Beiträge von DMHH

    https://www.zeit.de/mobilitaet/2026-06/kopfsteinpflaster-radfahren-wege-fahrraeder-fraestechnik

    https://archive.ph/M1aeN

    Zitat

    Ganz billig ist die Prozedur allerdings nicht. In der Berliner Hufelandstraße wurde der Umbau aus Landesmitteln finanziert. Die Arbeiten auf 600 Metern Strecke dauerten zweieinhalb Wochen und kosteten etwa 600.000 Euro, sagt Eric Feind. Bei vier Metern Breite summierten sich die Schleifarbeiten aber auf immerhin 2.500 Quadratmeter – eine Fläche, die der Größe eines halben Fußballfeldes entspricht, rechnet die Bauherrin InfraVelo GmbH vor.

    Ooooh, die Kosten. Das ist echt nicht von der Hand zu weisen.

    FunFact: bei der Fräsmaschine handelt es sich nicht um eine Sonderanfertigung. Damit werden üblicherweise ganz normale Asphalt- und Betonfahrbahnen im Zuge von Deckschichtsanierung etc. abgefräst. Ja, Kopfsteinpflaster hat häufig höhere Härten als Beton, was mit höherem Verschleiß am Fräskopf einhergeht - die Kosten sind aber nicht so exorbitant höher. Was ich sagen will: beim Kopfsteinpflaster ist "oooh, die Kosten!" ein Argument. Die gleichen Summen werden aber bei jeder Straßensanierung in Asphalt allein schon fürs Entfernen der Deckschicht aufgerufen. Da isses wie immer dann: muss so, geht ja nicht anders...

    naja, ich glaube, dass in dieser Runde hier niemand sagen wird: "wie kannst du nur gegen die RWBP vorgehen wollen!"

    Das Risiko einer Niederlage vor dem VG ist stets gegeben, auch bei Abschnitten, bei denen man eigentlich sagen würde, dass die StVB sich hier Begründungen aus dem A... alten Hemdsärmel zieht. Wenn es gut begründet ist, wird ein VG sich nicht hinstellen und die Begründung auseinanderpflücken. :/

    ... was ich im Übrigen als Problem sehe. Also das es keine neutrale, unabhängige, fachkundige Stelle gibt, die der StVB auf die Finger schaut. Die oberste Landes-StVB könnte es, macht es aber nicht. Die Gerichte können es nicht, weil inhaltlich nicht in der Sache und nicht zuständig. Andere Optionen gibt es dann nicht.

    Aber andererseits würde so eine Forderung auch nicht Umsetzbar sein, weil: wer soll es denn machen? So eine Stelle müsste man schaffen. Und wie besetzen? Landes-VAO-beauftragten. per Gesetz unabhängig und Weisungsbefugt; nimmt sich der Probleme an und fungiert als dem VG-Verfahren vorgeschaltete Stelle... und übernimmt wegen Arbeitsüberlastung einfach nur die Argumentation der unteren StVB, weil man schließlich nicht riskieren möchte, den Schwarzen Peter zugeschoben zu bekommen, wenn ein Radfahrer verunfallt wird.

    hier wurde vor 2 Jahren eine Radfahrerin von einem Autofahrer tätlich angegriffen (Körperverletzung), weil sie nicht auf dem Gehweg, sondern auf der Fahrbahn fuhr.

    Diese singuläre Straftat wird noch immer in Kreisen der Bubble als Argument genommen, dass Radfahren auf der Fahrbahn gefährlich ist.

    Mein Einwand, dass man ja auch mal hinterfragen könnte, warum der Autofahrer der Meinung sei, die sollte auf dem Gehweg fahren (der bis vor 3 Jahren mit "Gehweg, Radverkehr frei" garniert, und bis vor 10 Jahren noch mit einer BPflicht versehen war.

    Die Antwort könnte leider verstörend und kontra-intuitiv sein: weil es Radwege gibt, weil es Gehweg-Freigaben gibt. Gäbe es diese nicht und der Radverkehr würde stets, mit Ausnahme von Kindern, auf der Fahrbahn rollen, käme wohl niemand auf die Idee, Radfahrende mit Gewalt auf Gehwege verbannen zu wollen.

    wäre doch auch mal schön, Radfahrenden nicht nur die Dooring-Zone zu erklären, sondern auch die "Haltestellenzone", wo man eben wegen Abstand Gleis-Hochbord nicht fahren sollte. Aber gut, wenn man vor und hinter der Haltestelle doch wieder rechts der Gleise fährt, muss man 2x wechseln über eine Schiene.

    das Velogleis ist ein Kostentreiber im ÖPNV, weil die Gummis nicht sehr lange halten. Gleichzeitig ist die schematische Zeichnung, wonach Oberkante Schiene quasi bündig mit Asphaltdecke ist, ein ... Wunschdenken. Zumindest hier in Jena ist das nicht der Fall. Ich würde auch beim Velogleis nicht auf die Idee kommen, Geisquerung in sehr spitzen Winkeln zu vollführen.

    aaaaaah, schöne neue Bundesstraße bei Saaldorf, TH

    oh, ach...

    Neue B 90 im Saale-Orla-Kreis ab Dienstag frei – Radfahrer werden ausgesperrt
    21 Hektar Wald gerodet, Millionen verbaut, jahrelang geplant – jetzt wird der erste Abschnitt der neuen B 90 freigegeben. Doch ausgerechnet Radfahrer bleiben…
    www.otz.de

    archive.ph/tV48N

    in der Animation zur Straße bei der DEGES sah alles noch nach Radweg/Wirtschafsweg in Nebenlage aus.

    Ich würde wetten, dass Fußgänger und Radfahrer erlaubt sind da. Vielleicht müsste man sich mal die PF-Unterlagen organisieren, um zu gucken, ob das direkt nur für KFZ gewidmet wurde.

    Ich tippe darauf, dass die Stadtverwaltung hier lediglich die Gründe, nach denen eine Radwegbenutzungspflicht angeordnet werden kann (Anteil Schwerlastverkehr, Verkehrsbelastung) umformuliert und in eine Antwort gegossen hat.

    in einem Bundesland mit Informationsfreiheitsgesetz könnte man nun mal die dtV erfragen.

    Quarks: Mobilität ohne Frust: Wie klappt die Verkehrswende? - hier anschauen
    Staus, Baustellen, steigende Spritpreise, unpünktliche Züge – für viele Menschen wird Mobilität im Alltag zur Belastung. Die einen wollen immer schneller,…
    www.ardmediathek.de

    uff. tief durchatmen.

    besonders ganz am Ende das Eye-Tracking von Radfahrern auf der Fahrbahn.

    da hätt ich ja gern mal Vergleich Radfahrer auf Radweg gesehen, frage mich, wieso der permanent in der Dooring-Zone fährt und überhaupt: wieso zu Hölle wird Radfahren nicht als Teilnahme am Straßenverkehr thematisiert, sondern irgendwie gleichgesetzt mit ... im Garten chillen?

    die Fußgänger wechseln die strassenseite. das ist in der Regel unproblematisch, weil es kein rechts-geh-gebot gibt und auch keine richtungsabhängigen Unterschiede bei unfallgäufigkeit an einmündungen gibt. :)

    Den radverkehr auf die linke Seite schicken geht dagegen fast nie, Fahrbahn hingegen grundsätzlich immer

    Tödlicher Fahrradunfall auf Rügen, hier:

    Google Maps
    Find local businesses, view maps and get driving directions in Google Maps.
    www.google.de
    Tödlicher Zusammenstoß an der Ostsee: Radfahrer stirbt noch am Unfallort
    Tragischer Unfall auf Rügen: Ein Radfahrer wird beim Abbiegen von einem Auto erfasst. Trotz Rettungshubschrauber und Reanimation stirbt er noch vor Ort.
    www.nordkurier.de

    Radfahrer will links abbiegen, entgegenkommendes KFZ - Unfall.

    Zitat

    Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) hat einen Antrag auf die Tagesordnung setzen lassen, in dem es vor allem um eine Überarbeitung des aktuellen Bußgeldkatalogs geht. Die Vorlage "Anpassung der deutschen Bußgelder für Verkehrsverstöße an das europäische Sanktionsniveau" liegt LTO vor.

    :*

    aber kacke:

    Zitat

    Bei geringfügigen Verkehrsverstößen soll die Verwarnungsgrenze nach dem Vorschlag Hamburgs von derzeit 55 Euro (§ 1 Absatz 1 BKatV, § 56 Absatz 1 Gesetz über Ordnungswidrigkeiten (OWiG)) künftig auf 70 Euro erhöht werden. Um, wie es heißt, "die Bußgeldsachbearbeitung statt im gegenwärtig erforderlichen manuellen Verfahren wieder im automatisierten Verwarnungsverfahren abwickeln zu können".

    damit ist das gehwegparken wieder ein einfacher Fall, bei dem keine Ermittlungen geführt werden müssen zum Fahrer/in

    aber immerhin soll die Einstellung gegen Kostentragung von läppischen 20,- + Port/Verpackung auf 45,- steigen.

    dann also Gehwegparken wieder regelhaft mit "keine Ahnung, wer gefahren ist", aber dann immerhin direkt 45,- zahlen.

    einen unzweifelhaft als Gehweg zu erkennenden ... Gehweg mit ... Gehweg zu beschildern, dürfte gegen §45 StVO verstoßen.

    um die Anzahl der Kampfradler um mickrigste Prozentpunkte zu reduzieren, soll also Geld in die Hand genommen werden, um offensichtliches (der Gehweg ist ein Gehweg und darf nicht befahren werden) irgendwie baulich noch klarer als jetzt schon zu machen?

    ein Mehr an Versiegelung wird es dennoch. "festgetrampelter Boden" ist keine Versiegelung, Betonsteine sind es. Radfahren in dem GRünstrich da verbieten wäre der bessere Weg. Wozu muss man da fahren dürfen? das hab ich bei meinem letzten Besuch der Ecke da als Aufenthaltsraum wahrgenommen. Ok, war Sommer, war Wochenende - ist vermutlich nicht repräsentativ.

    ich hab noch nicht verstanden, wieso man wieder Geld in die Hand nehmen sollte, um die Kampfradler baulich sanft irgendwohin zu lenken, und wieso die Flächenversiegelung weiter steigen sollte.

    Ist auf dem Gehweg im Hintergrund das Radfahren erlaubt? nein

    Warum wird auf dem Gehweg gefahren? Weil auf der Fahrbahn unschönes Kopftsteinpflaster verlegt ist. Da kannste auch [Zeichen 254] anschrauben - das Gehwegradeln bleibt da. konsequent ahnden. fertig ist die Laube.

    Zitat

    Zu groß ist die Angst, im Notfall nicht einmal mehr ausweichen zu können.

    wie soll so ein Notfall aussehen, dem man noch ausweichen möchte, das aber angeblich nicht mehr kann wegen der Leitplanken?

    Zitat

    Bis 2033 sollen an 72 Prozent der Bundesstraßen Radwege entlangführen und an 46 Prozent der Landesstraßen.

    X/

    geile Wurst. MSR 300 dann zukünftig auf Radwegen. ich liebs.

    Das ist so irre. Milliarden für Radwegebau entlang von Straßen versenken, weil statt 1 dann 2 Radfahrer pro Tag da entlangfahren könnten. Aber klar: das ist eine Steigerung um 100%!!! das lohnt doch mal!

    Wie ist die Bevölkerungsprognose in MV? hm? achso, die Touristen!!!