Bis dahin bleibe ich dabei, ist er diesbezüglich ein ADFC im anderen Gewand, wirkt gegen den Radverkehr.
Da muss ich dir widersprechen, denn aus Sicht des BUND geht es auch immer um den Punkt Flächenversiegelung und damit ganz und gar nicht darum, überall neue Wege zu bauen, sondern vielmehr darum, vorhandene Infrastruktur und bereits versiegelte Flächen zu nutzen. Bevor wir die Sanierung eines maroden "Radweges" irgendwo in der Pampa fordern, sind wir eher für dessen Rückbau und Entsiegelung. Dabei kann ich aber nicht für den gesamten BUND sprechen, sondern ich bin Mitglied in einem kleinen Arbeitskreis des Landesverbandes Niedersachsen. Was der BUND in Berlin oder in einzelnen Ortsverbänden fordert, entzieht sich daher meinem Einfluss. 
Mein erster Kontakt zu diesem Arbeitskreis war vor einigen Jahren, als ein gemeinsames Positionspapier erstellt werden sollte, an dem ADFC, Fridays for Future, VCD, Nabu und der BUND Niedersachsen beteiligt waren. Unseretwegen ist unter anderem die ursprüngliche "wir-brauchen-überall-Radwege" Floskel herausgenommen worden. Auch war durch uns nicht mehr von einem "Radwegenetz" die Rede, sondern von einem Radverkehrsnetz, weil ich immer wieder darauf bestanden habe, dass man selbstverständlich auch überall dort Fahrrad fahren kann, wo es keinen "Radweg" gibt. Wo der ADFC jammert, dass ein "Radweg" fehlt, sagen wir: "Wenn du Fahrrad fahren willst, dann setz' dich auf's Rad und fahr los!"
Ich sehe uns daher eher als Gegenpol zum ADFC, weil wir nicht alles mit "Radwegen" zupflastern wollen. Wir versuchen, Themen anzustoßen, die auf Landesebene entschieden werden. Der "Radwege"-Bau ist aber ohnehin größtenteils Sache der Kommunen.