Beiträge von Malte

    Bei Luft.jetzt hat sich viel getan: Die Suche wurde etwas vereinfacht und aufgebohrt, so dass jetzt nicht nur nach Postleitzahlen und dem GPS-ermittelten Standort gesucht werden kann, sondern nach allen möglichen Straßen- oder Städtenamen, Restaurants, Sehenswürdigkeiten oder anderen Bauwerken.

    Außerdem werden dort quasi exklusiv die Stundenmittelwerte für Feinstaub der Größe PM10 angezeigt, von denen ich überrascht feststellen musste, dass bei ähnlichen Diensten nur die Tagesmittelwerte ausgegeben werden.

    Und zusätzlich zu den Messwerten aus den Messnetzen der Bundesländer und des Bundesumweltamtes gibt es zusätzlich noch die Werte von Luftdaten.info.

    Falls ihr einen Moment Zeit habt, schreibt doch bitte mal, ob ihr grundsätzlich mit der Bedienung zurechtkommt und ob das einigermaßen selbsterklärend ist.

    Manchmal ist auch nicht der tote Winkel, sondern die tiefstehende Sonne schuld: Herbstsonne blendet: Vier Verletzte bei Unfall auf B 198

    Und mit einem SUV wäre das nicht passiert: Mann will B31-alt-Baustelle umfahren: Radfahrer ärgern sich über Auto auf Radweg

    Und dann gibt es ja noch das industriefreundliche Kraftfahrbundesamt: Kraftfahrt-Bundesamt macht Werbung für die Autoindustrie

    Sauber und sicher: Wo der Verkehr am saubersten und sichersten ist

    Laut http://www.gleismann.de/11.gub/7.betrieb.html gilt 80 und 60, aber die Seite ist alt. Gefühlt würde ich sagen, dass dort schneller als 60 gefahren wird.

    Na gut, dann lass es dort 80 Kilometer pro Stunde sein. Ich bin dennoch gespannt, wie man dort den Fahrplan halten will — da muss ja nur ein Zug Verspätung haben, schon klappt gar nichts mehr.

    Und:

    Ich hoffe, wir können mit dem Regionalzug von Kiel über Lübeck bis Büchen und von da mit irgendeiner Bimmel weiter nach Berlin. Auf Schienenersatzverkehr habe ich echt nur so mäßig Lust.

    Das wird ja auch eine tolle Reise. Wir haben grundsätzlich Reservierungen für den ICE von Hamburg-Altona nach Berlin, die aber nach fünfzehn Minuten erlöschen. Wir dürfen dann also eine andere Route im Regionalverkehr wählen und in Büchen zusteigen, aber unsere Reservierungen sind dann schon weg. Herrje.

    Oder: Zug fährt mit 10min Verspätung in HH ein, du verpasst den RE-Anschluss und kommst >1h später in Kiel an. Nach Buchung biste aber nur 10min zu spät am Ziel.

    Und was, wenn dein RE nach HH Verspätung hat und du den gebuchten Zug nach Berlin verpasst? :/

    Wie du halt wieder recht hast: Die Deutsche Bahn wird offenbar von Weihnachten bis Silvester an der Hamburger Verbindungsbahn bauen: Bahn sperrt im Dezember Hauptstrecke in Hamburg

    Zwischen dem 25. Dezember und dem 2. Januar ist die Strecke gespert, weswegen eine ganze Menge Fernzüge in Schleswig-Holstein ausfallen, also größtenteils alles, was nach Westerland und Kiel fährt. Ein Teil der Züge, vermutlich jene nach Westerland, werden wohl über die Güterumgehungsbahn umgeleitet, aber die Güterumgehungsbahn ist halt ein größerer Umweg, nur eingleisig und nach meiner Kenntnis nur für 60 Kilometer pro Stunde freigegeben. Da kriegt man also nicht allzu viel durch.

    Der Regionalverkehr fährt dann wohl bis Elmshorn. Mehr kriegt man nicht raus, zumal nach meinem Verständnis auch bis Altona gefahren werden könnte, aber vielleicht wird da ja auch gebaut. Naja. Es wird wohl teilweise ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Aber wenn ich mal so an die Vergangenheit denke, als beispielsweise zwischen Hammerbrook und Harburg an der S-Bahn gebaut wurde, da kam halt für eine S-Bahn mit acht Wagen ein kleiner Bus angerollt. Das wird ja toll.

    Ich hoffe, wir können mit dem Regionalzug von Kiel über Lübeck bis Büchen und von da mit irgendeiner Bimmel weiter nach Berlin. Auf Schienenersatzverkehr habe ich echt nur so mäßig Lust.

    Das blöde ist halt: Ich will eigentlich über die Weihnachtsfeiertage auch ein bisschen herumfahren und zu Silvester erwarten wir Gäste. Die werden sich bestimmt freuen, mit dem Schienenersatzverkehr durch die Gegend zu gondeln.

    Noch blöder: Die Bahn verkauft immer noch Fahrkarten für diesen Zeitraum ohne jegliche Hinweise auf Baumaßnahmen.

    Auch beim Reisezentrum oder bei Twitter hat niemand was von Bauarbeiten oder Fahrplanabweichungen gehört.

    Edit: Dafür aber das Abendblatt: Weihnachtsgeschenk der Bahn an Hamburg: eine Großbaustelle

    Der RE 7 ab Kiel fällt aus, dafür kann man mit dem RE 70 ab Kiel über die Güterumgehungsbahn fahren. Aber der ICE nach Berlin hält auch in Büchen.

    Das Hamburger Abendblatt betreibt wieder ein bisschen Reichweitenstärkung mit der Veröffentlichung von fahrradkritischen Leserbriefen: Helm oder kein Helm – die große Debatte

    Nun ist es Gottseidank jedem unbenommen, seine Meinung zum Fahrradhelm zu haben, aber diese seltsamen Sammelartikel tragen auch einfach überhaupt gar nichts zur Meinungsbildung des Lesers hinsichtlich des Fahrradhelmes bei, weil dort einfach jeder seine unreflektierte Meinung zu Radfahrern hinschreibt. Puh. Und dann wird das fleißig unter die Leserschaft geschrieben, weil Anti-Radfahrer-Artikel halt immer gut klicken und am Ende es Tages wundern wir uns, warum das mit dem Krieg auf der Straße eigentlich immer passiert.

    Auf der anderen Seite des künftigen Kanals wird man von der Bergstraße kommend immer wieder auf neuen Wegen durchs Baufeld geführt. Das ist total witzig, weil es grundsätzlich keine Beschilderung gibt und man gar nicht weiß, ob der Weg von gestern heute noch zum Ziel führt oder man von vornherein auf der linken Straßenseite fahren soll oder darf oder muss, um dann diagonal im Baufeld auf einem Schotterweg auf die andere Seite zu rollen. Ist immer wieder spannend, immer wieder neu und im Endeffekt landet man damit natürlich auch auf Wegen, die gar nicht für den Radverkehr vorgesehen, geschweigedenn geeignet sind. Naja.

    Anstatt [Zeichen 237]und[Zeichen 239]kommen hier[Zeichen 138-10]zum Einsatz, vielleicht war das runde Schild nicht auf Lager oder ist zwischendurch davon gerollt.

    Auf der anderen Straßenseite der Baumaßnahme sieht es nur mittelmäßig besser aus. Durch die Lücke auf dem folgenden Foto kommt man irgendwie herausgerollt, wenn man mit dem Rad durch die Baustelle führt, aber darf man auch wieder rein? Oder gilt eigentlich[Zeichen 250]und ist auch tatsächlich für Radfahrer vorgesehen? Oder hat gar ein Frechdachs heimlich Absperrgitter wieder geöffnet?

    Der eigentlich für den Radverkehr vorgesehene Weg führt wohl über die so genannte Baumscheibe zwischen den Parkplätzen, dort hinten lockt immerhin [Zeichen 239][Zusatzzeichen 1022-10]. Das kann man aber auch nur erkennen, weil da gerade keine Autos parken.

    Manchmal kommt man an der Baustelle an und steht vor verschlossenen Türen:

    Tja. Wie sagt man so schön: Der Radverkehr wird sich seinen Weg suchen.

    Im Endeffekt verhält man sich mit dem Rad zwangsläufig ordnungswidrig, wenn man irgendwie das Angebot der Straßenverkehrsbehörde annehmen möchte, dort mit dem Rad durchzufahren.

    Mittlerweile hat es sich irgendwie so eingependelt:

    Die Einfahrt wird grundsätzlich kraft [Zeichen 250]unterbunden, weiter hinten lockt noch ein [Zeichen 240], aber da kommt man aufgrund der vielen Falschparker eigentlich gar nicht ordentlich hin.

    Es ist halt wie in Hamburg: Der Radverkehr wird sich seinen Weg schon irgendwie suchen.

    Das alles bekommen wir für unsere Gebühren: Der Norddeutsche Rundfunk möchte gerne heute Abend ab 19:05 Uhr diskutieren, wem denn wohl die Straße gehört. In der dazugehörigen Ankündigung auf Facebook geht es schon hoch her und es offenbart sich alles, was momentan grundsätzlich in Diskussionen dieser Tragweite falsch läuft, sei es bezüglich des Straßenverkehrs oder beliebigen anderen Themen: Die Leute haben einfach keine Ahnung, dafür aber ein großes Sendungsbedürfnis.

    Nun ist es vollkommen legitim, auch ohne Experten- oder Hintergrundwissen an derartigen Diskussionen teilzunehmen. Aber wenn dann der Gastgeber, in diesem Fall also NDR 2, eine solche Frage zur Diskussion stellt, darf man sich eben nicht darum wundern, wenn die Teilnehmer auf niedrigem Niveau herumpoltern. Da geht’s dann um die obligatorischen Beobachtungen, dass sich kein Radfahrer jemals an die Verkehrsregeln hielte und die Straße ja ganz selbstverständlich den Kraftfahrern gehöre, denn die zahlten ja Kfz-Steuern und die Radfahrer nicht.

    Dazu kommt dann ein Social-Media-Team, das seine Kompetenz leider eher im Social-Media-Bereich, aber nicht im Verkehrsrecht findet und dementsprechend nur steuernd eingreifen kann, wenn allzu handfeste Ausdrücke die Runde machen. Obwohl: Wen stört es heutzutage noch, wenn Menschen unter ihrem richtigen Namen ankündigen, einen Radfahrer überfahren zu wollen, wenn er noch mal trotz Radweg mitten auf der Straße führe?

    Dann mischt auch noch Facebook mit und sortiert die Beiträge lustig hin und her, um den Nutzer möglichst lange an seine Plattform zu binden, soll heißen, oben wird das angezeigt, was die Leute am meisten aufregt — im Zweifelsfall also irgendeine Weisheit mit Steuern, die von den Radfahrern nicht bezahlt werden. Geschweigedenn dass Facebook den einzelnen Diskussionsteilnehmern zuverlässig anzeigt, dass es Antworten auf ihre Beiträge gegeben hat. Manchmal bekommt man eine Nachricht, manchmal nicht.

    Und im Endeffekt dient so etwas nur der reinen Aufregung und der Generierung zusätzlicher Reichweite. Alle können mal wieder kräftig herumpoltern und morgen ein paar Radfahrer anhupen. Toll.

    Ich bin mal gespannt, ob man solche wertvollen Diskussionsbeiträge heute Abend auch senden wird.