Beiträge von Malte

    Aber mal sehen, wohin das nun führt.

    Rhetorisch hat er sich auf jeden Fall schnell angepasst. Bei solchen Tweets habe ich nicht das Gefühl, dass es Strößenreuther um die Verkehrswende oder den Klimaschutz an sich ginge, sondern eher darum, die Fahrrad-Klima-Verkehrswende-Bubble zu spalten und die einzelnen Protagonisten gegeneinander auszuspielen. Mir fällt beim besten Willen kein anderer Grund ein, warum man sonst solche Tweets absenden sollte:

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    Ich staune ja manchmal, was alles drüben in Großbritannien geahndet wird. Für so etwas wird man dort insgesamt 1.750 Pfund los:

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    Ich glaube, ich suhle mich nicht zu sehr in der Opferrolle, wenn ich behaupte, dass so etwas hier in der Automobilnation Deutschland überhaupt nicht geahndet würde. Wenn ich mich hier vor meiner Haustür Kraftfahrern in den Weg stelle, die Zeichen 267 missachten, dann bekomme allenfalls ich eine Strafanzeige wegen Nötigung.

    Angeblich fährt MOIA dann im gesamten Stadtgebiet. Aber fraglich ist, wie lange man wohl auf eine Fahrt von sagen wir mal der City bis nach Harburg oder Bergedorf warten soll...

    Naja, die Nachtbuslinien fuhren ja auch in einem nach meinem Dafürhalten eher mäßigen Takt. Aus der Innenstadt heraus nach Bergedorf oder Harburg dürfte man sowieso gute Chancen haben, im Gegensatz zu solchen Routen wie von Stellingen nach Hamm.

    Blöd wird’s halt am Wochenende, weil auch der Schnellbahnverkehr eingestellt wird.

    Ich finde, in Zeiten wie diesen könnten wir ein bisschen mehr gut gelaunte Themen hier im Forum haben. Und ich dachte mir, vielleicht stellen wir ein paar unserer schönsten Fotos von Radtouren aus?

    Diese beiden Fotos nahm ich vor gut einem Monat in Alt-Garge auf. Es war Ende des Monats, ich hatte meinen Gran Fondo noch nicht absolviert, weil bislang das Wetter mit Schnee und Minusgraden doch nicht so richtig zum Radfahren einlud, und zu allem Überfluss lief noch Wasser aus dem Waschtrockner, so dass auch am Vormittag nicht besonders viel Lust zum Radfahren aufkeimte.

    So richtig Freude machte das Aufsatteln nicht, ich fuhr nach Osten raus aus Lüneburg, landete auf einer Überlandstraße mit Leitplanken, auf der ich eng überholt und angehupt wurde, landete dann irgendwann in Bleckede, wo ich noch ein paar Fotos von der alten Bahnstrecke schoss, dann dem Streckenverlauf der alten Bahn bis Alt-Garge folgte und unruhig wurde, weil es schon dunkel wurde und ich die Strecke noch nicht bis zum ehemaligen Kohlekraftwerk verfolgt hatte und ich den Aufwand scheute, an einem weiteren Tag akuter Unlust noch einmal hier herfahren zu müssen. Aber irgendwann kam ich in Alt-Garge und der Mond, der von unten seine Quartier auf einem lilafarbenen Himmel bezog, lockte mich mitsamt Fahrrad hinunter an eine ehemalige Anlegestelle, an der ich mir für ein paar Fotos gleich nasse Füße holte. Aber es hatte sich gelohnt:

    Kurz darauf schoss ich ein weiteres Foto von der ehemaligen Versorgungsstraße des Kraftwerks:

    Und ich finde, allein schon für diese Momente lohnt es sich, noch mal aufs Rad zu steigen.

    An dieser Kreuzung wurde eine Radfahrerin von einer Kraftfahrerin „übersehen“:

    Die Autozei hat festgestellt: Die Beschilderung ist schuld irreführend. Interessant, wie schnell plötzlich in den Hintergrund tritt, dass auch bei ordnungswidrigem Rechtsabbiegen die Vorfahrt geradeausfahrender Radfahrer zu beachten ist. Woran genau die Polizei hinsichtlich der Beschilderung Anstoß nimmt, geht aus dem Artikel leider nicht hervor, aber ich hatte bislang den Eindruck, dass die Kombination aus Zeichen 209-30 und 267 für Verkehrsteilnehmer hinreichend zu erkennen ist.

    Ich persönlich mag dieses "Erfassen" nicht. Warum nicht "Rammen", "über den Haufen fahren", "dagegen knallen", "reinbrausen", ...?

    Hab noch nie gehört oder gelesen, dass ein Radfahrer oder Fußgänger etwas "erfasst" hätte? Kann es sein, dass "Erfassen" sowas wie Orwells Neusprech ist?

    Tja, da hast du schon recht — aber wenn ich „rammen“ schreibe, dann beschwert sich jemand anderes, dass ich damit einen Vorsatz impliziere, der bei einem Unfall dieser Art nicht gegeben ist. Ich habe dazu so viele Debatten in den einschlägigen Netzwerken hinter mir, dass ich mich auf das einigermaßen dröge „erfassen“ beschränkt habe.

    An dieser Kreuzung wurde eine Radfahrerin von einer Kraftfahrerin „übersehen“: https://www.facebook.com/permalink.php?…323062354552575

    Die Kraftfahrerin bog ordnungswidrig von der Kaistraße nach rechts auf das Betriebsgelände der Fähre ab und erfasste dabei die geradeausfahrende Radfahrerin. Ich kann gar nicht abschätzen, wie oft ich in meinen zweieinhalb Jahren in Kiel diese Situation dort erlebt habe, aber grob geschätzt bestimmt 50 Mal. Ich vermute ja, dass die Leute ihrem Navigationsgerät folgen, das aber wiederum nicht die richtige Einfahrt zum Fährgelände kennt und aus Panik, das bald ablegende Schiff zu verpassen, biegt man dann halt irgendwie rechts ab, auch wenn’s ordnungswidrig ist.

    Dazu gesellt sich dann noch eine lustige Ampelschaltung, mit der man wohl Radfahrern eigentlich einen Gefallen tun wollte: Auf dem Zweirichtungsradweg entlang des Hafengeländesleuchtet beinahe immer grünes Licht, außer es will jemand vom Hafengelände auf die Kaistraße einbiegen. Das ist insbesondere toll, wenn ich mit dem Rad aus der gegenüberliegenden nach links oder rechts auf den Zweirichtungsradweg abbiege und mich erst einmal mit Radfahrern arrangieren muss, die dort sozusagen bei feindlichem Grün die Einmündung überqueren.

    Aber in den Briefkasten sollte eigentlich jeder normale Mensch schon einmal die Woche schauen (bzw. bei Abwesenheit schauen lassen) und dort den Zettel vorfinden.

    Stimmt, an den Briefkasten hatte ich gar nicht mehr gedacht. Vielleicht finde ich noch irgendwo das Protokoll der folgenden Eigentümerversammlung damals, dann gucke ich noch mal nach, woran es letztlich gescheitert ist.

    Das mit den Fahrradleichen kann man ja schnell klären. Um jedes Fahrrad ein Papierbändchen und ein Zettel in jeden Briefkasten, dass jeder die Bänder um seine Fahrräder innerhalb von x Wochen beseitigen soll (sofern die nicht eh bewegt werden).

    So eine Aktion hatten wir mal vor knapp zehn Jahren in meiner damaligen Wohnung versucht. Die Eigentümerversammlung hielt das für eine gute Idee, allerdings stellte sich relativ schnell raus, dass so etwas aufgrund der rechtlichen Rahmenbedingungen nicht möglich ist: Es handelt sich zwar bei dem Fahrradkeller um eine Gemeinschaftsfläche, von der aber mitnichten Fahrräder einfach der Entsorgung zugeführt werden dürfen, wenn niemand binnen einiger Wochen dieses Bändchen entfernt.

    Zumal es ja aus der Sicht eines normalsterblichen Schönwetterradlers auch vollkommen legitim ist, das Rad im Fahrradkeller überwintern zu lassen, bis sich im Frühjahr ein Standplatten gebildet hat — da guckt man ja auch nicht einmal pro Woche nach, ob noch alles seine Richtigkeit hat.

    Wie wäre es mit einem Doppelstockigen Fahrradständer? Ich meine diese sind ja auch ganz praktisch

    Ich habe eine Weile gegrübelt und mich dann entschlossen, den Link zu entfernen, weil ich der Meinung bin, dass es sich um einen reinen Werbelink handelt. Niemand stolpert hier in den Thread, registriert sich direkt und postet dann einen Link zu einem Shop mit einem umfangreichen Angebot an Fahrradständern, ohne zu beachten, dass ein doppelstöckiger Fahrradständer aufgrund der Tatsache, dass das alles in einem Carport stattfinden soll, überhaupt nicht in Frage kommt.

    Ich lasse den Beitrag aber dennoch stehen, weil er mich tatsächlich zum Grübeln angeregt hat. Abseits von der eigentlichen Thematik, dass wir gerne eine eigene, abschließbare Fahrradbox haben möchten, wäre ein überdachter Doppelstock-Fahrradständer eigentlich eine gute Alternative zu den üblichen Fahrradkellern. Ein Fahrradkeller bietet zwar einen gewissen Schutz vor Diebstahl, weil sich die Räder hinter ein oder mehreren (hoffentlich abgeschlossenen) Türen befindet, aber ein Fahrradkeller hat auch einen ziemlich großen Nachteil: Die Räder befinden sich hinter ein oder zwei Türen — und dann muss man das Rad auch noch eine Treppe rauf- oder runterschleppen. Das macht nicht jeder, schon gar nicht jeden Tag, und so sieht’s dann im Fahrradkeller auch aus: Die meisten Zossen sind nicht mehr in einem fahrbereiten Zustand und klötern wild in der Gegend herum, so dass man ein höherwertiges Rad ohnehin nicht abstellen mag. Das führt in unserem Falle dazu, dass all jene Nachbarn, die ihr Rad häufiger nutzen, eigentlich an der Wand ihres Stellplatzes im Carport stehen.

    Wenn ich mir aber vorstelle, dass — und ich weiß, das ist quasi unmöglich innerhalb der Wohnungseigentümergemeinschaft durchsetzbar — stattdessen hinten im Garten ein Doppelstockfahrradständer mit Dach aufgebaut wird, dann wäre der Aufwand geringer, sich mal eben für den Weg zum Einkaufen oder zur Arbeit auf den Sattel zu schwingen, weil man das Rad nicht mehr durch den Keller durch zwei Türen und eine Treppe hoch juckeln muss.

    Bleibt halt abgesehen von der problematischen Umsetzbarkeit nur noch die Frage, ob dann nicht plötzlich im Doppelstockfahrradständer die Fahrradleichen verwesen und wie es im Falle eines Diebstahls mit der Versicherung aussieht.

    Heinrich Strößenreuther ist jetzt also einer Partei beigetreten — ausgerechnet der CDU:

    Die Idee dahinter kann ich durchaus nachvollziehen: Die Union ist Teil der Bundes- und vieler Landesregierungen und ein politischer Akteur bis runter auf die kommunale Ebene. Eine Verkehrswende und echten Klimaschutz ohne die Union wird es realistisch betrachtet nicht geben. Aber andererseits: Die CDU? Die CDU, die rhetorisch ausgerechnet im Bereich des Straßenverkehrs auf Spaltung setzt und quasi auf Dauerfeuer Kraftfahrer und nichtmotorisierte Verkehrsteilnehmer gegeneinander ausspielt, weil sie beispielsweise in Hamburg in anderen Bereichen nicht mehr punkten kann?

    Und pünktlich zum Eintritt in die CDU verschärfte Strößenreuther seine RhetorikKritiker sind nun pauschal Angehörige einer „Shitstorm-Blase“. Ich bin mir nicht sicher, ob das wirklich im Sinne der Verkehrswende zielführend ist, obschon ich natürlich mit ihm übereinstimme, dass das, was Berlin momentan abliefert, längst nicht reicht. Aber wenn ich Heinrich in der Vergangenheit traf, sei es auf Demonstrationen, bei der Critical Mass (?) oder bei Vorträgen, gefiel mir seine… naja, „Art“ insgesamt besser.

    Aber mal sehen, wohin das nun führt.

    Wäre es nicht sinnvoller, stattdessen das ganze Befestigungssystem zu ändern? Und wenn Dir das regelmäßig passiert, wie Du schreibst, dann deutet das für mich auf eine grundsätzlich unpassende Geometrie des Rades hin.

    Hmm, das mit der Geometrie dachte ich auch schon mal, aber eigentlich passiert es mir nur beim Losfahren an der Ampel, wenn ich den rechten Fuß auf den Boden stelle und beim Anfahren das Vorderrad ungünstig wackelt — meine Ungeschicklichkeit besorgt den Rest und Zack ist das Ding abgetreten.

    Mein Trenga GLS 7.5 ist mit Schutzblechen mit der Bezeichnung „SKS Bluemels 35mm“ ausgestattet. Die Streben dieser Schutzbleche sind mit schwarzen, etwa zwei Zentimeter langen Schutzkappen befestigt, von denen ich die untere rechte am Vorderrad regelmäßig mit dem Fuß abtrete. Und wenn dann erst einmal die eigentliche Strebe dort durch lugt, dauert es nicht lange, bis ich mir wiederum den Unterschenkel dort aufkratze.

    Meine bisherige Quelle an Schutzkappen ist mit dem Umzug nach Lüneburg leider versiegt und ich finde im Netz keine passenden.

    Diese hier scheinen zu kurz und offenbar eine „alte Version“ zu sein. Hat jemand einen Tipp, wo ich passende Kappen herbekomme — abgesehen davon, erst einmal eine vom Hinterrad nach vorne zu tauschen?

    Eigentlich wollte ich mich noch drüber lustig machen, dass nun ein weiteres Messgerät auf dem Rad steht — so irgendwie nach dem Motto, wenn da schon eh alles herumsteht, kommt es auf ein Messgerät mehr oder weniger auch nicht mehr an: Das misst das neue Schadstoff-Messgerät

    Dann stellte sich aber heraus, dass die Perspektive in die andere Richtung deutlich interessanter ist:

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    Mir ist klar, dass das wohl der Versuch ist, der Kritik der Deutschen Umwelthilfe auszuweichen, die ja darauf abzielte, dass die Radverkehrsführung unzulässig wäre und man eben nicht, wie es die Stadt Kiel behauptete, auf den Gehweg ausweichen dürfe, wenn der Radweg blockiert wäre. Diese lustige Art, sechs Mal die Benutzungspflicht mit Zeichen 240 auf den Gehweg zu erweitern und kurz nach dem Container wieder mit Zeichen 241 in Geh- und Radweg zu teilen, dürfte jedenfalls auch unzulässig sein, weil die Anordnung einer Benutzungspflicht irgendeine Art von Stetigkeit erfordert, die hier definitiv nicht gegeben ist — von solchen Träumereien wie Mindestbreiten just hinten zwischen Staubsauger und Messstation, die nun auch noch mit einem Schild verengt wurde, mal ganz zu schweigen.


    So langsam wundere ich mich dann aber schon, warum man niemandem in der Verwaltung dieser Unsinn dumm genug ist. Was soll ich mir denn schon denken außer dass man sich in der Amtsstube scheckig lacht, es mir als nichtmotorisierten Verkehrsteilnehmer mal wieder so richtig gezeigt zu haben? Hier werden ja tatsächlich nur die Belange des Kraftverkehrs berücksichtigt.

    Es gibt für Brompon-Lenker jetzt eine passende Quadlock-Halterung — die ist allerdings momentan aufgrund von pandemiebedingten Lieferschwierigkeiten und des Brexits noch nicht lieferbar, es gibt aber eine lieferbare Variante mit Universaladapter. Ich bin ja mal gespannt, wie gut die Halterung ist — und ab wann sie an meinem Rad klemmt.

    Ich hatte es am Brompton zunächst mit dem Out Front Mount versucht, der am Faltrad natürlich relativ witzlos ist. Erstens wackelt das Smartphone darauf permanent, so dass man eine Route oder ähnliches nicht ablesen kann, weil der Lenker konstruktionsbedingt nicht so steif ist wie an einem normalen Faltrad. Und zweitens kann man es eigentlich nur nach vorne zeigend montieren, was im gefalteten Zustand absolut blöd aussieht, weil es dann zur Seite absteht.

    Besser klappt es mit dem Belt Clip, den man am Griff einer Tasche vorne befestigen kann. Dort wackelt das Smartphone zwar auch ewig hin und her und springt bei jeder Bodenwelle lustig durch die Gegend, aber das ist immer noch besser als der Out Front Mount.

    Die ganz normale Handlebar-Halterung funktioniert nur an geraden Brompton-Lenkern wie bei tfnab, bei mir wäre das Smartphone schief befestigt — wenn man es denn überhaupt eingeklickt bekommt, denn dazu muss das Smartphone im 45-Grad-Winkel in die Halterung reingedreht werden.