Beiträge von Malte

    Beim Weihnachtsmarkt in der Hamburger Innenstadt werden auch in diesem Jahr wieder Fahrradstellplätze zu Glühweinständen umfunktioniert:

    Die Stellplätze auf der linken Seite werden erfahrungsgemäß ebenfalls noch umgebaut.

    Nun könnte man ja wenigstens rechtzeitig ein Schild anbringen, dass diese Plätze ab dem 21. November nicht mehr zur Verfügung stehen, aber dazu sieht man sich offenbar nicht in der Lage. Laut meinen Kollegen waren einige an den rechten Stellplätzen angeschlossene Räder so weit gekippt und die Schlösser an den seitlichen Beinen heruntergezogen worden, damit die Tischplatte montiert werden konnte. Das kann ich nicht verifizieren, ich habe es leider nicht gesehen, aber ich wäre ja nicht so froh, wenn jemand mein angeschlossenes Rad auf den Boden dreht.

    Nun kann man natürlich zurecht bemängeln, dass eh niemand mit dem Fahrrad zum Weihnachtsmarkt führe, aber diese Stellplätze befinden sich vor unserem Bureaugebäude, dort herrscht selbst im Winter eine gewisse Knappheit an Fahrradstellplätzen, da schmerzt es durchaus, wenn die Hälfte noch zu Glühweintischen umgebaut wird.

    Nur es kommt so gut wie nie jemand da drauf, das das Radio, die Fernbedienung, ... so schlecht arbeitet, weil die billige LED Lampe deren Empfang stört.

    Das war vor ein paar Jahren noch ein ganz großes Thema in meinem Hamburger Fahrradumfeld, weil selbst teurere Scheinwerfer nahmhafter Hersteller so viel Geschwurbel aussendeten, die dann den Betrieb kabelloser Tachos unmöglich machten:/

    Nun hat sich Google schon mal ins Gespräch gebracht — und droht mit der Einstellung von Google News. Kann ich ja durchaus nachvollziehen, warum sollte sich Google ohne Not das Geld aus der Tasche leiern lassen? Google News könnte in Europa eingestellt werden

    Und YouTube will man auch gleich dicht machen, beziehungsweise bis zu 35 Millionen europäischer Kanäle: Google-Mitarbeiterin Nr. 16 schlägt Alarm

    Da erklärt endlich mal jemand unseren lieben Parlamentariern, dass sich Videos nur bedingt auf urheberrechtlich geschützte Inhalte überprüfen lassen.

    Das Kunstwerk markiert das Ende eines Zweirichtungsradweges, der sich durch eine Unterführung schlängelt, und mit allerlei schlechten Sichtverhältnissen und Fußgängern aufwartet. Geht so. Und am Ende bekommt man diese Ampel präsentiert, bei der man die Fahrbahn noch nicht einmal queren kann, weil auf der anderen Seite nur ein Gehweg angelegt wurde, sondern eigentlich auf die Fahrbahn einfährt. Diese Ampel zum Einfahren auf die Fahrbahn zu nutzen ist dann auch eher so eine mitteltolle Sache.

    Ich schiebe es mal auf die Uhrzeit — die Stelle befindet sich hier in Plön: https://goo.gl/maps/YCZoSr7ZBK22

    Weiter geht’s. Das ist hier immer ein bisschen brenzlig, manchmal weichen Kraftfahrer beim Linksabbiegen auch über den Radfahrstreifen aus, man hat es ja schließlich eilig und so, da sollten Radlinge besser bremsbereit sein:

    Die Haltlinie an der abgeschalteten Lichtzeichenanlage gilt nicht für Radfahrer. Prima, leider im morgendlichen Gegenlicht kaum zu erkennen.

    Die zweite Linie gilt ebenfalls nicht, weil momentan niemand queren kann:

    Hier darf man nur nach rechts? Oder doch geradeaus? Mal wieder lernt man als Radfahrer sich doch bitteschön selbst auszusuchen, welche Schilder man beachten möchte:

    Edit: Hoppla, die Bahn ist schon in Hamburg angekommen — mehr Fotos folgen im Laufe des Abends.

    Ich möchte noch mal kurz zwei Aufnahmen von Ende September einwerfen.

    Hier liegt noch ein bisschen Gestrüpp auf dem Radfahrstreifen. Nicht so sehr gut zu erkennen, aber das ist damals offenbar häufiger passiert, jedenfalls mehrten sich die Klagen auf facebook über den Müll, der da lag:

    Und das hier ist dann die tolle Bushaltestelle. Prinzipiell sollten Fahrplan und Lichtzeichenanlage wohl so gut getaktet sein, dass der Bus den Radfahrstreifen nicht versperrt, aber wie es halt so ist, da braucht ein Fahrgast länger zum Abzählen seines Münzgeldes beim Fahrkartenkauf, schon klappt es nicht mehr. Radfahrer weichen dann entweder in den Fahrbahnverkehr aus oder versuchen es über den Gehweg. Vielleicht mit ein Grund, warum man solche Konstrukte nicht bauen sollte.

    Gefunden bei SPIEGEL ONLINE: Deutschland rüstet sich für den E-Scooter-Boom

    Hat jemand diesen Verordnungsentwurf zufällig mal gefunden? Die Idee, dass diese Teile bis 20 Kilometer pro Stunde auf Radwegen fahren dürfen, ist ja mal wieder grandios, wenn die meisten älteren Radwege gerade mal für 15 Kilometer pro Stunde ausgelegt waren. Und irgendwie bleibt der fade Beigeschmack, dass es bei diesem ganzen E-Scooter-Ding primär um lukrative Geschäftsmodelle als um Mobilität geht, und zwar in einer Art und Weise, die noch nicht einmal in der Automobilindustrie derart ausgeprägt ist. Die meisten Roller landen ja offenbar bereits nach drei Monaten als nicht weiterverwertbarer Sondermüll auf der Deponie — herzlichen Glückwunsch, das ist ganz bestimmt die Zukunft unserer Mobilität.

    Während ich elektrisch unterstützte Räder ja noch einigermaßen gutheißen kann, weil sie für eine bestimmte Gruppe von Verkehrsteilnehmern eine Alternative zum Auto darstellt, ist mir bei diesen ganzen elektrisch angetriebenen Rollern, Segways und Skateboards der ökologische Fußabdruck viel zu groß. Da klinge ich vielleicht etwas sehr verbittert, aber: Brauchen wir diesen Kram wirklich? Können wir mit den Rohstoffen nicht etwas sinnvolleres anstellen?

    Ich habe das Thema mit der Elbchaussee ein bisschen sehr aus den Augen verloren, seit ich nicht mehr in Hamburg wohne, aber der momentan vorliegende Entwurf ist wohl mal wieder sehr autozentriert. Olaf Scholz hat offenbar mal die Parole ausgegeben, die Leistungsfähigkeit des Kfz-Verkehrs dürfe nicht eingeschränkt werden und obwohl Olaf Scholz längst von Hamburg nach Berlin wegbefördert wurde, gilt weiterhin, was König Olaf seinerzeit gefordert hat.

    Bei Hamburg-dreht-sich gibt es einen Aufruf zum Einsatz gegen ambitionslose Elbchausseeplanung, bei der Hamburger Morgenpost schlägt das gleich als Radweg-Zoff um die Elbchaussee durch.

    Es ist eben prinzipiell das übliche Dilemma der deutschen Verkehrspolitik: Irgendwie ist da was mit Klimawandel und dem in 17 Jahren aufgebrauchten CO2-Budget und lebenswerten Städten, aber wir bauen weiter Straßen und Autobahnen und Parkplätze, als müssten wir uns um alle diese Themen gar keine Gedanken machen.

    Gesehen in Plön:

    Plön leidet meines Erachtens ein bisschen doll darunter, dass man erst die Eisenbahn direkt am Wasser verlegt hat und dann noch zwei abgrundtief hässliche Bundesstraßen durch die Stadt geschlagen hat, so dass relativ viele Unterführungen für Fußgänger und Radfahrer entstanden sind, damit der Kraftverkehr unbeschwert fließen kann.

    Unterführungen lassen sich auch anders bauen, das sieht man ja in den Niederlanden und in Dänemark, aber… kein Witz… das kostet halt Platz und den hat man eben zwischen den ganzen Straßen und Parkplätzen nicht mehr gefunden.

    Diese tollen Unterführungen sind aber nicht für Radfahrer eine Zumutung, beziehungsweise überhaupt nicht vorgesehen, sondern natürlich auch für Fußgänger mit eingeschränkter Mobilität nicht zu bewältigen. Mit Gehstock möchte ich dort schon nicht mehr runtersteigen müssen.

    Manchmal hat man nach tollen Infrastrukturplanungen auch kein Geld mehr für Streuscheiben, dann reicht es nur noch für ein kleines, dem Verkehrszeichenkatalog nicht bekanntes Zusatzzeichen:

    Das Kunstwerk markiert das Ende eines Zweirichtungsradweges, der sich durch eine Unterführung schlängelt, und mit allerlei schlechten Sichtverhältnissen und Fußgängern aufwartet. Geht so. Und am Ende bekommt man diese Ampel präsentiert, bei der man die Fahrbahn noch nicht einmal queren kann, weil auf der anderen Seite nur ein Gehweg angelegt wurde, sondern eigentlich auf die Fahrbahn einfährt. Diese Ampel zum Einfahren auf die Fahrbahn zu nutzen ist dann auch eher so eine mitteltolle Sache.

    Was noch immer nicht die Frage klärt, warum man nicht einfach ordentliche Streuscheiben nimmt.

    Eine BahnCard 100 ist preislich auch nicht mehr so weit weg, wenn ich richtig geguckt habe, und lässt einen durch (fast) ganz D reisen (allerdings ohne die kostenlose Mitnahme am WE).

    In meinem Fall sind’s noch mal 80 Euro oben drauf — aber dann fehlt eben die Mitnahmeregelung am Wochenende, die Lischen-Radieschen und ich momentan recht ausgiebig nutzen.

    Die deutschlandweite Gültigkeit hätte sich in diesem Sommer mit meinen ständigen Fahrten zu diversen Critical-Mass-Touren sicherlich gelohnt, aber damit bin ich nun durch — im Endeffekt könnte ich momentan damit ein paar Fernzüge zwischen Kiel und Hamburg nutzen, etwa den ICE um 6:13 Uhr, aber mit dem bin ich dann ganze vier Minuten schneller in Hamburg. Und abends ist auf den Fernverkehr von Hamburg nach Kiel auch nicht so viel Verlass, weil die Züge nach meiner Beobachtung mit teilweise so viel Verspätung in Hamburg ankommen, dass sie statt Kiel teilweise nur bis Altona fahren und dort wenden.

    Mal sehen, was mit dem landesweiten Semesterticket für Schleswig-Holstein wird, aber ich glaube, selbst wenn Lischen-Radieschen ihre eigene Fahrkarte hat, bliebe ich weiterhin bei der Schleswig-Holstein-weiten Netzkarte.