Beiträge von Yeti

    Oha! Aber der Radfahrer, der von Deinem Fotostandpunkt aus da reinfährt, bekommt keinen Hinweis darauf, dass er mit entgegenkommenden Kfz rechnen muss!

    Ich habe mich auch gefragt, wie man das korrekt beschildern müsste. Kennt jemand ein Beispiel einer Fahrradstraße, die für den Kfz-Anliegerverkehr eine Einbahnstraße ist? Muss da wirklich [Zeichen 244][Zeichen 267][Zusatzzeichen 1022-10] hin? Für den Kfz-Verkehr ist doch [Zeichen 244] und [Zeichen 267] gleichbedeutend und auch [Zeichen 267][Zusatzzeichen 1022-10] bedeutet für Radfahrer nicht zwangsläufig, dass man mit entgegenkommenden Kfz rechnen muss.

    Auf der Gegenseite fehlt unter dem [Zeichen 220-20] auch das [Zusazzeichen 1000-32]. Allerdings ist diese Stelle ohnehin etwas verwirrend. Die restlichen 30m zwischen der Neubourgstraße und der Wallstraße in Richtung Inselstraße sind jedenfalls keine Fahrradstraße mehr, weil sich die beabsichtigte Fahrradroute über den unabhängig geführten Georg-C.-Lichtenberg-Weg fortsetzt (bei Google Maps als Erleninsel bezeichnet). Es gibt aber für Radfahrer auch kein Verbot, von der Neubourgstraße zur Wallstraße zu fahren, so dass Autofahrer auch auf diesem Abschnitt mit entgegenkommenden Radfahrern rechnen müssen.

    Hier: https://goo.gl/maps/SBXQKgTqU4ax5PsSA

    Die Kreuzung Wallstraße / Inselstraße hat auch eine LSA, allerdings nicht aus Richtung Neubourgstraße. Da hat man wohl nicht daran gedacht, dass aus dieser Richtung jetzt auch Radfahrer kommen können. Aber das ist wohl eher ein Thema für den Stade-Thread.

    Immerhin habe ich gerade von der Verkehrsbehörde Antwort auf meinen Hinweis erhalten, den ich gestern über den Mängelmelder gemeldet habe, dass schon heute die Anbringung der fehlenden [Zusatzzeichen 1022-10] unter den Zeichen 209-30 veranlasst wurde. So schnell ging das hier noch nie. =O

    Fahrradstraße. Weil man Autofahrern offenbar nicht zutraut, dass sie wissen, dass man mit einem Kfz nicht in eine Fahrradstraße hineinfahren darf, hat man davor nochmal extra ein temporäres [Zeichen 260] aufgestellt. Vom Verbot für Kraftfahrzeuge sind aber Radfahrer zum Glück ausgenommen. :/

    Schade nur, dass man auch als Radfahrer gar nicht in die Fahrradstraße abbiegen darf, weil die vorgeschriebene Fahrtrichtung = geradeaus ist. Daran ändert auch der kleine grüne Wegweiser-Pfeil nichts.

    Falls die [Zusatzzeichen 1022-10] nicht mehr auf Lager sind, wüsste ich, wo ganz in der Nähe eins übrig ist. :)

    Ich glaube, es ging genau darum:, was du auch geschrieben hast:

    Gleiches Gefährt, gleiche Geschwindigkeit, gleiche Strecke = gleiche verbratene Energie.

    Um die Geschwindigkeit zu halten, spielt es keine Rolle, wie viel nicht benötigte Leistung noch zur Verfügung stehen würde. Für ein schwereres Fahrzeug benötigt man mehr Energie, um es zu beschleunigen und der Rollwiderstand ist höher, weshalb es auch etwas mehr Energie benötigt, um die Geschwindigkeit zu halten. Dafür kann man bei einem schwereren Fahrzeug durch Rekuperation mehr Energie zurückgewinnen.

    Der Luftwiderstand hängt aber wiederum nur von der Geschwindigkeit, Anströmrichtung (ändert sich z.B. durch Seitenwind) und der äußeren Form des Fahrzeuges ab. Masse und Motorisierung spielen keine Rolle und im direkten Vergleich zweier Fahrzeuge muss man auch von der selben Luftdichte ausgehen.

    Das meinte ich übrigens neulich zur unglücklichen Kommunikation mit unhaltbaren Versprechungen:

    Heiko Maas bekommt im Impfstreit Rückendeckung aus Brüssel - DER SPIEGEL

    Wenn man gesagt hätte, dass man zu gegebener Zeit darüber reden werde, welche Beschränkungen für Geimpfte gelockert werden können, wäre das was ganz anderes als zu behaupten, dass es auf gar keinen Fall "Privilegien" für Geimpfte geben wird.

    Tatsache ist nämlich, dass die Corona-Maßnahmen massive Eingriffe in die Grundrechte darstellen und dass das nicht haltbar ist, wenn dazu kein Grund mehr besteht. Dass vorher geklärt sein muss, welches Risiko ggf. auch von Geimpften noch für andere ausgehen kann, ist klar. Dass man sich überlegen muss, wie das Ganze gerecht abläuft und nicht diejenigen, die als Letzte auf der Impfliste stehen, einfach nur zuschauen dürfen, wie bei anderen das normale Leben wieder beginnt, ebenfalls.

    Gibt es eigentlich auch Zahlen über die Verteilung der Altersgruppen bei Corona-Intensivpatienten oder denen mit schweren Verläufen? Sollten bis zum Sommer die Haupt-Risikogruppen geimpft sein, dürfte die Risikobewertung auch noch einmal anders ausfallen.

    Letztlich auch eine Folge der zu niedrigen Bußgelder, dass dort kontrolliert wird, wo es sich lohnt. Damit sich die Leute aber immer und überall an die Regeln halten, müssten sie auch damit rechnen, immer und überall kontrolliert zu werden. Also damit meine ich nicht, dass sie dauernd kontrolliert werden, sondern dass eine Kontrolle jederzeit möglich wäre, auch an Stellen, wo weniger Leute erwischt werden.

    Wenn die Leute merken, dass sie an bestimmten Stellen oder zu bestimmten Zeiten nie kontrolliert werden, dann halten sie sich dort auch nie an die Regeln.

    Sollte man zu dem Ergebnis kommen, dass die Einhaltung der Regel nicht so wichtig ist, muss man sie aufheben. Ansonsten muss man sie wenigstens ab und zu auch mal kontrollieren.

    Wenn das Risiko, beim zu schnell Fahren erwischt zu werden, ausreichend groß und die Bußgelder hoch wären, dann würden die Leute auch freiwillig den Assistenten so nutzen, dass er bei der zul. Höchstgeschwindigkeit abregelt und nicht erst 15km/h darüber. Das Gejammer der Autoprolls müsste man dann eine Zeit lang ertragen und irgendwann hätten sich alle daran gewöhnt.

    Nur das Virus verschwindet nicht einfach aufgrund eines politischen Willens, sondern dazu müssen Maßnahmen ergriffen werden und Abwägungen getroffen werden. Zu der Normalität, die ich mir zurück wünsche gehören auch meine Mutter (77) und meine Schwiegereltern (75 und 70), sowie ein funktionierendes Gesundheitssystem.

    Mir ist das zu egoistisch gedacht: Der Nutzen einer Impfung ist auch für unter 30-Jährige, dass sie damit einen Beitrag leisten, die Pandemie einzudämmen unter deren Einschränkungen auch sie selbst leiden. Wir wollen doch alle zurück in ein normales Leben, das nicht von den massiven Einschränkungen bestimmt ist wie wir es derzeit erleben.

    Auch wenn ich keine 30 mehr bin, mache ich mir um mich selbst nicht allzu viele Sorgen. Ich bin fit und habe keine gesundheitlichen Einschränkungen, durch die ich ein erhöhtes Risiko im Falle einer Covid-19 Infektion hätte. Meine größte Sorge ist, andere zu infizieren, bei denen die Krankheit einen schweren oder gar tödlichen Verlauf hat.

    Mir bereiten aber auch andere Dinge Sorgen: Ich möchte zum Beispiel wieder ins Restaurant oder in die Kneipe gehen, Freunde treffen, meine Mutter in den Arm nehmen, Konzerte besuchen. Ich möchte, dass es auch am Ende des Jahres die kleinen Läden, Cafés und Restaurants hier in der Innenstadt noch gibt.

    Derzeit sind die Impfkapazitäten noch der Flaschenhals, aber ich fände es fürchterlich, wenn das alles weiterhin auf dem Spiel steht, weil die Leute nur an sich selbst denken und aufgrund eines geringen persönlichen Risikos ein großes gesellschaftliches Risiko hinnehmen.

    Aber dennoch ist die Denkweise von Impfskeptikern nachvollziehbar: Wer sich impfen lässt, geht damit bewusst das Risiko von Impfschäden ein. Auch wenn dieses Risiko sehr gering ist, steht demgegenüber die Hoffnung, sich gar nicht erst zu infizieren und damit auch gar nicht dem höheren Risiko bei einer Erkrankung ausgesetzt zu sein. Das ist so ähnlich wie bei den Gehwegradlern: Die glauben auch, dass sie das Risiko selbst in der Hand haben, wenn sie auf dem Gehweg nur vorsichtig genug fahren, während sie sich auf der Fahrbahn anderen ausgeliefert fühlen. :)

    Herdenimmunität erreichen wir aber nicht, wenn wir nur die über 30-Jährigen impfen. Ich fürchte, dass sich die Todeszahlen vom Stand 12.01.2021, auf die du vermutlich anspielst, bis Ende Februar 2021 verdoppelt haben werden, auch wenn ich hoffe, dass ich mit dieser Einschätzung daneben liege. Wenn die Zahl der Neuinfektionen nicht deutlich sinkt, besteht die einzige Hoffnung darin, dass die Impfung der besonderen Risikogruppe Wirkung zeigt und wenigstens weniger Alte erkranken.

    Hast du Zahlen, wie viele unter 30-Jährige an den Folgen der Impfung gestorben sind? Nicht, dass wir Corona-Tote mit schweren Impfschäden vergleichen. Sonst müssten wir nämlich auch diejenigen U-30 mit berücksichtigen, die nach einer überstandenen Corona-Erkrankung bleibende Schäden davon getragen haben. Ich habe dazu keine Zahlen.

    Ich kann das aus meinem Bekanntenkreis bestätigen: Von denjenigen, die einen reinen Schreibtischjob haben, arbeitet ein guter Teil seit fast einem Jahr mehr oder weniger komplett im Homeoffice. Andere hingegen, bei denen es aus meiner Sicht genauso gut möglich wäre, gehen weiterhin täglich ins Büro. Mein Eindruck ist, dass der Hauptgrund dafür die Gewohnheit ist. Das macht man halt so und das war schon immer so. Vorbehalte, dass man im Homeoffice nicht produktiv arbeiten könnte, kommen auch hauptsächlich von denen, die nicht im Homeoffice arbeiten.

    Bei der Bereitschaft zum Homeoffice scheint mir in Deutschland auf jeden Fall noch viel Luft nach oben. Das ist wie beim Fahrradfahren: Geht häufiger als viele denken, erfordert aber die Bereitschaft zur Veränderung, die notwendige Infrastruktur und technische Ausrüstung. :)

    Versuchst du hier gerade, über eine Begriffdefinition ein (potentielles) Problem wegzudefinieren?!

    Nein, aber das Problem "Spätfolgen" ist nach meiner Kenntnis irrelevant, weil noch extrem viel seltener als Langzeitfolgen.

    Ist dann ja naheliegend, dass man nicht ganz so sorgfältig arbeiten kann und das Risiko für (unerkannte) Nebenwirkungen deutlich größer ist als bei länger erprobten Impfstoffen.

    Bei der Frage, ob es Nebenwirkungen gibt, kommt es nicht darauf an, den Impfstoff besonders lange zu testen, sondern ihn an möglichst vielen Menschen zu testen. Genau das wurde hier wegen der besonderen Dringlichkeit mit Hochdruck getan.

    Ein weiteres Missverständnis gibt es bei der Frage nach Langzeitfolgen: Das sind keine Folgen, die erst nach langer Zeit auftreten, sondern die für lange Zeit (oder für immer) anhalten. Das erste Auftreten dieser Langzeitfolgen passiert aber in den allermeisten Fällen innerhalb der ersten sechs Wochen, so dass es keine nennenswerte zusätzliche Sicherheit bringt, den Impfstoff noch länger zu testen. Wichtig ist auch hierbei, den Impfstoff an vielen Probanden zu testen.

    Wenn jetzt ein Großteil der Bevölkerung geimpft wird, ist auch klar, dass dabei weitere Nebenwirkungen auftreten werden, die selbst an 40.000 Testpersonen im Zulassungsprozess nicht aufgetreten sind. Auf der anderen Seite zeigt das aber auch, wie selten diese Nebenwirkungen dann sind.

    Das Risiko, dass eine Corona-Infektion tödlich verläuft oder einen schweren Verlauf nimmt, ist um mehrere Größenordnungen höher als das Risiko durch die Impfung. Ziel der Impfgegner ist es, einen anderen Eindruck zu erwecken und damit die Verunsicherung in der Bevölkerung zu vergrößern. Echte Impfgegner sind eine verschwindend kleine Minderheit, die aber leider durch ihre Lautstärke eine große Wirkung auf Menschen ausübt, die verunsichert und skeptisch sind. Im Zeitalter von Fake-News und alternativen Fakten ist es schwer, diesem Geschrei mit fundierten Fakten zu begegnen.

    Als „Fehler“ würde ich eher das ständige Festhalten am Präsenzunterricht bezeichnen, gepaart mit der Behauptung, es fänden in der Schule keine Ansteckungen statt.

    Da sind wir uns ja einig, denn das ist das Festhalten an Fehlern wider besseren Wissens und die fehlende Ausarbeitung eines Konzeptes für die Schulen habe ich ja auch durchaus als einen der problematischen Punkte genannt.

    Bei vielen Politikern schwingt leider zu sehr der Gedanke mit, wie sich die Beschlüsse auf ihre persönlichen Umfragewerte auswirken und wie sie selbst dabei dastehen.

    Das ist allerdings auch ein Problem unserer Fehlerkultur. Auf der einen Seite muss klar sein, dass Fehler passieren und dass das eine Chance ist, Dinge zu korrigieren und besser zu machen. Stattdessen landen wir ganz oft und ganz schnell ausschließlich bei der Frage, wer daran Schuld trägt.

    Auf der anderen Seite sieht man dann aber auch die Konsequenzlosigkeit bei wirklichem Fehlverhalten, wenn Fehler wider besseren Wissens begangen wurden oder bewusst die Unwahrheit gesagt wird, oder wenn keine Bereitschaft besteht, Fehler einzugestehen und zu korrigieren. Das reicht dann vom Totalversagen örtlicher Verkehrsbehörden über einen inkompetenten Bundesverkehrsminister bis zum gefährlichen Machtmissbrauch eines notorisch lügenden US-Präsidenten.