Nun zum eingangs versprochenen „Hamburg wird Fahrradstadt“-Moment:
Ja, hier wird die Auffahrt vom Hochbordradweg auf den Radfahrstreifen einfach mal… gesperrt. Warum? Keine Ahnung. Außer ein paar traurig in der Gegend herumstehenden Baken ist nichts zu sehen. Mutmaßlich steht hier noch eine weitere Baumaßnahme an oder wurde vor Kurzem beendet, es ist jedenfalls überhaupt nicht zu erkennen, warum man hier nicht mehr mit dem Fahrrad fahren sollte. Leider ist aber auch keine Beschilderung angeordnet, die das Fahren auf dem Gehweg erlauben könnte — insofern bleibt nur: Ab auf die Fahrbahn!
Auf der anderen Seite der Kreuzung geht es ebenso ominös weiter:
Was auch immer das hier werden soll? Wer meint, sich mit dem Rad hier wieder rechts vorbeiquetschen zu können, wird unfreiwillige Bekanntschaft mit dem unsichtbaren Kantstein machen, der dort in der Ecke verläuft. Das ist hinsichtlich einer „Absicherung“, die diesen Namen verdienen soll, nicht besonders glücklich gemacht worden. Und es stellt sich erneut die Frage, wo denn nach Meinung der Behörde der Radverkehr stattfinden soll — geht man davon aus, es würde ab der Absperrung des Radfahrstreifens brav geschoben und an der Kreuzung angekommen stellt der Radfahrer fest, „Mist, immer noch gesperrt“ und schiebt weiter, also auch artig über den arg abgefransten Fußgängerüberweg des freilaufenden Rechtsabbiegestreifens?
Quer dazu in der Volksparkstraße ist das genauso toll gelaufen, dort findet man sich ebenfalls plötzlich vor dieser Absperrung wieder und kann erstmal das Fahrrad den Kantstein hochwuchten. Immerhin wird hier das Gehwegradeln mit Zeichen 240 angeordnet, wenngleich das mit Lastenrädern oder Fahrradanhängern angesichts des Kantsteins sicher kein Vergnügen ist.
Begeht man dann eigentlich einen Rotlichtverstoß, wenn man hier auf dem Gehweg am zweiten Hindernis vorbeiradelt?
Irgendwas hat man sich hier sicherlich gedacht. Nur: Was? Momentan sieht es eher nach einer Schikane für den Radverkehr aus, was die Akzeptanz bei Radfahrern sicherlich nicht steigert.
Nun fährt man rechts über die Fußgängerfurt nach links auf die Fahrradfurt. Das dürfte hinsichtlich der von links kommenden abbiegenden Kraftfahrzeuge etwas unglücklich sein, aber… naja.
Hamburg wird nunmal Fahrradstadt.