München, Bodenseestraße Richtung stadtauswärts, kurz vor Germering:

Es gibt also einen für beide Richtungen freigegebenen Radweg, welcher neben einem Gehweg verläuft. Anfangs verlaufen beide Wege unmittelbar nebeneinander, wenig später sind beide Wege durch einen schmale Grünstreifen getrennt. Doch dann sehen Fußgänger dies hier:

Schade nur, dass Radfahrer hiervon nichts mitbekommen. Im Gegenteil: Das VZ 237 wird sogar nochmal wiederholt, ohne auf eventuelle Fußgänger aufmerksam zu machen:

Hätte man den Radweg dann nicht wenigstens als gemeinsamen Geh- und Radweg ausweisen können?
In der Gegenrichtung, also aus Richtung Germering kommend, sieht das ganze übrigens zunächst so aus:

Aha, ein gemeinsamer Geh- und Radweg, auf welchem der Radverkehr in beide Richtungen abgewickelt wird. Doch dann...

Das muss man erstmal sacken lassen!
Das für Fußgänger gültige Lichtzeichen befindet sich übrigens links außerhalb des Bildes. Fußgänger und Radfahrer haben hier getrennte Lichtzeichengeber, wenngleich die Räumzeiten exakt identisch sind.
Wenige Meter weiter zur Verdeutlichung nochmals das bekannte und charmante Zusatzschild:

Hat man die Baustelle hinter sich gelassen, ändert sich an der Beschilderung natürlich nichts:

Ich finde dies mal wieder ein typisches Beispiel dafür, dass gerade bei Baustellen überhaupt nicht nachgedacht wird. Die einzelnen Verkehrsteilnehmergruppen werden ihren Weg schon suchen und finden. Schließlich geht und fährt ja doch jeder so, wie er will, was letztlich dann so wohl auch gewünscht sein muss. Erfordert schließlich auch einen niedrigeren Intellekt. Auf beiden Seiten.