Beiträge von Fahrbahnradler

    Hamburg: Die Mottenpest ist ganz ungläubig bis entsetzt: wie kann man nur im Winter radeln?

    Hamburgs hartgesottene Winterradler: Warum tut Ihr Euch das an?
    Was treibt die Hamburger gerade bei diesen eisigen Temperaturen mit dem Fahrrad auf die Straße? Die MOPO hat nachgefragt. So viel Schneefall wie seit 15
    www.mopo.de

    Einen selbstbewussten Umgang mit nicht geräumten Radwegen zeigt man in Flensburg: rund oder eckig - Hauptsache Blauschild:

    Zitat

    Der Radfahrer sagte demnach, er sei auf dem Weg zu seiner Arbeitsstelle im Flensburger Süden gewesen und habe sich kurzerhand für die geräumte Autobahn entschieden, da sein üblicher Weg wegen der Schneeglätte nur schwer befahrbar gewesen sei.

    Wegen des Wetters: Radfahrer weicht auf Autobahn aus
    Weil sein üblicher Weg zur Arbeit wegen der Schneeglätte seiner Ansicht nach nur schwer passierbar war, ist ein Radfahrer bei Flensburg auf die A7
    www.mopo.de

    Und nun schalten wir um zum Kommentar des Experten aus Lappland:

    (S+) Stadtplaner aus Oulu in Finnland über Radfahren im Winter: »Nichts gegen mutige, mittelalte Männer in Sportklamotten, aber …«
    Im nordfinnischen Oulu herrschen monatelang strenger Frost und Dunkelheit – trotzdem fahren viele Menschen rund ums Jahr Fahrrad. Stadtplaner Pekka Tahkola…
    www.spiegel.de

    https://archive.ph/wcFmx

    Einblicke ins Seelenleben eines MPU-Kandidaten - https://archive.li/CpHNr

    Aua aua aua

    Zitat

    Manche fahren mit 200 pauschal auf der linken Spur, weil sie gar nicht damit rechnen, dass sie jemand überholen könnte. In solchen Fällen probiere ich es erst mal mit einer Lichthupe. Aber wenn der Vordere keinen Platz macht, fahre ich rechts vorbei.

    Und wenn der Vordermann [sic] sich einen Sekundenbruchteil zu spät entschlossen hat, nach rechts rüberzuziehen, gibt es Blech- und Fleischsalat.

    Ich kenn einen, der fuhr auch gerne schnell, Audi RS7. Dem ist es bei einem Date (sie war getrennt angekommen) mal passiert, dass er ihr danach angeboten hat, sie im Auto mitzunehmen. Als sie seine Karre sah, sagte sie Nein. Und es war das letzte Date.

    Zitat

    Eine Zeit lang habe ich öfter eine Bekannte aus meiner Heimat mit dem Auto mitgenommen. Da bin ich immer bedeutend langsamer gefahren, maximal 180. Das war ihr immer noch zu schnell. Ich fahre meist recht nah an die Autos vor mir ran, weil ich nicht so viel bremsen und meinen Schwung mitnehmen will. Da wurde sie als Beifahrerin immer total unruhig.

    Sie hat das auch angesprochen. Wenn jemand von rechts auf meine Spur rüberzieht, sollte ich ihrer Ansicht nach wirklich auf die Geschwindigkeit meines Vordermanns abbremsen. Ich denke mir eher: Der fährt sowieso gleich wieder nach rechts, also lasse ich es so weit es geht rollen. Ich bin immer übervorsichtig gefahren, aber ich konnte für sie gar nicht langsam genug fahren.

    Irgendwann hat sich sein bester Kumpel um den Baum gewickelt, und nur durch Zufall war er nicht als Beifahrer dabei. Den Audi hat er danach abgeschafft und fährt jetzt mit maximal 90 km/h Lkw ...

    Gestern Abend hat's mich gelegt. Griffiger Asphalt auf dem "Weg Nr. 396" in Langenhorn Nord - und dann wollte ich mit etwa 10 km/h die Straße Foorthkamp an der U-Bahn Langenhorn-Nord überqueren. Mein Vorderrad war minimal eingeschlagen und ist sofort weggerutscht. Da lag ich dann, mitten auf der Fahrbahn, zum Glück ohne Autoverkehr, aber mit Passant. Fahrbahn wie Schmierseife - schon krass, wie unterschiedlich Luftfeuchtigkeit um den Gefrierpunkt sich auswirkt. Hoch zum Bahnsteig - auch der war fast wie Schmierseife. Hochbahn und Revier angerufen und um Abstreuen gebeten.

    Ausstieg U-St. Pauli: Ähnlich krasse Unterschiede. Man läuft auf griffigen Gehwegplatten von der U-Bahn Richtung Westen - und die letzten neuerenGehwegplatten an der Ecke mit den beiden Ampelmasten: wie Schmierseife und abschüssig Richtung Fahrbahn. Ich habe mein Fahrrad den Rest des Weges geschoben - mit angezogener Vorderradbremse, das war dann mein Glättemessgerät.

    Beim BR-Artikel zu Schnellladeflugzeugen dachte ich ja erst, die hätten das aus dem Postillon kopiert, aber nein, die Freistaatsjunta scheint das ernst zu meinen.

    Und was passiert, wenn von 4 Kommentaren drei negativ sind und der einzige, der E-Flugzeug gut findet ("Alternative zur Bahn") sofort die Gegenfrage bekommt "Für den Massenverkehr?" Klar: Dichtmachen, hier wird nix dischkriert!

    Zitat

    Liebe Community,
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    Viele Grüße
    BR24-Community Management

    stimmt. Und das kontrolliert dann wer?

    Dieselbe Betreibergesellschaft, die mir mal angedroht hat, mein Fahrrad aus der zweiten Etage auf die Straße zu werfen, weil ich es auf dem vom Carsharingbetreiber dauergemieteten Stellplatz abgestellt hatte, während ich mit dem dortigen Pkw unterwegs war. Da laufen also tatsächlich Typen durch und kontrollieren die Parkscheine. Was abgeht, wenn ein Jahreskartenpendler jeden Tag auf denselben Stellplatz fährt, weiß ich allerdings nicht :)

    Naja wenn man für 100€ auch das ganze Jahr einen Parkplatz als P+R nutzen kann und da meistens Plätze frei sind, warum dann 600€ ausgeben?

    Dazu ist das Parken im P+R-Parkhaus mit E-Kennzeichen eh kostenlos und beim Klientel in Volksdorf ist der E-Anteil schon recht hoch.

    Man muss jeden Tag raus ...

    Jahreskarten - P + R-Betriebsgesellschaft mbH

    Zitat

    Jahreskarten berechtigen Nutzer des HVV dazu, ein Jahr lang entgeltpflichtige P+R-Anlagen zu nutzen. Allerdings gilt auch für Inhaber von Jahreskarten die Höchstparkdauer von 24 Stunden, also die Pflicht, einmal am Tag die P+R-Anlage zu verlassen.

    Jahreskarten können an HVV-Verkaufsstellen zum Preis von 100,-- € von Inhabern von HVV-Abokarten erworben werden.

    Verkehrswende im Speckgürtel:

    Man nehme einen U-Bahnhof in 16 km Entfernung (Luftlinie) vom Stadtzentrum, 28 Minuten Fahrzeit, im Berufsverkehr alle 5 Minuten eine Bahn, dazu eine P+R-Anlage 60 Meter vom Eingang zur U-Bahn entfernt. Kosten des Jahrestickets: 12*49/58/63 Euro für das Deutschlandticket plus 100 Euro für das Parkhaus.

    100 Meter weiter nördlich befindet sich eine etwa 6.000 m2 große Fläche, die mittwochs und samstags von einem Wochenmarkt belegt wird und ansonsten 200 kostenfreie Parkplätze bietet.

    Man ahnt es: die meisten der 200 Plätze werden von Pendlern belegt, jedenfalls Mo, Di, Do und Fr, während das Parkhaus verschmäht wird. Was die Pendler am Mi machen, wird von den Medien nicht überliefert.

    Nun haben die parlamentarischen Gremien Ende 2023 beschlossen: Zusätzlich zum bestehenden Angebot, als Besitzer eines ÖPNV-Tickets für 100 Euro jährlich ins Parkhaus fahren zu dürfen, kann man für 600 Euro im Jahr in diesem Parkhaus einen persönlichen, festen Stellplatz reservieren. Im Gegenzug wird das Parken auf der Wochenmarkt-Fläche werktags zwischen 10 und 18 Uhr auf 3 Stunden beschränkt.

    Man ahnt es: die FDP steigt aus der Gruft und jammert - und bekommt von der einschlägigen Presse volle Unterstützung:

    Zitat

    „Rund 200 Parkplätze fallen so weg, die bislang von Pendlern genutzt wurden“, sagt Gert Wöllmann von der FDP Walddörfer. Die Folge laut des Politikers: Die Nebenstraßen werden zugeparkt, und viele Pendler nutzten nicht mehr die U-Bahn, sondern fahren wieder mit dem Auto in die Innenstadt. Denn das P+R-Haus kostet weiterhin Geld, die Tageskarte liegt bei zwei Euro, es gibt aber auch 30-Tage- oder Jahreskarten. „Zwei Euro klingt nicht viel. Das summiert sich aber, wenn man täglich pendelt“, so Wöllmann weiter.

    Dabei sei der Marktplatz erst vor einigen Jahren saniert worden. „Und er war auch als Parkplatz geplant, um die Seitenstraßen zu entlasten. Jetzt parken hier nur noch Menschen, die in Volksdorf außerhalb der Markttage mittwochs und sonnabends einkaufen.“ Das gewünschte Verhalten in Sachen Umstieg auf den HVV müsse aber doch attraktiver, nicht unattraktiver gemacht werden.

    FDP Wandsbek fordert kostenlose Nutzung in P+R-Parkhäusern in Volksdorf und Umgebung

    „Nur Fahrrad und öffentlichen Nahverkehr zu nutzen, ist in der Innenstadt kein Problem. Am Stadtrand ist das aber schwierig“, ergänzt Martina Gruhn-Bilić, Vorsitzende der FDP-Kreisverbandes Alstertal-Walddörfer. Sie pocht auf die kostenlose Nutzung des P+R-Parkhauses in Volksdorf. Die Verhandlungen mit der P+R-Gesellschaft liefen dazu.

    https://archive.ph/3qrJk#selection-3119.0-3141.337

    Auch das Foto und der Hinweis, einer der Jammerer sei Direktkandidat für die Bürgerschaft, darf in diesem ein Jahr alten Artikel Propagandatext nicht fehlen.

    Man fasst sich an den Kopf: „Zwei Euro klingt nicht viel. Das summiert sich aber, wenn man täglich pendelt“, so Wöllmann weiter.

    Es summiert sich auf 100 Euro, wenn man täglich pendelt, nämlich auf die Kosten eines Jahrestickets. (Übrigens: ein Platz in der Fahrradbox B+R kostet 96 Euro im Jahr, und auf der Fläche eines Autos werden 10 Räder untergebracht!)

    Was man an Parkgebühren zahlt, wenn man das Auto in der Innenstadt unterbringen will, wieviel man für den Sprit auf den 220 * 16 * 2 = 7.040 km bezahlen müsste und in welchem Verhältnis das zu einer 20.000 bis 50.000 Euro teuren Blechkutsche steht, sagen die Experten von der Lindner-Partei nicht - und die geneigte Presse fragt auch nicht nach, was ja eigentlich ihr Job wäre.

    Was auch nicht vorkommt: Protest dagegen, dass Pendler als Dauerparker denen die Parkplätze wegnehmen, die aus der Umgebung mal kurz nach Volksdorf fahren und dort einkaufen wollen - sonst ist das doch immer ein Riesenargument.

    Nun kommt heute die Boulevardpostille und schlagzeilt, das "Nachbarschaftsparken" sei gescheitert:

    Keiner will zahlen: „Nachbarschaftsparken“ scheitert in Hamburg (M+)
    Eine gute Idee droht zu scheitern: Im Bezirk Wandsbek wird in einem Pilotversuch das sogenannte „Nachbarschaftsparken“ für ein Jahr getestet. Es
    www.mopo.de
    Zitat

    Eine gute Idee droht zu scheitern: Im Bezirk Wandsbek wird in einem Pilotversuch das sogenannte „Nachbarschaftsparken“ für ein Jahr getestet. Es ermöglicht Anwohnern von Park&Ride-Anlagen, dort günstig einen Parkplatz zu mieten. Die Ergebnisse nach zehn Monaten sind ernüchternd, dabei wollen SPD und Grüne das Projekt sogar auf ganz Hamburg ausweiten.

    Mehr kann ich da leider nicht lesen, aber ich habe doch die leise Hoffnung, dass SPD und Grüne, die gemeinsam mit der Linken Ende 2023 diesen Beschluss gefasst hatten, der Vernunft die Treue halten. Denn 100 Euro für einen P+R-Platz als Aufpreis zum Jahresticket für den ÖPNV ist nach wie vor ein Schnäppchen. Und wer die 756 Euro für das D-Ticket nicht zahlen will, zahlt eben 500 Euro Aufpreis für den Stellplatz. Da ist doch die Message "hey, für 256 Euro extra kannst Du auf das Deutschlandticket umsteigen" mit Händen zu greifen. Und die Homeoffice-Leute, die nur ab und zu pendeln müssen, sollte man aus der Betrachtung ganz rauslassen, weil jemand, der keine 9,80 Euro (Tageskarte HVV plus Parkhaus) zahlen will, weil er vielleicht (!) beim Arbeitgeber in der City kostenlos parken kann, wegen der Irrationalität seiner Entscheidung nicht zum Maßstab gemacht werden sollte.

    Und wenn 100 Euro jährlich für die FDP ein Finanzproblem sind: Nur zu! Macht das Fahrradparken in der Box kostenlos! Senkt den Preis des Deutschlandtickets von 63 auf 55 Euro pro Monat!

    Ach nee, das wäre ja ideologische Verkehrspolitik ...