Beiträge von Yeti

    Bald gilt der Mindest-Überholabstand von 1,50m auch zwischen den Fußgängern in der Fußgängerzone.

    Der Aufruf von Greta Thunberg ist natürlich insofern konsequent, als dass sie immer wieder fordert, auf die Wissenschaft zu hören. Man kann nicht fordern, auf Klimawissenschaftler zu hören und gleichzeitig den Rat von Virologen ignorieren.

    Ich sehe dennoch einen Unterschied zwischen einer Versammlung unter freiem Himmel (Demo) oder einer Versammlung in engen geschlossenen Räumen. Eine Ansteckungsgefahr besteht grundsätzlich überall, wo Menschen in engeren Kontakt kommen. Hoffen wir, dass nicht auch noch die Nutzung von Bus und Bahn verboten wird.

    Wenn der Weg nicht über einen abgesenkten Bordstein geht, wäre das durchaus ein Fall für RvL, da gibt's ein Urteil des OLG KA und auch eins von irgendwo in Bayern ...

    Das wäre aber eine böse Falle, wenn der Fahrbahnverkehr bei grüner Ampel einem von rechts kommenden Radfahrer Vorfahrt gewähren müsste. Immerhin sieht man aus dieser Richtung nicht, welche Streuscheibe der kreuzende Radfahrer zu sehen bekommt und ob das Lichtsignal für diesen gilt oder nicht.

    Aber wenn es das in Deutschland tatsächlich irgendwo gibt, dann genau in dieser Konstellation :)

    Ich habe den Croozer Cargo. Damit fahre ich hauptsächlich Grünabfälle zur Deponie und kaufe beim Getränkemarkt ein. Liegt preislich aber vermutlich über deinem Limit. Ich habe ihn vom örtlichen Händler quasi zum Einkaufsprei bekommen, aber immer noch über 300,- EUR bezahlt. UVP ist 399,- EUR.

    https://www.croozer.com/de/croozer-cargo-2018

    2 volle Getränkekisten und 2 6er-Träger passen rein. Leer gehen auch 4 Kästen, aber dann geht das Verdeck nicht mehr zu. 4 volle Kästen gehen auch wegen Maximalgewicht nicht, aber auch mit 2 1/2 Kästen hat man schon gut zu strampeln. Zum Glück ist der Getränkemarkt nur 1km weg (und zum Glück brauche ich nicht jede Woche 4 Kästen Bier).

    Da unser Schuppen schon voll ist, war es mir wichtig, dass man den Anhänger platzsparend zusammenklappen kann.

    Ich fahre defintiv immer mit dem Rad, aber am Ende heißt es, ich führe im Winter etwas seltener als im Sommer. Das habe ich so aber nicht angegeben. Dass ich mich etwas unsicherer bei Sturm und Eisglätte fühle - geschenkt. Ich fahre aber trotzdem.

    Das war bei mir genauso. Ich habe angegeben, dass ich -egal bei welchem Wetter- immer mit dem Rad fahre, aber am Ende stand in der Auswertung, dass ich es im Winter seltener tun würde. Wie soll man denn noch häufiger mit dem Fahrrad fahren als immer? :/

    Auch ich habe angegeben, dass ich mich bei Schnee- und Eisglätte etwas weniger sicher fühle als bei trockenen Straßenverhältnissen. Das liegt aber alleine schon daran, dass mir bei Glatteis schonmal Autos entgegengerutscht kamen, vor denen ich ausweichen musste und -dank Spikereifen- auch ausweichen oder rechtzeitig bremsen konnte.

    Das kommt dabei heraus, wenn die selben Leute, die vorher vermutlich die Gehwege mit [Zeichen 240] zum benutzungspflichtigen "Radweg" erklärt haben, versuchen, eine formal rechtskonforme Regelung umzusetzen, aber weiterhin ihre oberste Sorge die Flüssigkeit des Kfz-Verkehrs ist.

    Es hat sich leider noch nicht durchgesetzt, dass die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer Vorrang vor der Flüssigkeit des Verkehrs hat. Faktisch hat die Flüssigkeit des Kfz-Verkehrs vielerorts weiterhin Vorrang vor der Verkehrssicherheit von Fußgängern und Radfahrern.

    Antwort der Bundesregierung: Ist doch alles easy, denn Radfahrstreifen sollen ja mindestens 1,85 Meter breit sein. Aber dafür wäre eh nicht der Bund zuständig, sondern die Länder.

    Übrigens: Selbst bei einem regelmaßigen Radfahrstreifen von 1,85 Meter fahre ich mit der linken Seite meines Lenkers schon auf der Fahrbahn, wenn ich nach rechts anderthalb Meter Abstand zu parkenden Kraftfahrzeugen halten muss.

    Außerdem ist das Mindestmaß eines Radfahrstreifens nur 1,50m, inkl. Breite des Zeichens 295 (in der Regel als Breitstrich mit 0,25m). Wo Radfahrstreifen mit Mindestmaß ohne Sicherheitsraum zu parkenden Fahrzeugen am rechten Rand markiert sind, muss man also mit dem Fahrrad auf der Linie fahren, um alleine 1m Seitenabstand zwischen rechtem Lenkerende und den Kraftstehzeugen zu halten.

    In §10 steht nicht, dass man beim Einfahren von anderen Straßenteilen auf die Fahrbahn warten muss, sondern dass man dabei keine anderen Verkehrsteilnehmer gefährden darf.

    Da man beim Wechsel vom "Radweg" auf den Schutzstreifen bei dieser Ausführung niemanden gefährden kann, greift §10 dort meiner Meinung nach nicht.

    Das Problem stellt sich auch gar nicht beim Wechsel auf den Schutzstreifen, sondern beim anschließenden Linksabbiegen, wenn von hinten jemand mit dem Kfz geradeaus fährt. Das sehe ich wie DMHH , dass Radfahrer schon vorher auf die Fahrbahn geführt werden sollten, damit das Reißverschlussprinzip angewandt werden kann, bevor man abbiegt.

    Radwegende direkt im Kreuzungsbereich ist Murks, weil dann zwei Verkehrssituationen gleichzeitig bewältigt werden müssen (Einfahren auf die Fahrbahn + Abbiegen).

    Eine Situation, wo §10 an einer abknickenden Vorfahrtstraße greift, ist z.B. diese hier:

    In der Straße in der gezeigten Richtung gibt es gar keinen Radweg, aber von rechts trifft ein unabhängig geführter Weg auf die Kreuzung.

    Für die Radfahrer, die von dort kommen und die §10 zu beachten haben, hat man aber eine rote Furt auf die Fahrbahn geschmiert, damit es spannend bleibt.

    Das rote Pflaster, das auf der gegenüberliegenden Seite weiter führt, war bis Anfang 2019 in beiden Richtungen mit [Zeichen 240] versehen. Jetzt ist es ein Gehweg mit roter Radwegfurt an einer Kreuzung, an der Radfahrer keine Vorfahrt haben.

    Immerhin kann man an der Kreuzung direkt ein Unfall-Gutachten bekommen.

    In Stade wurde schon wieder ein Fußgänger getötet, diesmal von einem rückwärts auf eine Baustelle rangierenden LKW.

    https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/59461/4531619

    Die Polizei weiß auch, warum der Fußgänger, der dort stand und die Baustelle betrachtete, überfahren wurde:

    Zitat

    Dieser hatte den herankommenden LKW nicht bemerkt und konnte sich nicht mehr rechtzeitig in Sicherheit bringen.

    Man könnte sich natürlich auch fragen, warum der LKW-Fahrer dort ohne Einweiser rückwärts gefahren ist und warum man sich als Fußgänger überhaupt in Sicherheit bringen muss, wenn man auf dem Gehweg steht und guckt.

    <X

    ...wenn doch der Bus erheblich größer ist, mehr Kraftstoff verbraucht und in der ländlichen Weite oft völlig leer herumgondelt?

    Ich glaube, dass man den ÖPNV auf dem Land neu erfinden muss: Nach Bedarf ("on demand") mit geeigneten Fahrzeugen, Tür-zu-Tür. Moia wäre eigentlich etwas für den ländlichen Raum und nicht für die Großstadt, wo es bereits einen gut funktionierenden ÖPNV gibt.

    Die Begründung finde ich erst einmal schlüssig, dass zwischen Überholen und Vorbeifahren unterschieden wird. Wobei einem Radfahrer sicherlich egal, ist, ob mit 0,50m Abstand überholt wird oder ob mit 0,50m Abstand vorbeigefahren wird.

    Erstaunlicherweise haben wenige Radfahrer damit ein Problem, wenn sich innerhalb dieses halben Meters eine Bordsteinkante befindet.

    Das Bild ist aus einem Video herausgenommen. Blau gestrichelt: meine Fahrspur auf dem "Radweg". Zwischen linkem Lenkerende und Außenspiegel betrug der Abstand vermutlich weniger als 60cm.

    Noch besser wird es, wenn Busse oder LKW mit den rechts weit ausladenden Außenspiegeln auf Kopfhöhe vorbeifahren.

    Sobald man tatsächlich kontroverse Themen diskutiert, sind Diskussionen fast immer sehr mühevoll.

    Ich hoffe sehr, dass du meine strikt ablehnende Haltung dazu nicht persönlich nimmst. Ich stimme dir zu, dass die AfD die Ausgrenzung auch dazu nutzt, sich weiter in der Opferrolle zu inszenieren. Aber ich sehe es eben auch wie Sascha Lobo, dass die AfD sich sowieso immer als Opfer darstellt: Als Opfer der unterdrückten Meinungsfreiheit ("das wird man ja wohl noch sagen dürfen"), als Opfer einer unfairen Berichterstattung ("Lügenpresse"), und auch als Opfer der Ausgrenzung ("wir sind nicht nur Rassisten, sondern haben neulich sogar einen vernünftigen Vorschlag gemacht, dem dann aus Prinzip nicht zugestimmt wurde, mimimi...").

    Das Problem ist daher vielleicht nicht, dass die AfD zu wenig, sondern nicht von den richtigen Leuten ausgegrenzt wird. Auch das schreibt Sascha Lobo in seiner Kolumne: Dass Ausgrenzung seitens Linksliberaler von der AfD eher noch als Bestätigung aufgefasst wird ("wenn dieser Hahn dagegen ist, dann muss es richtig sein"). Daher wäre eine klare Abgrenzung der Konservativen umso wichtiger. Aber ausgerechnet da, wo es darauf ankäme, werden die Grenzen unscharf und die Bürgerlichen tolerieren das Spiel mit den braunen Schmuddels in ihren eigenen Reihen ("Werte"-Union, Sarrazin, Kemmerich...).

    Frage: Wenn der rechte Flügel der AfD nur eine Minderheit innerhalb der Partei darstellt: Warum schafft es die AfD dann nicht, sich davon klar abzugrenzen? Warum treten gemäßigte AfD-Mitglieder aus der Partei aus, anstatt dass Radikale ausgeschlossen werden? Mit der AfD, die Bernd Lucke mal gegründet hat, hat diese Partei doch heute allenfalls auf dem Papier etwas zu tun.

    Was soll man denn sonst machen, wenn er mal etwas Vernünftiges sagt? Es wider besseres Wissen ablehnen?`

    Damit zerstört man die eigene Integrität.

    Die eigene Integrität zerstört man dadurch, dass man mit Faschisten kooperiert.

    Wir werden uns in dieser Frage nicht einigen, macht auch nichts. Ich halte die Meinung, dass "nicht alles falsch ist", was Höcke und seine Schergen von sich geben, für gefährlich und werde sie niemals teilen. Was diese Leute sagen, ist deshalb gefährlich, weil die AfD gefährlich ist. Wie berechnend die AfD mit den Institutionen der Demokratie spielt und sie für ihre Zwecke missbraucht, haben wir in Thüringen gesehen und FDP und CDU haben sich wie die Lemminge vor deren Karren spannen lassen. Nun können sich Höckes Schergen damit brüsten, dass die "AfD wirkt", denn immerhin haben sie den Rücktritt von AKK ausgelöst. Was für ein idiotisches Timing der CDU-Vorsitzenden, auch wenn Thüringen vielleicht nur der Tropfen war, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat, um diese Konsequenz zu ziehen.

    Ich glaube auch nicht, dass von der AfD irgendein Vorschlag kommt, den man in einem eigenen Antrag nicht noch verbessern könnte. Daher plädiere ich für die grundsätzliche und unbesehene Ablehnung aller Anträge der AfD. Sollte sich darin tatsächlich irgendwas Brauchbares verstecken, können die demokratischen Parteien einen eigenen Antrag stellen. Noch besser wäre es freilich, wenn vernünftige Anträge von den demokratischen Parteien kommen, ohne dass es dafür die AfD braucht.