Alles anzeigenE-Roller sind Verkehrsmittel für Menschen, denen Fahrradfahren zu
anstrengend ist. Und Gehen auch. E-Rollern ist Schlurfen auf Rädern.
Nichts daran ist gesund, keine Kalorie wird verbrannt, man kann in aller
Seelenruhe verfetten.
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Ich sag euch was: Wenn ihr unbedingt mit maximal belämmertem Gesichtsausdruck
zusammen mit tausend anderen Affen stehend mit Elektroantrieb
durch die Stadt gondeln wollt, dann nehmt doch einfach zur
Rushhour die U8!
Beiträge von Fahrbahnradler
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Es gibt den Choral »Lobe den Herrn«.
Es gibt Erich Mühsam »Gesang der Arbeiter«, der diesem Choral nachgebildet ist.
Und nun gibt es ein diesem Gesang nachgebildetes Stück Poesie von Fritz Tietz im »Neuen Deutschland«:
https://www.neues-deutschland.de/artikel/112381…-radfahrer.html
ZitatAlles anzeigenRadler, erhebt euch und kämpft für die Radfahrerrechte!
Kämpft und erobert die Straße dem Zweiradgeschlechte!
Reif ist die Zeit.
Radler, erhebt euch zum Streit!
Legt an das Auto die Äxte.
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Machet ein Ende der Not und dem Tod durch ihr
Grauen!
Freiheit den Radlern, den Straßen, den Städten,
den Auen!
Radfahrn versöhnt.
Radfahrn den Radler verschönt.
Lasst ihn die Zukunft erbauen.
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Ich sag' mal so: Nicht alle Radfahrer sind gleich, und selbst ein und derselbe Radfahrer ist zu unterschiedlichen Anlässen in unterschiedlicher Mission unterwegs. Ich habe Radtouren in den Alpen gemacht, und zwar fast ausschließlich auf der Straße, 80 bis 120 km Tagesetappe und mit Tempo 70 die Pässe runter. Das einzige Stück Nicht-Straße, an das ich mich erinnern kann, war irgendwo zwischen Ascona und Bellinzona, wo einer dieser Schweiz-Radwege quer durch die Schwemmebene führte und deutlich kürzer war als die Straße um ein paar Ecken herum.
(Ja, ich schreibe hier Straße, denn die Pisten hatten keine Geh- oder Radwege. Felswand, Asphalt, Mauer, Abgrund. Oder Graben, Asphalt, Graben.)
Rennradfahrer auf Tour würden sich vermutlich genauso verhalten. Und Pirminator fühlt sich hierbei wohl.
Auf der anderen Seite kommen dann die Genuss- und Familienradler. Die sehen das vor sich, was Nbgradler beschrieben hat, und sagen sich: »Da ist eine 3 Meter breite Asphaltpiste ohne Kfz zwischen Wiesen, die führt uns genau da hin, wo wir hinwollen. Die nehmen wir. Und nicht etwa die zwei- oder vierspurige Bundesstraße nebenan.« Das finde ich ebenfalls okay, und ich möchte dabei nicht als »ADFC-Torkelradler« bezeichnet werden. Blümchenpflücken während der Fahrt ist durchaus legitim.
Praktisches Beispiel: Auf welcher Seite würdet ihr lieber fahren, wenn ihr im Rheintal zwischen Mainz/Rüdesheim und Koblenz bzw. in Gegenrichtung unterwegs seid? Auf der Seite zwischen Fahrbahn und Fluss, wo ihr jederzeit anhalten, absteigen und gucken könnt, oder auf der Seite zwischen Fahrbahn und Felswand? Selbst Auto- und Wohnmobilfahrer sagen doch in solchen Fällen: wir fahren da, wo wir rechts ran können.
Sauer werde ich, wenn es keine »3 Meter breite Asphaltpiste ohne Kfz« gibt, sondern wenn es schmal, holprig, scherbenübersät oder voller Ackerkrume ist. Oder wenn dauernd ein Trecker ankommt.
Oder - Beispiel Salzachtalradweg irgendwo zwischen Zell am See und Schwarzach - wenn der Radweg abschnittsweise steil den Berg hochgeht, weil die Verantwortlichen nicht bereit waren, ihn im Talgrund unter vernünftigen Bedingungen durch die Ortschaft oder knapp dran vorbei zu führen. Das ist die Extremversion dessen, was man sonst als »die Straße führt im Einschnitt horizontal durchs Gelände, der Radverkehr wird auf den parallelen Feldweg, der den Hügel mitnimmt, verbannt« vorgesetzt bekommt.
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Früher(tm) gab es bei der Bahn noch Gepäckwagen an fast allen Bummelzügen.
Bis ins letzte Jahrzehnt auch in den Urlaubs-Express (Ex-D-)Zügen der DB. War prima: zum Beispiel Hamburg-Klagenfurt, Hamburg-Bozen, Dortmund-Klagenfurt, Dortmund-Bozen.
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Manchmal wird man direkt auf Großbritannien neidisch (auch mit dem Rad erlaubt):
Le Filtrage (Youtube).
Der Film ist doch hoffentlich Satire, oder? Kamikaze-Fahrerei (warum nicht gleich mit dem Wingsuit durch die Streben des Eiffelturms fliegen?) und pseudo-psychologische Rechtfertigung unter Berufung auf einen Vater, der mit Nachnamen Rindvieh heißt ...
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Manchmal geht es eben auch schief. Im EC 379 traf ich heute auf vier Radfahrer, die mit dem ICE 787 ab Hamburg weiter nach Würzburg fahren wollten. Das dumme war nur, dass sie im DB-Navigator ihre Verbindung nicht mehr fanden: Erst nach Abwahl der Checkbox „Fahrradmitnahme möglich“ tauchte der ICE 787 auf, obwohl der grundsätzlich mit einem ICE 4 geleistet werden sollte.
Ich fragte auf Twitter bei @DB_Bahn nach, ob in diesem ICE 1, um den es sich laut Wagenstandsanzeiger offenkundig handelte, wieder die vier Abteile im Wagen 1 zur Fahrradmitnahme freigegeben waren. Antwort: Nö.
Tja. In Hamburg haben die Vier noch versucht, auf eine andere Fernverkehrsverbindung mit Fahrradmitnahme umgebucht zu werden, aber das ist natürlich im Sommer mit vier Rädern ein aussichtsloses Unterfangen. Also geht es nun mit dem Nahverkehr nach Würzburg — mit ungefähr acht Stunden doppelt so lange, mit drei Umstiegen deutlich umständlicher als die Direktverbindung im ICE 787.
Als Bonus gibt es den Umstieg in Uelzen mit 13 Minuten Umstiegszeit mit dem in der Regel verspäteten Metronom, den aufgrund von Bauarbeiten außer Betrieb genommenen Aufzügen und dem superengen Hundertwasser-Bahnsteigtunnel inklusive. Wenn man dort gegen die Uhr verliert, kommt man insgesamt gleich noch zwei Stunden später am Ziel an.
Und die Bahn? Zuckt mit den Schultern. Die Fahrgäste hatten ihre Verbindung im Februar gebucht, damals war offenkundig ein ICE 4 vorgesehen. Das wurde dann im Laufe der Zeit still und heimlich geändert und nun steht man da mit dem ICE 1 ohne Fahrradmitnahme und… hat Pech gehabt?
Ich wüsste ja zu gerne, ob die Leute jetzt noch ihre Fahrgastrechte wahrnehmen und für die Verspätung fünfzig Prozent des Fahrpreises inklusive Reservierungen zurückbekommen, aber womöglich zieht sich die Bahn mal wieder darauf zurück, dass eine Beförderung von Fahrrädern halt nur so zum Spaß passiere und man im Zweifelsfall eben Pech gehabt hat.
Das war nun echt uncool.
Der ADFC schreibt mir dazu:
ZitatDer Zuständige bei DB Fernverkehr hat mir geantwortet: „Das Rückfallkonzept sieht vor, dass bei geplanten und bei dispositiven Fahrzeugtauschen (ICE 1 statt ICE 4) für die Radfahrer die Abteile genutzt werden bzw. andere Lösungen gefunden werden. Liegen bei diesen Fahrzeugtauschen bereits Fahrradreservierungen vor, sollen dann auch die entsprechenden Lösungen angewandt werden, wenn der Kunde nicht im Vorfeld bereits informiert und umgebucht werden konnte. Wenn in Ihrem geschilderten Fall also bereits eine Fahrradreservierung vorlag, hätte hier auch das Rückfallkonzept greifen müssen. Warum es hier dann nicht angewandt wurde, kann ich ohne weitere Informationen im Moment nicht nachvollziehen.“
Du hast nicht zufällig von diesen Leuten, die Du am 1.8. getroffen hast, irgendeinen Kontakt?
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Wir wissen's nicht. Die Polizei auch nicht. Deshalb ...
... formuliert die Polizei die Meldung so, als wisse sie, was passiert ist.
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Paragraph 5 Abs. 8 ist in Autofahrerkreisen praktisch unbekannt. Ebensowenig Paragraph 9 Abs. 3.
Der durchschnittliche Autofahrer hat in der Fahrschule eben nur gelernt, dass rechts überholen ganz arg verboten ist.
Mein Reden. Wenn in Fernsehsendungen Autofahrer zu Wort kommen, die sich über Radfahrer so aufregen: »Der hat mich noch überholt, obwohl ich doch rechts geblinkt habe!«, dann ist klar, wo der Fehler liegt. Und wenn dann in der Sendung nichts richtiggestellt wird ...
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Zeugenaufruf: Autofahrer überholt in Wedel 20 Rennradler. Die holen ihn ein und beschädigen sein Auto und sein Gesicht.
Ich kann weder der Polizeimeldung noch dem Artikel entnehmen, dass die Sachverhaltsdarstellung auf etwas anderes zurückgeht als auf die Behauptungen des Autofahrers.
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Also gibt es wohl
oder
für die Fahrradstraße.Die Behörde formuliert das unklar:
ZitatSprecherin Meinecke versteht die Kritik nicht. "Als Fahrradstraße wird in der Gertigstraße automatisch Tempo 30 gelten, und sie bleibt eine Vorfahrtsstraße. Würden wir hier eine Tempo-30-Zone einrichten, müssten wie die Vorfahrtsregelung an jeder Einmündung ändern."
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... und wo denn frei? links oder rechts?

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Die billigste Methode, um die Benutzungspflicht aufzuheben

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Herr Gabriel scheint es nicht erkannt zu haben, wie ich SPON entnehme ...
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Was die Elektrik angeht: die DB hat sicher keinen Bock, ihre Leitungen von "zwei Rasierer pro Wagen" auf "zwanzig Schnelllader pro Wagen" aufzubohren und damit das Fahrzeug neu beim EBA zulassen zu müssen.
Bei Neufahrzeugen kann man natürlich anders planen.
Ansonsten empfehle ich ein gesundes Selbstbewusstsein beim Umgang mit stänkernden "unbefugten Reisenden im Fahrradabteil" und dem Zugpersonal, anstatt klein beizugeben oder von vornherein zu denken "das wird ja eh nix".
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Vielleicht hing da mal ein
über dem
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ADFC Bayern schreibt mir:
Zitatdas Entscheidende ist hier wohl: Der ICE4 wurde bei dieser Zugnummer nicht einmalig, sondern dauerhaft durch einen ICE1 ersetzt. Dass dennoch das Rückfallkonzept für diejenigen praktiziert werden sollte, die vor dieser Umstellung gebucht haben, sollte selbstverständlich sein, ist es aber wohl nicht. An dem Thema bin ich dran, das müsste sich auf Arbeitsebene klären lassen.
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Ich habe mal kurz bei »Pro Bahn« und dem »Deutschen Bahnkundenverband« angefragt.
Antwort Pro Bahn:
Zitatdie betroffenen Radfahrer sollten auf jeden Fall ihre Fahrgastrechte wahrnehmen und mich ggf. auch informieren über die Ergebnisse der Antworten des ServiceCenters Fahrgastrechte
Der DBV leitet einen Reisebericht weiter:
ZitatAlles anzeigenGerade eben aus der Schweiz zurück ein kleiner Bahnbericht. Der Nacht IC der DB von Basel nach Kiel war unsere Wahl. Die Tür zum Radabteil ließ sich nur von innen öffnen, die Klimaanlage im Waggon mit den Rädern war defekt und jeder Platz Person/Rad war besetzt. Bald roch es wie Puma.
Eine kleine Katze schrie fast pausenlos. In Frankfurt (Flughafen) um 03.30 Uhr hatte die Quälerei ein Ende. Mit letzter Kraft wurde die ganze Zuglänge auf den Bahnhof gezogen und dann war Schluss. Um 4 Uhr stand fest, dass nichts mehr geht. Als Ersatz wurde ein ICE bereitgestellt.
Zum "größten Bedauern" konnten die mit Rad aber nicht mit. Wir sollten zurück zum Hbf. Dort würde man bereits auf uns warten und weiterhelfen.
XXX war ganz enttäuscht, dass niemand auf uns wartete. In der DB-Schalter-Warteschlange haben wir uns dann mit den anderen Radlern ausgetauscht, deren gebuchte Züge ganz ausgefallen waren.
Es gab heute am Montag keinen einzigen freien Radstellplatz in den Fernzügen zwischen Frankfurt und Berlin. Wir sind dann mit 4 RE und 1 S-Bahn nach Hause gefahren. War auch spannend, da auch hier wegen Verspätungen die Umstiege immer etwas gefährdet waren. Mehr Zugfahrt konnte man für 35 € Sparpreis wirklich nicht verlangen.
Auf der Hinfahrt gab es auch einen Vorfall. Im ICE nach Hamburg hatte jemand ohne Reservierung sein Fahrrad an einen Stellplatz angeschlossen.
Alle Radstellplätze waren am Südkreuz dann belegt. Am Hauptbahnhof stieg ein Radler mit Reservierung ein und hatte deshalb keinen freien Stellplatz mehr.
Es wurden alle Fahrkarten + Reservierung geprüft.
Eine erste Ansage im Zug gemacht.
Bundespolizei gerufen.
Eine zweite Ansage gemacht mit der Drohung, dass Zug vorher nicht abfährt.
Ein Fahrgast hat dann vorgeschlagen, die Suchdurchsage auf Englisch zu machen.
Da der Zugbegleiter das nicht konnte, durfte es der Fahrgast machen.
Darauf erschien der Besitzer des Rades, der offensichtlich nicht deutsch verstand und nicht wusste das man Räder reservieren muss.
Nachdem er den Zug mit Rad verlassen hat, sind wir mit 30 Minuten Verspätung weiter gefahren.
Zum Glück hatten wir genug Umsteigepufferzeit in Hamburg.
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Hallo ,
es handelt sich um den IC 208, der von Basel SBB nach Kiel fährt.
Am 28.07. sind wir um 23.13 Uhr in Basel eingestiegen. Am 29.07. um 03.23 Uhr hätte der Zug in Frankfurt (M) Flughafen abfahren müssen. Ca. um 04.30 Uhr kam hier die letzte Durchsage, dass der Zug nicht mehr fährt und wir alle aussteigen sollen. Der IC208 hatte die Kennzeichnung für "hohe Auslastung" und war voll. Auch alle Radstellplätze waren belegt.
Kurz darauf fuhr der Ersatz-ICE auf dem gegenüberliegenden Gleis ein. Der war leer und sollte bis Kiel den IC208 ersetzen. Offensichtlich herbei gezaubert für die Fahrgäste des IC 208. Ein Fahrradabteil hatte dieser ICE nicht. Regulär nach Fahrplan fährt dort um diese Zeit kein ICE.
Gemäß Ansage durften die Fahrgäste mit Rad dort nicht einsteigen. Man hätte sicher improvisieren können und Bereiche in dem leeren ICE für Fahrräder finden können. Das war wohl nicht gewollt. In Frankfurt (M) sind also mindestens 10 Räder auf der Strecke geblieben. Aber bis Kiel hatten sicher noch diverse andere Radler Reservierungen für den IC208. Einen Ansprechpartner gab es in dieser Nacht nicht für uns.
Um 05.17 Uhr haben alle Radler die S9 nach Frankfurt Hbf. genommen. Weder am DB Info Stand noch am DB Service Schalter wurde nach einer Lösung gesucht. Konnten die auch mengenmäßig nicht leisten, da ja gleichzeitig die Radfahrer des ausgefallen IC nach Stuttgart Hilfe wollten.
Der Ratschlag war, bei den Zugbegleitern zu fragen. Das ist aber ein Risiko bei Umstiegen, der erste nimmt einen ggf. mit. In Osnabrück klappt das ggf. dann nicht mehr. Da erschien uns die Regionalbahn als die bessere Lösung.
Herzliche Grüße
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