Beiträge von rantanplan

    Bei der Forderung nach Aufklärungskampagnen schwingt für mich ja immer die Aussage mit, dass die Menschen nur zu ungebildet sind und deshalb die Fahrbahn nicht nutzen wollen.
    Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass viele Menschen einfach die Fahrbahn nicht benutzen wollen. Das ist auch das Ergebnis meiner privaten Aufklärungskampagnen und der Grund, weshalb ich diese nicht mehr durchführe.

    Die Fotos sind schon etwas älter, aber ich glaube, in Bochum spart man genau wie in Hamburg am Zeichen 237. Das sind also nur Sonderwege mit Fahrradpiktogrammen ohne Benutzungspflicht.

    An der Stelle würde ich mich jetzt auch nicht festlegen wollen, aber grundsätzlich werden Radstreifen in Bochum auch als solche mit Zeichen 237 ausgeschildert. Unbeschilderte Sonderwege ohne entsprechendes Verkehrszeichen wie in Hamburg sind mir hier noch nicht aufgefallen.

    Die greifen in der Sendung übrigens gerne mal Kommentare aus dem Netz auf, meiner Erfahrung nach steigt die Wahrscheinlichkeit, wenn die Kommentare kurz und prägnant sind. Kommentieren kann man direkt auf deren Seite unten oder wenn man einen Facebookaccount hat hier (runterschrollen bis einen der ADAC Mensch "anlächelt").

    Und dann kennen sie beim WDR noch mit mal den Unterschied zwischen Bundesverfassungs- und Bundesverwaltungsgericht. Aber mit Brockmann, Suthold und Kleine-Möllhoff dürfte das ja eine recht langweilige Auto-Auto-Sendung werden.

    Gerade kam schonmal die Ankündigung im laufenden Programm. Neben einigen vollkommen sinnbefreiten Facebookbeiträgen von irgendwelchen Autofahrern, durfte ein ADAC Vertreter mitteilen, dass er die Abschaffung der Benutzungspflicht auch für gut halten würde. Schließe habe das Verfassungsgericht ja auch so geurteilt...


    Mal schauen, ob ich mir das heute Abend gebe. So viel kann ich gar nicht auf dem Rad sitzen, als dass das heute nicht zu ernsten Bluthochdruckproblemen führen würde.

    Da ist aber auch eine ganze Menge vorauseilender Gehorsam bei. Zwei Berufsgruppen, die immer erzählen, dass sie ja ständig mit einem Bein im Gefängnis stehen sind Lehrer und Ärzte. Jeder der schonmal versucht hat einen Vertreter dieser Gruppen dranzukriegen, wenn dieser richtig Mist gebaut hat, weiß dass diese Behauptung vollkommener Unsinn ist.
    Ich habe beide Berufsgruppen im Verwandten- und Bekanntenkreis und es ist zwar so, dass man natürlich auch mal etwas Gegenwind aushalten können muss, die Angst vor unberechtigten Klagen und Verurteilungen aber vollkommen übertrieben ist.

    Ich vermute der Hauptgrund, warum z.B. die Sattelstütze in der Realität selten brechen wird, ist dass mit den Rädern niemand nennenswerte Kilometer runterspult.
    Die Ausrede "Das muss der Kunde nur richtig zusammenbauen" lasse ich für Bremsen aber wirklich nicht gelten. Es gibt in Deutschland eigentlich gewisse Standards, auf die man sich verlassen kann und dazu gehört eben, dass man keine sicherheitskritischen technischen Gerätschaften verkauft kriegt.
    Es verkauft ja auch niemand Elektrogeräte mit dem Hinweis, dass man die Schutzerde wohl noch selber montieren müsste. Da endet meiner Meinung nach die Vertragsfreiheit und der Staat muss eingreifen.

    Anstatt sich immer wieder über das Verhalten der Mehrheit der Menschen zu wundern und zu ärgern, akzeptier doch einfach, dass die Menschen anscheinend nicht auf der Fahrbahn fahren wollen und es an der Zeit ist vernünftige Radinfrastruktur abseits der Fahrbahn zu bauen, wie es uns z.B. die Niederlande seit Jahrzehnten vormachen.

    Das Verständnis für agressive Autofahrer, die ihren Staufrust an Radfahrern auslassen zieht sich bei dem Mann aber wirklich durch. Hier mal wieder sehr schön im letzten Satz zu lesen. Da wäre vielleicht wirklich mal ein Aufbauseminar fällig.

    Der Reifen war aber schon vorher kaputt, oder? Es gibt im Straßenverkehr ja durchaus ähnlich hohe Kanten, in Neumünster ist das beinahe an jedem Radweg so, sieht da mein Reifen auch so aus in einer Momentaufnahme? 8|

    Der Reifendruck des durchschnittlichen McKenzie Fahrers liegt bei knapp über einem Bar, von daher hast du da vermutlich noch Reserven;)

    Gelesen habe ich so etwa auch schon einmal. Solange man aber aus einer Einmündungin eine solche Straße einbiegt und kein VZ 237 sieht, gibt es keine RWBP. Alles andere würde bedeuten, dass die RWBP nur für denjenigen gilt, der sich schon länger auf der Straße befindet und es weiter hinten ein VZ 237 gibt. Das wäre absurd.

    Habe ich da etwas verpasst oder bezieht sich die Aussage zum Amtsgericht Köln weiterhin auf eine Bemerkung einer Richterin während einer Verhandlung und nicht auf ein Urteil? Oder gibt es da etwas Neues?

    Vielleicht ist bei vielen da nicht so viel zum Einsetzen... ;(

    Wenn es denn mal so wäre. Ich kenne mindestens zwei Personen, bei denen ich das schon miterlebt habe und die von dieser Situation abgesehen deutlich mehr Verstand besitzen als ich (und ja, das ist auch absolut gesehen dann mehr als "nicht so viel";).

    Das ist das gleiche wie Radfahrer in Tempo30 Zonen zu überholen. Wenn ich da nicht 30 fahre, dann meistens irgendwas zwischen 25 und 30 und trotzdem existiert der Reflex bei Autofahrern den Radfahrer zu überholen. Das gelingt natürlich meistens nicht ohne gegen das Tempolimit zu verstoßen und mich zu gefährden, weil der Platz eben doch nicht ausreicht. Am Ende sieht man sich dann sowieso fast jedes Mal an der nächsten Ampel wieder.
    Das zeugt sowohl auf der Landstraße, als auch auf in der 30er Zone einfach nur davon, dass zu viele Autofahrer vollständig emotionsgeleitet unterwegs sind und ihren Verstand nicht einsetzen.

    Der Tarif auf der Strecke wird aber von den Verkehrsverbünden und nicht von der Bahn festgelegt. Es handelt sich ja um eine Nahverkehrsstrecke. Die Preise finde ich persönlich auch gar nicht so schlimm, man muss eben darauf achten die richtigen Tickets zu wählen.

    HER müsste bei 5% liegen, wenn ich die Daten der anderen Verkehrsträger zusammenzähle (Fuss 10,4%, ÖV 15,5%, MIV 68,6%). Dafür, dass Herne realitiv wenig Steigungen hat ist noch sehr viel Luft nach oben . . . .

    Wobei die Stadt aber auch nicht mehr als 5% verdient hat, so wie Radfahrer da behandelt werden. Die Liebe zur Benutzungspflicht und zu extrem schlechten Hochbordradwegen ist bei der Stadtverwaltung dort anscheinend sehr groß.