Beiträge von Pepschmier

    Auch wenn im Osten fast alle Direktmandate an eine Putin-freundliche Partei gingen, fände ich es trotzdem nicht in Ordnung, wenn Russland diese Gebiete einfach annektiert.

    Wahlatlas - Die Bundeswahlleiterin

    Das sagt ja auch keiner :rolleyes: (Riesenseufzer). Der Punkt ist, dass zwei Jahre nach der Wahl die bisherige Bundesregierung flieht, und die neue Regierung eine militärische Antiterroroperation gegen den Osten startet, weil die von Sezession faseln. Gleichzeitig werden im ganzen Land Medien geschlossen und Parteien verboten.

    Mir würde schon der ganze Heckmeck reichen, um auf den Mars umzusiedeln.

    In diesem taz-Artikel beschreibt Olaf L Müller den relativen Pazifismus...

    Es wäre, glaube ich, auch ganz hilfreich, von dem "Blümchen-Bild" der Ukraine wegzukommen und das Ganze etwas realistischer zu betrachten.

    • Die Ukraine ist kein homogenes Land in dem alle dasselbe wollen, im Gegenteil. Siehe Bild der letzten gesamtukrainischen Wahl. Die "Partei der Regionen" sind Anhänger der später geschassten Janukowitsch-Regierung, das ist m.E. keine "kleine Splittergruppe".
    • Sie ist eines der korruptesten Länder der Welt, daran ändert auch das Austauschen einiger Generäle nichts. Das sitzt ja fest in der Mentalität und geht bis in die untersten Verwaltungsebenen.
    • Schon vor dem "Staatstreich" war die Medienlandschaft degeneriert, kontrolliert, usw. Seither ist das noch schlimmer geworden, fast alle Parteien sind verboten. Eine freie Berichterstattung gibt es dort nicht.
    • Man muss wohl davon ausgehen, dass die Öl-Oligarchen das wahre Sagen haben.
    • Die Bevölkerung der Ost- und Südukraine hat wohl einen gehörigen Rochus auf die Regierung und das ukrainische Militär ("die bezeichnen uns als Terroristen und erschießen unsere Kinder"). Reportagen, Berichte aus diesen Gebieten gibt es in unseren Medien nicht, man kann sich im Internet was suchen, wenn es einen interessiert, wie die Menschen dort leben.

    Ob und was man gegen die russischen Annexionen machen soll, weiß ich nicht (das wissen ja offenbar alle anderen). Momentan sind das "unabhängige Volksrepubliken", die allerdings nur von RUS, Syrien und Nordkorea anerkannt werden :).

    Aber die Darstellung, dass die Ukraine ein "normales", freies Land ist, das einig nach EU und NATO ruft, stimmt m.W. so nicht.

    Auch für den Fall brauchtest du friedensbewegte Menschen. Ohne die Menschen wird es nicht gehen.

    In der Ukraine wird man übrigens eingesperrt, wenn man die ATO (Antiterror-Operation seit 2014) gegen die separatistischen Volksrepubliken im Donbass öffentlich als "Bürgerkrieg" bezeichnet. Haben wohl viele Journalisten dort erfahren.

    Insgesamt ist es, glaub ich, schwierig, in der Ukraine "friedensbewegt" zu sein. Man muss wohl eindeutig für oder gegen irgendwas sein, eine sachliche Auseinandersetzung mit den Kriegsursachen, der ganzen Vorgeschichte mit Nuland, Klitschko, dem Absetzen des gewählten Präsidenten, usw., kann dort m.W. nicht wirklich stattfinden.

    Kann man so sehen, aber ohne Gemeinnützigkeit wären die ganz schnell weg. Niemand könnte mehr die Spenden absetzen. Es ist vielleicht keine Finanzierung, aber sehr wohl eine Förderung.

    Der König verzichtet auf das zehnte Ferkel, wenn der Bauer statt dessen 3 Ferkel den Armen schenkt. Muss der Bauer nur noch 12 Ferkel hergeben, statt 10 :). Der König ist das Elend los und wird als Förderer der Armen gefeiert. Amen.

    Zitat

    klassischen Wohltätigkeitsorganisationen wie dem Roten Kreuz oder den Tafeln?

    Apropos Tafeln: Die gibt es jetzt seit 30 Jahren, Zulauf steigt enorm, staatliche Finanzierung=NULL. So sehr sie zu begrüßen sind, so erbärmlich ist die Tatsache, dass sich die Damen und Herren Abgeordneten offenbar darauf ausruhen. Es gibt nicht die geringste Empörung darüber, dass diese Tafeln nötig sind, geschweige denn irgendeinen Ansatz, sie überflüssig zu machen. DAS ist der eigentliche Skandal.

    Verwunderlich, dass es gar nicht um die Verteidungsausgaben geht, sondern nur um ihre Höhe. Irgendwie typisch.

    Bei 260.000 Bediensteten und ca. 80.000 Euro Kosten pro Bediensteten (das ist m.E. schon viel, die meisten werden ja nicht grade Generäle sein), kommste auf läppische 20 Mrd. Wenn das ungefähr die Hälfte der Gesamtkosten ist, so wies halt eigentlich schon immer war, biste mit 40 Mrd. gut dabei.

    Fragt sich, in was genau man weitere Milliarden eigentlich stecken will? Und was soll diese blöde Verknüpfung mit dem BIP? Normalerweise macht man ne Bedarfsanalyse und guckt danach, wieviel vom BIP das ist. Wenn mans denn unbedingt wissen will. Man sagt aber normalerweise nicht, man braucht soundsoviel vom BIP und überlegt danach (oder auch gar nicht), was man damit eigentlich anfangen will. Kenn ich so nicht, z.B. bei der jährlichen Stütze der Rente, um ihre Insolvenz zu vermeiden, fragt auch keiner, wieviel vom BIP das sein soll und rechnet danach aus, was man eigentlich braucht.

    Aber na ja, irgendwas mit Substanz erwartet man ja gar nicht mehr, nur noch Geschrei...

    Dass es solche Wahlvideos gibt und verbreitet werden können, dass es eine Partei gibt, die sich so nennt und allerhand mehr und manchmal auch weniger tiefsinnige kabarettistischen Darbietungen kreiert und präsentiert, ist nicht selbstverständlich.

    Genau: In der Ukraine ist alles verboten, was links vom Selenski ist, sogar die SPD...

    Was trägt dazu bei, dass es auch morgen noch möglich ist? Vermutlich reicht es nicht aus, "Die Partei" zu wählen. Glückwunsch!

    Genau: Lass das mal die Profis machen...

    :rolleyes:

    Bei den Militärausgaben stimmen die beiden Berichte ziemlich überein. Das Greenpeace-Teil hat Zahlen bis 2022 verwendet, der Rest wurde irgendwie geschätzt. Auch der Kaufkraft-Konversionsfaktor ändert sich vermutlich jährlich (Russland wird ja ärmer, hihi). Insgesamt kann man m.E. sagen, dass sowohl Russland als auch EU (+Kanada?) jeweils ca. 450 Milliarden US-Dollar ins Militär pumpen, plusminus ein paar Milliärdchen...

    Die Frage ist halt nach wie vor, wie man jetzt davon ableitet, dass die EU-Ausgaben sich verdoppeln müssen? Gibts da eine Regel? Ich kenn nur den Konfuzius: Warte, bis die Leichen deiner Feinde auf dem Fluss vorbeitreiben... :)

    Eigentlich ist das ja nicht sehr demokratisch, wenns nach der Wahl drauf ankommt, wer mit wem im Bett kuschelt und der ganze Rest ist draußen.

    Aber sogar beim Koalieren gibts Wahlverlierer im wahrsten Sinne des Wortes. Wenn einer am Sonntag die SPD wählt und die "koaliert" dann mit der CDU, kann er auch sagen: "Mist, schon wieder die Stimme verschenkt..."

    Es sollte über die Ursachen und deren Behebung gesprochen werden.

    Korrekt. Ich schlage ein wissenschaftliches Experiment vor, da ja ganz offensichtlich ein eklatanter Knowledge-Mangel vorliegt:

    1. Wir starten am 1. März ein Deutschlandweites Verwüstungsexperiment, mind. 25 Jahre Dauer-Krieg mit mehreren Allianzen, Guerillas, usw., mit wechselnden Fundamentalchristen-Terrorhäuptlingen, eingeschleusten Militärberatern und abwechselnden Eroberungen von Gebieten. Hauptsache, alles wird regelmäßig in Schutt und Asche gelegt.
    2. Im Jahr 2050 ziehen wir alle ausländischen "Kräfte", die beim fröhlichen Wumms-Machen mitgemacht haben, wieder ab. Wenn Bewohner in Nachbarländer fliehen, z.B. Frankreich, Italien, o.ä., weil sie sich seltsamerweise "nicht wohl fühlen in Deutschland", untersuchen wir sie auf ihre psychische Verfassung, insbesondere die dann etwa 25-jährigen.
    3. Eventuelle Erkenntnisse, dass diese 25 Jahre die Leute u.U. Balla-Balla gemacht haben, könnten dann in die zukünftige Politik aufgenommen werden, z.B. so: "Wumms-Machen ist toll, aber die Dödel sollen gefälligst bleiben wo sie sind". Nur diesmal halt mit wissenschaftlicher Expertise.

    Sprich: Die USA stehen seit Jahrhunderten "Gewehr bei Fuß", um weltweit Regierungen abzusetzen, die ihnen nicht passen.

    Ich wundere mich darüber schon lange. Wenn man sich um einen neutralen Beobachterstatus bemüht und die Erde von sagen wir mal der Venus aus betrachtet, kann man eigentlich gar nicht darauf kommen, dass USA und Wertewesten "die Guten" sind. Es geht einfach nicht.

    Ich bin westlich sozialisiert worden, kenne die Argumente von wegen "Freiheit und Demokratie in die Welt tragen", usw. und würde wenn nötig auch lieber nach Kalifornien auswandern als nach Sibirien. Mir ist aber auch schon lange klar, dass das eher eine Religion als Politik ist. Faktisch unterscheided sich der westliche Missionszwang nicht vom Dschihadismus, hinter jedem regime change stehen knallharte wirtschaftliche Interessen und die westlichen Dschihadisten sind keine turbantragenden Gotteskämpfer, sondern Politiker in Schweinslederhandschuhen und feinem Zwirn, die aus einer Position des römischen Reiches mit unermesslichen Ressourcen heraus operieren.

    Insofern kann man die Münchner Sicherheitskonferenz als das Treffen der westlichen Religionskrieger bezeichnen. Ob die wissen, dass selbst das römische Reich untergegangen ist?

    Der Leser bleibt freilich ausweglos zurück.

    Sicher nicht. Er kann sich allerdings fragen, warum alle immer so: "Wir wollen mehr Radverkehr und weniger Autos", aber gleichzeitig durch Nichtstun und andere Absurditäten glänzen.

    Ein mögliches Vorgehen: Citymaut einführen, Radfahren belohnen, StVO gnadenlos durchsetzen. Vom Hausrecht Gebrauch machen. Statt "Radfahrstreifen geht leider nicht, zu wenig Platz"-Mimimi einfach mal "Auto geht leider nicht, zu wenig Platz" wagen. Sich was trauen, etwas tun statt dumm labern.

    Oh hoppla, da bin ich jetzt in einem falschen Planeten-Forum, das hier ist ja die Erde mit diesem Homo Sapiens Sapiens...

    Soll man sich jetzt freuen, dass wenigstens aufgrund der Streitigkeiten beim Ämter-Verteilen die Haselnusskoalition in Österreich scheiterte?

    Noch 'n paar Monate mehr, und die Österreicher erkennen, dass sie die Kaspern gar nicht brauchen. :) Die Leute gehen weiterhin zur Arbeit, das Parlament ist gewählt. Würde kein Mensch merken, wenn die Parlamentarier einfach ihre Arbeit machen und der König in seinem Schloß rumschlurft.

    Hab das heute mal vor Kollegen erwähnt, alle haben scharf die Luft eingesogen und gemeint, dass das nicht gehen kann. Warums nicht gehen kann, hat keiner gesagt. Fazit: Wenn sie jetzt an meinem Arbeitsplatz vorbeikommen, schauen sie mich an und schütteln traurig den Kopf :D

    Was wir an der Gewaltenteilung haben, werden wir schmerzlich merken, wenn sie ausgehebelt wurde.

    Ich vermisse sie ja jetzt schon, denn zwischen Exekutive und Legislative gibts ja keine wirkliche Trennung. Sonst müsste die Regierung, so wie ursprünglich mal geplant, vor dem Parlament draußen bleiben.

    Hab mal gelesen, dass das am Ende im Parlamentarischen Rat gescheitert ist, weil die deutschen Vertreter nicht fassen konnten, wie ein Volk ohne Führer jemals funktionieren sollte. Bei der ersten Sitzung haben dann auch die Kommunisten - glaub ich - demonstrativ den Raum verlassen, als Adenauer und seine Gefolgschaft reinkamen. Wat wollen die denn hier...?

    Vorgeschlagen wurde es, wenn ich mich richtig erinnere, von dem amerikanischen Verhandlungsführer, als einer von mehreren Mechanismen, um zu verhindern, dass sich das Geschehene - also die Machtübernahme - wiederholt. Ich frag mich ja, wo diese Mechanismen geblieben sind?

    Spannend ist es allemal, nachzulesen, was da bei der "Neugründung" so alles vorgeschlagen und diskutiert wurde. Und schade, dass das nicht in der Schule durchgenommen wird. Bei uns hieß es damals nur, wir wären ja so gerne wie die Schweiz geworden, wir sind aber leider zu viele dafür. Mit der Begründung kann man heute keinen mehr beeindrucken, 30 Jahre nach Internet, aber es fragt ja auch keiner mehr danach.