Diese Kreuzung ist eine Gefahrenstelle auf einem stark frequentierten Schulweg vom Stadtteil Ottenbeck zu den Schulen an der Camper Höhe und zum Gymnasium Athenaeum in der Harsefelder Straße. https://goo.gl/maps/7vgo5tTgCfiZnLku7
Wenn man in der schlecht einsehbaren Kurve links abbiegen will, stellt sich die Frage, wo man sich zum Abbiegen aufstellt. Fährt man nicht weit genug zur Fahrbahnmitte, sieht man die Fahrzeuge nicht, die von rechts kommen und der abknickenden Vorfahrt folgen. Bleibt man zu weit rechts, gerät man aus dem Blickfeld der von hinten kommenden Fahrzeuge. Erschwerend kommt hinzu, dass die von rechts entgegen kommenden Fahrzeuge, die der abknickenden Vorfahrt nach links folgen, oft die Kurve schneiden.

Ich hatte daher schon vor einem Jahr die Aufbringung von Fahrbahnmarkierungen angeregt, durch die Platz zum Aufstellen in der Fahrbahnmitte schafft und das Schneiden der Kurve unterbindet.

Den Vorschlag habe ich im Oktober 2018 vor Ort mit der Polizei und zwei Mitarbeitern der Verkehrsbehörde besprochen und auch meine Skizzen weitergegeben. Die Markierungen waren ein Thema auf der Radtour mit Vertretern des Stadtrates im April. Seitens der Verwaltung wurde signalisiert, dass man das für eine gute Idee hielt und umsetzen werde.
Und das ist dabei herausgekommen! 

Man hat wieder einmal genau das Gegenteil gemacht. Die Markierungen laden nun erst recht zum ungebremsten Abbiegen ein und als Radfahrer hat man weiterhin die Wahl, wen man nicht sehen möchte, bzw. von wem man nicht gesehen werden möchte: Fährt man nur so weit in die Kreuzung, dass man von hinten noch gesehen wird, sieht man die Fahrzeuge, die von rechts kommen, erst spät.
Ich habe gestern die Presse und die Fraktionen im Stadtrat über diesen Mist informiert und inzwischen wurde bereits der Stadtbaurat eingeschaltet.