Radschnellweg Hannover-Lehrte:​ Verbesserungspotenzial und Engstellen

  • Immer mal wieder wird in den Medien über den geplanten Radschnellweg Hannover-Lehrte berichtet. Außerdem gab es in anderen Threads Hinweise darauf. Deshalb eröffne ich diesen Thread, der sich speziell mit den Chancen beschäftigen soll, den der geplante Radschnellweg bieten kann. Außerdem soll der Thread die Möglichkeit bieten, Lösungsansätze zu erarbeiten für die erwartbaren Engstellen. Eine dieser Engstellen ist die Kreuzung des geplanten Schnellwegs mit der Clausewitzstraße. Bis vor Jahren gab es dort keinen Ampel-gesteuerten Überweg.

    In der HAZ wurde die Haltung des Oberbürgermeisters Hannovers zum geplanten Radschnellweg so wiedergegeben: "Laut Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) ist das Vorhaben ein Beispiel dafür, „dass wir es mit der Verkehrswende ernst meinen", wie er jüngst im Rat sagte. Berufspendler sollen ermuntert werden, auf das Fahrrad umzusteigen." HAZ vom 26.8.18 http://www.haz.de/Hannover/Aus…Radschnellweg-nach-Lehrte

    Zum Ampel-gesteuerten Überweg Clausewitzstraße heißt es in dem HAZ-Artikel: "Problematisiert wurde von den Bezirksräten auch der Überweg Clausewitzstraße; diese Straße wird nach Fertigstellung der geplanten Conti-Zentrale noch mehr Autoverkehr verkraften müssen als bisher. Die mittleren Zeitverluste eines Radfahrers durch Anhalten und Warten, so die Vorgaben für einen idealtypischen RSW, sollen innerorts keine 30 Sekunden pro Kilometer überschreiten – was zumindest zwischen City und Kleefeld schwer zu schaffen sein dürfte."

    Hier ein Foto vom Ampel-gesteuerten Überweg über die Clauswitzstraße:

  • Hallo lomo, ich habe dein Zitat in diesen Thread kopiert, ich hoffe du bist mir deswegen nicht böse.


    Zum Ampelüberweg Clauswitzstraße:

    Ob ich dort jetzt zügiger oder weniger schnell und sicherer oder weniger sicher rüberkomme habe ich mich auch schon oft gefragt. Statistisch ausgewertet habe ich da noch nichts (Sekunden Wartezeit und so.) Außerdem hätte ich dann ja vorher im alten Zustand bereits Daten erheben müssen. Was mich am meisten ärgert ist die Geschichte mit dem "Nichtfunktionieren" des automatischen Grünschaltens der Ampeln für den Radverkehr, wenn sich der Radverkehr nähert. Manchmal hatte ich schon den Eindruck das funktioniert. Du sagtest ja eine Geschwindigkeit um die 12 km/h sei die Voraussetzung dafür, dass es überhaupt funktioniert. Ich vermute dass ich in der Regel etwas schneller unterwegs bin, so bis 18 km/h, aber das mit den 12 km/h werde ich mal ausprobieren. Auch wenn ich leider keinen Tacho habe, um das genau zu prüfen. Weil ich mir das mit der niedrigen Geschwindigkeit schon gedacht hatte, bin ich bislang auch so mit max. 15 km/h rangefahren. Aber ich werde es demnächst noch mal langsamer probieren.

    Ich habe allerdings den Verdacht, dass dem Autoverkehr größere Vorrechte eingeräumt werden als dem Radverkehr und das ist insbesondere im Hinblick auf die Zukunft der Verbindung (geplante Fahrradschnellstraße) nicht akzeptabel.

    Die Autobelastung der Straße finde ich auch eher niedrig, so dass ich mich schon manchmal frage, ob es früher nicht schneller ging da rüber zu kommen, als es noch keine Ampel gab. Aber es gibt zweifelsfrei auch starke Besuchstage im Zoo oder im HCC, so dass man nicht davon ausgehen kann, dass dort immer die Auto-Verkehrsbelastung niedrig ist.

    Dass man den Überweg nicht schräg angelegt hat, das finde ich weniger schlimm. Denn letztlich sollte auch der Fußverkehr zu seinem Recht kommen. Und für den Fußverkehr wurde die Seite neben dem Radwegübergang reserviert. Siehe dazu auch das folgende Bild, das von der Stadtparkseite aus fotografiert wurde. Da ist der Fußwegübergang rechts vom Radwegübergang:



  • Auf der Fahrt nach Westen muß man zunächst einmal auf den Autoverkehr von links achten, der von der Ampelkreuzung an der Hans-Böckler-Allee kommt. Das gilt mit Ampel und auch ohne, denn ich habe nicht nur einmal ein Auto stockvoll bei Rot durchfahren sehen. Diese Autos kommen in Pulks, den Ampelphasen der Kreuzung entsprechend. Früher wurden die Autos zweispurig geführt, heute einspurig, weil irrsinnigerweise eine ganze Spur für den Mikroverkehr hin in die Kleefelder Straße reserviert wurde.

    Also: erstmal nach links schauen, wenn frei, bis zur Mitte vorziehen.

    Dann ein Blick nach rechts, von wo selten einer kam und kommt. Wenn wirklich einer kam, habe ich den durchgelassen, bin dann weitergefahren. Auto haben ohnehin immer Vorfahrt.

    Ja, man muß auch auf die Straßenbahn achten, aber die kommt noch seltener als die Blechdosen.

    Umgekehrter Weg: Blick nach links, zur Stadthalle hinauf. Da kommt selten einer, und in der Regel kommen die Autos einzeln, so daß man nur ein Fahrzeug passieren lassen muß. Vorziehen bis zur Mitte (die Straßenbahn wäre auch in der Nacht unübersehbar), Blick nach rechts zur Hans-Böckler-Allee.

    Mit der Ampel ist das Queren dieser Kreuzung viel schwieriger und langwieriger als früher.

    Erstmal gibt die Bettelampel mir als Radfahrer keine Sicherheit, weil eben doch ab und zu einer durchfährt - und das dann mit hohem Tempo. Zweitens stehen nun (anders als früher) Autofahrer auf der Fahrbahn und warten auf Grün. Beim aktuellen Radverkehr gibt es selten Pulks von wartenden Radfahrern, aber auch das kommt vor.

    Früher konnte ich meistens ohne Verzögerung die Straße queren. Heute ist das nur noch selten der Fall.

    Wenn früher Autos von der Hans-Böckler-Allee kamen (in Pulks), mußte ich den Pulk halt vorbeilassen. Das dauerte kürzer als heute die Wartezeit auf Grün, auch konnte ich unmittelbar nach dem letzten Fahrzeug gefahrlos queren, heute soll ich auch bei freier Fahrbahn auf Grün warten.

    Die Induktionsschleifen funktionieren, das erkennst Du daran, daß beim Passieren der Induktionsschleife der Bettelknopf zu blinken anfängt. Aber das Timing stimmt halt nicht. Auch bei freier Fahrbahn ist es noch nicht grün, wenn ich am Randstein ankomme. Auch bei freier Fahrbahn soll der Radfahrer also warten.

    Ich passiere diese Kreuzung häufig am späteren Abend (22.00 Uhr oder später) oder gar in der Nacht. Dann leistet die Bettelampel bei lotterleerer Straße Nachtdienst, ist somit für jeden der wenigen, der nun an der Stelle vorbeikommt, ein Verkehrshindernis. Die Stadt ist aber wie gekniffen, immer neue Bettelampeln zu bauen. Im Zuge des "Schnellwegs" sind auf wenigen hundert Metern vermutlich gleich zwei neue geplant, nämlich vermutlich an der Berliner Allee, sicher aber an der Plathnerstraße.

    Hat einer zufällig eine Liste der 38 Baumaßnahmen, die uns Radfahrern die liebe Stadt Hannover im Zuge des Ausbaus dieses "Schnellwegs" bescheren will?

    Der Verkehr auf der Clausewitzstraße ist in der Rush-Hour kurz mal stärker - aber auch dann kommen die Fahrzeuge von der Hans-Böckler-Allee ampelbedingt immer in Pulks, das heißt: Auch ohne Bettelampel gibt es immer wieder Lücken, durch die man als Radfahrer queren kann. Wichtig auch (ich wiederhole es) daß der Autoverkehr früher zweispurig geführt wurde, heute aber nur noch einspurig. Dadurch staut sich der Autoverkehr heute, der dann ohne Lücken kontinuierlich über die nur noch eine Spur abfließt.

    Von der Stadthalle herunter ist der Autoverkehr allenfalls am Ende einer Veranstaltung im HCC stark. Ironischerweise ermöglicht gerade starker Verkehr ein leichtes Passieren der westlichen Fahrbahn, weil sich dann nämlich die Autos an der Hans-Böckler-Allee bis hinter die Kleefelder Straße stauen, die Kreuzung selbst aber freibleibt.

    Der Fußgängerverkehr auf dem Stadtparkweg ist nicht der Rede wert, und wider stetes Behaupten vor allem älterer Fußgänger klappt der gemeinsame Fuß- und Radverkehr auch hier eigentlich problemlos. Man hätte die Radfurt über die östliche Fahrbahn der Clausewitzstraße wirklich sinnvollerweise schräg geführt und die Fußgängerfurt natürlich mit. Spätestens ab dem Randstein teilen sich Fußgänger und Radfahrer ohnehin das an dieser Stelle nicht erweiterbare Profil des Stadtparkweges (Ich halte es aktuell für auskömmlich für den jetzigen Fuß- und Radverkehr, aber wirklich reichlich ist der Platz dort nicht. Aber man kann es halt nicht erweitern, selbst wenn Horden von Radfahrern den "Radschnellweg" benutzen sollten).

    Es gibt keine vernünftige Rechtfertigung dafür, daß man die Fahrlinie für die Radfahrer dort zweimal im rechten Winkel gebrochen hat -- und das auch noch an einer Stelle, die für Zweirichtungsverkehr gedacht ist. Das kann doch keiner vernünftig fahren!

    Dein Bild zeigt die bescheuerte Planung schon ziemlich gut.

    Und natürlich fährt keiner, der aus dem Stadtparkweg herauskommt, die etlichen Meter die Clausewitzstraße hinauf bis zu der Stelle, an der der rotbehoste Radfahrer auf Deinem Bild steht (wenn das irgendwie zu vermeiden geht).

    Kurz: Diese Bettelampel ist mit all ihren Planungsfehlern ein Mistding, was sowohl den Autoverkehr (kann mir egal sein) als auch den Radverkehr behindert.

    Wenn jede Kreuzung im Zuge dieses "Radschnellwegs" genauso bescheuert ausgebaut wird, sage ich als Radfahrer gleich jetzt schon einmal: Dankeschön.

  • Vielleicht bin ich ein nicht ganz so versierter Radfahrer wie du es bist. Das soll jetzt keinesfalls heißen ich würde mir Nichts zutrauen. Aber um ehrlich zu sein, ist mir die Ampel an dem Überweg über die Clausewitzstraße lieber als wenn da keine Ampel steht. Und wenn ich dran denke, dass perspektivisch (Radschnellweg) dort noch sehr viel mehr Radler passieren sollen, dann sind da gewiss auch viele dabei, die noch deutlich weniger sicher sind als du und vermutlich auch als ich. (Das sag ich jetzt mal in aller Bescheidenheit.)

    Die Kritikpunkte bezüglich "rechtwinklige Radverkehrsführung" ist einerseits richtig, andererseits aber auch bedingt durch den sehr viel schmaleren Stadtparkweg (das ist der Weg am Bahndamm in diese Richtung ist das folgende Bild aufgenommen) im Vergleich zur breiten Kleefelder Straße:


    Was die Autos angeht, die bei Ampelrot über die Kreuzung brettern: Vielleicht hilft da eine Rotmarkierung des Fahrrad-Überweges. Die Stadt will ja alle Fahrrad-Überwege und Fahrradstreifen und Schutzstreifen rot markieren. Das könnte dann so aussehen:




  • Ich bin einfach nur ein Alltagsradler wie viele andere auch, das heißt: Ich habe normalerweise ein Interesse daran, meine Wege zügig zurückzulegen, schließlich will ich irgendwann mal ankommen. Das wollen Autler gewöhnlich auch. Bei diesen gilt daher Tempo 70+ auf der Hans-Böckler-Allee als Menschenrecht, wohingegen ein Radfahrer mit 25 gemeinhin als "Raser" gilt.


    Wird eine Fahrradroute als "Schnellweg" bezeichnet, muß sie in allen Teilen für Tempo 30 geeignet sein. Davon kann bei einer rechtwinkligen Radverkehrsführung aber nicht die Rede sein. Einen rechten Winkel kann man allenfalls mit Schrittgeschwindigkeit durchfahren. Für rechte Winkel in der Führung einer Radverkehrsroute gibt es keine Rechtfertigung. Im Zuge einer Bundesstraße oder Autobahn gibt es auch keine rechten Winkel.

    Im vorliegenden Fall wären die rechten Winkel problemlos vermeidbar gewesen, wenn man die Radfurt schräg über die Clausewitzstraße geführt hätte. Kennst Du einen gravierenden sachlichen Grund, der dagegen gesprochen hat? Vermutlich nicht. Vermutlich hat der Planer einfach nicht daran gedacht, daß seine Planung sich in der Praxis bewähren muß. Eigene Radfahrerfahrung hatte er offensichtlich nicht, sonst hätte er gewußt, daß man so eine Linienführung nicht fahren kann. Das gleiche gilt für fast alle hannöverschen Radverkehrplanungen (die der Insider daher auch als "Radverkehrtplanungen" bezeichnet).

    Deine Zeichnung ist leider nicht ganz korrekt: Die orange Linie hättest Du hinter dem Bettelampelmast führen müssen. Vor der Bettelampel fährt keiner auf dem Hochbord. Das sieht man problemlos auf dem Originalbild (Ich habe die Wegbreiten nicht vermessen, kann ich ja gelegentlich, wenn ich mal wieder dort vorbeikomme).


    Ein geübter Radfahrer schafft es allenfalls, rechts vom Bettelampelmast zu bleiben und so zumindest die schlimmste Engstelle hinter dem Bettelampelmast mit Gegenverkehr zu umfahren. Immerhin zeigt Deine Zeichnung, daß man den Hochbordradweg auf der Gegenseite bei Fahrt stadtauswärts linksläufig fahren muß, auch das ein Planungsfehler.


    Dein Bild aus der Kleefelder Straße heraus zeigt weiterhin, wie leicht und unaufwendig es gewesen wäre, die Furt schräg zu führen und wie viel eine Schrägführung um lediglich 2 m gebracht hätte. Selbst die (dort relativ seltenen) Fußgänger hätten noch genügend Platz gehabt.

    Klassische Fehlplanung, die uns nun aber mindestens 30 Jahre erhalten bleiben wird - denn sie ist ja gerade eben neu gemacht (Das wird die Stadt sagen).


  • Im vorliegenden Fall wären die rechten Winkel problemlos vermeidbar gewesen, wenn man die Radfurt schräg über die Clausewitzstraße geführt hätte. Kennst Du einen gravierenden sachlichen Grund, der dagegen gesprochen hat? Vermutlich nicht. Vermutlich hat der Planer einfach nicht daran gedacht, daß seine Planung sich in der Praxis bewähren muß. Eigene Radfahrerfahrung hatte er offensichtlich nicht, sonst hätte er gewußt, daß man so eine Linienführung nicht fahren kann. Das gleiche gilt für fast alle hannöverschen Radverkehrplanungen (die der Insider daher auch als "Radverkehrtplanungen" bezeichnet).

    Ich habe mal deinen Vorschlag in mein Foto eingezeichnet. Das sieht tatsächlich eleganter und schnittiger aus. Warum es nicht so verwirklicht wurde, das kann ich dir nicht sagen. (Rot: Fahrradüberweg, beide Richtungen, Gelb: Fußgängerüberweg)


    Vielleicht hat es eine Rolle gespielt, dass der Radverkehr dichter an die dunkle Brückendurchfahrt herangerückt wäre? Ob ein "Dogma" der Rechtwinkligkeit eine Rolle gespielt hat, wie du vermutest, kann ich so aus dem Stegreif nicht sagen. Da müsste man einfach mal nach anderen Beispielen suchen, wo dieses von dir vermutete "Dogma" nicht beachtet wurde. (Falls es diese Beispiele gibt.)


    Vielleicht gibt es auch Überlegungen auf dem Parkplatzgelände das grüne Beet mit dem Baum am rechten Parkplatzrand einzuebnen und dort Platz für eine Verschwenkung zu schaffen. Siehe Bild:


  • Ich habe mal deinen Vorschlag in mein Foto eingezeichnet. Das sieht tatsächlich eleganter und schnittiger aus. Warum es nicht so verwirklicht wurde, das kann ich dir nicht sagen. (Rot: Fahrradüberweg, beide Richtungen, Gelb: Fußgängerüberweg)

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    Ob ein "Dogma" der Rechtwinkligkeit eine Rolle gespielt hat, wie du vermutest, kann ich so aus dem Stegreif nicht sagen. Da müsste man einfach mal nach anderen Beispielen suchen, wo dieses von dir vermutete "Dogma" nicht beachtet wurde. (Falls es diese Beispiele gibt.)


    Vielleicht gibt es auch Überlegungen, auf dem Parkplatzgelände das grüne Beet mit dem Baum am rechten Parkplatzrand einzuebnen und dort Platz für eine Verschwenkung zu schaffen. Siehe Bild:

    Diese Überlegungen gibt es nicht, weil Hannover 96 nach Anfrage nicht bereit gewesen sei, diese Fläche abzugeben.


    Ich frag nochmal: Hast Du (oder jemand anderes) Zugriff auf die Liste der 38 geplanten Baumaßnahmen im Zuge des Neu- oder Ausbaus des "Radschnellwegs Hannover-Lehrte"?

  • Die Liste habe ich leider auch nicht. Aber einen HAZ-Artikel, in dem mehrere "Engstellen" genannt werden. Unter anderem die bereits hier diskutierte Kleefelder Straße: "Auch die Kleefelder Straße (Zooviertel), wo auf einer Straßenseite weiterhin Autos parken sollen, sei relativ schmal." Deine Befürchtung, dass parkenden Autos einmal mehr der Status "Heilige Kühe" zugesprochen wird, bestätigt der Artikel. Hier der Link: http://www.haz.de/Hannover/Aus…Radschnellweg-nach-Lehrte

    Weitere "Engstellen, die im HAZ-Artikel vom 26.8.18 genannt werden:


    "Lehrte ist nicht interessiert. „Für uns hat der Radschnellweg keine Priorität, unser Fokus liegt auf der Erneuerung des stadteigenen Radwegenetzes", sagte Stadtsprecher Fabian Nolting. Zudem sei der Schotterweg, der von Lehrte nach Hannover führt, noch recht gut befahrbar – wenn auch für Rennräder ungeeignet. Der komplette RSW wäre 18 Kilometer lang, wovon 65 Prozent auf hannoverschem Terrain lägen."


    "So ist die Brücke über den Messeschnellweg, die viel genutzt wird, ein Nadelöhr. „Wir haben aber weder die Zeit noch das Geld, diese Brücke zu erweitern“, sagte der Verwaltungsexperte. " Allerdings habe ich an anderer Stelle, weiß jetzt nicht wo, von einer geplanten zweíten Brücke neben der ersten gelesen.


    "Zudem sind Abschnitte, die von Fußgängern und Radlern gemeinsam genutzt werden, nicht optimal für den schnellen Radverkehr." Um welche Abschnitte es sich handelt, wird leider nicht genannt.


    "Problematisiert wurde von den Bezirksräten auch der Überweg Clausewitzstraße; diese Straße wird nach Fertigstellung der geplanten Conti-Zentrale noch mehr Autoverkehr verkraften müssen als bisher. Die mittleren Zeitverluste eines Radfahrers durch Anhalten und Warten, so die Vorgaben für einen idealtypischen RSW, sollen innerorts keine 30 Sekunden pro Kilometer überschreiten – was zumindest zwischen City und Kleefeld schwer zu schaffen sein dürfte."

  • Keine komplette Liste, aber mehrere "wunde Punkte" beinhaltet die neue Hannorad, 3/2018 ab Seite 19 unter dem Titel: Wie steht es um den Radschnellweg? https://www.hannorad.de/wp-con…loads/HannoRad_2018_3.pdf

    Genannt wird u. a.:

    1. "Vom "Gutenberghof" dürften bislang nur wenige gehört haben. Von dieser an die Lavesstraße angeschlossene Sackgasse soll zukünftig eine neue Ampelanlage über die Berliner Allee in die Kestnerstraße führen." (ebd.)

    https://www.google.com/maps/@52.3728935,9.7516979,20.07z

    2. Kreuzung Kestner-/Stadtstraße. Hier hat es die Verwaltung zunächst versäumt, mit einer echten Verkehrsberuhigung den durchgehenden Charakter der abbiegenden Fahrradtrasse zu betonen. (ebd.)

    https://www.google.com/maps/@5…0aI1VQ!2e0!7i13312!8i6656

    Nach links auf dem Google-street-view-Bild geht es in die Stadtstraße.

    3. Das Fahrbahnparken auf der Kleefelder Straße. Hier ereignete sich der Vorfall, bei dem ein Klein-LKW einer Radfahrerin die Weiterfahrt blockierte. Der ADFC kritisiert, dass hier Fahrbahnparken zugelassen ist. Die NP berichtete: http://www.neuepresse.de/Hanno…-Hannover-40-Minuten-lang

    4. Auf der Kleefelder Straße soll der Radschnellweg die Plathnerstraße queren. Der ADFC verlangt eine Mittelinsel, die Stadt will stattdessen eine Ampel.

    https://www.google.com/maps/@5…4ItDHA!2e0!7i13312!8i6656

    5. Ebenfalls vom ADFC kritisiert wird die Ampelanlage, über die wir bereits gesprochen hatten und die über die Clausewitzstraße führt. "An der Kreuzung mit der Clausewitzstraße wurde erst von einigen Jahren eine Ampelanlage installiert, die ebenfalls sehr effektiv Rad- und Fußverkehr ausbremst."

    6. Zur Engstelle Fußgänger- und Radfahrerbrücke neben der Eisenbahnbrücke über den WMesseschnellweg schreibt die Hannorad: "Zwar ist es schade, dass die Peter-Hübotter-Brücke über den Messeschnellweg einstweilen nicht verbreitert wird, damit wird die Qualität der Gesamtroute aber nicht wesentlich geschmälert."

    7. Querung Kleestraße. Davon ist im Hannorad-Artikel ein Bild. In der Bildunterschrift steht: "Hier geht es lang: Radfahrende sollen entlang des Radschnellweges wie hier in Kleefeld Vorrang vor Autofahrenden bekommen."

    Achtung Bei diesem Bild ist die Blickrichtung stadteinwärts, umgekehrt zur Beschreibung!

    Der Radschnellweg soll dann wohl weiter stadtauswärts zuerst links vom Bahndamm bis zur Berckhusenstraße gehen. Dort unter der Brücke durch und dann auf der rechten Seite des Bahndamms weiter stadtauswärts gehen, parallel zur Senator-Bauer-Straße. https://www.google.com/maps/@5…-1T2hA!2e0!7i13312!8i6656

    Ab da kenn ich mich nicht mehr so gut aus und im Hannorad-Artikel steht auch nicht mehr viel dazu.

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