Beiträge von udoline

    Das mag als Witz gedacht sein, doch ging ich gerade OpenPetition zum ersten mal durch. Kinder müssen für alles herhalten, die erste sachgerechte Begründung fand ich bei Taxi vs. Uber.

    Was den BUND angeht, sollte der einen Gang runterschalten, eigentlich eher sich komplett aus dem natürlicherweise weitgehend umweltfreundlichen Radverkehr raushalten. Bis dahin bleibe ich dabei, ist er diesbezüglich ein ADFC im anderen Gewand, wirkt gegen den Radverkehr. Man kann sich also überlegen, was man von denen übernimmt oder ob man sich als Radfahrer, der sich als Verkehrsteilnehmer verstehen, nicht lieber von ihnen fernhält.

    Ja, wer einfach nur nicht benachteiligt werden will, ist Dogmatiker. Kann gar nicht anders sein. Der Unterschied zwischen uns beiden ist der, das du keine Argumente gegen die augenfällige Praxis setzt. Beweise, das dein „landesweites Radverkehrsnetz“ dem Radfahrer nicht zum Nachteil gereichen wird.

    Was diese Petition angeht, werden wir von dieser Figur wohl nichts mehr hören. Keine Argumente, nur warme Worte, die Kommentare gesteuert, womöglich alle selbst geschrieben, sie weichen von den überall sonst lesbaren kurzen Meinungsäußerungen deutlich ab. Jeder Kommentar genau 1 Daumen Hoch, welch' ein Zufall.

    Was soll uns Google sagen? Das es bei Radwegen nicht um Sicherheit geht, sondern ums Frei vom Auto torkelradeln?

    „Pop-up-Radwege“, der Inbegriff der Illegalität.

    Ich bin mittlerweile soweit, jeden und alles, der irgendwas in Sachen Radverkehr fordert, das nicht die Abschaffung aller Radwege beinhaltet, Unterschiedslos in einen Sack zu stecken. Die Zeit der Unschuldsvermutung ist vorrüber.

    Eltern benutzen ihre Kinder als Waffe für Ghettos, damit sie sie besser per Karre rankarren können. So kann man das wohl interpretieren.

    Wie man sieht. Denn die StVO wird doch umgesetzt.

    Die Sache ist ganz einfach, ein landesweites Netz gibt es längst, die Straße. Daher kann mit „Radverkehrsnetz“ gar nichts anderes gemeint sein als Wegelchen, mehr Wegelchen, Wegelchen der schrottigsten Qualität, wenn es sein muß. Der ADFC betreibt diese Wortverdrehungen seit Jahrzehnten geradezu Meisterhaft. Dann kommt ein anderer Verein herbei und will das ganz anders meinen, ganz anders gemeint haben, der Gegner gefälligst wie gesagt verstehen? Sorry, das ist lächerlich. Wenn er es ehrlich meint, hat er nichts gelernt. Hätte er es gelernt, wüßte er, das erstmal alles weg muß, damit man vor solcherart Wortakrabatik sicher sein kann.

    Und tatsächlich, ich brauche nur auf meine Webseite nachsehen, unter „Freunde“. Der BUND Berlin fordert Radstreifen. Auf Nachfrage ADFC v2. Ach was, eine Suche reicht. Mehr Mehr mehr Ghettos, nix mit ehrlich.

    Wenn man die Petition genau liest

    Der erste Satz reicht. Wer sowas voranstellt, führt Böses im Schilde. Ich glaube, ich muß mich bei OpenPetition registrieren.

    Beim BUND Niedersachsen haben wir uns auch für ein landesweites Radverkehrsnetz ausgesprochen. Ganz bewusst kein "Radwegenetz".

    Es wird aber so verstanden. Deshalb ist die einzige Forderung, die man stellen kann ohne das sie als Zustimmung zum Ghetto ausgelegt wird, die Abschaffung von Wegelchen und blauer Schilder.

    Hier gibt es sowas nicht. Funktioniert das tatsächlich? Findet sich die Radweg-Torkelgemeinschaft dann nicht auf der Busspur wieder, oder verhält sie sich dann plötzlich wie Verkehrsteilnehmer?

    Nun, dem anderen Problem ließe sich auf einfache Weise abhelfen: Dem Busfahrer steht ein eingebautes schweres Maschinengewehr zur Verfügung, wahlweise ein Granatwerfer. Damit können die ihre Aggression an toten Objekten statt Radfahrern ausleben. Für solche Erlebnislinien ließen sich sicher auch die Fahrpreise anheben.

    auf unseren schmalen Ortsverbindungsstraßen

    Die Logik erschließt sich mir nicht. Wenn sie schmal ist, brauche ich doch nur Mittig fahren, zu mehreren gehts gleich noch leichter.

    Sollte so ein Assistenz-System ausfallen, übernimmst du gerne die volle Haftung, denn eine sichere Rückfallebene gibt es nicht. Der ADFC, Feind des Radfahrers, bezeichnete solchen Schrott als „Überlebenstechnik“. Abgesehen davon würde das in mehr Radschrottwegen münden, mit allen Folgen, aber das ist ja gewollt.

    Kindergarten-Niveau ist also das, was dir dazu einfällt. 0 Punkte.

    Der Verkehrsteilnehmer ist nur das eine Ende, das andere sind die Behörden. Zeige mir eine Fahrbahn, auf der das auf Rad+Gehweg-Kombi standardmäßig zu beobachtende in ähnlichem Ausmaß vorkommt. Vom Bautechnischen über vorsätzliche Fallen bis zu Duldungen und Eingeplanten unerlaubten Verhaltens, gibt es das, was auch in diesem Forum ständig vorgezeigt und palavert nur im Zusammenhang mit Radwegen.

    Anders gesagt, ist es Politik und Behörden gelungen, den Begriff „Radweg“ im Sinne von „für Radfahrer“ in sein Gegenteil zu verkehren, dem Gerichte eben nicht folgen dürften. Das Gegenteil kann nicht gleichzeitig das Reguläre sein und umgekehrt. Die Nicht-Trennung ist Folge der Beliebigkeit und als solche auch eingeplant, erst recht nicht kann man die behauptete Trennung mit ein wenig Aussehen herstellen (wie Gerichte ja immer wieder mit „Selbst schuld“ bestätigen).

    Insgesamt zeigen Verkehrsteilnehmer wie auch Verantwortliche, das die Maßstäbe zur Widmung von Verkehrsflächen, die OLGs anlegen, mit Radwegen nicht erfüllt werden. Das in

    In dem Beispiel aus Hannover war aber klar ein getrennter Weg erkennbar.

    etwas anderes gelten soll, müßte erstmal vorgezeigt werden. Wie ich bei jedem Besuch aus und in Hannover erfahre, gilt dort dasselbe wie hier, wie wahrscheinlich überall, was ich ausführte. Heißt: Bestenfalls kann man annehmen, also viel weniger als „klar getrennt“.

    Nur das gibt die StVO her. Mehr zu fordern, dürfte mangels rechtlicher Regelung spätestens vor Gericht scheitern.

    Gut, nehmen wir das, den „äußeren Befund“ (OLG Jena), die „allgemeine Verkehrsanschauung“. Zeige mir einen Weg, der nur oder hauptsächlich nur durch Aussehen wie Farbe oder Muster des Pflasters in zwei Hälften geteilt ist, bei dem sich auch nur ein Teil der Radfahrer, Fußgänger und anderen an diese ihnen zugewiesenen Flächen hält. Was sie tun, nicht was sie sagen. Passiert nicht, weil Radwege und auch Gehwege beliebig aussehen. Erst eine bauliche Maßnahme, also ein Hindernis, ändert das halbwegs.

    Darauf baut die ganze Schuldgeberei auf, die Gerichte selber behandeln Radwege wie Gehwege. Das wäre kaum möglich, erforderte mindestens ausführliche Begründungen, führte Aussehen zu unterschiedlichen Flächen und trennte Verkehre. Im Labor könnte man diese Trennung sicherlich erzeugen, Stromschlag kontra Belohnung bei erwünschter/unerwünschter Nutzung (a.k.a. Hund, Futter, Glocke, Sabbern), womöglich sogar dauerhaft, auch draußen wirksam. Stattdessen passiert das Gegenteil, (offizielle) Belohnung beim Durchschlängeln und so, da kann hier wohl jeder ein Lied von singen.

    Aussehen macht keinen Radweg. Wie hält Yeti dagegen? Er hat ja behauptet, Pokale reichen da nicht. Wie es sich verhielte, sähe Gleiches inklusive der Beschilderung Stadtweit gleich aus, wissen wir nicht, können wir nicht feststellen, weil es das wahrscheinlich nirgendwo gibt.

    Solange gilt, das Radfahrer + Fußgänger bei nebeneinander liegenden Rad+Gehwegen diese beliebig benutzen können und das auch zum erheblichen Teil tun, gibt es keinen Trennung durch Aussehen und damit bei 241ern eben keinen Radweg. Insofern entscheiden die Richter durchaus richtig, wenn sie dem Radfahrer auf dem angeblichen Radweg, dem ein Fußgänger vors Rad lief, sagen „Selbst Schuld, hättste mal gekuckt“.