Ich bin damals meistens mit dem Schulbus zur Grundschule im 4km entfernten Nachbarort gefahren. Auf dem 1km langen Weg zur Bushaltestelle gab es nicht einmal einen Gehweg. Die Busse sind damals rückwärts in die Bushaltestelle gefahren, weil sie dort gewendet haben. Da gab es unter den Kindern immer Drängelei direkt neben dem rückwärts fahrenden Bus. Passiert ist nie etwas.
Manchmal bin ich auch mit dem Fahrrad zur Grundschule gefahren, auch schon vor der Fahrradprüfung in der 4. Klasse. Einen Radweg gab es auf der gesamten Strecke nirgends, darunter auch 1km an einer Bundesstraße nicht. Irgendwie fand ich das als Kind schon normal, dort auch mit dem Fahrrad zu fahren, weil ich sonst ja auch auf der Fahrbahn gegangen bin oder weil wir dort gespielt haben. Meine Eltern hat das auch nie gestört und die sind auch beim ersten Mal nicht mitgefahren. Die haben mir einfach vertraut, dass ich auch im Nachbarort und auf der Landstraße klarkomme, wenn ich da genauso fahre wie zuhause.
Es mag sein, dass damals weniger Autos auf den Straßen waren, aber ich möchte nicht behaupten, dass die Leute damals vorsichtiger gefahren sind. Bei heutigen Eltern ist das vermutlich alles völlig undenkbar.