Meistens bringen mich freilaufende oder an Schleppleinen angeleinte Hunde auf gemeinsamen Geh- und Radwegen in Gefahr, die mit ihren Haltern in derselben Richtung unterwegs sind. Da klingel ich von weiter hinten lieber, um die Gefahrensituation durch die Halter entschärfen zu lassen.
Das hieße ja, dass genug Platz zum Überholen besteht, du aber befürchtest, der Köter könnte im nächsten Moment vor dein Rad springen?
Ist mir noch nicht passiert. Kannst auch langsam dran vorbeifahren.
Das zweite sind Fußgänger, die auf die Fahrbahn/Radstreifen treten, die entweder garnicht oder nach rechts schauen dabei.
Immer mit sowas rechnen, und ausreichend Seitenabstand zu (potenziell vorhandenen) Fußgängern halten und bremsbereit sein. Da würde ich auch eher brüllen als mich auf meine Klingel zu verlassen.
Desweiteren beim Umfahren von am Radstreifen abgestellten Paketautos, wo ich nicht weiß, wo sich der Zusteller dazu gerade mit einem sperrigen Paket aufhält.
Wenn du keine Ahnung hast wo der sich befindet, musst du mit ausreichend Abstand vorbeifahren oder gaaaanz langsam.
"Schall- und Leuchtzeichen darf nur geben ... wer sich oder Andere gefährdet sieht.".
Eine Gefährdung lag dann vor, wenn ein Unfall nur durch besonderes Geschick oder puren Zufall vermieden werden konnte.
Ergo sind Warnzeichen dazu da, einen letzten Versuch zu unternehmen, einen Unfall zu vermeiden, indem man andere zum Reagieren bringt.
Z. B. man fährt mit dem PKW mit 100km/h auf einer Landstraße, aus einem Feldweg nähert sich ein anderer Verkehrsteilnehmer und macht keine Anstalten, zu stoppen. Zum Bremsen würde es nicht mehr reichen. Da kann man hupen.
Beim Radfahren nutze ich (illegal) die Klingel, um Fußgänger beseite zu bitten. Oder bei uneinsehbaren Engstellen, um Gegenverkehr zu warnen. Langsam fahre ich dort trotzdem.
Viele Verkehrsteilnehmer gefährden mutwillig den Verkehr und nutzen dann Warnsignale, damit sie ohne Unfall damit durchkommen.