Beiträge von Fahrbahnradler

    Geht mir mit diesen beiden Strecken auch so. Man muss ganz schön fummeln, um nicht dauernd Haken angezeigt zu bekommen.

    Ich habe mal was anderes ausprobiert: Ochsenzoll-Mundsburg und Ahrensburg-Holstenstraße. Keine Probleme, anstandslos werden Hauptstraßen favorisiert.

    Dann der ultimative Test: Eidelstedter Platz - Straßenbahnring. Erste Wahl: Kieler Straße. Zweite Wahl: Siemersplatz. Dritte Wahl: Veilchenweg und ein kleines Stück Grandweg. Ziehe ich einen Wegepunkt von der Kieler Straße in den Grandweg, spielt das Programm mit.

    blink.png Und gar nicht so schlecht geschrieben.

    Und dann dieses entlarvende Zitat des Verkehrsrechtsanwalts:

    "Im Zweifel sollten es 1,5 bis zwei Meter sein." Ignoriert der Kraftfahrer diese Regel, bekommt er bei einem Unfall Probleme. "Kommt es deshalb zu einem Unfall, haftet der Kfz-Halter alleine", erklärt Schmidtke. Allerdings weist der Fachanwalt auch darauf hin, dass Abstände von mehr als einem oder 1,5 Meter in der Stadt unrealistisch sind und ein Meter meistens ausreiche.

    Meistens. Aha.

    ...
    macht kaputt, was euch kaputt macht?

    Nee, "Allein machen sie Dich ein". So als Kontrast zwischen dem einsamen Radler auf dem Grandweg und der Critical Mass. ;)


    Allein machen sie dich ein
    Schmeissen sie dich raus, lachen sie dich aus
    Und wenn du was dagegen machst
    Sperr'n se dich in den nächsten Knast

    Und alles, was du da noch sagen kannst
    Ist: "Das ist aber 'n ganz schöner Hammer, ey Mann!"

    Zu zweit, zu dritt, zu viern
    Wird auch nix and'res passiern
    Sie werden ihre Knüppel hol'n
    Und uns ganz schön das Kreuz versohlen

    Und alles, was du da noch sagen kannst
    Ist: "Das ist aber 'n ganz schöner Hammer, ey Mann!"

    Zu hundert oder tausend kriegen sie langsam Ohrensausen
    Sie werden zwar sagen: "Das ist nicht viel"
    Aber tausend sind auch kein Pappenstiel
    Und was nicht ist, das kann noch werden
    Wir können uns ganz schnell vermehren

    Ich suche z.Zt. eine Tageszeitung die sich sagen wir mal mögliche wenig Dummfug leistet und auch internationale Nachrichten (+ tiefere Einsichten) liefert. Hat da jemand Vorschläge? Eigentlich wollte ich die SZ verwerfen, aber nach einem Vergleich mit dem Merkur sah ich das sie doch nicht so schlecht ist.
    Bessere Vorschläge? FAZ? Times? NYT?

    Neues Deutschland. Neue Zürcher Zeitung.

    »Ist Hamburg eine Fahrradstadt?
    Nein.«


    Da zitiere ich mal die Scherben:

    Und was nicht ist, das kann noch werden
    Wir können uns ganz schnell vermehren
    ...
    Wenn wir uns erstmal einig sind
    Weht, glaub ich, 'n ganz anderer Wind
    Dann werden se nicht mehr lachen
    Sondern sich auf die Socken machen
    Auf die Bahamas oder ins Tessin Richtung Nürburg oder Ehra-Lessien
    Der Teufel weiß am besten, wohin

    Und du weißt, das wird passieren
    Wenn wir uns organisieren

    Ich zahle auch als Radfahrer Steuern. Die Umsatzsteuer beim Kauf der Rades und beim Bezahlen der Reparaturen, und natürlich die übliche Einkommensteuer.

    Außerdem brauche ich auf der Straße nicht soviel »Platz« (= Fläche) wie ein LKW, sondern ich brauche nur so viel Breite wie ein LKW.

    Der Gesetzgeber hat übrigens neulich den § 27 StVO geändert. Hieß es früher »Mehr als 15 ... bilden einen Verband« (also automatisch), so heißt es jetzt:

    (1) ...Mehr als 15 Rad Fahrende dürfen einen geschlossenen Verband bilden.

    Sie sind es also nicht automatisch, sondern müssen sich dazu entschließen.

    Und dann kommen weitere Einfallstore für missliebige Ordnungshüter:

    (3) Geschlossen ist ein Verband, wenn er für andere am Verkehr Teilnehmende als solcher deutlich erkennbar ist. Bei Kraftfahrzeugverbänden muss dazu jedes einzelne Fahrzeug als zum Verband gehörig gekennzeichnet sein.

    (5) Wer einen Verband führt, hat dafür zu sorgen, dass die für geschlossene Verbände geltenden Vorschriften befolgt werden.

    Das ist in einer Stadt mit 1,8 Millionen Einwohnern, in der die U-Bahn sonntags alle 4 bis 5 Minuten fährt, in der Busse in den Randbezirken sonntags alle 10 Minuten fahren, in denen Straßenbahnen beinahe flächendeckend verkehren und der ÖPNV seinen Bürgern ein beinahe unschlagbares Angebot macht: 1 Euro pro Tag für das Jahresabo.

    Man merkt an allem: Es ist nicht Hamburg. ;)

    Analog zur allseits geliebten Stelle An der Alster :thumbup:

    Hat man immerhin jetzt schriftlich: Fahrbahnampel gilt nicht für Fahrradfahrer. Oder doch? Weil weiter hinten im Winterhuder Weg eine Kombi-Streuscheibe hängt, an der man sich argumentativ entlanghangelt.
    Und ohnehin hat jeder Beteiligte im Falle eines Unfalles schuld. :sleeping:

    Das ist doch eine Steilvorlage für eine Fußgänger-CM: im dicksten Berufsverkehr ein nicht abreißender Strom von Fahrrädern auf dem Radweg und eine riesige Fußgängergruppe, die bei grün die Fahrbahn überquert, aber keine Chance hat, über den Radweg zu kommen, und brav auf eine Lücke wartet ... eine Minute ... und noch 'ne Minute ... oh, die Autos hatten schon zwei Mal grün und konnten nicht fahren, weil die Fußgänger sich auf drei Spuren zurückstauten? So ein Pech aber auch ...


    Ich war heute am frühen Abend Zeuge einer vorsätzlich herbeigeführten Gefahrensituation, bei der nach meiner Auffassung dieses Missverständnis eine Rolle spielte.

    Die Kreuzung Kiwittsmoor–Fibigerstraße befindet sich in einer Tempo-30-Zone, es gilt dort rechts vor links. Ein Kraftfahrer kam vom Kiwittsmoor und wollte nach rechts in die Fibigerstraße abbiegen, nebenan auf dem unbeschilderten Radweg war ein Radfahrer zugange. Es war absehbar, dass sich beide im Kreuzungsbereich träfen, aber anstatt den Radling hindurchfahren zu lassen, drückte der Kraftfahrer auf die Hupe und fuhr ihn beinahe über den Haufen — zum Glück konnte der Radfahrer noch rechtzeitig bremsen, auf Rettungswagen und den ganzen Kram habe ich momentan nicht so viel Lust. Zum Abschied brüllte der Kraftfahrer noch etwas durchs hastig geöffnete Fenster — mutmaßlich wollte er darauf hinweisen, dass er dem Glauben verfallen war, der Radfahrer müsse an dieser Stelle absteigen. Muss er aber natürlich nicht, der Radfahrer hätte sogar kraft § 9 Abs. 3 StVO Vorfahrt gehabt. Und das richtig lustige ist dann ja, dass man auch von links kommend einen Radfahrer „über den Zebrastreifen“ rollen lassen muss, weil der Radweg nunmal an der Vorfahrtsregelung der Kreuzung teilnimmt und rechts vor links demnach auch auf dem Radweg gilt. Nur kapiert das am Lenkrad natürlich kein Mensch — und ich würde als Radfahrer dort auch auf keinen Fall ausprobieren wollen, ob man mir meine Vorfahrt zugesteht.


    Kennt ihr noch mehr lustige Stellen?

    Jetzt machst Du auch schon meine Gegend unsicher! ;)