Ich wollte eigentlich gar keinen Zusammenhang zwischen dem Schild, der durchgezogenen Linie und dem Unfall herstellen. Aber wo du mich zitierst:
Sind dir Fälle bekannt, wo aus aktiven Überholern "Scheinüberholer" wurden? Wie würdest du es einordnen, wenn ein aktiver Überholvorgang z.B. wegen spät erkanntem Gegenverkehr abgebrochen wird, indem wieder nach rechts eingeschert und dabei der Radfahrer gerammt wurde?
Und was wäre für dich ein bewusster aber falsch eingeschätzter Überholvorgang, für den von vornherein nicht genügend Platz war, um überhaupt einen positiven Abstand einzuhalten, bzw. der Überholabstand so gering war, dass es durch einen kleinen Schlenker des Radfahrers zum Zusammenstoß kam? Also Überholen trotz Gegenverkehr, oder Überholen, ohne eine durchgezogene Linie zu überfahren.
Oder zu sehen, dass vor einem ein Radfahrer fährt und nicht zu schnallen, dass man jetzt mal bremsen und dahinter bleiben muss. Das wäre kein Sadismus und auch keine bewusste Maßregelung, sondern eine Fehlentscheidung. Ich bin bei Überholabständen nicht so empfindlich, aber wenn ich doch mal jemanden anspreche, der mich richtig eng überholt hat, habe ich oft den Eindruck, dass die Option, mal für 5 Sekunden hinter mir zu bleiben, gar nicht erst in Erwägung gezogen wurde.