Seit gestern Abend gilt in Deutschland ein „umfangreiches Kontaktverbot“: Bund und Länder verständigen sich auf umfangreiches Kontaktverbot
Ich vermag als Laie natürlich nicht zu beurteilen, ob diese Maßnahmen zur Eindämmung der Verbreitung von SARS-CoV-2 sinnvoll sind und im Endeffekt Leben retten oder nicht.
Was mir aber ziemlich klar ist: Diese Maßnahmen werden nicht wie versprochen in zwei Wochen wieder aufgehoben. Das wird nach meiner laienhaften Einschätzung schon daran scheitern, dass sich Erfolge im Kampf gegen SARS-CoV-2 sich nicht so schnell einstellen werden. Dumm nur: Was passiert, wenn wir uns daran gewöhnen? Der soziale Druck, auf seine eigenen Rechte zu verzichten, noch nicht einmal die Möglichkeit zum Joggen oder zur sportlichen Betätigung draußen wahrzunehmen, ist immens.
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Und es wäre natürlich schön, hätte ich ein etwas größeres Vertrauen in unsere Polizei, die ich beispielsweise in Hamburg als sehr einseitig an den Befindlichkeiten von Menschen interessiert erlebt habe, die nicht mit dem Auto unterwegs sind und die mir schon zwei Mal versucht haben, einfach so eine Ordnungswidrigkeitenanzeige reinzudrücken und mit halbgaren Unfallaufnahmen dafür sorgten, dass ich jedes Mal unnötigen Ärger mit der gegnerischen Versicherung hatte, um dann diese lustige Rotlichtkontrolle durchzuziehen. Ich habe die Polizei in den letzten Jahren eher als Gegner wahrgenommen, obwohl ich nie auf einer linken Demonstration Mollis geschmissen oder gar irgendwelche Straftaten begangen habe. Die wenigen positiven Ausnahmen war jeden Monat die Begleitung diverser Critical-Mass-Touren seitens der Polizei, die in der Regel sogar einigermaßen freundschaftlich ablief.
Aber nach meinem Gefühl her ist es äußerst ungünstig, jetzt plötzlich eine Ausweispflicht zu haben, die von der Polizei durchgesetzt wird: