Beiträge von Yeti

    Zum Flugauto, oder besser zum Flugzeug, das auch im öffentlichen Straßenverkehr fahren soll: Die Firma hat immerhin einen Prototypen zum Fliegen gebracht. Klein Vision – Flying Car

    Ich habe selbst 10 Jahre lang bei einem kleinen Ingenieurbüro gearbeitet, in dem wir unter anderem auch mit der Entwicklung von Kleinflugzeugen (Segelflugzeuge, Motorsegler, ...) befasst waren. Wir haben damals auch eine Zulassung als Entwicklungsbetrieb erreicht. Bei der Firma Klein kann ich darüber nichts finden, aber es wäre die Voraussetzung für eine Luftfahrtzulassung. Jedenfalls, wenn es über den Bau eines Prototypen hinausgehen soll und man tatsächlich plant, das Ding in Serie herzustellen und zu verkaufen.

    Man sagt: Wenn man in Deutschland ein kleines Vermögen mit Flugzeugbau machen möchte, muss man mit einem großen Vermögen anfangen. Oder man braucht einen "reichen Onkel", also jemanden, der Geld hat und dem man dann seinen Traum erfüllt. Diese Onkels träumen allerdings oftmals davon, dass sie ihre Investition irgendwann wieder über den Verkauf der Flugzeuge zurückbekommen. Meistens bleibt das ein Traum.

    Klein-Vision scheint auch so einen Onkel zu haben, der das Geld mitgebracht hat. Dass der seinen Invest über den Verkauf dieser Geräte irgendwann mal zurückbekommt, halte ich für ausgeschlossen. Ebenfalls halte ich es für völlig ausgeschlossen, dass das Unternehmen bis zum Herbst eine Musterzulassung erhält, die Voraussetzung dafür ist, ein Luftfahrzeug in Serie (alles, was über den Bau eines Prototypen hinausgeht) herzustellen und zu verkaufen.

    Der Aufwand für eine Musterzulassung wird oft unterschätzt und die Phase zwischen Erstflug eines Prototypen und dem Verkauf des ersten Serienflugzeuges ist in der Regel der Zeitraum, in dem solche Unternehmen in die Insolvenz gehen. Dann ist nämlich das für die Entwicklung geplante Geld aufgebraucht und man verdient noch nichts über den Verkauf der Flugzeuge. Der "Onkel" will kein weiteres Geld mehr reinstecken, weil er nicht versteht, warum das erforderlich ist. Besonders teuer wird es, wenn sich bei der Flugerprobung Probleme zeigen, die ein Re-Design einzelner Komponenten erforderlich machen.

    Hierbei habe ich nur über die Zulassung als Flugzeug geredet. Als Flug-Auto braucht es aber auch eine Straßenzulassung und da wird es eine ganze Menge Probleme geben, weil es zum Fahren und zum Fliegen unterschiedliche Anforderungen gibt. Das erfordert eine ganze Menge Absprachen über Abweichungen von den Zulassungsvorschriften, die standardmäßig zu erfüllen sind. Bei der Luftfahrtbehörde nennt man das "Special Condition". Darin muss man erklären, in welchen Punkten man von den Zulassungsvorschriften abweicht und wie man sicherstellt, dass die Flugsicherheit trotzdem gewährleistet ist. Das Verfahren ist transparent und öffentlich, kann von jedem EU-Bürger kommentiert werden. Sofern die SC genehmigt wird, können auch andere Flugzeughersteller sich darauf berufen und das genauso machen. Hier ist die aktuelle Liste: Special Condition (SC) | EASA

    Dort habe ich eine solche SC für einen Gyrocopter gefunden, der auch als Straßenfahrzeug unterwegs sein soll. Das Dokument hat 122 Seiten Special Conditions for Gyroplane combined with Road Vehicle use - Issue 02 | EASA

    Alleine, wenn man sich das Inhaltsverzeichnis anschaut, sieht man, was da auf einen zukommt. Ich möchte nicht garantieren, dass ich nichts übersehen habe, aber von Klein-Vision habe ich nicht einmal ein Proposal für eine SC gefunden, geschweige denn eine final abgestimmte und genehmigte Regelung. Das wird also mit einer Zulassung bis zum Herbst definitiv nichts werden ^^

    Es wird in dem Artikel mehrfach die höhere Geschwindigkeit von Pedelecs erwähnt, die speziell für Senioren, die sonst auf einem Fahrrad ohne E-Unterstützung langsamer fahren würden, problematisch sein kann. Beim Queren ist aber meiner Meinung nach nicht eine zu hohe Geschwindigkeit problematisch, sondern eher im Gegenteil, dass das Queren länger dauert als erwartet.

    Eine Beobachtung, die ich oft mache, ist dass bei Pedelecs die Schaltung kaum benutzt wird, sondern dass man zum Anfahren einfach die Tretunterstützung hochdreht. Aber auch mit Motor beschleunigt man natürlich besser, wenn man zum Anfahren in einen niedrigen Gang schaltet.

    Wenn man immer im höchsten Gang fährt, weil der Motor unterstützt, wo man sonst niemals mit einer Trittfrequenz von 60 /min unterwegs wäre, fährt man auch im höchsten Gang an. Ich sehe das bei unseren Lastenrädern: die findet man oft mit höchster Unterstützungsstufe und im höchsten Gang abgestellt vor.

    Zitat

    Manches konnte man noch unter Ulk verbuchen, etwa wenn die Linse mit Flaschen zugestellt wurde...

    Ulk? Ernsthaft? Zum Glück haben sich keine Klimaaktivisten mit Sekundenkleber vor dem Blitzer festgeklebt. Wenn die Geräte gesprengt werden (aka "sich mit Pyrotechnisch daran zu schaffen gemacht"), weil es den Vorwurf der "Abzocke" gab, dann ist der Ärger natürlich verständlich

    Oder mal als Fußgänger klagen? Als solcher zur Haltestelle musste ich heute einen erhöhten Radleranteil auf dem Gehweg feststellen ...

    Den Vorwurf, dass dort zu viele Radfahrer fahren, kann man der zuständigen Verkehrsbehörde aber nicht machen. Schließlich hat sie sicherheitshalber das Radfahren dort komplett verboten.

    Und dort , wo man als Radfahrer nach links auf den Hochbordradweg wechseln müsste ( weil fahrbahnbegleitend und damit benutzungspflichtig) , ist das durch Z.295 auf der Fahrbahn verboten. Eigentlich müsste da sogar eine Querungshilfe existieren.

    Hier sieht man, dass die Linie kurz unterbrochen ist

    Mapillary

    Zwischen den Kurven die Straßenseite zu wechseln, halte ich allerdings für keine gute Idee.

    Mapillary    Mapillary 

    Ich würde es nicht ausschließen wollen, dass die Stimmen gegen Merz in Wirklichkeit Stimmen für eine AfD-CDU/CSU-Koalition waren.

    In den eigenen Reihen der CXU dürfte es einige geben, die Merz den 180°-Schwenk in der Schuldenfrage übel nehmen. Dazu gibt es sicherlich einige, die lieber mit der AfD koalieren würden als mit der SPD oder gar den Grünen. Den neuen Fraktionsvorsitzenden Jens S. zähle ich dazu. Der strebt auf jeden Fall noch nach Höherem und findet, dass man die gesichert rechtsextreme AfD als ganz normale Oppositionspartei betrachten solle.

    Auf der anderen Seite kommen SPD-Abgeordnete in Frage, die Merz im Wahlkampf noch als "linke Spinner" beschimpft hat.

    Alles in allem würde ich sagen: Merz ist ein Spalter und hat dafür die Quittung bekommen. Leider nutzt das wieder nur der AfD.

    Welcome to hell.

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    Manchmal stimmen auch die Pressemeldungen nicht. Vielleicht ist der Radfahrer nicht aus Richtung Wellendingen gekommen, sondern in die Richtung gefahren. Dann wäre es Linksabbiegen gewesen.

    Vor zwei Jahren gab es einen tödlichen Fahrradunfall in Buxtehude und die Bilder der Unfallstelle in der Polizeimeldung passten mit dem Text einfach nicht zusammen. Auf Nachfrage hat dann der Pressesprecher bestätigt, dass der Radfahrer aus der anderen Richtung kam als in der Meldung stand.

    Aber "Radfahrer Straße benutzen", da hat doch jemand "absteigen" falsch geschrieben.

    Die Stadt Cuxhaven möchte ja fahrradfreundlich sein, also wird nicht abgestiegen.

    Doof nur, dass man auf der "Straße" [sic.] wegen des VZ 237 gar nicht fahren darf und wegen der ganzen Schilder auch nur schwerlich dahin kommt.

    Aber das Sammelsurium bietet noch ein paar Widersprüche mehr: Fußgänger sollen die Straßenseite wechseln (Zusatzzeichen 1000-12), aber das Zufußgehen ist per Zeichen 259 komplett verboten. Man könnte vielleicht noch argumentieren, dass VZ 259 mit ZZ 1000-12 bedeutet, dass nur Fußgänger, die die Straßenseite gewechselt haben, nicht weitergehen dürfen, aber auch das wäre sicherlich nicht sinnvoll, da ja auf dieser Straßenseite der Gehweg durch VZ 600 (ein selbsterklärendes Verkehrszeichen) gesperrt ist.

    Dann sehen wir gleich drei Gefahrzeichen auf einmal: ein VZ 101 mit zwei Zusatzzeichen, die typische Gefahren benennen, die an Arbeitsstellen auftreten und dann noch das Zeichen 123, das vor den typischen Gefahren an Arbeitsstellen warnt. Außerdem das Zeichen 138, das vermutlich vor Radfahrern warnen soll, die entgegen des Verbots durch VZ 237 wegen des selbst ausgedachten Zusatzzeichens, auf die "Straße" [sic.] wechseln.

    Außerdem haben wir noch ein Halteverbot an einer Stelle, an der man sowieso nicht halten darf (nicht genügend Platz bis zur Fahrstreifenbegrenzung VZ 295).

    Auf dem Radweg muss ich mir darüber keine Gedanken machen, denn da gibt es ein solches Risiko nicht

    Dafür zehnmal so viele andere. Genau das meinte ich mit der Sorglosigkeit, die meiner Meinung nach einen nicht unerheblichen Beitrag leistet.

    Meiner Erfahrung nach muss man auf "Radwegen" viel aufmerksamer fahren als auf der Fahrbahn. An jeder Kreuzung muss man damit rechnen, aus zwei unterschiedlichen Richtungen umgenietet zu werden (von links hinten von Rechtsabbiegern und von rechts aus der Seitenstraße). Und das alles mit schlechteren Sichtbeziehungen, da man dichter an den Sichthindernissen fährt (Hauswände, Hecken, Zäune, Mauern, ...) oder gleich ganz hinter Sichthindernissen (parkende Autos, Werbetafeln, Stromkästen, Bäume, ...).

    Dazu das Dooringrisiko auf der Beifahrerseite (also dort, wo die Leute noch weniger aufpassen, bevor sie eine Autotür öffnen), Fußgänger (auch mit Hund), die plötzlich in den Fahrweg treten, Hindernisse, Schlaglöcher, Wurzelaufbrüche.

    Aber hey: Immerhin kann man sich einbilden, diese Risiken alle selbst kontrollieren zu können. Toll! :thumbup:

    Wie das in der Realität aussieht, habe ich gerade heute Morgen wieder erlebt, als mich ein Geisterradler fast frontal aufs Korn genommen hat, weil er beim Geisterradeln nicht einmal nach vorne geguckt hat, sondern auf sein Handy. Immerhin der hat sich bestimmt total sicher gefühlt.

    Abgesehen davon bringt zweitens viel Fahrpraxis auch einen 6. Sinn für das Antizipieren fremder Fehler, insbesondere bei Radverkehrsanlagen.

    Was meiner Beobachtung nach allerdings auch hinzukommt, ist eine große Sorglosigkeit von Radfahrern auf Radverkehrsanlagen. Die gefühlte Sicherheit verleitet dazu, Dinge zu tun, die sie auf der Fahrbahn niemals tun würden.

    Wenn ich mit Leuten über ihre Erfahrungen auf "Radwegen" spreche, kommen die wenigsten von alleine darauf, dass viele der Situationen, die sie schon bewusst als gefährlich wahrnehmen, auf der Fahrbahn gar nicht erst eingetreten wären. Stattdessen glauben sie, dass es auf der Fahrbahn noch viel schlimmer wäre.

    Beides wird durch die "wir brauchen mehr Radwege, damit Radfahren endlich sicher wird"-Kampagnen des ADFC noch verstärkt.