Beiträge von Yeti

    Viel Rad- und Fußverkehr ist kein Selbstzweck. Radinfra wie in NL und DK reicht offenbar bei Weitem noch nicht aus für eine spürbare Reduktion der umweltschädlichen PKW-Meilen in diesen Ländern.

    Ich war gerade in NL auf Durchreise mit einem Anhängergespann und fand die Infrastruktur dort sehr autogerecht. Innerorts gab es neben der Fahrbahn meistens rot asphaltierte Zweirichtungs-Wohlfühlradwege, auf denen dem Radverkehr aber an jeder Kreuzung die Vorfahrt genommen wurde. Dafür mussten wir aber nicht ein einziges Mal für einen Radfahrer bremsen, der vor uns auf der Fahrbahn fuhr.

    Eine solche Infrastruktur ist sicherlich nicht geeignet, den Autoverkehr zu reduzieren. Da reicht auch der Wohlfühlfaktor, der sich bei den meisten Menschen auf den separierten Wegen zwischen den Knotenpunkten einstellt, nicht aus, das Auto stehen zu lassen. Es senkt allenfalls die Hemmschwelle, auf das Rad zu steigen. Einen deutlich spürbaren Umstieg vom Auto auf das Fahrrad erreicht man erst, wenn das Radfahren bequemer wird als das Autofahren, indem z.B. Ziele mit dem Fahrrad direkt, aber mit dem Auto nur über erhebliche Umwege (oder gar nicht) erreichbar sind.

    Auch das hatte ich vorgeschlagen. Man wollte es aber erstmal mit der Markierung versuchen und ggf. später eine Insel anlegen. Nur passt das ja nicht im Geringsten zu der nun aufgebrachten Markierung.

    Heute wurde es korrigiert.

    Auch die oben bemängelte Umleitung über das Restaurantgelände wurde noch kurzfristig geändert, obwohl die gesperrte Strecke kurz danach ohnehin wieder freigegeben wurde. Der Synold-Klein-Weg hat nun auch auf dem vorderen Abschnitt eine neue Asphaltdecke bekommen.

    Erfreulich. :)

    Sonst kommt solch ein Unfug dabei raus: Ein getrennter Geh- und Radweg ohne Benutzungspflicht, wobei man auch auf dem für Fußgänger bestimmten Teil mit Schrittgeschwindigkeit fahren darf, links daneben auch schneller.

    Ohne das [Zusatzzeichen 1022-10] unter dem [Zeichen 239] dürfte man immer noch auf dem linken Teil fahren.

    Auch lustig: Wegen Instandsetzungsarbeiten ist derzeit der bei Fußgängern und Radfahrern gleichermaßen beliebte Synold-Klein-Weg entlang der Schwinge gesperrt.

    https://goo.gl/maps/e4JiDNUVGX2zTG2Q7

    Und man hat sogar eine Umleitung für Fußgänger und Radfahrer ausgeschildert!

    Aber warum nicht geradeaus auf dem direkten Weg über die Brücke https://goo.gl/maps/ogB4AH4SgpEDCt5y7 , sondern nach links über das Gelände des Restaurants "Die Insel"? https://goo.gl/maps/2n94vWPnKNhdy6KX8

    Auch in Gegenrichtung soll man hier doch gar nicht Fahrrad fahren (nicht wegen des [Zusatzzeichen 1012-32] sondern vielmehr aus Rücksicht auf die Fußgänger).

    Ich hoffe, dass der Praktikant in der Verkehrsbehörde bald wieder regulär zur Schule geht.

    einen vermaßten Plan gabs wohl nicht?!

    Ich glaube, sie meinen mit "abgestimmt" = "meinem Vorschlag entsprechend". Die Frage ist, auf welcher Grundlage die ausführende Firma die Markierungen aufgebracht hat. Hatten die nur den Auftrag, dort irgendwelche Markierungen hinzumalen? Meine Power-Point Skizze wird man denen ja wohl nicht gegeben haben. Wer das verbockt hat, sollen sie mal schön intern im Rathaus klären.

    Da kannste ja nicht mal mit dem Auto vernünftig links abbiegen!

    Stimmt. Wer dort mit dem Auto links abbiegen will, hat das selbe Problem. Allerdings spielt der Weg, der nach links abbiegt für den Autoverkehr eine untergeordnete Rolle. Da geht es nur noch zu einem Hundeübungsplatz und danach geht es nur noch für Radfahrer und Fußgänger weiter. Für Fußgänger und Radfahrer stellt der Weg aber eine wichtige Verbindung dar, weil dahinter eine Querungsmöglichkeit der B73 besteht.

    ...gerade per Mail erhalten

    Zitat

    ... und hier die Antwort aus dem Rathaus:

    ich hab das Thema soeben mit Herrn XXX besprochen. Ergebnis: Die Markierungsarbeiten sind tatsächlich anders ausgeführt worden als damals abgestimmt.

    Herr XXX wird deshalb die Anpassung der Markierung gem. Abstimmung mit Herrn Yeti kurzfristig vornehmen lassen und heute Nachmittag das Thema in der Fahrrad-AG, die heute tagt, darstellen.

    Herr XXX ist der zuständige Mitarbeiter der Verkehrsbehörde.

    Auch das hatte ich vorgeschlagen. Man wollte es aber erstmal mit der Markierung versuchen und ggf. später eine Insel anlegen. Nur passt das ja nicht im Geringsten zu der nun aufgebrachten Markierung.

    Diese Kreuzung ist eine Gefahrenstelle auf einem stark frequentierten Schulweg vom Stadtteil Ottenbeck zu den Schulen an der Camper Höhe und zum Gymnasium Athenaeum in der Harsefelder Straße. https://goo.gl/maps/7vgo5tTgCfiZnLku7

    Wenn man in der schlecht einsehbaren Kurve links abbiegen will, stellt sich die Frage, wo man sich zum Abbiegen aufstellt. Fährt man nicht weit genug zur Fahrbahnmitte, sieht man die Fahrzeuge nicht, die von rechts kommen und der abknickenden Vorfahrt folgen. Bleibt man zu weit rechts, gerät man aus dem Blickfeld der von hinten kommenden Fahrzeuge. Erschwerend kommt hinzu, dass die von rechts entgegen kommenden Fahrzeuge, die der abknickenden Vorfahrt nach links folgen, oft die Kurve schneiden.

    Ich hatte daher schon vor einem Jahr die Aufbringung von Fahrbahnmarkierungen angeregt, durch die Platz zum Aufstellen in der Fahrbahnmitte schafft und das Schneiden der Kurve unterbindet.

    Den Vorschlag habe ich im Oktober 2018 vor Ort mit der Polizei und zwei Mitarbeitern der Verkehrsbehörde besprochen und auch meine Skizzen weitergegeben. Die Markierungen waren ein Thema auf der Radtour mit Vertretern des Stadtrates im April. Seitens der Verwaltung wurde signalisiert, dass man das für eine gute Idee hielt und umsetzen werde.

    Und das ist dabei herausgekommen! ;(

    Man hat wieder einmal genau das Gegenteil gemacht. Die Markierungen laden nun erst recht zum ungebremsten Abbiegen ein und als Radfahrer hat man weiterhin die Wahl, wen man nicht sehen möchte, bzw. von wem man nicht gesehen werden möchte: Fährt man nur so weit in die Kreuzung, dass man von hinten noch gesehen wird, sieht man die Fahrzeuge, die von rechts kommen, erst spät.

    Ich habe gestern die Presse und die Fraktionen im Stadtrat über diesen Mist informiert und inzwischen wurde bereits der Stadtbaurat eingeschaltet.

    Vermutlich Letzteres. Die Anordnung der Bilder auf den Displays entspricht den sonst verwendeten Spiegeln.

    Die Frage ist, ob der Fahrer in der Lage ist, die Masse an Bildern überhaupt zu verarbeiten

    Die Fülle an Informationen ändert sich durch das System nicht, denn die Displays zeigen die selben Bilder, die man auch im Spiegel sehen würde.

    Es würde hier eher noch die Möglichkeit bestehen, Informationen hervorzuheben und deutlicher darzustellen: Fußgänger oder Radfahrer farbig hervorheben, Schleppkurven einblenden, etc.

    Der Bildschirm im gezeigten Lkw zeigt dasselbe wie ein 'normaler' Außenspiegel, nur schlechter.

    Dass sich der dargestellte Bildbereich in Kurven ändert, sehe ich schon als Vorteil. Außerdem die Platzierung der Bildschirme direkt vor den A-Säulen: Das schafft zusätzlichen direkten Sichtbereich, der sonst hinter den Spiegeln verschwindet.

    Jetzt müsste nur noch sichergestellt sein, dass sich der Motor nicht starten lässt, sobald nur ein einziger Bildschirm oder Kamera ausgefallen ist.

    Auf jeden Fall sollte man an solchen Kreuzungen nicht mit 25km/h auf der falschen Straßenseite ankommen, egal mit welchem Fahrzeug. Hier ist es ja selbst mit Schrittgeschwindigkeit gefährlich.

    Die Verantwortlichen, die auf solchen Wegen das Geisterradeln erlauben, sollte man im Übrigen auch sofort aus dem Verkehr ziehen. Vermutlich glaubt man aber, dass das Problem durch die Installation des Spiegels gelöst sei.

    Der linksseitige, 1,50m "breite" Gehweg, den man auf der leicht abschüssigen Strecke mit einem [Zusatzzeichen 1022-10] auch für Gehweg-Geisterradler freigegeben hat, ist natürlich in Gegenrichtung mit [Zeichen 240] benutzungspflichtig.

    Immerhin hat der Scooter-Fahrer auf meinen Hinweis, dass auf Gehwegen Schritttempo gefahren werden muss, auf die Fahrbahn gewechselt. Vorher war er mit ca. 25km/h an den zahlreichen schlecht einsehbaren Ausfahrten und Einmündungen vorbeigescootert.