Beiträge von Malte

    Der Sinnspruch „Man sieht doch, was gemeint ist“, gilt gar nicht mal exklusiv für den Radverkehr. Zeichen 214-10 steht hier nur zur Verzierung in der Gegend herum, muss aber nicht weiter beachtet werden.

    Woher man weiß, dass es nicht weiter beachtet werden muss? Weil zum Beispiel dieses Absperrgitter noch in der Gegend herumsteht:

    Und weil die eigentliche Arbeitsstelle auch noch gar nicht gesperrt ist. Und so wird der Kraftverkehr jeden Abend probeweise dort abbiegen und eines abends dann tatsächlich feststellen, dass das mit der Vollsperrung ernst gemeint war. Und nun wissen wir auch, warum so viele Kraftfahrer (und Radfahrer und Fußgänger) jegliche Straßensperrungen und Umleitungen ignorieren: Man lernt eben aus der Erfahrung, dass es in vielen Fällen eben doch weitergeht und Zeichen 214 und 250 eher als Verzierung im Straßenraum aufgebahrt wurden.

    Im weiteren Verlauf der Feldstraße stehen noch weitere Absperrgelemente und Zeichen 250 parat. Es gilt „Anlüger frei“ — vom Radverkehr, der die Arbeitsstelle voraussichtlich aber noch auf dem Radweg passieren können wird, ist bislang nicht die Rede. Auch hier lernen wir: Man darf sich die Bedeutung der Beschilderung selbst aussuchen.

    Ein paar Tage später wuchs die Arbeitsstelle in der Feldstraße etwas in die Breite, der stadtauswärts führende Fahrbahnverkehr wurde teilweise über den stadteinwärts führenden Fahrstreifen zum Linksabbiegen geführt. Soweit, so gut.

    Aber: Rote Leuchten haben abseits einer Vollsperrung absolut nichts im Straßenbild verloren. Und rote Leuchten gemischt mit blinkenden gelben Leuchten und dem ganzen rot-weißen Reflektionskram sind echt verwirrend, die fehlenden Fahrbahnmarkierungen tragen ihren Teil dazu bei.

    Immerhin zeigen die Warnbaken in die richtige Richtung.

    Nebenan kann man auch noch prima den Unterbau von Gehweg, Radweg, Seitenstreifen und Fahrbahn erkennen.

    Du meinst dann also, dass man dann auf den Regionalbahnstrecken noch zwei Zwischenhalte zwischen Dammtor und Altona einfügen könnte um die S-Bahn zu ersetzen?

    Naja: Können tut man vieles. Ob das aus betrieblicher Sicht sinnvoll ist und überhaupt in irgendeiner Weise die Fahrgastströme widerspiegelt ist ja eine ganz andere Sache.

    Und wie würden dann die (heute ja durchaus stark genutzten) Haltestellen Sternschanze (na gut... die ist ja vor allem wegen dem Übergang zur U3 stark frequentiert, den hätte man dann am Schlump) und Holstenstraße (das wäre ein echtes Problem) bedient werden?

    Meine ganz naive Idee wäre ja, dass es dann zwei weitere Gleise für Fern- und Nahverkehr gibt, so dass theoretisch auch ein Drei-Minuten-Takt mit Regionalbahnen gefahren werden könnte.

    Die fahren dann allerdings weder von Aumühle zur Elbaustraße — allerdings könnte man theoretisch die Metronom-Züge nach Niedersachsen in Altona starten lassen und auf diese Weise die S 31 ersetzen. Ist halt nur die Frage, ob das eine wirkliche Verbesserung des Angebotes darstellt.

    Momentan wird seit mehreren Monaten dort gebaut, der Kraftverkehr wird gegen den Uhrzeigersinn über die Inseln geleitet, der Radverkehr… darf sich seinen Weg irgendwie suchen. Wir fahren da ja beim Lunchride jeden Mittwoch lang und die Arbeitsstellen und die Führungen für nichtmotorisierte Verkehrsteilnehmer könnten wieder seitenlange Threads füllen.

    Will sagen: Dass selbst auf einer einigermaßen wichtigen Veloroute, die hier einen wesentlichen Teil des Radverkehrsaufkommens über die Norderelbe kanalisiert, nicht mal genügend Platz für eine stetige und sichere Radverkehrsführung bleibt, das wundert mich im Jahre 2020 der Fahrradstadt Hamburg doch sehr.

    Zur Erhöhung der Kapazität des Hamburger Hauptbahnhofes ist plötzlich ein neuer S-Bahn-Tunnel vom Hauptbahnhof über den Stephansplatz beim Bahnhof Dammtor, Schlump und Doormansweg nach Diebsteich im Gespräch. Auf der so genannten Verbindungsbahn sollen dann vier Gleise für den Fernverkehr zur Verfügung stehen. Das Vorhaben soll 650 Millionen Euro kosten — und frühestens 2030 fertig sein: Hamburg begrüßt S-Bahn-Tunnelpläne

    Ich behaupte mal frech: Das wird nichts.

    Seit ein paar Wochen wird auch in der benachbarten Feldstraße gebaut. Das ging los mit einer Sperrung des Radweges, bei der immerhin ein Zeichen 240 für den Rad- und Fußverkehr aufgestellt wurde. Dass die verbleibende Breite auf dem Gehweg nicht mal ansatzweise den 2,50 Metern aus den Verwaltungsvorschriften genügt, aber man kann das ja auch unterschreiten, nä? Allerdings stellt sich ohnehin die Frage, warum nichtmotorisierte Verkehrsteilnehmer hier mit Zeichen 240 beglückt werden müssen, denn ein benutzungspflichtiger Hochbordweg ist in der Feldstraße grundsätzlich nicht vorhanden. Man könnte die Leute auch weiter auf der Fahrbahn radeln lassen und den so genannten Angstradlern einen freigegebenen Gehweg anbieten, bei dem dann die inbegriffene Schrittgeschwindigkeit auch mit der Breite des Gehweges harmoniert.

    Blick von der Rückseite: Ups, auch ein Zeichen 240?

    Das heißt, aus der Gegenrichtung muss vom nicht-benutzungspflichtigen Radweg oder von der Fahrbahn — auf die der Radverkehr eine Kreuzung zuvor sogar mittels eines Schutzstreifens geleitet wird — auf den linksseitigen Fuß- und Radweg wechseln, sich durch diese Engstelle zwängen und dann spätestens an der nächsten Kreuzung wieder auf die rechte Straßenseite zurück.

    Vermutlich war das auch einfach der Versuch, auf den Radverkehr aus der Gegenrichtung hinzuweisen. Aber dazu ist Zeichen 240 nunmal nicht geeignet.

    Nach insgesamt neun Kilometern mit der „fremden Felge“ habe ich kein einziges verdächtiges Geräusch gehört. Damit ist für mich schon mal ziemlich klar, dass sich das Problem irgendwo innerhalb des Hinterrades befindet.

    Haben die Händler die Speichenspannung gemessen?

    Leider nur mit der Hand. Ich werde morgen noch mal beim Händler in der Gärtnerstraße vorsprechen.

    „Ein kurzer Kontakt mit einem Fahrradlenker“:

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    Ich wundere mich ja ein bisschen, was ich mir darunter vorstellen soll. Vielleicht ist es tatsächlich ganz harmlos gemeint und es sind solche Kratzer, vor denen mein Vater Angst hatte, wenn ich als Kind mein Fahrrad aus dem Schuppen durchs Carport geschleppt habe.

    Ich habe jetzt mal eine Hinterradtransplantation durchgeführt und werde morgen mal lauschen — wenn es morgen noch klingelt, muss es ja das Tretlager sein. Alle anderen Teile kommen meines Erachtens nicht in Frage, wenn das Klingeln so sehr mit dem Treten und Fahren korrespondiert.

    Mich hat ja schon gleich verwundert, dass das Schaltkettchen vom roten Faltrad nicht im blauen Faltrad schaltet, obwohl beide Bowdenzüge gleich justiert sind — aber der Schaltzug ist auf diese Weise einfach zu kurz, ich komme nicht mal vom dritten in den zweiten Gang.

    Es gibt ein Problem: Mein Brompton klingt wie ein Glockenspiel:

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    Hat jemand eine Idee, woher diese Geräusche stammen?

    Die Geräuschkulisse tritt auf, seitdem im Dezember die durchgebremsten Felgen ausgetauscht wurden. Meine erste Idee war, dass die Speichen nicht ordentlich saßen, kann ja passieren, und beim Fahren unter Last die auftretenden Kräfte auf irgendeine Weise diese Geräusche verursachten. Nach dem Besuch bei drei unterschiedlichen Fahrradhändlern sind wir uns allerdings einig, dass die Speichen geradezu perfekt sitzen und diese klingelnden Geräusche ohnehin nicht verursachen, weil sie sich an den Kreuzungspunkten dank des kleinen Felgendurchmessers nicht berühren.

    Grundsätzlich entsteht das Geräusch beim kräftigen Treten und wird leiser, je weniger stark ich trete. Beim Anfahren oder Bergauffahren klingelt’s demnach, beim ruhigen Entlanggleiten eher weniger. Wenn ich aufhöre zu treten, dann hört auch ein Großteil der Bimmelei auf, ein paar leise Töne sind aber noch zu vernehmen.

    Die Fahrradkette hat nichts damit zu tun, die haben tfnab und ich schon gewechselt (beziehungsweise tfnab hat sie gewechselt und ich habe mich dumm angestellt).

    Ich habe während der gestrigen Tour mal den Versuch unternommen mit Gehörschutz zu fahren, um womöglich die Geräusche über den Körper statt über das Ohr wahrnehmen zu können. Ganz esoterisch, ich weiß, aber ich hörte auf diese Weise ein regelmäßiges Knacken, was frequenzmäßig eher an meine Trittfrequenz gekoppelt war — ich hätte ja ansonsten erwartet, dass in unterschiedlichen Gängen der kombinierten Ketten- und Nabenschaltung die Frequenz des Auftretens variiert.

    Hat jemand irgendeine Idee zu diesem Orchester, das ich zu gerne entlassen möchte?

    Bei einer Verkehrsbelastung, die meist nicht der Rede wert ist. Aber Hauptsache Radweg. Weil wieder irgendjemand meinte, dass man unmöglich mitten auf der Straße fahren könne! Arg.

    Ich weiß, dass meine Mindermeinung unpopulär ist, aber nachdem ich ein paar Stunden vorher mehrere Kilometer auf der radweglosen Bundesstraße 5 heruntergekurbelt habe, war ich anschließend zu etwas mehr Abstand zu überholenden Kraftfahrzeugen ganz froh.

    Ich war auf dieser Straße mit den großzügig angelegten Fahrstreifen permanent am Gucken, wie weit links ich auf dem Fahrstreifen fahren konnte, aber entweder wird man angehupt oder eng überholt oder man wird eng überholt. Die Fahrstreifenmarkierung in der Mitte hat jedenfalls kaum jemand überfahren, der Lkw im zweiten Foto hat während des Überholmanövers auch nicht wesentlich am Lenkrad gedreht. Das war alles schon recht unangenehm — und nicht so richtig das, was ich mir bei einer längeren Tour vorstelle, die ich grundsätzlich zwecks Entspannung im Freien unternehme.

    Und ich bin wirklich sehr dafür, dass wir diesen Quatsch mit den außerörtlichen Radwegen irgendwann mal unterlassen können, aber dazu fehlt mir momentan ein bisschen die notwendige Gelassenheit bei den Verkehrsteilnehmern hinter dem Lenkrad.

    Vom Lkw überrollt zurück ins Leben:

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    Ich möchte noch einmal dieses Konstrukt aus Havelberg zur Diskussion stellen:

    Und was halten wir eigentlich von solchen Konstruktionen? Eine abknickende Vorfahrtsstraße, der Radverkehr wird von einem Schutzstreifen mitten ins Geschehen geschmissen. Das wird bestimmt total super, wenn jemand mit dem Fahrrad nach links abbiegen, der Kraftfahrer aber geradeaus möchte. Als ich kurz nach diesem Foto links abbiegen wollte, „übersah“ mich eine von links kommende Kraftfahrerin und nahm mir die Vorfahrt. Das klappt ja echt prima.

    Der Radverkehr wird inmitten dieser abknickenden Vorfahrtsstraße über einen Schutzstreifen vom Hochbordradweg auf die Fahrbahn entlassen. Da könnte ja auch § 10 StVO einschlägig sein und der Radverkehr fährt ganz zuletzt. Wenn ich nun mit dem Rad nach links abbiegen möchte, wäre ich ja wartepflichtig gegenüber geradeaus fahrenden Kraftfahrern. Für letztere kommt womöglich § 9 Abs. 3 StVO in Frage, allerdings schlägt § 10 StVO ja grundsätzlich alles.

    Was meint ihr dazu?

    Benutzungspflichtiger gemeinsamer Zweirichtungs-Fuß- und Radweg in der Hansestadt Havelberg:

    Das hat sich übrigens bis heute nicht geändert — lediglich das Schild für die gegenläufige Bentzungspflicht konnte ich nicht mehr finden. Allerdings gehe ich davon aus, dass sich die meisten Radfahrer und Fußgänger wohl auf dieser Fläche rechts im Bild bewegen werden:

    An der folgenden Lichtzeichenanlage gelten für Radfahrer die Lichtzeichen für den Fahrverkehr, nicht die bummelige Fußgängerampel. Das war vor vier Jahren natürlich noch nicht so.

    Und was halten wir eigentlich von solchen Konstruktionen? Eine abknickende Vorfahrtsstraße, der Radverkehr wird von einem Schutzstreifen mitten ins Geschehen geschmissen. Das wird bestimmt total super, wenn jemand mit dem Fahrrad nach links abbiegen, der Kraftfahrer aber geradeaus möchte. Als ich kurz nach diesem Foto links abbiegen wollte, „übersah“ mich eine von links kommende Kraftfahrerin und nahm mir die Vorfahrt. Das klappt ja echt prima.

    Was ich in dieser Stadt auch nicht so ganz verstanden habe: Wo darf man eigentlich mit dem Rad fahren?

    Stadtauswärts handelt es sich um einen benutzungspflichtigen Fuß- und Radweg entlang einer Überlandstraße, stadteinwärts führt die rote Fahrradfurt auf einen reinen Gehweg. Ungünstig.

    Das geht auf der anderen Seite der Stadt ähnlich toll: Erst ein so genannter anderer Radweg ohne Benutzungspflicht, dann ein freigegebener Gehweg — ganz im Hintergrund ist schon wieder Zeichen 240 zu sehen, das Kraxeln herunter auf die Fahrbahn lohnt sich also auch nicht so ganz:

    Hoppla, da wurde ich wohl glatt „übersehen“:

    Die Verwandlung vom anderen Radweg zum freigegebenen Gehweg passiert öfter:

    Da darf man dann auch gerne raten, was wohl im weiteren Verlauf der Straße gilt:

    Manchmal wird’s auch plötzlich ein reiner Gehweg. Und damit hier keiner auf dumme Gedanken kommt, spendiert man dem Ding noch ein [Zusatzzeichen 1012-32]. Eine Ecke weiter führt von dem reinen Gehweg allerdings eine rote Furt auf einen freigegebenen Gehweg. Das kapiert doch mal wieder kein Mensch.

    Radfahrer und Anlieger frei. Wollen wir wetten, wie viele Verkehrsteilnehmer wohl das [Zeichen 267] im Vordergrund ignorieren?

    Na gut, weiter zum Bahnhof Glöwen wartet eine Benutzungspflicht aufgrund von Fahrbahnschäden oder so:

    Weiter geht’s auf einem offenbar recht frisch sanierten Radweg. Der lässt sich prinzipiell ganz gut befahren, gleicht aber wie so viele Radwege einer Achterbahnstrecke: Während für die benachbarte Fahrbahn eine ebene Trasse planiert wurde, folgt der benachbarte Naturerlebnisradweg dem Verlauf des Geländes und umkurvt jeden Baum.

    Das finde ich einerseits nicht verkehrt, weil ich Bäume sehr schätze und auch nicht unbedingt viel davon halte, für eine Verkehrsstrecke Unmengen an Erde zu bewegen. Trotzdem sind hier zwei Meter und dort drei Meter und da anderthalb Meter am Ende der Tour auch schon mal hundert Höhenmeter, die dafür sorgen, dass meine Eltern solche Strecken beispielsweise nicht mit dem Rad führen.

    Ankunft in Glöwen. Hier endet der benutzungspflichtige Radweg, man soll irgendwie auf die andere Straßenseite, vielleicht aber auch nicht, aber im Hintergrund lockt ein freigegebener Gehweg: