Beiträge von Yeti

    wie ist denn die Bungenstraße beschildert? Weiterhin als Einbahnstraße in Richtung Kehdinger Straße/Kaufland? :whistling:

    Normalerweise ist die Bungenstraße und Kehdinger Straße Einbahnstraße vom Zollamt in Richtung Kaufland und der ganze Abschnitt ist vbB.

    Bungenstraße 51, 21682 Stade nach Kehdinger Str. 19, 21682 Stade - Google Maps

    Aktuell wird aber in der Bungenstraße gebaut und der westliche Teil ist komplett gesperrt. An der Ecke zum Wasser West stehen Poller. Da kommt man mit dem Fahrrad durch und Rettungsdienste haben einen Schlüssel.

    Nun hat man die Einbahnstraßenrichtung gedreht, vermutlich weil die Bäckerstraße auch Einbahnstraße ist. Man kommt da nur über Rosenstraße und Bäckerstraße wieder raus.

    Hier der Blick von der Rosenbrücke zur Bungenstraße. Da kommt man mit einem LKW ohnehin nicht um die Ecke.

    Aber auch sonst ist das originell beschildert.

    So sieht es vom Zollamt am Anfang der Bungenstraße aus:

    So an der Ecke Bungenstraße / Kehdinger Straße

    Gegenüber hängt [Zeichen 220-20][Zusazzeichen 1000-32] in die Kehdinger Straße, aber an der Ecke gibt es in Richtung Bungenstraße kein [Zeichen 267][Zusatzzeichen 1022-10]. Das steht nur am Anfang bei Kaufland, aktuell abgedeckt.

    Das steht am Anfang der Bäckerstraße

    Gegenrichtung so, in Erwartung zahlreicher illegaler Geisterradler

    Das ist gar nicht so einfach für die Stader Verkehrsbehörde, eine Einbahnstraße mit [Zeichen 267][Zusatzzeichen 1022-10] und [Zeichen 220-20][Zusazzeichen 1000-32] freizugeben. Hinweise werden seit 8 Jahren ignoriert.

    Eine Helmpflicht für Elektrotretroller-Fahrer*innen könnte dazu beitragen, dass diese Fahrzeuge nicht mehr "hipp" sind.

    Immerhin sprechen Sie ehrlich aus, wozu Helmpflicht-Diskussionen geführt werden: Um das betreffende Verkehrsmittel unattraktiv zu machen.

    Beises sind Fahrzeuge, die dem Nutzer das Gefühl geben, er sein jetzt ein Fußgänger, der besonders schnell und trotzdem bequem unterwegs ist.

    Das Selbe kann man auch über Fahrräder behaupten und viele Gehweg-Radler sehen das sicherlich auch so. Also Fahrräder auch gleich verbieten oder durch eine Helmpflicht unattraktiv machen?

    Und was wäre die Alternative? Hier in der bräsigen Kleinstadt gibt es keinen Scooter-Verleih, dafür aber unglaublich viele private eKFZ, meistens von Jugendlichen genutzt. Man kann jetzt eine Opa-Diskussion führen wie über die Bundesjugendspiele, ob es für die Jugend nicht besser wäre, sich mehr aktiv zu bewegen. Oder man akzeptiert, dass das eine moderne Form der Fortbewegung ist. Was würden denn die Jugendlichen sonst machen, wenn sie nicht auf dem Scooter fahren? Sich von Mama oder Papa im Auto kutschieren lassen oder gleich zuhause bleiben. Zu glauben, durch ein Verbot oder Maßnahmen, die E-Scooter unattraktiv machen, würden mehr Jugendliche Fahrrad fahren, ist unglaublich naiv.

    Das eigentliche Problem ist doch, dass man bei der Einführung der Dinger vor allem im Sinn hatte, dass die genau wie Fahrräder dem Autoverkehr nicht im Weg sind. Daher wird von der Polizei auch das Fahren auf Gehwegen toleriert, egal ob mit dem Fahrrad oder E-Scooter. Schließlich wurde und wird es ja auch immer noch an allen unmöglichen Stellen explizit erlaubt oder sogar vorgeschrieben. Am besten noch mit MoFa-Freigabe und dem damit verbundenen sozialen Druck, dieses Angebot auch anzunehmen, damit man ganz sicher sein kann, dass alle langsameren Fahrzeuge aus dem Weg sind.

    Man kann jetzt über Jugendliche schimpfen. Das ist bequem, bringt aber keine Lösung. Das Problem sitzt in der Verkehrsbehörde und im Polizeipräsidium.

    Was man hier vorfindet, ist mit einfacher Fahrlässigkeit nicht mehr zu erklären. Das ist grob fahrlässig oder Vorsatz. Die Stadt Stade hat unter anderem die RSA für unbeachtlich erklärt. Dabei haben sie selbst Urteile zitiert, die zeigen, dass die Missachtung zivilrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen kann. Wenn dadurch jemand stirbt, interessiert sich auch die Staatsanwaltschaft dafür.

    Ja, ist klar: Eine gefährliche und unzureichende Infrastruktur, auf die man am besten gleichzeitig Radfahrer-E-Scooter und Fußgänger zwingt und MoFas erlaubt. Alle fahren darauf, wie sie wollen und niemanden stört es, solange kein Auto deswegen bremsen muss.

    Und das Einzige, worüber man diskutiert, ist: "Helmpflicht" (hier fehlt wirklich seit Langem ein Facepalm-Smiley)

    joa, laut VZ ist der grau gepflasterte Teil Radweg? okeeee :/

    Zumindest in der Richtung. In der anderen Richtung ist alles beides.

    Man hat sogar aus der Richtung eine Umleitung für gewohnheitsmäßige Geisterfahrer eingerichtet, damit klar wird, dass man dort nur ausnahmsweise mal auf der richtigen Seite fahren soll.

    Und im Kreisverkehr davor findet man diese Fantasie-Beschilderung

    Sonst gibt es eine Benutzungspflicht in der Glückstädter Straße nur Richtung Süden, aber nicht nach Norden. Wenn das die Stader Verkehrsbehörde wüsste...

    Street View · Google Maps
    Ort in Google Maps noch intensiver erleben.
    maps.app.goo.gl

    Der Grund für diese aktuelle kreative Verkehrsführung ist übrigens eine 10m lange Baustelle auf dem westlichen "Radweg" vor dem Haupteingang der BBS. Man könnte jetzt Radfahrer auf der Fahrbahn daran vorbeifahren lassen, oder man ordnet auf 550m Länge Geisterradeln an.

    Vielleicht ist das Geisterradeln aber auch nur angeordnet, damit man hier Platz für das temporäre Verkehrszeichen schaffen kann.

    Warum auch Fußgänger auf die andere Straßenseite wechseln sollen, weiß vermutlich nur die nobelpreisverdächtige Stader Verkehrsbehörde.

    Wie rücksichtslos sind E-Scooter-Fahrer? Ein Check in Stade und Buxtehude

    Zitat

    Das ist dreifach verboten. Die beiden Mädchen fahren zu zweit auf einem Roller, sind auf der falschen Straßenseite als Geisterfahrerinnen unterwegs und benutzen den Fußweg statt des Radwegs.

    So ist die Stelle, die das Artikelbild zeigt, aktuell beschildert. :S

    Ich würde mal so sagen: Zwei der bemängelten Verstöße hat die fahrradfreundliche Hansestadt Stade selbst angeordnet.

    Zur Eingangsfrage, ob Petitionen nützlich sind, möchte ich auf eine Petition hinweisen:

    SPD, stoppt den Frontalangriff auf die Informationsfreiheit!
    Wir alle haben das Recht auf staatliche Informationen. Seit 2006 müssen Behörden auf Antrag nach dem Informationsfreiheitsgesetz (IFG) Dokumente herausgeben –…
    weact.campact.de

    Ob diese Petition am Ende Erfolg hat, weiß ich nicht, aber es ist auch ein Mittel, auf Themen hinzuweisen. Viele in meinem Umfeld wussten gar nichts von einem IFG und fanden dann doch die Absicht, dieses IFG stark einzuschränken, reichlich dreist.

    Und es ist auch keine Gefühlsfrage. Es ist schlicht das, was ich beobachte. Ich bewerte es als Protest gegen autokonforme Infrastruktur bei der der Fußverkehr und Radverkehr nicht mitgedacht wurde. Und noch viel weniger im Zentrum der Gestaltung steht.

    Doch, es ist eine Gefühlsfrage, wenn Sie sich nicht mitgedacht fühlen.

    Nur, weil es eine separierte Infrastruktur für den Radverkehr gibt, wurde noch lange nicht mitgedacht. Ich würde mich sogar zu der Behauptung hinreißen lassen, dass der Radverkehr überall dort, wo man "Radwege" gebaut hat, nicht im Zentrum der Gestaltung stand, sondern vor allem der möglichst ungestörte Autoverkehr.

    Genau das scheint auch Ihre größte Sorge zu sein, wenn Sie sich unwohl fühlen, weil hinter Ihnen ein Auto langsamer fahren muss.

    Kreisel sind so oder so Mist für den Radverkehr

    Das stimmt nicht. Kreisverkehre gelten als sicher, weil sie bei richtiger Ausführung geschwindigkeitssenkend wirken. Radfahrer profitieren allerdings am wenigsten von der erhöhten Sicherheit eines Kreisverkehrs, wenn es umlaufende "Radwege" gibt. Alleine schon deshalb, weil sich die Anzahl der möglichen Konfliktpunkte verdoppelt, wenn man auf einem umlaufenden "Radweg" fährt und nicht auf der Kreisfahrbahn.

    Auch mit dem Fahrrad ist man schneller durch einen Kreisverkehr, als wenn man erst an einer Ampel warten muss.