Beiträge von Fahrbahnradler

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    Noch im Pforzheimer Stadtgebiet gab es nach Angaben der Veranstalter zwei Zwischenfälle. Dabei hatten Autos den Demozug durchbrochen. In einem Fall kam es Augenzeugen zufolge zu einem körperlichen Angriff auf einen Ordner.

    Und? Fahrer aus dem Verkehr gezogen? Waffen beschlagnahmt? Oder hat die Pforzheimer Polizei mal wieder demonstriert, dass sie Radfahrer für Gewürm hält?

    »Verkehrsprobleme«

    Das ist so ziemlich das erste, was der der Polizei zur Gedenkfahrt für Natenom einfällt - und die dpa haut das auch genau so raus.

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    In Fahrradkreisen war er bekannt, auch weil er über Gefahren auf der Straße bloggte. Nach dem Tod des Aktivisten «Natenom» planen Radfahrer eine Gedenkfahrt als Demo. Erwartet werden Verkehrsprobleme.

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    Wie schnell sich die Versammlung fortbewegt, lässt sich nach Einschätzung des Pforzheimer Präsidiums nicht abschätzen. Insbesondere auf der Landesstraße 574 auf dem Weg zur Unfallstelle sei mit erheblichen Verkehrsbehinderungen zu rechnen. «Ein Überholen der Versammlungsteilnehmer wird nicht möglich sein.» Da in Neuhausen ein Faschingsumzug geplant ist, raten die Beamten, hierzu möglichst frühzeitig anzureisen.

    Ach ja, und:

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    Menschen aus ganz Deutschland würden samt Rädern in Pforzheim erwartet. So sollen nach Polizeiangaben zum Beispiel rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Stuttgart kommen, eventuell auch mehr.

    Also eher 200 als 50. Die Polizei hat es ja auch schon in Hamburg fertiggebracht, aus 180.000 Demonstranten 50.000 zu machen ...

    Ja, ich weiß, dass Hamburg einen schmutzigen Deal mit der Bundesregierung gemacht hat, aber noch ist nicht aller Tage Abend ...

    LOK Report - Hamburg: Geheime Korrespondenz weiter unter Verschluss - Prellbock Altona e. V. zum VET
    Die Dokumente sind so brisant, dass ihre Bekanntgabe den Bau des Verbindungsbahn-Entlastungstunnels (VET) vereiteln würde. Mit dieser Begründung verweigert die…
    www.lok-report.de
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    Die Dokumente sind so brisant, dass ihre Bekanntgabe den Bau des Verbindungsbahn-Entlastungstunnels (VET) vereiteln würde. Mit dieser Begründung verweigert die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende die vor mehr als einem halben Jahr beantragte Offenlegung der als streng geheim eingestuften Korrespondenz mit der Bundesregierung und der Deutschen Bahn in Sachen VET, soweit diese in die Amtszeit des heutigen Verkehrssenators Dr. Anjes Tjarks fällt.


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    Dazu Michael Jung, Sprecher von Prellbock Altona e. V.: Die beispiellose Informationsverweigerung bei diesem Milliarden-Projekt lässt nur einen Schluss zu: Senator Tjarks wurde vom Verkehrsministerium in Berlin genötigt, sich auf ein Tauschgeschäft einzulassen. Geld für die noch zu den Hamburger Zeiten von Olaf Scholz angeschobenen Pläne für die U5 gibt es aus Berlin nur, wenn der Senat den Bau des von Bundesverkehrsminister Wissing favorisierten VET akzeptiert. Eine Fehlplanung zieht hier eine weitere nach sich. Der Senat muss endlich den Mut aufbringen, sich von den verkehrspolitischen Fehlentscheidungen zu befreien, die auf das Konto von Olaf Scholz gehen. Dazu gehören auch die unsinnige Verlegung des Bahnhofs Altona an den Diebsteich und das Nein zu einer Stadtbahn.

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    »Wer herumfragt, bekommt mehrfach die gleiche Antwort – aber niemanden, der sich namentlich zitieren lassen will. „Alle haben ihn gekannt, alle haben ihn gehasst, alle hat er provoziert, alle hat er angezeigt“, sagt ein Rentner, der am Ortseingang von Schellbronn wohnt.

    Mandalka sei kein Märtyrer, sondern ein Provokateur gewesen. Deshalb sei er auch aus Prinzip nicht auf dem Radweg parallel der Straße gefahren, sondern habe den Verkehr auf der Landstraße ausgebremst. Auch den Unfallverursacher und dessen Familie kenne jeder im Ort, ein Mann, der im Ehrenamt engagiert sei und schwer am Geschehen leide, und der Ort mit ihm.«

    Über diese Aussage wird sich der Strafverteidiger des Autofahrers bestimmt nicht freuen.

    Bewaffneter überfällt Kino in Hamburg
    In Hamburg ist ein Kino mit Waffengewalt überfallen worden. Der Täter schoss in die Luft, schnappte sich die Einnahmen und verschwand unerkannt. Er könnte am…
    www.spiegel.de
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    Nachdem er sich des Bargelds aus der Kasse bemächtigt hatte, sei er geflohen. Mehrere Streifenwagen suchten nach ihm. Auch ein Hubschrauber war an dem Einsatz beteiligt und kreiste stundenlang über dem Gebiet – vergeblich. Der Mann sei weiter auf der Flucht, ...

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    Laut Polizei könnte der Tatverdächtige an zwei weiteren Überfällen am selben Tag beteiligt gewesen sein. Demnach wurde in einem Mehrfamilienhaus in der Nähe ein Paar in einem Treppenhaus mit einer Schusswaffe bedroht. Nach einem kurzen Gerangel seit der Täter auf einem Fahrrad geflohen.


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    Laut ersten Erkenntnissen des Kriminaldauerdienstes wurde zudem am Abend ein Café in Eppendorf überfallen. In diesem Fall forderte der bewaffnete Täter von zwei Mitarbeitenden die Herausgabe von Geld. Es sei zu einem Gerangel mit einem 32-jährigen Angestellten gekommen, woraufhin der Räuber einen Schuss mit seiner mutmaßlichen Schreckschusswaffe abgegeben habe. Der Täter sei dann mit dem erbeuteten Bargeld, ebenfalls einem niedrigen dreistelligen Betrag, auf einem Fahrrad geflohen.

    Wenn ich so einen Satz schon lese (aus der Mottenpest):

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    Welche zweiten, dritten, ... Erkenntnisse könnte es denn sonst noch geben? Hat die Polizei etwa gesagt: "Nach ersten Erkenntnissen stehen da jetzt Vorfahrtschilder zugunsten der Radfahrerin und keine Ampel, aber wir forschen nochmal nach, vielleicht stand da eine Stunde vorher noch keine Schilder"?

    Und noch was aus der großen weiten Welt der Rechtsprechung - das Kammergericht Berlin sagt: Wenn jemand ein Unrecht erleidet, zum Beispiel diskriminiert wird, dann fällt die Entschädigung / das "Schmerzensgeld" deutlich geringer aus, wenn sich diese Person aufgrund früherer Erfahrungen mit Diskriminierung mit anderen Betroffenen zusammen gegen diese Diskriminierungen organisiert hat. Außerdem muss diese Person die gesamten Prozesskosten bezahlen, obwohl das Land Berlin anerkannt hat, dass die Betroffene im Recht war und Opfer einer ungerechtfertigten Diskriminierung wurde.

    Also wenn man das auf den Verkehr überträgt ... wenn die Eltern eines Wohngebietes seit Jahren Tempo 30 und Holperschwellen oder Diagonalsperren fordern und irgendwann eines der Kinder überfahren wird, dann kommt der Autofahrer billiger davon, weil die Eltern sich "gesellschaftlich engagiert" hatten und ihnen unterstellt wird, sie hätten das Kind in provokativer Absicht von der Wohnung zum Spielplatz geschickt?

    Anklage gegen Greta Thunberg verworfen
    Ermittler warfen Klimaaktivistin Greta Thunberg in London die Störung der öffentlichen Ordnung vor. Der Richter sah für diese Anklage keine Grundlage.
    www.spiegel.de
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    Law sagte nun am zweiten Prozesstag, die Bedingungen, die den Demonstranten von der Polizei auferlegt worden waren, seien »so unklar, dass sie rechtswidrig sind«. Deshalb sei es keine Straftat gewesen, sich nicht an die Vorgaben zu halten, sagte der Richter, wie die britische Nachrichtenagentur PA aus dem Gerichtssaal meldete.

    Wieso muss ich jetzt an blaue Beschilderungen in Deutschland denken? :/:D

    Das System "Autobahnnummern in aufsteigender Reihenfolge" gab es vor über 40 Jahren schon beim NDR und dürfte bundesweit üblich sein.

    Die Ansagen sind wesentlich einfacher zu erfassen als das Gequake in der U-Bahn, wenn erst der Zeitraum genannt wird und dann die Linie und der betroffene Abschnitt ... zu diesem Zeitpunkt hat man den Zeitraum (heute? morgen? in sechs Wochen?) schon wieder vergessen.

    Passt nicht unbedingt zum Interview in den BNN mit einem Freund natenoms, der auch den Autofahrer kennt:

    Ob natenom Kameras mitlaufen hatte?

    Glaub im einen Nachruf wird Gegenverkehr erwähnt. Vielleicht hat der geblendet und wird deswegen gesucht ...

    Meine in der Gegend wohnende Schwester, die eine Menge von solchen Strecken kennt, sagte: "Wenn Dir einer entgegenkommt und Dich blendet, was bei Kurven leicht passieren kann, dann musst Du höllisch aufpassen, um einen Radfahrer zu sehen und zu erkennen, wie schnell der fährt."


    Mir kommt dieser Zeugenaufruf auch ungewöhnlich umfangreich vor, und ich kann mir auch keinen anderen Grund als die institutionelle Betroffenheit vorstellen, dass derjenige, der sich über Jahre hinweg am massivsten über unsichere Verkehrssituationen und Infrastruktur für Radfahrer beschwert hat und den man schikaniert hat, anstatt seiner Pflicht nachzukommen, in genau so einer Situation ums Leben gekommen ist, die er vermieden sehen wollte.

    Und vielleicht ... vielleicht gibt es ja bei Polizei und Verwaltung in Pforzheim Leute, die sich bewusst sind, dass die Pforzheimer Exekutive seit dem Fall Harry Wörz einen ganz, ganz dicken Eintrag in der Skandalchronik der Bundesrepublik hat (was so oft beschönigend und entschuldigend als "Justizirrtum" bezeichnet wird, waren/sind ja in Wirklichkeit bewusste Manipulationen von Beweismitteln, Zeugenaussagen und Akten usw.) und man wirklich keinen weiteren Fall gebrauchen kann, bei dem der Verwaltung/Justiz die Haltung "das musste ja mal so kommen, so wie der fuhr" nachgesagt werden kann.

    Hat jemand den Blick hinter die Paywall?

    Die Badischen Neuesten Nachrichten berichten über zwei Klarstellungen der Polizei: Es wird selbstverständlich gegen den Autofahrer wegen fahrlässiger Tötung ermittelt, und:

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    Bei vielen Fragen verweist die Polizei derzeit auf die laufenden Ermittlungen. Zwei Details nennt ein Sprecher aber: Der Radfahrer trug bei seiner Fahrt sowohl einen Helm als auch eine Warnweste.

    Darüber hinaus sucht das Polizeipräsidium Pforzheim Zeugen, die das Unfallgeschehen beobachtet haben. Ebenso gesucht werden Zeugen, die am Dienstag zwischen 19 Uhr und 19.20 Uhr im Bereich Neuhausen/Schellbronn einen silbernen Van oder Kastenwagen oder einen Radfahrer beobachtet haben, oder die sonstige sachdienliche Angaben zum Unfall und dem vorangegangenen Geschehen machen können.

    Die Badischen Neuesten Nachrichten berichten so:

    Pforzheimer Fahrrad-Aktivist „Natenom“ stirbt bei Unfall mit Auto
    Andreas Mandalka hat sich als Rad-Aktivist „Natenom“ einen Namen gemacht. Von vielen Autofahrern wurde er angefeindet. Jetzt starb er bei einem Unfall.
    bnn.de
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    Pforzheimer Fahrrad-Aktivist „Natenom“ stirbt bei Kollision mit Auto

    Andreas Mandalka alias „Natenom“ aus dem Enzkreis hat sich als Radfahr-Aktivist bundesweit einen Namen gemacht. Von vielen Autofahrern wurde er angefeindet. Am Dienstagabend kam er ums Leben.

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    Ein motorisierter Berufspendler hat gegenüber dieser Redaktion mal sein Unverständnis über Radfahrer geäußert, die auf ihr Recht pochen wollen und sich dabei selbst in Gefahr brächten. „Am Ende hat er ja vielleicht recht, aber er ist tot“, sagte der Mann dazu.

    Mit „er“ meinte der Autofahrer einen, der schon damals unter dem Pseudonym „Natenom“ nicht nur im Enzkreis vielen als sehr engagierter Allwetterradler bekannt war. Und so wahr wie schlimm: Es ist genauso gekommen.

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    Andreas Mandalka kämpfte offensiv für seine Rechte als radelnder Verkehrsteilnehmer, dokumentierte unablässig brenzlige Situationen im Straßenverkehr und legte diese der Polizei vor. Dort sah man in dem jetzt ums Leben gekommene 43-Jährigen aber eher einen notorischen Meckerer, unterstellte ihm „Belastungseifer“ und Datenschutzverstöße.

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    Besonders tragisch: Nach Auskunft seines Freundes kämpfte Mandalka auch für einen Radweg genau an jener Straße, wo er nun ums Leben kam. Dort existiert zwar ein Weg neben der Straße. Dieser sei aber in einem extrem schlechten Zustand, für Radler, die zügig unterwegs sein wollen, nicht nutzbar.

    Mehrfach sei Mandalka deshalb auf die Gemeinde Neuhausen zugegangen, um eine Verbesserung der Situation zu erreichen. Einzige Konsequenz sei gewesen, dass man die Radwege-Schilder abmontiert habe, so Müller. Der Weg sei seither kein offizieller Radweg mehr.

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    „Er war von Anfang an bei der Critical Mass dabei. Er war unheimlich engagiert für die Thematik“, erklärte Peter Heissenberger von Critical Mass Pforzheim: „Sicher, er hat polarisiert. Aber was er auf der Straße gemacht hat, war Selbstschutz. Wie er von manchen Autofahrern auf der Strecke angegangen wurde, verbal, aber auch dass sie ihn mit Gegenständen beworfen haben, ist einfach nicht in Ordnung.“

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    Kurz vor seinem Tod, am Dienstag um 18.55 Uhr setzte „Natenom“ auf seinem Social-Media-Kanal von Mastodon übrigens einen letzten Post ab. „Du überholst nachts jemanden auf der Landstraße so mit deinem Riesenarschlochpanzer SUV Geländewagen, dass du ihn fast von der Straße ballerst, trotz weithin sichtbaren Gegenverkehr.“

    Und weiter: „Dann begegnest du dem aufgelösten Radfahrer auf dem nächsten Parkplatz. Jetzt hast du zwei Möglichkeiten: 1. Das tut mir wahnsinnig leid, ich hab‘ das völlig falsche eingeschätzt. Es tut mir wirklich leid“.

    Diese Möglichkeit habe die Dame nicht genutzt, schrieb Mandalka. Stattdessen habe sie entgegnet: „Wenn da ein Radweg ist, müssen Sie dort fahren. Es hat doch noch gepasst, ich war ja noch vor dem Gegenverkehr durch.“

    Falls noch jemand Zweifel daran hat, aus welcher politischen Ecke die "Bauerndemos" kommen:

    Bauernproteste rollen an: Autobahnauffahrten in Bayern blockiert
    In ganz Bayern protestieren Landwirte heute gegen die Sparpolitik der Bundesregierung - mit Blockaden von Autobahnauffahrten. Vielerorts ist mit massiven…
    www.br.de
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    Der bayerische Bauernverbandspräsident Günther Felßner erklärte in einem Video, der Protest sei mit Innenminister Joachim Herrmann und Ministerpräsident Markus Söder (beide CSU) abgesprochen.