mit am entspanntesten radelt es sich auf der Fahrbahn dann, wenn
- permanent Gegenverkehr kommt
- sehr selten Gegenverkehr kommt
alles dazwischen führt häufig zu irrationalem Verhalten und irren Überholmanövern. Und das relativ unabhängig von der zulässigen Höchstgeschwindigkeit.
Und die Kernfrage: "welche bauliche Gestaltung" lässt sich nicht zufriedenstellend für alle Rad Fahrenden lösen, wenn der KFZ-Verkehr eine - wenn auch nur in Kernzeiten - weiterhin dominierende Rolle einnehmen muss.
Wenn ich übrigens nicht "entspannt Fahrbahnradeln" kann, dann kann ich in 99% der Fälle auch nicht entspannt auf dem Schutzstreifen radeln.
Damit sollte klar sein, welche Lösung hier gar nicht zu realisieren ist: beidseitige Schutzstreifen.
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hab gerade mal im Straßenbaumkataster der FHH nachgeschaut:
irre!
- Linde (sonst ja immer soooo beliebt bei Verkehrsteilnehmern ... *kleb*)
- Kastanie (warten wir einfach 10 Jahre, dann zeigt die Miniermotte Wirkung)
- diverse Nachpflanzungen 2014 mit Eiche (Q.robur, als mindestens problematisch in Hinsicht auf Trockenstress eingestuft)
Das ist irre, an solchen Bäumen einfach deshalb festzuhalten, weil sie nunmal da stehen.
unmittelbar nördlich ist der Alsterlauf. Wenig südlich der "Parkfriedhof". Dort 50 Bäume umzusägen ist doch ein völlig anderer Schnack, als bspw. in Hoheluft oder auf der Veddel.
Ja: Baumerhalt, wo möglich.
Wenn die Alternativen aber sind, dass man am verkehrlichen Status Quo dann nichts ändert, muss man bitte auch den Mut haben, dies transparent zu machen und keine schwurbeligen Dreckskompromisse wie Schutzstreifen hinzumalen.
Wobei der eigentliche Kuhfuß hier jene Regelwerke sind, die die Schutzstreifen überhaupt noch empfehlen!