Beiträge von Yeti

    Gestern hatte ich einen Termin beim Bürgermeister und habe ihm das hier auf den Tisch gelegt.

    Auf 85 Seiten ist darin beschrieben, wie es ist, was daran nicht gut ist und wie man es besser machen könnte. Mal sehen, was er daraus macht.

    Und wie ist das mit diesem Beweisfoto? Kennzeichen des Polizeifahrzeuges ist auch lesbar. https://merkurist.de/wiesbaden/zu-s…iaJ0lAWOrQ6Od2I

    Die Polizei parkt dort offenbar auf einem Radfahrstreifen. Jedenfalls ist bei Google-Maps ein Radfahrstreifen erkennbar und auch das Bild in dem verlinkten Artikel interpretiere ich so, dass dort ein Radfahrstreifen neben einem Seitenstreifen verläuft, der offenbar zu schmal ist, um darauf zu parken.

    https://goo.gl/maps/YP2BMGSXCFD1PNbH9

    Blöd wäre eine Strategie, die das NO2, das intensiv überwacht wird, reduziert, aber der Diesel-Feinstaub würde weiter ungehemmt oder sogar vermehrt ausgestoßen werden.

    Grundsätzlich ist es so. Nimm als dritten Faktor noch dazu, dass für die "Abgasnachbehandlung" der Kraftstoffverbrauch ansteigt und damit insgesamt auch die Abgasmenge.

    Die Turbodiesel mit Direkteinspritzung erzeugen mehr kleinere Partikel und weniger dicken schwarzen Rauch, sind dafür aber wiederum recht sparsam im Verbrauch. Was ist nun besser? Weniger dicker Ruß, weniger CO2, dafür mehr Feinstaub? Oder weniger Feinstaub, dafür mehr NO2?

    Für die Feinstpartikel kleiner 2,5µm gibt es meines Wissens noch gar keine Grenzwerte, weil die technisch nur sehr schwer messbar sind. Wäre es besser, wenn der Motorenentwickler den Motor daraufhin optimiert, dass weniger messbarer Feinstaub entsteht, aber dafür mehr, der nicht messbar, dafür aber noch schädlicher ist? Wenn man das Ergebnis nur nach der Einhaltung von Grenzwerten bewertet, wäre das das Beste.

    Wenn wir die Luftqualität verbessern wollen, müssen wir in erster Linie weniger verbrennen.

    Noch eine Ergänzung zum Ruß: Was bei modernen Dieselmotoren "Abgasnachbehandlung" genannt wird, ist eine nachträgliche Verbrennung der Rußpartikel. Dafür wird zusätzlicher Kraftstoff in die Abgasanlage eingespritzt, entweder während des Auslass-Taktes oder teilweise sogar durch eine Extra-Einspritzdüse in der Abgasanlage. Dieser zusätzlich verbrannte Kraftstoff erhöht natürlich den Verbrauch.

    Es ist doch nicht so, dass die Kritik an rußenden Dieselabgasen, die gab es früher wirklich häufig zum Beispiel bei Omnibussen, daran kann ich mich noch erinnern, dazu geführt hat, dass die Motorenindustrie damit ein NO2-Problem heraufbeschworen hat.

    Im Prinzip schon, weil beides mit der Verbrennungstemperatur zusammen hängt: Höhere Verbrennungstemperatur = weniger Ruß, aber mehr NO2, geringere Verbrennungstemperatur = mehr Ruß, weniger NO2. Es ist daher nicht trivial, beides gleichzeitig zu reduzieren. Da man Ruß sehen kann, NO2 aber nicht, ist ein stark rußender Dieselmotor auch augenscheinlich dreckig, während ein höherer NO2-Ausstoß nicht sichtbar ist.

    Bei den heute üblichen Direkteinspritzern ist aber auch die Partikelgröße gesunken, so dass die Feinstaubemissionen dafür gestiegen sind. Alles stark vereinfacht, aber man kann nicht einen Abgaswert isoliert von den anderen senken, sondern eine Verbesserung auf der einen Seite führt erst einmal zu einer Verschlechterung an anderer Stelle.

    Und bevor du auf die Idee kommst, mir etwas in den Mund zu legen, das ich nicht geschrieben habe: Ich mag auch keine "Diesel-Smoker" Wettbewerbe.

    Ein Bekannter von mir hat einen E-Golf. Der hat erzählt, dass er von VW ein oder zweimal im Jahr kostenlos einen Verbrenner zur Verfügung gestellt bekommt, wenn er die Reichweite braucht. Hat er aber noch nie in Anspruch genommen, da er weite Strecken in der Regel mit der Bahn fährt. Außerdem hat er erzählt, dass ein normaler Stopp an der Raststätte mit zwei kleinen Kindern normalerweise ausreicht, um die Batterien für die nächste Etappe nachzuladen.

    Dieses Reichweiten-Thema wird meiner Ansicht nach völlig überbewertet. Natürlich gibt es Leute, für die die Reichweite eines E-Autos tatsächlich nicht ausreicht, aber für den normalen Berufspendler ist das alles kein Thema. Da kommt es eher darauf an, ob man zuhause oder am Arbeitsplatz sicher einen Stellplatz mit Lademöglichkeit hat, also möglichst einen Stellplatz oder Garage auf dem eigenen Grundstück oder direkt vor der Tür. Geht man zudem davon aus, dass man Autos eigentlich wirklich nur in Gegenden braucht, in denen es keine vernünftigen ÖPNV-Angebote gibt (z.B. auf dem Land), sind diese Voraussetzungen oftmals gegeben. Auch auf Firmenparkplätzen ließe sich sicherlich ganz gut durchsetzen, dass auf Stellplätzen mit Lademöglichkeit wirklich nur die Autos stehen, die sie brauchen, was im öffentlichen Raum eher nur so mittel funktioniert.

    In Gedenken an Kraftwerk-Mitbegründer Florian Schneider-Esleben, der am 30.04. im Alter von 73 Jahren verstorben ist. Und weil es von der Band nicht nur "Autobahn" gab.

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    Mir ist gerade aufgefallen, dass im §37 (2) 6. immer noch steht, dass Radfahrende bis zum 31.12.2016 die Fußgängersignale beachten müssen, wenn es keine eigene Signalisierung für den Radverkehr gibt und eine Radfahrerfurt an eine Fußgängerfurt grenzt.

    Wäre die letzte Änderung nicht eine Gelegenheit gewesen, diese seit über 3 Jahren verstrichene Übergangsregelung aus der StVO zu streichen?

    Mir fehlt das Segelfliegen. Normalerweise beginnt die Flugsaison am letzten Wochenende im März, aber Zusammenkünfte in Vereinen sind bislang immer noch nicht möglich. Derzeit wird verhandelt, unter welchen Voraussetzungen der Flugbetrieb wieder aufgenommen werden kann. Beim Fliegen selbst bin ich ja alleine im Cockpit und kann niemanden anstecken. Auch am Boden ist es möglich, ausreichende Abstände zu anderen einzuhalten. Lediglich Flüge im Doppelsitzer für Überprüfungen und/oder Ausbildung werden so einfach nicht gehen.

    Von November 2017 bis März 2019 habe ich zusammen mit meiner Frau eine Grundüberholung des Rumpfes und der Leitwerke eines Segelflugzeuges aus dem Jahr 1939 durchgeführt. Eigentlich wollten wir in diesem Jahr noch einmal damit fliegen, bevor ab dem kommenden Winter die Flügel zur Überholung anstehen. Da sich die Arbeiten daran wohl auch bis weit ins Jahr 2021 hinein oder sogar Anfang 2022 ziehen würden, müssen wir das nochmal überdenken.

    Eigentlich hatten wir vor, mit dem Oldie im August zu einem internationalen Treffen zu fahren, aber das wurde bereits abgesagt. Das ist besonders schade, weil das Treffen in diesem Jahr in der Nähe von Osnabrück stattfinden sollte und wir im kommenden Jahr den weiten Weg nach Slowenien wohl nicht antreten werden.

    Mein Auto habe ich auch nur noch wegen der Fliegerei, weil ich den Anhänger mit dem Segelflugzeug weder mit der Bahn noch mit dem Fahrrad ziehen kann. Weil das Auto derzeit gar nicht mehr bewegt wird, ist jetzt die Batterie platt.

    Da wegen Home Office der tägliche Weg mit dem Fahrrad zur Arbeit ausfällt, habe ich mir angewöhnt, jeden Tag nach Feierabend eine Runde zu fahren. Dabei bin ich aber verstärkt außerhalb der Stadt im Grünen unterwegs und habe an den Wochenenden auch schon einige längere Tagestouren über 100km unternommen.

    Gullydeckel in Längsrichtung? Weia!

    Da das Bild in Stade aufgenommen wurde, ist natürlich klar, dass es sich bei dem diagonal gepflasterten Bereich auf dem Hochbord um einen gemeinsamen Geh- und Zweirichtungs-"Radweg" handelt. Dort ist man vor dem in Längsrichtung eingebauten Gullydeckel bestens geschützt. ;)

    Im Übrigen weisen aber die anderen, quer eingebauten Gullydeckel so hohe Kanten und Absätze auf, dass man da ohnehin einen großen Bogen herum macht.

    Ja, das geht jetzt los. Im ersten Schritt war das eine Machbarkeitsstudie eines Planungsbüros, wie viel Platz man bräuchte und woher man den nehmen kann. Die Stadt hat in der Vergangenheit bereits Flächen an der Straße gekauft, indem sie auf Eigentümer zugegangen ist oder bei verkaufsangeboten von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch gemacht hat. Auf Grundlage der Machbarkeitsstudie ist jetzt klarer, welche Flurstücke überhaupt benötigt werden, um gezielt die jeweiligen Eigentümer ansprechen zu können. Ich sehe es auch kritisch, ob das Projekt bis zur Eröffnung der neuen Schule abgeschlossen werden kann.

    Aber Absetzen und dann aber nicht so weit... das ist wirklich der schlechteste Kompromiss.

    Ich verstehe nicht einmal, was das für ein Kompromiss sein soll. Bei einer um 5m abgerückten Furt passt ein normaler PKW zwischen Furt und Fahrbahnrand. Aber jedes längere Fahrzeug vom PKW mit Anhänger über Lieferwagen bis zum LKW würde die Furt komplett blockieren, wenn bis zum Fahrbahnrand vorgefahren wird. Dann müssen Autofahrer aber auch zweimal aufpassen: Einmal, wenn sie die Furt kreuzen und dann noch einmal an der Fahrbahn. Wenn die Furt direkt am Fahrbahnrand verläuft, dann hält man davor an und kann von dort den Radverkehr und den Fahrbahnverkehr einsehen.

    Naja, was wundere ich mich. Die Leute, die für die abgesetzte Furt plädieren, haben auch das hier gebaut. Während in den ERA 2010 steht, dass man "Radwege", die im Streckenverlauf von der Fahrbahn abgesetzt sind, vor der Kreuzung in den Sichtbereich an den Fahrbahnrand zu führen, macht man hier genau das Gegenteil und führt "Radwege", die fahrbahnnah verlaufen, an den Kreuzungen von der Fahrbahn weg und verschwenkt das rote Pflaster in Richtung des potenziellen Unfallgegners, der aus der Nebenstraße einbiegt. Besonders wirkungsvoll ist diese Maßnahme, wenn man an den Kreuzungen sowieso nichts sehen kann.

    Bevor jetzt Einwände kommen: der Weg auf dem linken Bild ist bis dahin benutzungspflichtig und nach der Kreuzung offenbar nicht mehr. Der Weg auf dem rechten Bild ist bislang noch nicht beschildert, aber ich fürchte, dass das noch kommt, wenn die Straße komplett fertig ist.

    Man hat mehrere Optionen vorgestellt. Man kann die Anwohner fragen, ob sie bereit sind, einen 1m breiten Streifen ihres Grundstücks zu verkaufen, wenn dafür die Parkplätze bestehen bleiben. Wenn einer nicht verkauft, kommen auf dem Abschnitt die Parkplätze weg oder es müssen zusätzliche Bäume gefällt werden. Insgesamt geht es um einen 3,8km langen Abschnitt. Ob es irgendwo tatsächlich nur eine einzige Option gibt, weiß ich nicht. Das geht aus den veröffentlichten Unterlagen nicht hervor und wurde bei der Präsentation zumindest auch so nicht gesagt. Das wäre auch reichlich blöd, wenn sie einem Grundstücksbesitzer sagen würden, dass alles vom Verkauf seines Grundstücks abhängt.

    Ich bin sehr gespannt, wie es bei diesem Thema weitergeht und ob am Ende wieder so viele Zugeständnisse gemacht werden, dass es letztlich nicht viel besser ist als jetzt. Von den Ratsfraktionen der CDU und der Grünen bin ich schon angefragt worden, ob ich bereit wäre, ihnen bei den anstehenden Fraktionssitzungen zum Thema beratend zur Seite zu stehen. Das werde ich natürlich gerne tun, wenn ich damit Schlimmeres verhindern kann.

    Immerhin wird das Thema wegen des geplanten neuen Schulzentrums etwas ernster genommen als sonst in dieser Stadt üblich. Oder vielleicht setzt tatsächlich langsam ein Umdenken in der Verkehrspolitik ein und man beginnt zu begreifen, dass eine weitere Zunahme des Autoverkehrs bald zum völligen Stillstand führen wird, oder dass eine weitere Optimierung des Autoverkehrs am Ende deutlich teurer wird, als wenn man mal berücksichtigt, dass Mobilität auch ohne Auto funktionieren kann. Nicht für alle und vielleicht nicht immer, aber es hilft ja schon, wenn diejenigen auf Fahrrad, Bus und Bahn umsteigen, die es können und eigentlich auch wollen, sobald es bessere Angebote gibt.

    Würde diese Straße auf meinem täglichen Weg liegen, würde ich dort nicht fahren. Ich habe eine östliche und eine westliche Alternativroute ausgearbeitet, die aber noch lückenhaft sind, um bei jedem Wetter alltagstauglich zu sein. Gegenüber der fast geradlinig verlaufenden Harsefelder Straße sind die Alternativstrecken natürlich auch etwas länger und vor allem für diejenigen interessant, die ohnehin mehr aus östlicher und westlicher Richtung kommen. Außerdem gibt es aus dem westlichen Stadtteil Wiepenkathen auch bereits eine direkte Verbindung nach Riensförde.