6. Oktober: Mut zur Stadt

  • Als Einstand in dieses Forum meinerseits nun eine möglichst kompakte Darstellung der Veranstaltung, die - so viel schon einmal vorweg - viel Potential verspricht, wenn man sich jetzt strategisch einbringt.

    Am Freitag gab es eine Einführung von Brigitte Svarre, die im Prinzip eine Werbepräsentation für das Wirken von Gehl Architects war. Allerdings
    nicht schlimm, weil Erfolge wie die Innenstadt von Kopenhagen, der Time Square, Melbourne, etc alle für sich sprechen. Kernaussage. Zu Anfang des Umdenkens über Platzgebrauch in den Innenstädten wurde das Auto verdrängt, der Fokus lag auf passivem Aufhalten entweder in Cafés oder auf unkommerziell auf Bänken. Grob seit
    der Jahrtausendwende sollen nun mehr Aktivitäten im Zentrum angesiedelt werden: Schwimmbäder (vorsichtshalber mit Sauna für den Winter),Sportanlagen, etc.

    In der Podiumsdiskussion gab es generell den Konsens, dass die Innenstadt weniger Platz an Autos bzw. Stellplätze verschwenden sollte und dass das Auto auch durch die
    Stadtautobahn (ehemals Ost-West-Straße) viel Lebensqualität nimmt.

    Am darauffolgenden Tag wurde in den vier Workshops Arbeiten, Wohnen,Mobilität und Begegnungsorte an vorgegebenen Themen gearbeitet. Darüber, dass die Themen vorgegeben wurden, kann man streiten. Im Bereich Mobilität hat es jedenfalls dazu beigetragen, dass nicht mit Allgemeinplätzen gearbeitet wurde.

    Themenschwerpunkte waren Ost-West-Straße (Willy-Brandt / Ludwig Erhard) und der Kulturboulevard (Klosterwall / Steintorwall / Glockengießerwall, etc.).

    Ost-West-Straße:
    Die Fahrbahn soll schlanker und mit T30 entschleunigt, bzw. der Verkehrsfluss somit verstetigt werden. Mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer soll ebenso Anreize schaffen, das Verkehrsmittel zu wechseln, wie eine neu einzuführende Busverbindung. Außerdem könne man an der Ludwig Erhard Straße, gegenüber vom Michel, mehr Raum schaffen, den Menschen als Selfie Spot nutzen können. Dies könne man auch zunächst als temporäre Aktion initiieren.

    Kulturboulevard: Auch hier geht es um Entschleunigung mit T30, Flächenabgabe vom Kraftverkehr zu Gunsten von mehr Platz für Radfahrer und Fußgänger bei einer
    getrennten Führung. Davon sollen insbesundere die Kulturinstitutionen profitieren, die man so komfortabler erreicht und vor denen man sich bei gutem Wetter auch besser aufhalten soll (bspw. Kunstverein Hamburg). Auch wurde ins Feld gebracht, den Parkplatz im Norden des Hauptbahnhofs zu einer angenehmen Fußgängertrasse umzugestalten. Ein Fahrradparkhaus am Hauptbahnhof wurde auch andiskutiert.

    Von Menschen aus dieser Gruppe wurde für beide Straßenräume der Begriff der Protected Bike Lane eingebracht.

    Es ist angedacht, dass die Themen möglichst mit veranschaulichenden Interventionen / Aktionen den Leuten näher gebracht werden. Aus unseren Reihen könnte man was die Protected Bike Lanes angeht, sicher etwas dazu beitragen!