Beiträge von Autogenix

    Naja, ein S-Pedelec gibt es nicht als Lastenrad und ein Dach kann manchmal auch nett sein. Und zwar gerade für "meine Oma kann nicht mehr so weit laufen", mit der bisher ungehinderter Zugang für jedes noch so riesige Dickschiff gefordert wird.

    Der Bulli kann (!) extrem nützlich sein, aber eben nur, wenn man ihn auch ausnutzt – in der übrigen Zeit ist er lediglich noch sperriger als ein SUV.

    Generell können die meisten Menschen einfach ohne Motor die Strecken, für die der Opel genutzt werden kann, zurücklegen.

    Das es kein Lastenrad als S-Pedelec gibt, finde ich persönlich schade.

    Die Oma steigt in das Teil wahrscheinlich nicht ein, aber wär eine Alternative.

    Ein T6 ist kein Bulli, und meist übersichtlicher und nicht größer als ein X5, EQS, XC90, , Panamera, Q7, Touareg, Discovery, .. Also all die andere Autos auf dem Bio-Supermarkt-Parkplatz.

    Als ob ich es geahnt hätte. Zurzeit wird in Hannover über höhere Parkgebühren für SUV diskutiert. Energischer Einspruch der örtlichen autofreundlichen Presse: Anne Hidalgo (die Bürgermeisterin von Paris) und Belit Onay (der Bürgermeister von Hannover) beides Befürworter von extra hohen Parkgebühren für Extragroße Autos instrumentalisierten angeblich den Begriff SUV. Es gäbe ja schließlich auch noch andere große und schwere Fahrzeuge. Der Begriff SUV würde jedoch als Kampfbegriff eingesetzt.

    Zwischen den Zeilen: Gegen VW-Busse und Limousinen würden sich die beiden nicht trauen, "ins Feld zu ziehen". Da passt der Hinweis auf die acht Sitzplätze im VW-Bus.

    Das Problem ist jedoch: Die allermeiste Zeit werden die meisten dieser 8 Sitze (nämlich 7) unbesetzt spazieren gefahren, insbesondere bei rein privater Nutzung. Und dieses "Tiny-Haus" steht die meiste Zeit des Tages am Fahrbahnrand gerne auch mal in der Regel ungestraft im absoluten Halteverbot.


    Ich bin nicht gegen höhere Parkgebühren, ganz im Gegenteil. Ersteinmal generell für alle, und für große Autos, wobei ich das eher an Länge & Breite festgemacht hätte, und nicht an Gewicht. Je besser ÖPNV, desto teuer. 1h öffentlich Parken in S/Tram Gebiet, 15-30€. in Busnetz mit bis 15min Takt 10-20€, bis 30Min 5-15€,.….

    Anwohnerparken entsprechend, Kerngebiet 2000-6000€/a, usw.

    Die meisten Busnutzer, die kenne, sind eher keine typischen Alleinfahrer, aber das heißt nicht, das man dann nicht Zahlen soll. Es stellt sich halt für die Allgemeinheit kein positiver Effekt ein, ob 4 Alleinfaherer Opel Rock parken, oder ein Transit mit 5 Personen Besatzung.


    Und zwar in einem Maße, das ÖPNV-Nutzung deutlich attraktiver wird. Momentan denken sich viele, Tagesticket 15€, parken 6€, fahr ich mit dem BrummBrumm.

    Der Vergleich T6 und Opel Rocks ist gut gewählt.

    Für einen T6 fallen mir einige gute Gründe ein, warum man so etwas brauchen kann, für den Opel keine.

    Der T6 mit etwas mehr als doppeltem Flächenverbrauch (5 * 2m) gegen (2,4 * 1,4m) kann je nach Ausstattung 4-8 Leute transportieren, statt 2, wenn nur 4 Sitzplätze, dann fungiert er als TinyHouse für eben 4.

    Der Opel kann nichts, was nicht auch ein Rad, ein S-Pedelec oder ein Lastenrad kann.

    Sorry, aber das Problem der westlichen Länder ist Ressourcen- und Energie-Verbrauch. Und der Bau, also Hoch- und Tiefbau haben da einen nicht unwesentlichen Anteil dran.

    Das fängt damit an, dass man nicht überall einen neuen Radweg bauen muss, wenn es schon mehrere Fahrspuren gibt, dann kann man einfach eine davon nehmen.

    Das heißt auch, dass man nicht überall in der Pampas bei Straßen mit 1000-5000 Fahrzeugen täglich daneben noch mal einen 3-4m breiten Asphaltstreifen legen muss, wenn nur 100 Radler am Tag da entlang torkeln.

    Und auch, dass man nicht 50 Busse am Tag für 30 Fahrgäste fahren lässt.

    Ist Dirk hier anwesend?


    Immerhin, es braucht offensichtlich nur relativ kurze Zeit für einen Besucher, noch dazu aus einem Land, bei dem es schwer auf die Örtlichkeit ankommt, ob überhaupt Radinfra zu finden ist, um den Kern des Problems zu erfassen.


    Warum dann Verkehrsplaner und Politik selbst nach vielen Jahren nicht drauf kommen, ist schon komisch.

    Also der RW an der Bundesallee ist zwar nicht ganz so schlimm, aber für einen zweiseitigen schon gut eng. Auch an der B214 ist eher Mau, zumindest vor 2 Jahren war das zum Teil Richtung Zentrum ein geplattelter Huggelgehweg mit Benutzungspflicht.

    Aber welche Gast-Studenten und wissenschaftlichen Mitarbeiter fahren schon mit dem Rad zur Arbeit.

    Das erste Mal in Braunschweig so vor 25 Jahren. Meine Arbeit überscheidet sich mit bestimmten PTB-Themen.

    Tatsächlich kann ich mich an RWP erinnern, da war der Weg maximal 1m, denke nicht mal das. Und da war ich noch nicht mal sensibilisiert für das Thema.

    edit: Wenn im Sommer Laub an den Bäumen ist, kann man es auch gar nicht mehr erkennen: 57 Bienroder Weg - Google Maps

    edit2: an dieser Stelle gibt es auch noch andere Kuriositäten 57 Bienroder Weg - Google Maps


    Braunschweig, ohjeohje

    Ich war noch nie in einer Stadt, der ich ohne zu zögern attestiert hätte, mit den Benutzungspflichten und angeboten für Radler noch schlimmer zu sein als FFB. ....

    .....Bis ich mal in Braunschweig war.

    Aber ab wann sollte ich mich nicht mehr aufs Rad setzen? Und ab wann nicht mehr hinters Steuer?

    Hmm, die Frage ist für einen selber wahrscheinlich schwerer zu beantworten, aber es wird wahrscheinlich Hinweise aus deinem sozialen Umfeld geben und wenn man Nachts schlecht sieht und empfindlich gegen Blendung ist, das merkt man schon selber.

    Ich seh auch nicht mehr so gut, Altersweitsicht, deswegen fällt aufs Telefon schauen beim Fahren inzwischen flach, dazu müsste ich eine Brille aufsetzen.

    Ich habe das Thema, dank meines fortgeschrittenen Alters gerade im Umfeld. Sowohl bei der buckligen Verwandschaft, wie auch in deren Umfeld. Und es ist ein leidiges Thema. Da gibts alles, von geistig gut dement, aber körperlich noch ganz fit, fährt weg kommt halt dann nicht mehr wieder, weil zum Teil orientierungslosm, bis geistig fit aber Nachts blind wie ein Maulwurf.

    Bei dem ein oder anderen werd ich wohl in nächster Zeit mal die Zündkerzen rauschrauben oder den Stecker von der Einspitzpumpe abziehen.


    Auf dem Abschnitt Landstraße, auf der der Unfall passiert sein müsste, gibts übrigens keine Kurve, die die Sicht auf wenige 10 Meter einschränken würde. Da sind immer mehrere 100m Sicht. Insofern ist der Unfall schon eine gewaltige Fehlleistung des Autolenkers.

    der 77-jährige hätte mit großer Wahrscheinlichkeit auch den umgestürzten und in die Fahrbahn ragenden Baum angefahren.

    der 77-jährige hätte mit großer Wahrscheinlichkeit auch den auf der Fahrbahn liegenden Steinblock, der aus der Böschung herausgebrochen ist, angefahren.

    Was hat denn das mit "Altersstarrsinn" zu tun? Und woher der Reflex, direkt Einschränkungen in Reaktion zu postulieren.

    Wenn der Unfallfahrer 22 Jahre alt wär, dann wäre der erste Impuls "bekifft"? Oder besoffen? oder zu schnell? Oder Handy? :/


    Wenn er einen Baum oder einen Stein übersehn hätte, wäre es wahrscheinlich maximal nur für ihn dramatisch gewesen.

    Den Unterschied zwischen einem Baum oder Stein und einem beleuchteten Fahrrad mit Warnweste tragendem Fahrer merkste wahrscheinlich selber. Man kann dem Andreas sicher nicht vorwerfen, unauffällig und unsichtbar unterwegs gewesen zu sein.

    Ich kenne kaum einen 77jährigen, der nicht schon soweit körperliche oder geistige Einschränkungen hat, dass er nicht, oder zumindest nicht zu jeder Tageszeit oder Wetter, mit dem Auto fahren sollte. Die meisten machen es aber trotzdem, aus -> Altersstarsinn.

    Wenn der Unfallfahrer 22 gewesen wäre, würde sich natürlich auch die Frage stellen, wie es zu so einer Fehlleistung kommen konnte. Die Unterstellung zu schnell dürfte wohl auf jeden Fall zutreffen, sonst wäre es nicht passiert.

    Der Unfallfahrer hätte sicher auch ein S-Pedelec oder jedes andere langsame Kraftrad gerammt.

    Tja, und da stellt sich die Frage, wie man so jemanden rechtzeitig aus dem Verkehr zieht. Bevor S-Pedelc und Mofafahrer dran glauben müssen.

    Das wäre wohl (fast) ein Novum. Vorsatz bei einem Verkehrsunfall mit KFZ in diesem Land, da wirds dünn.

    Glaube ich auch nicht ernsthaft. Ist eher die Kombination aus 77-jährigen Altersstarrsinn, dass das, was da leuchtet, nicht auf der Fahrbahn fahren darf und deswegen dort nicht sein kann, und der altersbedingten Reaktionszeit / Sinnen / dem Wetter völlig unangepassten Fahrstil.


    Bekommt seinen Führerschein sicher wieder, bevor er die Strafe, falls überhaupt, des Urteils bezahlt hat.

    So, ich greif das hier noch mal auf, weil ich mir noch mal dazu Gedanken gemacht habe (ja, fällt mir schwer, aber geht manchmal)


    So, wie auf Pepschmiers Bild gut zu sehen, eigentlich gehts darum, dass Radler von der Pucher Straße mit [Zeichen 720] in die Hauptstraße einbiegen können. Nur, noch mal zur Festlegung.

    Argument StVB: oben bei dem roten Pfeil auf der Karte wird die komplette Kreuzung per freigegeben, deswegen kann es keinen Grünpfeil für Radler an der Pucher Straße geben.

    Nun hat ja DMHH richtig festgestellt, hat ein Fußgänger, der eine Fahrbahn überquert, auch bei einer abknickenden Vorfahrt Vorrang. (Interpretation von StVO §9 (3). So hab ich das auch in der Fahrschule gelernt, ob das heute noch gilt??

    Nun ist die Kreuzung ja .

    Nach der ersten abknickenden Vorfahrt gibt es eine Fußgängerampel, die dafür sorgt, dass der Autoverkehr "Fußgängerfrei" abbiegen kann.

    Aber gerade für den zweiten Teil mit der Pucher Straße gilt das nicht, dort gibt es nämlich keine Fußgänger-Ampel.

    D. h. der kann nicht für die Kreuzung Pucher Straße gelten.

    Insofern gilt auch nicht das Argument, bei der Pucher Straße kann man keinen [Zeichen 720] montieren, weil KFz durch auf freie Fahrt hoffen dürfen.


    Ich hoffe, ich hab Euch genug verwirrt.