Auto drüberfährt. Aber möglicherweise ist die mentale Hemmung beim Autofahrer größer als bei der Betonschwelle.)
Andererseits ist eine solche "bauliche" Lösung mit einem Leitbord mit Warnbaken eben keine echte bauliche Lösung. Die Baken werden schnell platt gefahren, der Leitbord verrutscht, wird dabei aus der Verankerung gerissen und muss dann wieder in den gewünschten Zustand zurückgeschoben werden usw. Das kostet langfristig möglicherweise mehr, als eine solide Betonschwelle. Und eigentlich soll die Welt ja sowieso ganz autofrei werden, oder zumindest erstmal die Städte.