Wobei das
in diesem Fall eigentlich nichts anderes besagt als dass §9 (3) auch am freien Rechtsabbieger gilt.
Beiträge von Yeti
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Das ist ja lustig, stehen da tatsächlich 2x
für die Autofahrer vor der RW-Furt?Einmal mit
und einmal ohne 
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§37 (2) 6. begreifen halt auch die Verkehrsbehörden nicht. Daher noch einmal meine Forderung, den §37 dahingehend zu ändern, dass an separierten Radverkehrsführungen auch IMMER ein separater Signalgeber für den Radverkehr vorhanden sein muss und dass auf separierten Radverkehrsführungen der allgemeine Signalgeber für den Fahrverkehr NIEMALS gilt. Wenn es keinen separaten Signalgeber gibt, dann würde eben KEINER gelten, so wie es vermutlich dort auch gemeint ist.
Außerhalb dieses Forums kommt sowieso niemand auf die Idee, dass in der gezeigten Situation das Rotlicht zu beachten ist. Das wird nur dann relevant, wenn der Anwalt eines Autofahrers, der beim Rechtsabbiegen einen entgegenkommenden Radling abgeräumt hat, diesem eine Teilschuld zuweisen möchte.
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Zufälle gibt's: Da plant man den Bau einer Autobahn über das Gelände einer ehemaligen Munitionsfabrik der Nazis und dann entdeckt man plötzlich beim Baggern, dass der Boden mit giftigem Hexyl kontaminiert ist. Genaugenommen hat das nicht einmal die Genehmigungsbehörde selbst entdeckt, die davon ausgegangen ist, dass es schon nicht so schlimm sein wird, weil die Autobahn das ehemalige Gelände ja nur am Rand tangiert.
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Ein weiteres Problem mit autonom fahrenden Fahrzeugen: Die merken gar nicht, wenn sie beschädigt wurden und fahren einfach weg. POL-STD: Lkw-Fahrer beschädigt Fahrzeug, beschädigtes Fahrzeug fährt danach weg - ... | Presseportal
*edit: Ich habe mich beim Lesen der Meldung gefragt, in welche Richtung die beteiligten LKW eigentlich fuhren und ob es sich bei der "Parkbucht" um den kombinierten Geh- und "Radweg" auf der südlichen Straßenseite oder um die Bushaltestelle oder der nördlichen Seite handelte.
*edit2: Vielleicht war's auch hier: Google Maps

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Ich frage mich, ob er das wirklich für ein relevantes Thema hält, oder ob er sich da zu lange in seiner Rede an einer Lappalie aufgehalten hat und das nun in den Netzwerken aufgebauscht wird.
Das Ding ist doch, dass insbesondere der Verkehrssektor in seiner Verantwortung die Klimaschutzziele reißt. Das Posten von Eiersalat-Bildern fällt aber unter den Sektor "Energie", der zumindest auf dem selbst definierten Pfad ist. Daher klingt das für mich eher wie ein Ablenkungsmanöver vom eigenen Versagen oder von den derzeit relevanten Themen. Dass am Ende auch viele Kleinigkeiten zum Großen und Ganzen beitragen, steht aber außer Frage.
Man könnte ja auch mal ausrechnen, wie viel Energie jeder Twitter-Shitstorm benötigt, den diese Knalltüte auslöst.
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Geht es wirklich immer noch dümmer?
FDP-Minister: Wissing kritisiert das Fotografieren von Essen - „Enormer Energieverbrauch“ - WELT
Ja, richtig: Essen muss man nicht fotografieren. Wenn das aber gerade das Problem ist, das unseren Verkehrs- und Digitalisierungsministers beschäftigt, dann gute Nacht.
Wofür war Volker Wissing doch gleich zuständig?
4 Wochen vorher: Bau und Verkehr: Am Klimaziel vorbeigerauscht | tagesschau.de
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Es gibt hier ein Radverkehrskonzept aus dem Jahr 1999, also nach (und genau genommen sogar wegen) der StVO-Novelle von 1997. Darin steht regelmäßig, dass bestimmte Wege "für den Radverkehr freigegeben" seien. Gemeint waren aber Straßen mit Fahrbahnbenutzungsverbot. Viele der "Freigaben", zu denen damals angemerkt wurde, dass die Wege nicht mehr den aktuellen (1999) Vorgaben entsprächen, bestehen bis heute.
Noch im Jahr 2017 (also gerade einmal 20 Jahre nach Aufhebung der allgemeinen Radwegebenutzungspflicht) sagte mir ein Fachbereichsleiter der Stadtverwaltung (Hierarchieebene zwischen dem Verwaltungsvorstand und den Abteilungsleitern), dass in Stade das Paradigma gelte, dass Radwege, sofern sie vorhanden sind, auch benutzt werden müssen. Ich habe erwidert, dass ich hingegen davon ausgehe, dass in Stade keine Paradigmen, sondern die StVO gilt. Das war gleich beim ersten Gespräch das Ende des freundlichen Dialoges.

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Gelbe Piktogramme als Warnung: Polizei startet Aktion gegen Geisterradler in Stadejd. Stade. Geisterfahrer stellen eine der größten Gefahren im Straßenverkehr dar. Es gibt aber auch Geisterradler - und die können ebenfalls gefährliche…www.kreiszeitung-wochenblatt.deZitat
Die Polizei verweist auf den einschlägigen Paragrafen in der Straßenverkehrsordnung. Nach Paragraf 2, Abs. 4 und 5, ist deutlich und unmissverständlich vorgeschrieben, dass Radwege in der Fahrtrichtung benutzt werden müssen, die entsprechend ausgeschildert ist. Das sind im Stader Stadtgebiet in der Regel die Radwege auf der rechten Seite.
Das wirft natürlich noch Fragen auf: Warum sind nur "in der Regel" die Radwege auf der rechten Seite ausgeschildert und teilweise eben immer noch auch auf der linken Straßenseite? Warum sind die Radwege überhaupt "ausgeschildert"? Und sind es überhaupt "Radwege"?

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Organisieren Sie doch "einfach mal" einen Generalstreik in Russland, Herr Ullie Oder wollen Sie, dass nicht die russische, sondern die ukrainische Bevölkerung generalstreikt, um Putin zu beeindrucken?
Putin: "Die streiken ja hier alle. Dann ziehe ich meine Armee lieber zurück."

Glauben Sie ernsthaft, dass die Menschen in der Ukraine in Frieden leben würden, wenn sie sich einfach den Russen ergäben? Zumindest kann ich nicht erkennen, dass es deren Wunsch ist, sondern die wollen sich gegen die Aggression wehren. Dafür brauchen sie in der Tat Munition und keine klugen Ratschläge aus deutschen (mit russischem Gas beheizten) Wohnzimmern oder von Anne Wills Talkshow-Gästen, deren Opa auch mal im Krieg gekämpft hat (auf der falschen Seite übrigens).
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Aber das Gegenteil passiert: Autobesitz wird gefördert, Alternativen vernachlässigt. Selbst bei der Wirtschaftswoche hält man das für Irrsinn.
E-Auto Kaufprämie: 10.800 Euro E-Prämie? Irrer geht es kaum! (wiwo.de)
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Wenn du die Notwendigkeit für Fahrten jenseits des 5-10km "Fahrradhorizonts" senken willst, musst du die Ziele näher rücken. Das geht wenn überhaupt nur raumplanerisch und braucht Jahrzehnte.
Auch das sehe ich nicht so pessimistisch
Ich habe aber auch nicht den Anspruch, dass künftig niemand mehr Auto fährt, sondern mir geht es im ersten Schritt um das vorhandene Potenzial. Auch auf dem Land gibt es kurze Wege, für die man kein Auto benötigt.Der zweite Schritt ist bereits im Gange, z.B. in Form Home-Office, Co-Working Spaces, ... Ja klar, kann auch nicht jeder im Home-Office arbeiten, muss auch nicht jeder. Aber es sind heute viel mehr als noch vor 2 Jahren.
Die Nahversorgung im ländlichen Raum ist zusammengebrochen, weil die Leute bereit waren, mit dem Auto auch weitere Strecken zu fahren (oder weil sie sowieso für den Weg zur Arbeit weitere Wege in Kauf genommen haben und ihre Besorgungen da mit erledigt haben). Wenn der nächste Supermarkt zu weit entfernt ist, kann der Supermarkt aber auch zu den Leuten kommen. Auch sonst lassen sich die Leute ja alles liefern.
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Passt hier noch dazu, obwohl schon vom 09.05.
Antriebswende statt Verkehrswende: E-Autos: Volker Wissing plant offenbar Abwrackprämie – und deutlich höhere Kaufprämie - DER SPIEGEL
Wer sein Auto ganz abschafft, geht leer aus. Insofern hat Th(oma)s leider recht, dass es schwierig bleibt, dass diejenigen, die gar nicht Auto fahren wollen, flächendeckend nutzbare Alternativen finden und es hauptsächlich unter denen, die bereits jetzt nicht Auto fahren zum Wechsel zwischen ÖPNV und Fahrrad kommt. Die Abhängigkeit vom Auto ist politisch gewollt.
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Radverkehrsförderung bewirkt maximal eine Umschichtung im Umweltverbund, also aus dem Fuß- und Öffentlichen Verkehr.
Das sehe ich nicht so pessimistisch und empfehle das Buch von Katja Diehl "Autokorrektur". Darin kommen Menschen zu Wort, die auf das Auto angewiesen sind, es aber gar nicht sein wollen. Es mag sein, dass die Autoabhängigkeit vielen gar nicht bewusst ist und sie es sich gar nicht vorstellen können, dass es auch anders ginge. Aber die Zahl derer, die wirklich glücklich damit sind, ihre Wege vorwiegend mit dem Auto zurückzulegen, dürfte marginal sein. Im Prinzip sind doch alle genervt von unserem Verkehrssystem.
Unser Verkehrsproblem ist einzig und allein ein Auto-Problem, das man nicht dadurch löst, den Autoverkehr weiter zu optimieren, sondern indem man die Alternativen zum Auto attraktiver macht.
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Ja, schon richtig. Aber es lassen sich oftmals auch Strecken finden, auf denen der Umweg marginal ist. In Braunschweig gibt es z.B. parallel zum äußeren Ring durchgängige Fahrradstraßen, auf denen man mit dem Rad schneller zum Ziel kommt, als wenn man an der Hauptstraße an jeder Kreuzung an roten Ampeln ausgebremst wird. Die Strecke ist die selbe. Auch hier in Stade gibt es Verbindungen, die mit dem Auto nicht nutzbar sind und wo man mit dem Fahrrad einen kürzeren Weg hat. Solche Puzzlestücke muss man zu einem Netz verbinden, denn alle Puzzlestücke alleine machen kein Netz aus.
Das Ziel der Netzplanung muss sein, dass die Fahrradrouten die kürzere Verbindung darstellen. Dafür muss man den Durchgangsverkehr von den Hauptstraßen runter bekommen, wo immer es möglich ist, indem man solche Verbindungen mittendrin kappt und/oder für das Auto unbequem macht. Das ist das Konzept in Utrecht: Man kann mit dem Auto vom äußeren Ring in die Stadt fahren, aber nicht durch die Stadt. Damit wird das Fahrrad zur besseren Alternative auf kurzen Strecken, weil die innerstädtischen Wege für das Auto mit großen Umwegen verbunden sind. In Deutschland hält man das für zu radikal, aber ohne radikale Maßnahmen wird sich nichts großartig ändern.
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Man darf sich bei dem Artikel nicht vom Begriff "Radweg" abschrecken lassen. Offenbar geht es darin auch um Fahrradstraßen oder sonstige Fahrrad-Routen und nicht primär um die Hochbord-Radwege. Die spannende Frage ist, wann tatsächlich ein attraktives Netz zum Radfahren besteht, das dazu führt, dass Leute bereit sind, vom Auto auf das Fahrrad umzusteigen. Der ADFC fokussiert sich dabei meiner Meinung nach zu sehr auf die Hauptverkehrsstraßen, aber ein attraktives und sicheres Radverkehrsnetz verläuft meiner Meinung nach abseits davon.
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