Niemand zwingt Sie, bei grün zu fahren. Sie dürfen auch anhalten und einen Umlauf abwarten, bis die Ampel wieder frisch grün geworden ist, wenn Sie sich dann wohler fühlen.
Ich bin entzückt! ![]()
So einfach ist das allerdings nicht! Sie haben ja selbst geschrieben, dass sie eher dazu tendieren zum, Beispiel an einer solchen Ampel anzuhalten, wenn sie als Fahrradfahrer auf dem Radweg unterwegs sind und die Ampel für den Fahrbahnverkehr Rot zeigt:
Sicher haben Sie es in so Situationen auch schon erlebt, dass ungeduldige Fahrradfahrer*innen hinter Ihnen, ebenso verwirrt sind wie Fußgänger*innen, wenn sie mit dem Fahrrad anhalten, um den Fußverkehr passieren zu lassen. Das mache ich dann, wenn Fußgänger*innen nicht so aussehen, als wollten sie anhalten, um mich passieren zu lassen. Wenn Sie und der Fußverkehr alleine sind, geht das ja noch. Fährt jedoch hinter Ihnen noch jemand mit dem Rad, wird es schwieriger.
Sie sind möglicherweise gut im Training und nehmen locker diese ampelgesicherte Fahrradfurt über sechs Fahrbahnen + Mittelstreifen (Länge ca. 30 m) Ich nicht. Fußgänger, die da ja eigentlich gar nicht passieren dürfen, schaffen das meist nicht innerhalb der Grünzeit + Räumphase. Wenn ich von weiter weg darauf zufahre, lasse ich mich gemütlich ausrollen, wenn ich sehe, dass es knapp wird und warte tatsächlich auf das nächste Ampelgrün.
Und was erwartet mich auf der anderen Seite?
Ein Fahrradweg, auf dem zumindest dann, wenn kein Radverkehr auf der Radfahrfurt unterwegs ist, kein Fahrradfahrer anhält, der die Lavesallee entlangfährt in die Richtung, wie auf der streetview-Aufnahme zu sehen. Auch die Person mit der grauen Jacke auf dieser Aufnahme würde dort wahrscheinlich weiter fahren, falls die Ampel für den Fahrverkehr auf der Fahrbahn auf Rot springt. (Ich nenne das unter dem Vorbehalt die "Ampel für den Fahrbahnverkehr auf der Fahrbahn." Das ist keine Rechtsauskunft! ) Dagegen ist ganz klar erhöhte Vorsicht geboten, wenn die Ampel Rot zeigt und die Radverkehrsfurt benutzt wird.