Thüringen - Apfelstädtradweg: Schwabhausen

  • Wir waren gestern im Thüringer Wald. :whistling:


    Eine lockere Runde von Grimmenthal über Meiningen, Schmalkalden, Georgenthal, Neudietendorf nach Erfurt.


    nach der gruseligen Zugfahrt im Schunkelexpress von Jena nach Erfurt, Erfurt nach Grimmenthal stehst du am Bahnhof dort: und kommst nicht weg.

    Bei Google hat es noch ein altes Luftbild. Die Zuwegung nach Osten ist noch offen, aber Sonntag schon geschlossen. Bleibt noch der BÜ nach Süden. Aber die Schrankenanlage bleibt geschlossen, so lange der Winzexpress nach Nirgendwo noch am Bahnsteig steht und auf die Abfahrt wartet...


    Tja. :rolleyes: warten.


    Irgendwie dem Werra-Radweg gefolgt nach Meiningen, Abstecher in die Innenstadt. Jo mei - chic.

    weiter nach Walldorf wirste von den Begleiterscheinungen der Kompostieranlage beglückt. Olfaktorisch und ... kaputt gefahrene Radwege.

    Ich war da schon etwas bedient ob der Oberflächenqualität.


    Das Gerüttel in Walldorf und die Aussicht auf komische Wegführung des Werrarad-wander-weges haben mich dann veranlasst, kurzerhand auf der Bundesstraße zu fahren. Sonntag. Mittag.

    Was soll schon passieren. Bundesstraße als Ortsumgehung halt


    Wobei ich aber zugeben muss, dass ich hier doch etwas irritiert war. 2 Fahrspuren nach rechts weg, von vorn kommen 2 den Berg hoch. Da hab ich sehr wohl nach "Kraftfahrstraße" oder "Radfahren verboten" geschaut. Pustekuchen. Nix. Bundesstraße mit Tempolimit. Entspanntes Fahren. Wie auch innerorts sind 2 Fahrspuren pro Richtung dann doch echt toll zu fahren.


    Einspurig gehts dann weiter um hier wieder abschnittsweise 2-spurig zu werden.

    Aber Sonntag: Baustelle. Doch nur eine Spur mit "komischer" Breite. :/


    Hab mich dann doch entschieden, auf der linken Seite im Baustellenbereich zu fahren. Gegenverkehr war keiner, die Spur war gesperrt.

    Wie das dort z.B. an einem Freitag Nachmittag aussieht: gute Frage. Gerade der durchgezogene Doppelstrich in Gegenrichtung ließe dort ja nun wirklich nicht mal ansatzweise ein Überholen zu. Ob da echt alle hinter einem Radfahrer herzuckeln?


    Und nee, diese Bundesstraße ist jetzt kein "wir haben nur vergessen, ein Verbot für den Radverkehr aufzuhängen!"

    Denn direkt vor der Schmalkaldetalbrücke der nette Hinweis: aber jetzt bitte wirklich runter

    denn die Brücke ist mit Z.254 garniert. :whistling:

    Ich weiß nicht, warum. Geländerhöhe? :S

    Windanfälligkeit?


    Einmal durch Schmalkalden durch und hoch zum Rennsteig.

    Miese Straßenqualität. kurvig. schlecht einsehbar für den überholwilligen Autoverkehr.

    Während ich hörte, wie sich ein "sportliches Auto" von hinten näherte hatte, hatte ich voraus Scheinwerfer durch die Bäume blitzen sehen. :|

    Weil sich das aus meiner Perspektive nicht so gut ausgegangen hätte, hab ich kurzerhand den auflaufenden Autoverkehr mit Handzeichen(!) zum bremsen bzw. zum nicht-Überholen aufgefordert. Entweder hat der Fahrer mit den Insassen diskutiert, was das wohl heißen möge, oder aber er wollte die Bremsen aufwärmen: er hat sich jedenfalls doch entschlossen, hinter mir sehr stark zu verzögern.

    Und 1-2 Sek später kam das Wohnmobil um die leichte linkskurve gezockelt...


    Als die Straße einsehbar war: überholen.

    Währenddessen beugte sich der Beifahrer aus dem Fenster und ... "ey, Danke! :thumbup:" schallte es herüber

    huch :S


    Bergab dann bessere Straße und weniger Überholmanöver ;)

    Ab Tambach-Dietharz gabs einen Bahntrassenradweg. Der natürlich an keiner Stelle ohne die obligatorischen Umlaufsperren auskommt :cursing:

    Zu was entwickelt sich eine solche Umlaufsperre? Zu einer umfahrenen Sperre. rechts oder links vorbei und wenn man nicht aufpasst, bleibt man beim Wiederauffahren auf den Asphalt an der Kante im spitzen Winkel hängen und legt sich ab. Oder mit der Packtasche an der Umlaufsperre.. Obs dann am Ende mit den Teilen sicherer/besser als ohne ist? Mich hätte es klassisch fast entschärft, als ich hier von rechts komme, mit der Umlaufsperre beschäftigt bin und doch versuche, den Verkehr aus beiden Richtungen... ja kommt nix, faaaa... aaaaach, verdammt, da kommt doch einer :|

    Hmpf

    Achja: die Funktionalität so eines Radweges ist bereits bei 6 Rad Fahrenden am Ende. Ich hab wirklich kein Problem damit, auch über längere Abschnitte hinter jemandem herzufahren. Gegenverkehr, Umlaufsperren, nebeneinanderfahren, unsicheres Fahren, zu schmaler Weg - nur bin ich nicht allein. Und wenn von hinten die Sonntags-Pedelekkies kommen und qua "Voooooorsicht" einfach durchpflügen: puh, dann muss man einfach sagen, dass die Breite dieser Wege nicht für die Mengen an "durchschnittlichen" Rad Fahrenden ausgelegt ist.


    Das beste kommt heute zum Schluss:

    Die Fahrt nach Schwabhausen. Über die B247.

    Ja denkste! T30-Mindestgeschwindigkeit prangt an der Straße, während wir hier im Bild von Links kommen und geradeaus wollen


    Hm. das ist nun irgendwie ein indirektes Verbot für den Radverkehr. Wenn du nicht sicher 30 schaffst, darfste hier nicht fahren. Höhenmeter, Gegenwind... Abwägung. Einerseits - andererseits..

    Na gut, da rechts ist ein asphaltierter Radweg ausgewiesen, nehmen wir den.


    Die Brücke über die Apfelstädt war der erste Streich:

    Umlaufsperre mit 6cm-Kante.

    Ich behaupte, dass ich ein Radfahrer bin, der sein Rad gut im Griff hat und einen eher überdurchschnittlich ausgeprägten/erlernten Sinn fürs Gleichgewicht hat. Aber das da war einfach selbst mir zu viel. Wer da im Halbdunkeln nicht so richtig guckt und/oder sich auf die Umlaufsperre konzentriert, der scheitert da an der Brückenkante und legt sich hin. Oder haut sich 'n Schaden in die Felge(n).


    Bereit für mehr?

    Jetzt steh ich hier

    Radweg folgend: über den ausgegrenzten Teil eines Standortübungsplatzes.

    der Straße (im Foto nach links) folgend: da kommt die Bundesstraße mit T30-Mindestgeschwindigkeit

    Rückblickend ärgere ich mich fast, dort nicht wenigstens geschaut zu haben, ob das VZ dort auch steht. Bei Mapillary finde ich keines. Umsomehr die Frage, was da nun eigentlich gilt und wieso?


    Aber klar, so schlimm sieht der Weg gar nicht aus. Split, verdichtet...


    ok, bisschen steinig. Aber sonst ist es gut, dass kann man noch fahren:


    ok, bisschen zugewachsen. Aber sonst ist es gut, das kann man noch fahren:


    Jaaa, ein bisschen schmal, eckig, steinig.. Aber sonst ist es gut, das kann man noch fahren:


    hm. Bisschen viel loser Schotter und bergab.. aber sonst ist es gut, das kann man noch fahren:

    (credits an die Simpons, Lisa als Vegetarierin)


    die Dame vor mir, auf die wir aufgelaufen sind war - in gewisser Weise nachvollziehbar - der Meinung, dass das doch nicht mehr so ganz fahrbar sei:


    Und das hier war noch das weniger steile Stück

    :|


    Blück zurück:


    Weil Bilder von Steigung/Gefälle täuschen, hab ich das mal grafisch etwas aufbereitet:

    Ok. das hat der Landkreis/Land direkt selbst übernommen!


    Die Dame mit dem Pedelec hatte das Problem:

    - Schotter

    - mind. 28kg-Rad

    - bergab

    - steil


    Bremse nicht ziehen: das Fahrrad zieht. Unnachgiebig bergab

    Bremse ziehen: kaum Bremswirkung mit dem Ungetüm auf losem Untergrund


    Und wir standen mit den Rennrädern vor ähnlichem Dilemma. Klar sind unsere Räder leichter. Aber mit Fahrradschuhen auf so einem Untergrund?! hahahaha.

    X/


    Was machste da bergauf?

    Wie kommt man auf den TRichter, eine 25%-Steigung auf einem Radwanderweg auszuweisen!?

    Aber immerhin bei Google als Aussichtspunkt getagged


    Tag mit Höhen und Tiefen.

    Wieder gelernt: fahr nicht auf Radwegen, geht sich scheiße aus. X/

  • DMHH

    Hat den Titel des Themas von „Thüringen - Apfelstädtradweg: Schwabach“ zu „Thüringen - Apfelstädtradweg: Schwabhausen“ geändert.
  • Das beste kommt heute zum Schluss:

    Die Fahrt nach Schwabhausen. Über die B247.

    Ja denkste! T30-Mindestgeschwindigkeit prangt an der Straße,

    Das war schon 1993 so. Und ich freute mich, dass dort keine [Zeichen 254] angebracht wurden und vermutete eine Verbindung vom Radsport zur Verkehrsbehörde. Z.B. war (und ist) in Waltershausen ein sehr aktiver Radsportverein.


    Zwei Klassenkameraden, aus Gotha und Georgenthal, sind zwischen diesen Orten mit dem Rad auf der Nebenstrecke über Emleben gefahren, die ist so 0.5 - 1 km länger. Unter diesem Umstand kann man die B 247 schon mal für die Sportler reservieren. ;)


    Aber von Hohenkirchen nach Schwabhausen verdoppelt sich die Strecke, wenn man über Emleben fährt. Und über den Truppenübungsplatz verdreifacht sich die Zeit, wie wir jetzt wissen. X/