Beiträge von Yeti

    An dieser Stelle hat es mich am Freitag erwischt. Was ist euch heute komisches auf dem Rad passiert?

    Als ich etwa an der Stelle war, von der das Bild aufgenommen wurde, stand mein künftiger Unfallgegner noch auf der Gegenfahrbahn und wartete eine Lücke im Gegenverkehr ab. Den hatte ich als "wartet bis ich durch bin" abgespeichert und mich dann auf die Ausfahrt rechts konzentriert. Dort ist die Sicht durch das zwischen den Bäumen aufgehängte Werbebanner stark eingeschränkt. Als ich wieder nach vorne geschaut habe, sah ich den schwarzen Touran auf mich zukommen und habe sofort eine Vollbremsung gemacht. Leider zu spät.

    Beim Rewe-Markt habe ich gestern freundlich darum gebeten, das Banner zu entfernen. Weiß jemand, ob man dagegen auch nachdrücklicher vorgehen könnte, wenn sie es nicht freiwillig abnehmen?

    Hätte ich früher gesehen, dass von rechts keiner kommt, hätte ich auch früher wieder geradeaus geschaut und früher gesehen, dass sich der wartende Touran in Bewegung gesetzt hat. Insofern sehe ich auch dieses Banner als eine der Ursachen des Crashs.

    Diese Grafik wurde auch in den zahlreichen Faktenchecks bemängelt. Ob es ein fahrlässiger Fehler oder bewusste Manipulation war, mag ich nicht beurteilen. Auf jeden Fall halte ich das für unnötig, denn das Problem ist doch real und da spielt es auch eigentlich keine Rolle, wie stark es angeblich zugenommen hat. Vermögen werden fast ausschließlich vererbt und nicht erarbeitet.

    Auch an anderen Stellen wird in dem Video stark vereinfacht: Es ist richtig, dass es für den Bundeswehreinsatz in Syrien kein UN-Mandat gibt und es ist auch richtig, dass für Auslandseinsätze der Bundeswehr ein solches UN-Mandat erforderlich ist. Die Diskussion darüber, ob die Beteiligung der Bundeswehr dennoch richtig ist oder auch, warum es für diesen Einsatz kein UN-Mandat gibt, ist aber komplizierter.

    Auch die Rolle Deutschlands im Drohnenkrieg und die Funktion des US-Stützpunktes Rammstein lässt sich nicht auf den einfachen Satz reduzieren, dass sich Deutschland damit an Kriegsverbrechen beteiligen würde. Welche Möglichkeiten hätte Deutschland, Rammstein als Relaisstation auszuschließen? Die eigentliche Kritik des Videos sehe ich daher auch an der zur Schau getragenen Ahnungslosigkeit. Als wüsste die Bundesregierung nicht, welche Bedeutung Rammstein spielt.

    Ich glaube auch, dass die hilflose Reaktion der CDU die Partei mehr Stimmen gekostet hat als das Video an sich. Erst die kläglichen Versuche einer Reaktion auf das Video haben das Thema so weit nach vorne gebracht. Insofern wundert es mich auch nicht, dass die CDU nun intern darüber berät, warum sie auf diesem Feld so komplett hilflos dasteht. Wünschenswert wäre darüber hinaus natürlich auch eine inhaltliche Auseinandersetzung und - die Hoffnung stirbt zuletzt: ein Kurswechsel.

    Nach Meinung einiger Polizisten ist alles, was Autofahrer zur Rücksichtnahme oder Gewährung von Vorrang anderer Verkehrsteilnehmer verpflichtet, gefährlich. Deshalb muss man die potenziellen Opfer schützen, indem man sie einschränkt (Bettelampeln, Radwege, Drängelgitter, Umlaufsperren, ...).

    Nach der selben Logik könnte man übrigens auch Frauen vor Vergewaltigung schützen, indem man sie im Keller einsperrt. Über diesen Punkt ist unsere zivilisierte Gesellschaft zum Glück schon hinweg und daher bin ich auch guter Dinge, dass auch Radfahrer irgendwann (in 200-300 Jahren) als vollwertige Verkehrsteilnehmer akzeptiert werden.

    Früher sagte man mal, dass die Entfernung von einem Fettnäpfchen zum nächsten in der Einheit "Kohl" gemessen wird (für die Jüngeren hier: der war mal Bundeskanzler). Gäbe es die Einheit "AKK", dann würde wohl der Umrechnungsfaktor gelten 1 Kohl = 10 AKK, da die Fettnäpfchen bei der aktuellen CDU-Vorsitzenden noch viel dichter beieinander zu stehen scheinen.

    Hat die eigentlich einen Berater? Das sollte sie mal in Betracht ziehen, bevor sie sich das nächste Mal öffentlich äußert. Ich bin ja nicht gerade für meine Diplomatie bekannt, aber dass das nicht schlau war, was und vor allem wie AKK auf die Kritik reagiert hat, ist sogar mir gleich aufgefallen.

    https://www.spiegel.de/politik/deutsc…-a-1269632.html

    Hier kann man sich das mal anschauen. http://de-de.topographic-map.com/places/Niedersachsen-966244/

    Große Teile von Kehdingen (die Landschaft nördlich von Stade) liegen sogar unter dem Meeresspiegel. Das wird bereits in nicht all zu ferner Zukunft nicht mehr zu halten sein. Irgendwann kann man nicht mehr dagegen anpumpen.

    Aber aktuell plant man dort erstmal eine neue Autobahn: https://www.strassenbau.niedersachsen.de/startseite/pro…111-162462.html

    "Klima" ist ein "Problem" von Leuten, denen es scheinbar in ihrer gut-bürgerlichen Filterblase noch zu gut geht?

    "Klima" ist ein Problem, dessen Ausmaße noch gar nicht absehbar sind. Die Folgen des Klimawandels werden erhebliche Kosten verursachen und nicht nur deshalb die bestehenden sozialen Probleme noch massiv verstärken. Da sind zum Einen die in Zukunft deutlich steigenden Investitionen in den Küstenschutz, die Schäden von Sturmfluten und der Häufung extremer Wetterereignisse. Auf der anderen Seite werden wir die Auswirkungen globaler Fluchtbewegungen künftig noch stärker zu spüren bekommen. Wenn man sich daran erinnert, dass bereits 2 Mio Bürgerkriegsflüchtlinge dazu geführt haben, Grundrechte in Frage zu stellen, mag man sich gar nicht ausmalen, was passiert, wenn mehrere hundert Millionen Menschen ihre Heimat verlieren und sich auf den Weg machen.

    Es wird sicherlich noch etwas länger dauern, bis auch die Pfalz unter Wasser steht, aber ich lebe nunmal etwas dichter am Wasser und gehe davon aus, dass ich die unmittelbaren Folgen noch selbst erleben werde. Und damit meine ich nicht einen sinkenden Immobilienpreis, sondern Elbwasser im Erdgeschoss bei der nächsten großen Sturmflut.

    Nichtsdestotrotz gebe ich dir völlig recht, dass die Lösung der sozialen Problem nicht dahinter zurückstehen darf, im Gegenteil: Wir brauchen eine Finanztransaktionssteuer, wir müssen Vermögen und Erbschaften besteuern, wir müssen kriminelle Machenschaften an den Finanzmärkten wirksam unterbinden, wir müssen Steuerschlupflöcher für Großkonzerne schließen. Gerade dies hat Finanzminister Olaf Scholz (SPD?) auf europäischer Ebene gerade verhindert. https://www1.wdr.de/daserste/monit…indert-100.html

    Soziale Gerechtigkeit ist auch Generationengerechtigkeit. CDU und SPD haben im Vorfeld der Europawahl mehrfach gezeigt, wie ihnen die Belange der jungen Generation gepflegt am Allerwertesten vorbei gehen. Schön, dass sich das nicht auch noch ausgezahlt hat.

    Ich kann nicht nachvollziehen, wie 1,50 EUR für eine Stunde Parken in bester Lage als zu teuer angesehen werden kann.

    Dass die Stadt Kiel die Möglichkeiten des Bußgeldkataloges ausschöpft, gefällt mir. Hier macht man es genau anders herum und schreibt immer den günstigsten Tarif auf. Ich wohne in der Altstadt in einem verkehrsberuhigten Bereich. Am Rand ist die Straße glatt gepflastert, damit Fußgänger (insbesondere solche mit Gehhilfe) oder Rollstuhlfahrer nicht über das historische Kopfsteinpflaster stolpern müssen. Es wird regelmäßig darauf geparkt, teilweise werden Hauseingänge durch parkende Fahrzeuge blockiert. Bei den Befahrungen durch die Feuerwehr wird regelmäßig festgestellt, dass die engen Straßen von den Einsatzfahrzeugen wegen Falschparkern nicht mehr passierbar sind. Aber hier gibt es Parken im verkehrsberuhigten Bereich außerhalb der gekennzeichneten Flächen immer zum Discountpreis von 10,- EUR, egal ob jemand behindert wird oder ob Rettungswege blockiert werden. Und nach 16:00 Uhr wird ohnehin so gut wie nie kontrolliert. Das hat sich auch herumgesprochen.

    Fridays For Future Stade hatte kurzfristig zur Fahrrad-Demo am heutigen Vormittag aufgerufen. Am Treffpunkt stellte sich schnell heraus, dass es keine angemeldete Demo gab, sondern dass eine Critical Mass geplant war. Da die Aktion bei der egstrigen Klima-Demo aber ebenfalls als Fahrrad-Demo angekündigt wurde, hatten wir dann auch gleich Besuch von der Polizei, die sich nach dem Veranstalter erkundigen wollte. Wir konnten die freundlichen Beamten dann aber überzeugen, dass es sich nicht um eine Demo, sondern um eine gemeinsame Radtour im geschlossenen Verband gemäß §27 StVO handeln würde. Es wurde daher noch einmal ermahnt, sich bitte genau an die Verbandsregeln zu halten (immer nur zwei nebeneinander). Mehr Platz ist hier ohnehin meistens nicht und so wurde die Schlange dann auch wenigstens noch ein wenig länger. Mit 62 MItfahrern ging es dann wieder kreuz und quer durch die Stadt, die Polizei immer im Schlepptau, die aufgepasst hat, dass sich auch alle an die Verkehrsregeln halten.

    Übermorgen gibt es schon wieder die nächste Critical Mass, wie immer am letzten Montag im Monat gegen 19:00 Uhr am Bahnhof.

    Du bleibst auch an einer Kreuzung ohne Ampel stehen, wenn nicht Grün ist?

    Ja OK, es steht im §2, dass Kinder bis 8 Jahre Gehwege benutzen müssen und nicht, dass sie nur auf Gehwegen fahren dürfen, touché.

    Um dennoch bei dem Beispiel meiner Kindheit zu bleiben: Wir sind als Kinder selbstverständlich im Dorf auf der Fahrbahn Fahrrad gefahren. Wir haben auch auf der Straße gespielt und wenn ein Auto kam, sind wir zur Seite gegangen, so what? Wir sind auch am Fahrbahnrand zur Bushaltestelle gegangen. Es war ja keine vielbefahrene Bundesstraße und keine Hauptverkehrsstraße einer Großstadt sondern eine Dorfstraße. Aber auch in Städten gibt es genügend Straßen, in denen auch Kinder auf der Fahrbahn fahren können.

    Später wurden im Dorf auch Gehwege gebaut. Die 1,20m wären jedenfalls zu schmal gewesen, um darauf das Radfahren zu lernen. Wir haben jedenfalls schon als Kinder gelernt, uns im Straßenverkehr zurecht zu finden und sind nicht bis zum Abitur von den Eltern im SUV zur Schule gekarrt worden. Man hat uns nicht erst beigebracht, dass Radfahren nur auf Gehwegen sicher ist und uns hinterher erklärt, doch auf der "gefährlichen" Fahrbahn zu fahren.

    Die EU ist eine gute Sache. Dafür muss man vielleicht schon etwas älter sein, um das zu begreifen, weil man es dann noch aus eigener Erfahrung kennt, wie es mal anders war. Leider gibt es derzeit im EU-Parlament eine Mehrheit aus Wirtschaftslobbyisten und Rechtspopulisten. Wenn man das ändern will, muss man wählen gehen. Wenn man nicht wählt und sich hinterher beklagt, dass das EU-Parlament nicht demokratisch legitimiert sei, dann hat man Demokratie nicht verstanden.

    Oder nach Hagen Rether: Wählen ist wie Zähneputzen. Wenn man es nicht macht, wird es braun.

    Ich hätte nach heutigem Recht gar nicht mit 5 Jahren Fahrradfahren lernen dürfen, weil es in dem Dorf bei meinen Eltern gar keinen Gehweg gab.

    Warum streicht man den ersten Teil von §2(5) nicht einfach, dass Kinder bis zum 8. Lebensjahr auf dem Gehweg fahren müssen, sondern lässt nur den zweiten Teil, dass es Kinder bis zum 10. Lebensjahr dürfen?

    Erst erzieht man Kinder zum Gehwegradeln und muss es ihnen hinterher wieder abgewöhnen? Dabei gibt es genug Straßen, in denen auch Kinder auf der Fahrbahn fahren können.

    :( Ich habe im letzten Jahr mit ihm telefoniert und er hatte mir auch ein paar Tipps bezüglich des weiteren Vorgehens gegen die Stadt Stade gegeben. Einen Tag, nachdem ich ihm 4 Monate später bereits auf den Anrufbeantworter gesprochen hatte, um ihn wegen der Vertretung einer Klage zu beauftragen, hatte ich den Bescheid im Briefkasten, dass meinem Antrag auf Aufhebung der Benutzungspflicht stattgegeben wird. Zwischen dem Anruf und dem Bescheid bestand natürlich kein Zusammenhang, sondern es war nur ein Zufall (der Bescheid war bereits 3 Tage vorher abgeschickt worden).

    Da sich diese Angelegenheit zunächst erledigt hatte, kam es danach zu keinem persönlichen Kontakt. Sein Buch "Recht für Radfahrer" und seine Webseite http://www.recht-f%c3%bcr-radfahrer.de/ waren (sind) mir eine wertvolle Hilfe. Er wird uns fehlen. :(

    Die Fahrbahn ist dort ca. 7m breit, also 3,50m pro Fahrspur. Es gibt im Bereich der Eisenbahnbrücke keine Geschwindigkeitsbegrenzung und kein Überholverbot. Im Bereich der Oste-Brücke kurz vor dem Ortseingang Hechthausen hingegen gilt max. 50km/h und Überholverbot. Die Fahrbahn ist dort genauso breit wie unter der Eisenbahnbrücke.

    Nein, sie reicht eben nicht!

    Warum sollten 2,75m bei 60km/h oder 70km/h nicht ausreichen? Es gibt dort nunmal den "Radweg" und alle benutzen ihn. Ich glaube auch nicht, dass du dort stressfrei auf der Fahrbahn fahren würdest. Die 7m reichen nämlich nicht aus, um trotz Gegenverkehr mit ausreichendem Abstand Radfahrer zu überholen. Zu glauben, dass deswegen alle Autofahrer auf der Bundesstraße auf die Geschwindigkeit des Radfahrers runterbremsen und mit dem Überholen warten, bis der Gegenverkehr frei ist, halte ich für naiv.

    In Fahrtrichtung Cuxhaven ist der Streifen nur noch 80cm breit. Mit einer Reduzierung der Fahrspurbreite auf 2,75m im Bereich der Brücke könnte man den "Radweg" beidseits auf 1,50m bringen. Insgesamt stehen unter der Eisenbahnbrücke nur 9m zur Verfügung. Wären das 2 Fahrspuren von jeweils 4,50m würde ich auch sagen, dass man dort auf der Fahrbahn fahren kann. Aber wegen der Brücke wird man ja nicht die gesamte B73 verbreitern.

    Es gibt Planungen für eine neue Ostebrücke. Im Zuge des Neubaus soll dann nur noch ein einseitiger Radweg angelegt werden. Die Eisenbahnunterführung bleibt wo sie ist und es ist auch künftig nicht vorgesehen, die Fahrbahn auf dem Abschnitt zu verengen. Einen mit 2m "Breite" durchgehenden Radweg plus 50cm Trennstreifen zur Fahrbahn soll es dort also auch künftig nicht geben.

    Beidseitig: Radfahrer absteigen. Und in entgegengesetzter Richtung auch.

    Und der gemeine Geisterradler denkt sich: Wo ich absteigen soll, durfte ich vorher auch fahren. *facepalm*

    Habe ich hier neulich auch an der B73 gesehen, allerdings in der noch sinnloseren Kombination [Zeichen 101][Zusatzzeichen 1012-32]. Es wird also vor abgestiegenen Radfahrern gewarnt., daher fährt man besser weiter. Das ist nämlich auch zum Schieben nicht breit genug.

    Es gibt dort auf dem Abschnitt der B73 zwischen Hechthausen und Burweg auf beiden Seiten Radwege. https://goo.gl/maps/H4MweTQm3qV722eJA

    Auf der Oste-Brücke und unter der Bahnunterführung wollte man aber keinesfalls die Fahrbahnbreite reduzieren (dann hätte man vielleicht sogar ein Überholverbot und 70km/h anordnen müssen), sondern hat die Radwege unter der Eisenbahnbrücke einfach auf ein Maß zusammengeschrumpft, dass man darauf tatsächlich nicht mehr fahren kann.

    Ob dieser Blumenstrauß für einen Radfahrer aufgestellt wurde, oder ob dort "aus ungeklärter Ursache" jemand mit dem Auto gegen die Brücke gefahren ist, ist mir nicht bekannt.